Guten Morgen,
gestern hats mir nicht mehr gereicht. Aber jetzt hab ich kurz Zeit - mal sehen wie lange
Nochmal ein Update zu den Brüsten Nachts: Beide sind ziemlich knotig vor dem Stillen und meine Tochter trinkt gerade nachts ungewöhnlich lange. (Sonst 5-10 min) diese Nacht 2x an die 30 min, beim 3. Stillen bin ich eingeschlafen, keine Ahnung wie lang das war...
Jetzt fühlt sich die Brust wieder echt hart an und tut weh, ich denke/hoffe das wird besser, wenn die Dame wieder trinken möchte.
blueberry hat geschrieben:
Hi Tainah,
erstmal Hut ab, dass Du tapfer am Stillen festhältst. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie zermürbend es ist, wenn man anhaltende/wiederkehrende (starke) Schmerzen hat, aber überall zu hören bekommt: man sieht aber nichts - sieht alles gut aus/es gibt keine Laborergebnisse. Ich fand das irre frustrierend und hatte irgendwann das Gefühl, man unterstelle mir, zu "simulieren" oder sowas, weil ja nichts sein könne, wenn die Fachperson (Gyn, Hebamme, ...) "nichts" sieht
Danke! Dass man mir nicht glaubt, hat sich gegeben als die Schmerzen nach 4-6 Wochen immer noch da waren, aber gemacht wird irgendwie trotzdem nix...
blueberry hat geschrieben:
Also, Du schreibst:
Tainah hat geschrieben: 17.06.2022, 18:00
1. Milchgangssoor. Soor hatte ich eigentlich meine Hebamme schon gefragt, sie sagte es ist keiner.
Ich lasse beim Kinderarzt noch einen Abstrich machen nächste Woche, der sollte das ja ggf bestätigen können.
Tainah hat geschrieben: 22.08.2022, 00:16
Kurzes Update:
Soor wurde überprüft und es war keiner. Zu der Zeit als das Ergebnis kam hatte ich schon
einige Tage Fluconazol genommen, dadurch gab es keine Besserung.
Dazu:
1.
Man kann Brustsoor/Milchgangssoor aufgrund eines Hautabstriches oder einer Muttermilchprobe mit üblicher Labordiagnostik weder sicher ausschließen noch bestätigen.* Man sollte idealerweise eher nach den Symptomen für Soor bei Kind und/oder Mutter entscheiden.
[...]
Also, der Soor wurde diagnosiziert auf Grund eines für uns "unsichtbaren" Ausschlags am Popo von Lotta von einer Stillspezialistin und Kinderkrankenschwester. Ich war dann bei der U3 und die Kinderärztin hat mich halb ausgelacht, wie ich denn darauf kommen würde, das Kind hat keinerlei Anzeichen von Soor. Ich wurde von der Stillspez. ins KKH geschickt zur diensthabenden Ärztin (war Fr Abend und mein FA hatte schon zu) und sie hatte schon telefonisch für mich Fluconazol organisiert. Die Ärztin hat mich doch nochmal angeschaut, aber war der Meinung es ist kein Soor. Der Abstrich war dann negativ, das Fluconazol hab ich 8 Tage genommen ohne Besserung (Dosierung 1. Tag 2x 200 mg, ab dann täglich 1x200 mg). Ich habe keinen Juckreiz, keine Rötungen o. ä. - von daher glaube ich als medizinischer Laie, dass es kein Soor ist. Auch bei meiner Tochter gibt es nach wie vor keine Anzeichen für einen Soor.
blueberry hat geschrieben:
ABER:
3. Neuere Forschung zeigt, dass es sich bei
Symptomen, wie Du sie beschreibst, viel eher um Subakute Mastitis handelt.
Brennende/stechende Schmerzen sind vorrangig Zeichen einer subakuten Mastitis, können jedoch auch andere Ursachen wie z.B. Vasospasmus oder Mammary Constriction Syndrome haben. Bei der Diagnosestellung sind daher diese Differentialdiagnosen unbedingt mit in Betracht zu ziehen!
[...]
In den letzten Jahren hat sich unser Blick auf das Spektrum der Mastitiden erweitert und verändert: das gesunde Mikrobiom der Brust und die Folgen einer Dysbiose, bei der ein Ungleichgewicht der Besiedelung entsteht, spielen eine große Rolle für das Verständnis von Symptomen, die zu diesem Spektrum gehören.
Die subakute Mastitis, die sich durch brennende, stechende Schmerzen in der Brust äußert, ohne dabei klassische Entzündungszeichen (Rötung, Überwärmung, Fieber etc.) auszulösen, ist zunehmend von Bedeutung und liefert eine Erklärung für die früher als "Milchgangs-Soor" oder "Soormastitis" bezeichneten Beschwerden.
Quelle: oben verlinkter Artikel
In ebendiesem EISL-Artikel zu Wunden Mamillen wird deshalb u.a. auf Subakute Mastitis verlinkt.
