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Re: Hilfe bei zu viel Milch und dauernden Milchstaus

Verfasst: 27.05.2022, 15:49
von Mau
Meine Cousine hatte die ersten Monate auch viel zu viel Milch und oft Milchstaus. Bei ihr haben Salbeitabletten geholfen, die manche wohl zum Abstillen nehmen, und wahrscheinlich auch abwarten. Allerdings wurde sie dabei von einer Stillberaterin begleitet.

Re: Hilfe bei zu viel Milch und dauernden Milchstaus

Verfasst: 27.05.2022, 19:17
von Tralelu
Mau hat geschrieben: 27.05.2022, 15:49 Meine Cousine hatte die ersten Monate auch viel zu viel Milch und oft Milchstaus. Bei ihr haben Salbeitabletten geholfen, die manche wohl zum Abstillen nehmen, und wahrscheinlich auch abwarten. Allerdings wurde sie dabei von einer Stillberaterin begleitet.
Danke für den Rat , leider wirken Salbeitabletten bei mir nicht :cry: . Wäre sonst aber auf jeden Fall ne gute Idee, vielen Dank.

Re: Hilfe bei zu viel Milch und dauernden Milchstaus

Verfasst: 27.05.2022, 19:21
von Tralelu
Lavendeltreppe hat geschrieben: 27.05.2022, 12:37 Tipps habe ich leider nicht wirklich, aber ich wollte dir auch sagen, dass ich das sehr gut nachvollziehen kann. Ich kann vieles aus deinem Beitrag direkt unterschreiben. Du bist nicht allein!

Bei mir ist das einzige, was ein bisschen was gebracht hat, tatsächlich Blockstillen. Beim aktuellen Baby mache ich das fast von Anfang an und hatte diesmal noch keinen richtigen Stau. Ich gebe, nach Gefühl, tatsächlich die gleiche Brust mindestens über 2-3 Mahlzeiten hinweg. Wenigstens bis diese sich halbwegs leerer anfühlt. Bei mir laufen immer beide Seiten aus, d.h. die andere Seite kriegt beim Stillen auch immer etwas Erleichterung. Ob das für dich funktioniert, kannst du vielleicht vorsichtig probieren.

Das Haus verlassen kann ich auch nur mit diesen Einmal-Stilleinlagen. Die halten immerhin meist 2-3 Stunden. Leider viel Müll, aber meine selbstgenähten halten nicht ansatzweise so viel Milch.
Darf ich fragen, einfach aus Interesse wie lange bei dir so ein "Block" dann dauert? Oder ist das ganz unterschiedlich?
Wurde die Milch beim ersten Kind denn irgendwann weniger ?

Re: Hilfe bei zu viel Milch und dauernden Milchstaus

Verfasst: 27.05.2022, 19:54
von Lavendeltreppe
Tralelu hat geschrieben: 27.05.2022, 19:21 Darf ich fragen, einfach aus Interesse wie lange bei dir so ein "Block" dann dauert? Oder ist das ganz unterschiedlich?
Wurde die Milch beim ersten Kind denn irgendwann weniger ?
Die "Blockddauer" variiert. Ich wechsele frühestens nach 2 Stillmahlzeiten die Brust. Kind trinkt aktuell alle 1-3 Stunden. Manchmal trinkt sie aber auch über einen längeren Zeitraum am Stück (auch so 1-2 Stunden?) immer wieder. Das zähle ich dann als eine einzige Stillmahlzeit.
Bisher ist diese Stillzeit deutlich angenehmer als die letzte. Es ist zwar trotzdem regelmäßig ALLES nass, aber bis auf ein einziges Mal hatte ich bisher nicht das Gefühl, dass ein Stau ansteht.

Beim ersten Kind hatte ich leider eine ähnlich unglückliche Zeit wie du und habe nach einem Jahr mit Tabletten abgestillt, weil ich die ständigen Schmerzen und Staus nicht mehr ausgehalten habe. Ich bin auch fest entschlossen, es diesmal besser zu schaffen. Ich hatte es gegen Ende der letzten Stillzeit mit Blockstillen probiert und es wurde etwas besser, vielleicht hätte ich noch länger durchhalten müssen. Aber ich hatte nach einem Stau eine hartnäckige Entzündung auf einer Seite und war einfach mit den Nerven ziemlich am Ende, als meine Ärztin die Tabletten vorschlug.

Mit den Tabletten habe ich noch eine Weile weitergestillt und es war viel angenehmer. Was mich interessieren würde und ich leider auch nicht weiß, ist, ob man diese Tabletten im Notfall auch zum Reduzieren statt zum Abstillen nutzen könnte.

