lalelu2 hat geschrieben: 10.09.2022, 09:03
[...]
Größer war der Ärger um eine stillfreundliche Narkose, da haben sie echt einen Aufstand gemacht, aber dann doch ein einsehen gehabt
Ich bin mir gerade nicht sicher, was eine "stillfreundliche Narkose" ist. Ich würde das
AFS-Infoblatt zu Stillen und Narkose (Direktlink zur PDF-Datei) ausdrucken, um das im Zweifelsfall vorzeigen zu können, und gut.
Es haben ja uch schon Leute drauf hingewiesen, dass selbstverständlich auch OPs stattfinden, wenn das Baby sogar noch im Bauch der Mutter ist (Kaiserschnitt unter Vollnarkose z.B.) - insofern... . Beim Stillkind gilt die Regel: Sobald die Mutter selbst wieder wach genug ist, um zu stillen, darf sie auch stillen.
Caitrionagh hat geschrieben: 10.09.2022, 06:56
Vielleicht darf dich dann dein Mann begleiten, weil du Hilfe benötigst?
Die beiden großen könnten ja vielleicht bei Freunden übernachten, fragt sich nur, ob deine zweitkleinste schon so weit ist?
Ich habe zwar keine Ahnung davon, aber probier doch einfach mal aus, ob sie Pre nimmt. Schadet ja nix.
So eine Lösung würde ich persönlich wohl auch anstreben:
Babysitter:in/Freund:in/Familienhelferin/Nachbarin/..., die bei Euch zuhause aufpassen und über Nacht bleiben,
und fürs Stillbaby auf Mitaufnahme (inkl Vater auf Klappliege) dringen.
Ich finde, in so einem Fall haben die
Bedürfnisse von Stillbaby U1 und erkrankter Mutter deutlich Vorrang vor denen von Kindern im Alter von 8+ Jahren, denen man Dinge verbal und vorab erklären kann (traurig sein dürfen sie natürlich trotzdem).
Neben der Seite des Babys ist ja
auch Deine Seite der ggf. auch längeren Stillpause zu bedenken: Du sollst ja nicht zusätzlich zur OP mit allem drum und dran nun noch einen Milchstau bekommen o.ä..
Wie lange am Stück ohne Stillen/Pumpen/Handentleerung zum Entlasten Deiner Brüste kommst Du denn normalerweise so aus? (Du beschreibst Dein Baby ja als noch überwiegend stillend - auch nachts.)
Könntest Du ausstreichen o.ä. ggf. auch im "Liegen" im KKH-Bett?
Für Dein Baby ist die PRE im Beikostalter auf jeden Fall völlig unproblematisch

. Der Papa soll in den Phasen, in denen Du nicht stillen kannst, also geben, was auch immer funktioniert (gefrorene Muttermilchvorräte, Lieblingsbeikost mitten in der Nacht, auch mal Wasser und eben PRE).
Die Milch, die Du zum Entlasten pumpst (oder einfach im Liegen in ein Handtuch ausstreichst oder was auch immer für Dich ggf. funktioniert in der Klinik), müsste also auch nicht aufgehoben/gekühlt/... werden. Kein Stress.
Papa und Baby werden das auf JEDEN Fall fütterungstechnisch und emotional hinbekommen - der Papa ist ja kein Fremder.

!
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Ein Gedanke kam mir noch:
Sollte die Ideallösung "Papa und Stillbaby mit in die Klinik aufnehmen" aus irgendeinem Grund nicht klappen, und könnten dadurch (und durch vielleicht unflexible Besuchszeiten im Mehrbettzimmer)
im ungünstigsten Fall doch mehr als nur ein paar wenige nächtliche Tragetuchstunden zu überbrücken sein, würde ich mir vorab einen kleinen Gedanken Richtung stillfreundlichem Füttern der PRE machen (siehe Linksammlung Stillwissen:
GRUNDINFO Stillfreundliche Zufüttermethoden),
falls Euer Baby nicht gewohnheitsmäßig sowieso zwischen Flasche und Brust problemlos wechselt.
Einfach ne saugfreie Option mit dem Papa kurz besprochen (oder ggf. ausprobiert) zu haben, damit man für eine "doch länger als geplante" Trennungszeit* keine unnötig schlechtere Stilltechnik danach riskiert, kann ja nicht schaden.
Manchen Babys machen Flasche und/oder Schnuller ja überhaupt nix, andere sind da sehr empfindlich, und auf jeden Fall sind nicht alle Babys mit Saugverwirrung superjung (wird ja manchmal suggeriert, dass das nach 6 Wochen kein Problem mehr sei).**
Woraus probiert Dein Baby z.B. ein paar Schluck Wasser zum Essen:
ein kleiner (Eier-)Becher aus Plastik, ein Schnapsglas oder ein 1 EUR Muttermilchfütterbecher aus der Apotheke?
Dann die PRE z.B. bevorzugt daraus anbieten in kleinen Portionen
und zum Beruhigungssaugen z.B. Papas kleinen Finger beim Tragen.
Wenn es dann während Deiner Abwesenheit doch nur mit Flasche und Schnuller geht, ist das eben so. Auch kein Weltuntergang! Wird sich alles finden.]
Ich wünsche Dir eine gute OP, danach gute Besserung (und vorab eine Deine Nerven bestmöglich beruhigende Variante)
LG blueberry
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*[Krankenhauszeitpläne sind ja nicht unumstößlich: da verschiebt sich u.U. auch mal was (weil z.B. ein Notfall zuviel reinkommt und der OP oder Anästhesist gebraucht wird, wird man später operiert; und/oder es dauert doch länger mit der OP selbst) und dann ist man vielleicht erst zu einem Zeitpunkt aus der Narkose wieder richtig wach, zu dem der Papa Zuhause dann nicht mehr weg kann, weil Babysitter nicht für die ganze Nacht beauftragt oder so... Ich kenne ja Eure Fahrtzeiten zwischen Klinik und Zuhause nicht und überhaupt.]
**[Ich habe z.B. mal einen Fall beraten, wo die Saugverwirrung sich bei einem reichlich Einjährigen zwar "nur" durch gelegentliches Beißen in die Brust und generell weniger geöffneten Mund beim Stillen zeigte - wegen des nur gelegentlich genutzten Trinklernbechers mit Silikonschnabel - aber auch sowas kann unangenehm sein, hatte in dem Fall für wunde BW gesorgt, und Du hast einfach anderes zu tun in der OP-Heilungsphase...]