Insofern:
Tainah hat geschrieben: 22.08.2022, 00:16
Es war dann die
Vermutung einer subakuten Mastitis im Raum.
Prima von Deinem FA

[...]
Die Diagnose stellte die Stillspezialistin, nachdem ich ihr gesagt habe, dass es Soor wohl ziemlich sicher nicht ist. Damit bin ich dann zu meinem FA gelaufen, in der Annahme, dass wir des Problems Ursache haben. Ich hatte auch auf dem Abstrich aus dem KKH gesehen, dass drauf stand:
Angeforderte Untersuchungen
Pilze -
Erreger und Resistenz -
Erregernachweise
K1 zahlreich Staph. epidermidis Gruppe
Mein FA meinte, diese Keime hätten keine Bedeutung (das war bevor ich mit der subakuten Mastitis bei ihm angelaufen kam), die hätten wir alle auf der Haut (richtig). Der Abstrich wurde auch ohne vorherige Desinfektion der Brust gemacht. Als die Stillspez. die Diagnose gestellt hat, hat sie mir eine Probe von Mam Biotic mitgebracht und ich habe die 5 Tabletten der Probe plus 21 weitere die ich mir dann gekauft hab genommen. In diesem Verlauf ist es schleichend besser geworden - ich frag mich halt, ob es genauso viel besser geworden wäre im Lauf der Zeit auch ohne das - man wirds nie wissen.
Als ich also erneut angelaufen kam mit diesem Verdacht, hat mein FA selbst nochmal einen Abstrich gemacht, von dem hab ich leider nie das Ergebnis gesehen, ich bin am überlegen, ob ich nachher oder morgen vorbei laufe und mir den Laborbefund mal abhole. Als das zweite Ergebnis wieder da war meinte er, es wäre alles perfekt, nichts was auf irgendwas hindeutet. Daher wollte er mir trotz anhaltenden Schmerzen kein (stillfreundliches) Antibiotikum verschreiben. Er ist generell sehr vorsichtig, mit Medikamenten in der Stillzeit, was ich super finde, in dem Fall wäre mein Bauchgefühl aber gewesen, "gib mir endlich das Antibiotika damit der Mist aufhört!!"...
Nunja, er meinte, dass meine Tochter sonst später Resistenzen gegen den Antibiotika Stamm bekommen könnte, wenn ich das jetzt in der Stillzeit nehme. Ich hab nochmal nachgefragt, aber er meinte es so, wie ich es schreibe. Ich hatte eigentlich immer gedacht es gibt nur resistente Keime... wie auch immer. Ich hab kein Rezept bekommen und bin etwas niedergeschlagen gegangen.
Von daher hast du sicher recht Blueberry, dass das schon noch immer eine subakute Mastitis sein könnte, aber wie finde ich es denn heraus, ob es eine ist und was mache ich, wenn mir mein FA kein Antibiotikum verschreiben möchte? Probiotika hab ich ja auch schon genommen.
Dann steht für mich noch immer der Vasospasmus im Raum. Kann das beides sein, oder ist es nur eins von beiden? Ich hab von meinem FA eine Überweisung auf Nachfrage bekommen für die Uniklinik Tübingen, die haben eine Vasospasmus Ambulanz, aber ich hab echt angst, dass ich da hin gehe wie ins KKH hier und nach 10 min total abgewatscht wieder rauskomme mit der Aussage "ach, Sie glauben ja nicht wie viele Frauen lange Schmerzen beim Stillen haben. 10 Wochen ist ja noch jung in der Stillzeit, halten Sie noch ein bisschen durch, das wird schon".
Die haben mich so abgefertigt, dass ich sogar vergessen hab meine zwei Fragen zum Vasospasmus zu stellen - und sonst bin ich eigentlich nicht so unorganisiert. Die waren zwar beide super nett, aber geholfen hat es mir absolut nichts. Ich bin eher "schlechter" rausgekommen als rein, davor hatte ich wenigstens noch die Hoffnung, dass sie mir helfen können...
Nochmal der Vollständigkeit halber, weiß nicht ob ich das vormals geschrieben hatte:
Orale Restriktionen wurden abgeklärt, da wurde nichts gefunden.
Anlegen klappt mühelos in der Zwischenzeit, da hab ich nicht den Eindruck mehr, dass es daher kommen könnte.
Was mach ich denn jetzt? Nen Termin in Tübingen der vermutlich in 6 Wochen ist...?

und dann komm ich da wieder an, bin bis dahin mal wieder quasi schmerzfrei und der Arzt denkt sich "die hat doch nen Vogel".
Zu meinem Zustand: Die Schmerzen sind so okay, dass ich ohne Ibu klar komme, aber ich habe gerade nahezu permenent leichte Schmerzen in der Brust. Insbesondere das Ansaugen ist sehr schmerzhaft, beim Stillen ist es ertragbar. Ich lenk mich etwas ab, dann gehts.