Re: Hilfe bei zu viel Milch und dauernden Milchstaus

Verfasst: 28.05.2022, 10:42
von Tralelu
Lavendeltreppe hat geschrieben: 27.05.2022, 19:54
Tralelu hat geschrieben: 27.05.2022, 19:21 Darf ich fragen, einfach aus Interesse wie lange bei dir so ein "Block" dann dauert? Oder ist das ganz unterschiedlich?
Wurde die Milch beim ersten Kind denn irgendwann weniger ?
Die "Blockddauer" variiert. Ich wechsele frühestens nach 2 Stillmahlzeiten die Brust. Kind trinkt aktuell alle 1-3 Stunden. Manchmal trinkt sie aber auch über einen längeren Zeitraum am Stück (auch so 1-2 Stunden?) immer wieder. Das zähle ich dann als eine einzige Stillmahlzeit.
Bisher ist diese Stillzeit deutlich angenehmer als die letzte. Es ist zwar trotzdem regelmäßig ALLES nass, aber bis auf ein einziges Mal hatte ich bisher nicht das Gefühl, dass ein Stau ansteht.

Beim ersten Kind hatte ich leider eine ähnlich unglückliche Zeit wie du und habe nach einem Jahr mit Tabletten abgestillt, weil ich die ständigen Schmerzen und Staus nicht mehr ausgehalten habe. Ich bin auch fest entschlossen, es diesmal besser zu schaffen. Ich hatte es gegen Ende der letzten Stillzeit mit Blockstillen probiert und es wurde etwas besser, vielleicht hätte ich noch länger durchhalten müssen. Aber ich hatte nach einem Stau eine hartnäckige Entzündung auf einer Seite und war einfach mit den Nerven ziemlich am Ende, als meine Ärztin die Tabletten vorschlug.

Mit den Tabletten habe ich noch eine Weile weitergestillt und es war viel angenehmer. Was mich interessieren würde und ich leider auch nicht weiß, ist, ob man diese Tabletten im Notfall auch zum Reduzieren statt zum Abstillen nutzen könnte.
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Lavendeltreppe hat geschrieben: 27.05.2022, 19:54
Tralelu hat geschrieben: 27.05.2022, 19:21 Darf ich fragen, einfach aus Interesse wie lange bei dir so ein "Block" dann dauert? Oder ist das ganz unterschiedlich?
Wurde die Milch beim ersten Kind denn irgendwann weniger ?
Die "Blockddauer" variiert. Ich wechsele frühestens nach 2 Stillmahlzeiten die Brust. Kind trinkt aktuell alle 1-3 Stunden. Manchmal trinkt sie aber auch über einen längeren Zeitraum am Stück (auch so 1-2 Stunden?) immer wieder. Das zähle ich dann als eine einzige Stillmahlzeit.
Bisher ist diese Stillzeit deutlich angenehmer als die letzte. Es ist zwar trotzdem regelmäßig ALLES nass, aber bis auf ein einziges Mal hatte ich bisher nicht das Gefühl, dass ein Stau ansteht.

Beim ersten Kind hatte ich leider eine ähnlich unglückliche Zeit wie du und habe nach einem Jahr mit Tabletten abgestillt, weil ich die ständigen Schmerzen und Staus nicht mehr ausgehalten habe. Ich bin auch fest entschlossen, es diesmal besser zu schaffen. Ich hatte es gegen Ende der letzten Stillzeit mit Blockstillen probiert und es wurde etwas besser, vielleicht hätte ich noch länger durchhalten müssen. Aber ich hatte nach einem Stau eine hartnäckige Entzündung auf einer Seite und war einfach mit den Nerven ziemlich am Ende, als meine Ärztin die Tabletten vorschlug.

Mit den Tabletten habe ich noch eine Weile weitergestillt und es war viel angenehmer. Was mich interessieren würde und ich leider auch nicht weiß, ist, ob man diese Tabletten im Notfall auch zum Reduzieren statt zum Abstillen nutzen könnte.
Das mit den Tabletten weiß ich leider auch nicht. Musste damals auch mit Tabletten Abstillen und fand es so schrecklich die Nebenwirkungen. Aber ich hab ähnlich wie du irgendwann die Schmerzen nimmer ausgehalten und die Hoffnung aufgegeben dass es sich irgendwann noch einpendelt. Danach ging's mir auch echt besser erstmal.
Aber wow , dass du ein Jahr durchgehalten hast !!!
Aber ob die Milch weniger bleibt , wenn immer wieder ein neuer Reiz durchs stillen gegeben wird weiß ich nicht...
Und dieses Mal wollte ich es eben auch besser machen , hatte die Hoffnung diesmal vielleicht weniger Milch zu haben . Denkste :roll:

Eure Blocklänge wäre bei uns auch der nächste Schritt, ich denke wenn die Staus sich hoffentlich mal irgendwie beruhigt haben ,werde ich das in Angriff nehmen , aber so macht es wahrscheinlich wenig Sinn. Also kühle und friere ich erstmal fleißig weiter und hoffe das kühlen alleine auch schon was bringt. Bin da nur unsicher wie lange man kühlen sollte...

