Ich hab hier ein nicht ganz identisches "Problem", aber irgendwie passt es doch, daher poste ich mal hier statt im KFKA-Thread.
Bei uns ist das Essen seit jeher etwas, ich will nicht sagen kompliziert, aber nicht ganz unbeschwert. Leichtes Kind, Kinderärztin, die Druck auf frühe Beikosteinführung macht, Sorge, dass das Kind verhungert... Diesdas.
Jetzt ist es so: Ich stille weiterhin halbwegs nach Bedarf (wenn ich da bin, Kind ist tgl.ca. 6h in der Kita), ansonsten wird gegessen, aber ich finde doch etwas einseitig. In Sachen Obst geht vieles noch halbwegs ok (Kiwi und Orange immer, Banane oft, Erdbeeren und Heidelbeeren ab und zu mal, Äpfel vielleicht...). Gemüse, insbesondere roh, gar nicht, gekocht zuhause auch nicht so recht, trockene Nudeln vielleicht mal, eher keine Soße... Naja.
Aber was geht: Verarbeitetes Fleisch, also Hackbällchen, Wiener Würstchen, Bratwurst, Fisch (Schlemmerfilet/Fischstäbchen), aber auch vegane Nuggets, Milchbrötchen, so Kinder-Knabbersnacks, die ja wenigstens halbwegs salz- und zuckerarm/-frei sind.
Das finde ich jetzt ehrlicherweise natürlich nervig, aber auch nicht überdramatisch. Denn als Mutter eines Kindes, dass immer schon schmal war und nicht die riesen Portionen gegessen hat, bin ich froh, wenn sie überhaupt was isst und will natürlich keinen Druck ausüben. Gleichzeitig träume ich natürlich auch von dem Alles-Esser, der zumindest auch probiert - das tut sie nämlich auch nicht so recht, auch wenn wir neben ihr sitzen und genau das Zeug essen, dass sie nicht probieren mag. Und ich weiß auch, alles ist irgendwie ne Phase, wird sich schon auch mal ändern.
Aktuell habe ich aber immer mindestens eine Gewinnerkomponente bei den Mahlzeiten dabei, damit ich ich mich wenigstens drauf verlassen kann, dass sie davon isst. Hat aber natürlich oft genug zur Folge, dass sie dann nur diese Komponente isst und das andere wieder nicht groß probieren mag.
Wie macht ihr das? Auch mal Mahlzeiten komplett ohne einen Bestandteil anbieten, den das Kind auf jeden Fall mag? Ich trau mich irgendwie nicht so recht, da mach ich mir dann doch Sorgen, dass es zu wenig ist... Aber jeden Abend Wurst aufm Teller ist ja auch echt nicht geil.
Zur Kita: Hier isst sie glaube ich schon auch mal Sachen, die zuhause liegengelassen werden, daher verlasse ich mich auch einfach ein Stückweit darauf, dass sie dort noch n paar mehr Sachen abgreift, die sie zuhause nicht isst. Ich frage aber auch nicht immer so dezidiert nach (weil ich eben diesem leidigen Essensthema nicht so überviel Bedeutung beimessen will) und verlasse mich darauf, dass sie mir sagen, wenn sie entweder gar nix gegessen hat oder aber super viel von irgendwas. Das klappt ganz gut. Und man sieht es ja auch oft an den Klamotten.

Sie ist ansonsten quietschfidel, gut normal entwickelt und auch anatomisch in der Lage, zu kauen und zu essen (soweit ich das beurteilen kann).
Sorry für den langen Post, wenn ich am Desktop-PC schreibe, neige ich doch zum Schwafeln...