Kindergeburtstag Manöverkritik

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Serafin
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Re: Kindergeburtstag Manöverkritik

Beitrag von Serafin »

Immer allen das gleiche in die Tüte. Ein Grund weniger zum streiten.
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MamaMonster
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Re: Kindergeburtstag Manöverkritik

Beitrag von MamaMonster »

Ich habe schon sehr viele ähnlichen Sachen organisiert. Bei einer Gruppe, die nicht gut eingespielt ist, würde ich immer den organisierteren Teil zuerst machen. Das gibt die Möglichkeit, sich kennenzulernen, ist aber auch, eben, geführt. Mir klingt es auch nach etwas viel Aussuchmöglichkeiten, das bietet immer viel Konfliktpotential, sowohl bei zu vielen Handlungsmöglichkeiten, als auch bei sowas wie Preisen. Bei Schatzsuchen mache ich oft nicht den einen grossen Schatz am Schluss, sondern ein Beutelchen, das man bei jeder Station mit einer Kleinigkeit bestücken kann. Und da sind sie abgezählt, also immer für jeden eins. Das gibt auch immer kleine Pausen für die langsameren, weiter geht es natürlich immer zusammen. Und wenn man Aufgaben hat, kann man sie zB reihum lösen, damit jeder drankommt. Letztes Mal war es zB jedes Kind hat bis zum nächsten Hinweis einmal die Schatzkarte und liest den Tipp vor. Ein ander Mal musste man ein Reimwort finden und das gab dann den Hinweis für jedes Kind. Oder ich hab bemalte Steine versteckt und jedes Kind konnte einen bei mir eintauschen. Dann muss man viel weniger um den besten Platz kämpfen und alle sind weniger gestresst. Gerne auch mit Essenspause. Ich führe da recht eng. Aber auch sonst ist gier immer eher straffes Programm, eher eng geführt. Nicht, dass ich die Kinder zwinge oder so, das ist nie nötig, aber ich sage einfach, was als nächstes kommt. Wenn jemand nicht will, kann er sich an den Rand setzen oder unterwegs einfach mit mir mitlaufen ohne zu spielen, aber ich passe da das Programm nicht an. Das mache ich eher, wenn die Kinder grad so viel Spass haben, dass sie länger an etwas bleiben wollen.
Freispiel kommt hier immer eher gegen Schluss und es gibt Alternativen. Gerade etwas wie Dunkelparty funktioniert nur, wenn alle sich sicher fühlen, das ist in einer neuen Gruppe am Anfang nicht ideal.
Heterogene Gruppen gehen hier auch, aber eben, da mache ich anfangs Sachen mit wenig Konfliktpotential.

Ich denke aber auch auch, in einer anderen Gruppe wären deine Pläne trotzdem super angekommen. Manchmal hat man einfach Pech.
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Mamane
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Re: Kindergeburtstag Manöverkritik

Beitrag von Mamane »

Hier bisher bei der Schatzsuche auch immer wieder kleine Aufgaben, außerdem wird der Weg mit Bändchen markiert, die abgeschnitten werden sollen und jeder darf mal Abschneiden. Zwischendrin gibt es eine Trinkpause (erst müssen an der Stelle die versteckten Trinkpäckchen gesucht werden) und eine kleine Pause mit "Stärkung" (bisher Salzbrezelchen). Und auch fertig vorgepackte Tütchen, in denen für alle das Gleiche drin ist.

Total cool, hier so viele Anregungen und Erfahrungen zu lesen. Ich werde dieses Jahr wohl auch etwas zu basteln in den Schatz packen, sodass die Zeit zwischen Schatzsuche und Abendessen (Grillwürstchen mit Laugenbrezeln) gut gefüllt ist, weil unsere Gruppe mal wieder sehr heterogen sein wird und sich bei weitem nicht alle Kinder untereinander kennen werden.
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kroschka
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Re: Kindergeburtstag Manöverkritik

Beitrag von kroschka »

Ich finde 2,5km tatsächlich bisschen lang. Aber wir haben auch Kinder in der Klasse, die es nicht mal gewohnt sind mehr als 500m zu laufen. 🙈
Ansonsten finde ich es gut mit zwei Erwachsenen unterwegs zu sein: eine(r) geht vorne und darf nicht überholt werden, eine(r) ist hinten der Lumpensammler.
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Elena
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Re: Kindergeburtstag Manöverkritik

Beitrag von Elena »

Ich habe auch schon mal "Fallen" eingebaut in Schnitzeljagden, wo die, die schnell vorweg gerannt sind, irgendwas übersehen haben oder in eine Sackgasse gerannt sind. :mrgreen:
Hier gehts zu meinen Bewertungen:
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Kaba
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Re: Kindergeburtstag Manöverkritik

Beitrag von Kaba »

Als ich selbst Kind war, war es normal, dass mindestens ein Kind geheult hat bei jedem Kindergeburtstag :wink: in der Regel auf jeden Fall das Geburtstagskind (zu viel Aufregung, zu hohe Erwartungen) und meist ein weiteres. Später hab ich als Babysitterin Kindergeburtstage organisiert und selbst, wenn objektiv alles super lief, gab es auch oft Tränen...