Hab schon überlegt den nächsten Schub dafür auszunutzen, da steigern Babys ja den Bedarf und der Mehrbedarf ist ja bei mir schon reichlich vorhanden. Ob man da irgendwie Blockstillen einbauen könnte...

Re: Hilfe bei zu viel Milch und dauernden Milchstaus

Verfasst: 28.05.2022, 10:43
von Tralelu
Huch das ist irgendwie schief gelaufen mit dem zitieren, hab nur eine Hand frei

Re: Hilfe bei zu viel Milch und dauernden Milchstaus

Verfasst: 28.05.2022, 14:24
von ShinyCheetah
Hey,

zum Thema "Abstillen mit Tabletten" möchte ich aus dem Stilllexikon zitieren:
"Eine medikamentöse Unterstützung des Abstillens ist sehr verbreitet, wird heute wegen den Nebenwirkungen allerdings nicht mehr empfohlen. Das nicht-medikamentöse Abstillen durch die schrittweise abnehmende Entleerung der Brust ist mindestens so effektiv und hat keine Nebenwirkungen. Die Wirksamkeit der Abstillmedikamente, welche das Stillhormon Prolaktin hemmen, ist außerdem nur für die erste Zeit nach der Geburt belegt. Später werden für die Milchbildung keine hohen Prolaktinspiegel mehr benötigt und eine medikamentöse Prolaktin-Hemmung ist wahrscheinlich wenig sinnvoll."

https://www.still-lexikon.de/der-abstillprozess/

Re: Hilfe bei zu viel Milch und dauernden Milchstaus

Verfasst: 28.05.2022, 14:34
von februarkind16
Können evtl auch Lebensmittel die Produktion bei dir steigern? Ich habe das bei mir bei Fencheltee und Möhren gemerkt. Beides musste ich komplett streichen, dann ging es. Aber so stark wie bei dir war es bei mir auch nicht ausgeprägt. Vielleicht mal ein Ernährungstagebuch führen und experimentieren? Schlimmer werden kann es davon ja nicht.

Re: Hilfe bei zu viel Milch und dauernden Milchstaus

Verfasst: 28.05.2022, 15:14
von Tralelu
februarkind16 hat geschrieben: 28.05.2022, 14:34 Können evtl auch Lebensmittel die Produktion bei dir steigern? Ich habe das bei mir bei Fencheltee und Möhren gemerkt. Beides musste ich komplett streichen, dann ging es. Aber so stark wie bei dir war es bei mir auch nicht ausgeprägt. Vielleicht mal ein Ernährungstagebuch führen und experimentieren? Schlimmer werden kann es davon ja nicht.
Das kann natürlich sein , allerdings merke ich milchbildungshemmende Lebensmittel nicht.
Werde aber mal vermehrt drauf achten ob ich da was feststellen kann.

Re: Hilfe bei zu viel Milch und dauernden Milchstaus

Verfasst: 28.05.2022, 15:17
von Tralelu
ShinyCheetah hat geschrieben: 28.05.2022, 14:24 Hey,

zum Thema "Abstillen mit Tabletten" möchte ich aus dem Stilllexikon zitieren:
"Eine medikamentöse Unterstützung des Abstillens ist sehr verbreitet, wird heute wegen den Nebenwirkungen allerdings nicht mehr empfohlen. Das nicht-medikamentöse Abstillen durch die schrittweise abnehmende Entleerung der Brust ist mindestens so effektiv und hat keine Nebenwirkungen. Die Wirksamkeit der Abstillmedikamente, welche das Stillhormon Prolaktin hemmen, ist außerdem nur für die erste Zeit nach der Geburt belegt. Später werden für die Milchbildung keine hohen Prolaktinspiegel mehr benötigt und eine medikamentöse Prolaktin-Hemmung ist wahrscheinlich wenig sinnvoll."

https://www.still-lexikon.de/der-abstillprozess/
Das wäre auch das Letzte, was ich nochmal mitmachen möchte. Und ich will es auch auf keinen Fall gutheißen. Wie gesagt, die Nebenwirkungen waren furchtbar und ich würde es niemandem empfehlen.