Langzeitstillen mit Kinderwunsch

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kloansmi
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Re: Langzeitstillen mit Kinderwunsch

Beitrag von kloansmi »

Danke euch allen, es ist wirklich toll wenn man sich austauschen kann :)

Nun kurz zu mir, ich bin aus Südtirol (Italien) und werde im Juni 33, somit laut meinem Frauenarzt im besten Alter um Kinder zu bekommen :roll: , ich lasse mir aber momentan die Schilddrüse einstellen, denn diese hat einen Wert von 3,75, was bei uns in Italien völlig ok ist, ich jedoch des Öfteren bereits gelesen habe, um schwanger zu werden sollte der Wert um 1 sein.

Mein J lässt sich leider momentan nur ausschließlich von mir ins Bett bringen, denn laut ihm "kann" das nur Mama, aber wenn es Papa versucht geht das Geschrei los und ans Schlafen ist dann überhaupt nicht zu denken... den Tipp von Thesan werde ich gleich morgen probieren und ihm sagen die Brust kann in Moment noch nicht, bzw. muss sich erholen damit am Abend mehr da ist. Heute Abend hat er nur kurz auf beiden Seiten getrunken und dann habe ich ihm eine Geschichte erzählen müssen, aber er hat dann die Brust "vergessen". Und ist dann nachdem ich kurz das Zimmer verlassen habe alleine eingeschlafen. Habe ich nun als Erfolg verbucht :wink:

@Seiltänzerin - toll, dass es auch hier Frauen gibt die trotzdem schwanger geworden sind. Als ich bei der Kontrolle Anfang April war, hat mein Frauenarzt einen schönen Gelbkörper erkennen können, und mein Eisprung war ein bis zwei Tage vorher, wie ich auch selbst beobachtet hatte, auch die Schleimhaut sah für ihn perfekt aus und er sagte nur ich soll mir keinen Kopf machen und sollte es in nächster Zeit nicht klappen wäre wirklich daran zu denken abzustillen...

Auch meine Zyklushälften sind im Grunde perfekt - habe den Eisprung um den 12 Zyklustag was ja ok ist und auch die zweite Zyklushälfte ist um die 14 - 16 Tage, von dem her müsste alles ok sein, soweit ich mich "belesen" habe. Bzgl. Zyklustee habe ich auch bereits einiges gelesen und denke ich werde dies auch versuchen - hilft es nichts, schadet es nichts :D

Nun ist mein Kommentar doch sehr lange geworden :shock: :o

Wünsche euch allen alles Gute und die besten Grüße aus Südtirol
Serafin
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Re: Langzeitstillen mit Kinderwunsch

Beitrag von Serafin »

Also ich würde da auch erst mal die Schilddrüse einstellen lassen.

Zur Statistt: ich bin ziemlich schnell trotz viel stillen schwanger geworden. Zyklus kam nach beiden Geburten aber erst spät.
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Re: Langzeitstillen mit Kinderwunsch

Beitrag von Plueschwuschel »

Ist es tatsächlich so, dass das Stillen eine erneute Schwangerschaft erschweren kann, selbst wenn ein regelmäßiger Zyklus mit Eisprüngen vorhanden ist?
Ich bin ehrlich neugierig, kann das jemand erklären?

Dass die Schilddrüse da eine große Wirkmacht hat, ist bekannt. Drücke die Daumen, dass sich euer Wunsch erfüllt, wenn die Medis wirken - vllt habt ihr damit ja schon das Problem entdeckt!

