Danke für diesen Thread. Mir geht es gerade ganz genau so!
Mein Sohn hat auch nach der Geburt des Geschwisterchens extrem reagiert. Dauerstillen, Muttermilchstuhl, Einfordern, Verzweiflung …
Bei uns wurde es nach dem Wochenbett schon um einiges besser. Er begrüßt mich morgens immer noch mit „Milch! Jetzt!“, ist sehr fordernd und ich bin hin und hergerissen: Ich will mich ja um seine Bedürfnisse kümmern, aber es ist mir oft zu viel. Insgesamt ist der Trend trotzdem eher positiv. Muttermilchstuhl haben wir schon lange nicht mehr und die Frequenz ist an den meisten Tagen ganz okay.
Was mir - zumindest ein bisschen - geholfen hat:
- rausfinden, was mich so unruhig macht und mich innerlich aufregt. Für mich ist Dauernuckeln das Schlimmste. Wenn er öfter am Tag fragt und dann nur einige Schlucke nimmt, geht das für mich gut. Das sage ich dann auch so, dass ich nicht so lange mag, aber wir jetzt ein paar Schlucke trinken können und dann xy machen. Funktioniert nicht immer so gut.
- zu Beginn hat es geholfen, Essen parat zu haben. Er hat da selbst gesagt, er mag nicht mehr essen, sondern nur noch Milch wie das Baby. Hatte aber trotzdem Hunger. Papa hat uns morgens ein Brot ans Bett gestellt und wir haben dann (nach dem Stillen) im Bett gekuschelt, Buch gelesen und gefrühstückt.
- Erster sein lassen: Da reichen auch oft ein paar Schlucke.
- immer und immer wieder betonen, dass genug Milch da ist und er wieder welche haben kann.
- oft habe ich gesagt, dass ich möchte, dass wir erst etwas essen und dann trinken. Und ihm dann was über Nährstoffe erklärt. Hat ihn am wenigsten interessiert

Aber er wiederholt oft, dass das Baby später auch essen muss.
- sagen, wenn es mir zu viel ist und aufs nächste Mal vertrösten. Er akzeptiert das mittlerweile oft, aber er wirkt dann etwas verletzt oder reagiert wütend. Das tut mir dann leid.
Ich versuche mir immer wieder vor Augen zu führen, wie klein und bedürftig er selbst noch ist. Ich wünschte, das Stillen könnte sich wieder wie früher anfühlen.