Also, wenn das Kind es selbst gut fand, würde ich zwar von den Tipps hier was mitnehmen, aber mich nicht ärgern, dass nicht alles toll lief. Das ist quasi unmöglich, da allen gerecht zu werden. Erzieher/Lehrer haben da ganz andere Vorraussetzungen, weil sie immer die gleiche Gruppe haben, es feste Abläufe gibt etc.
Kaba mit Milchmädchen (09/19) und kleiner Vorfreude (6/22)
lalelu2
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Re: Kindergeburtstag Manöverkritik

Beitrag von lalelu2 »

Ich glaube auch, das Meckern und so ist teilweise normal, egal wie toll das Programm ist. Würdest du die Kinder fragen, würden sie bestimmt auch sagen, dass es toll war.
Ansonsten: nicht Zuviel Fragen, so nach dem Motto: sollen wir jetzt losgehen, oder habt ihr Lust…dann gibts Gemecker. Nicht Zuviel aussuchen lassen bei angeleiteten Tätigkeiten, dafür Freispielphasen und nicht detailliert durchplanen. Bei mir gibts zwischen meist eine kleine Bastelaktion am Anfang, wenn die Kinder noch schüchtern sind, weil sie dann Warmwerden und dann wird das Gebastelte in irgendeiner Form benutzt ( meist für eine Schnitzeljagd/Schatzsuchenvariante) Bei uns geht die durch den Ort, das heißt, die Kinder müssen eher zusammenbleiben. An jeder Station wird jemand bestimmt, der bei der nächsten Strecke vorläuft und nicht überholt werden darf. Die Aufgaben so wählen, dass nicht einer die Antwort rausschiesst und die anderen nur zuhören. Was auch wichtig ist: an der Station wird erst gesucht, wenn alle angekommen sind, sonst nehmen immer dieselben den Hinweis.
Ich denke, ohne Maßreglungen wird es bei so einer großen Gruppe nicht gehen ( in der OGS schon dreimal nicht) und Gemecker ist nicht Zwangsläufig ein Zeichen von Nichtgefallen
Pirouge
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Re: Kindergeburtstag Manöverkritik

Beitrag von Pirouge »

Wie viele Erwachsene wart ihr denn?
Ich habe das Glück, dass ich mit den Müttern der engsten Freunde von Großem befreundet bin. Die habe ich dann eingebunden plus den Patenonkel. Da war es dann sehr harmonisch - bei der Schatzsuche ging der Patenonkel vor zum Verstecken und eine Freundin war dabei. Zum Kaffee dann eine andere Freundin und der Patenonkel. (Da ist es mir dann auch egal, wenn der Papa nicht zuverlässig dabei ist).

Bei der Schatzsuche habe ich ein langes Seil genommen, in eine Kiste verpackt zusammen mit dem Hinweis, dass die Suche gefährlich ist und alle das Seil festhalten müssen :-D. Hat sogar geklappt - es sind aber eher ruhige Kinder, zu denen ich auch einen Draht habe.

Ich hatte das nämlich vor Corona auch mit dem Vorrennen und mein Kind kommt nicht hinterher und heult.

Mir geht es auch oft so, dass ich eher die negativen Dinge sehe (Ausflüge etc) und das Kind zwar zwischendurch gebrüllt hat, es letztendlich trotzdem toll fand. Die Perspektive ist von innen irgendwie eine andere...
2014 und 2019
Yllana
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Re: Kindergeburtstag Manöverkritik

Beitrag von Yllana »

Wir waren zwei Erwachsene und mein Mann ist sehr schnell überreizt und genervt... Also ist viel an mir hängen geblieben. Ist bestimmt auch noch optimierbar....

Also enge Führung, kurzer, dichter... Und vllt dann lieber optionale Sachen wie basteln zu Hause... *Mitschreib*

Danke noch mal an alle! Mir hilft der Austausch hier sehr!
Mit der Großen (08/15) und der Kleinen (11/17)
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Kalimera
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Re: Kindergeburtstag Manöverkritik

Beitrag von Kalimera »

Yllana hat geschrieben: 29.08.2022, 08:33 Wobei ich extra sehr viele verschiedene Sachen besorgt hatte, damit sich jeder seine Lieblingssachen raussuchen kann...
Das ist zwar sehr lieb gemeint, führt aber bestimmt zu Streit. Ich würde für jedes Kind das gleiche in einen kleinen Beutel packen.
💙06/16 💙11/19
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