Ich bin auch 2x vielstillend ohne besonderen Anlauf schwanger geworden, einmal nach 11, einmal nach 23 Monaten (Zyklus eh immer sehr schnell nach ein paar Wochen wieder da).
Nur drei können einander in die Mitte nehmen: Schulkind E. (12/11), Kindergartenkind H. (07/17), Baby P. (03/19)

und Sternenkind Jannis (07/10)
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ShinyCheetah
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Re: Langzeitstillen mit Kinderwunsch

Beitrag von ShinyCheetah »

Kobold hat geschrieben: 17.05.2021, 12:52
ShinyCheetah hat geschrieben: 17.05.2021, 11:21 Das musst du für dich entscheiden, fürchte ich. Für mich war der Kinderwunsch wichtiger. Es hat geklappt, nachdem ich F eine Weile nur noch 1 - 2x pro Woche gestillt habe. Vielleicht wäre das einen Versuch wert? Einen Monat oder zwei das Stillen massiv reduzieren (ohne abzustillen) und hoffen, dass das schon reicht?
Shiny, ab wann hast du das mit F so gemacht? Und wie hat es geklappt? Konnte er das gut akzeptieren? Mein Gefühl sagt mir, dass das hier ähnlich laufen wird für Kind Nummer 2.
Ich habe ab ca. 17 Monaten sukzessive reduziert. Erst nachts abgestillt. Dann tags nicht mehr in bestimmten Situationen (wenn Besuch da war oder wenn wir unterwegs waren). Dann... Irgendwo hab ich's hier schon mal beschrieben ;) Ich meine, dann habe ich nachmittags nach der Kita öfter abgelenkt. Dann hat mein Mann abends für ein paar Tage die Einschlafbegleitung übernommen, so ist das Einschlafstillen weggefallen. Und dann das Morgenstillen. Danach haben wir nur noch manchmal tagsüber gestillt, da war es dann kein großes Problem mehr an 5 - 6 von 7 Tagen abzulenken. Gefragt hat F aber oft genug ;) Akzeptiert hat er es trotzdem gut. Als Baby wär das mit ihm völlig unmöglich gewesen, behaupte ich mal, der Zeitpunkt war zum Reduzieren einfach ziemlich gut.

Mittagsschlaf ging hier übrigens noch ziemlich lange mit Federwiege gut und selbst jetzt haben wir noch ein Ass im Ärmel (nämlich Autofahren. Wobei ich nicht vorhabe, mein Kind mittags immer um den Block zu fahren und auch sehr froh bin, dass der Mittagsschlaf seit Anfang des Jahres weggefallen ist ;) Verkürzt die abendliche Einschlafbegleitung von ca. 30 - 45 min auf ca. 5 - 10 min). F hat aber auch schon seit er 10 Monate alt war beim Papa und in der Kita tagsüber geschlafen, er kannte also eine Reihe Alternativen zum Einschlafstillen. Das hat es sicher einfacher gemacht.

Zu Plueschwuschels Frage: Empirisch ist das ganz definitiv so. Ich hatte selbst durch seltenes Stillen noch eine deutlich verkürzte 2. Zyklushälfte. Eisprünge hatte ich, Zyklus war wieder regelmäßig seit 3 Monate nach Geburt, aber die Lutealphase war einfach zu kurz, als dass ein Ei sich einnisten konnte. Wie da der genaue hormonelle Mechanismus ist, weiß ich aber nicht. Ich meine, es hängt mit Prolaktin zusammen. Zumindest scheint es auch nicht-stillende Frauen zu geben, die wegen eines zu hohen Prolaktinspiegels trotz regelmäßigem Zyklus nicht schwanger werden (können).

Dass mein Prolaktin lange sehr hoch geblieben ist, mache ich auch daran fest, dass ich selbst als wir nur noch 1 - 2x pro Woche gestillt haben noch über mindestens 2 Monate problemlos jederzeit Milch ausstreichen konnte.

Disclaimer: Ich bin kein Mediziner und gebe hier gefährliches Halbwissen wieder ;)
mit Sohn F (Ende September 18)
und Tochter V (Ende Juni 21)


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Re: Langzeitstillen mit Kinderwunsch

Beitrag von Lösche Benutzer 27615 »

Ich habe mich da Mal eingelesen, weil ich ja schon alt bin. :wink:
Prolaktin ist nicht gut für die Eizellreifung. Eine schlecht eingestellte Schilddrüse auch nicht. Nur weil du einen regelmäßigen Zyklus hast, heißt noch nicht, dass die Eizellreifung gut ist. Eine eher kurze 2. Zyklushälfte spricht gegen eine gute Eizellreifung.
Abgesehen vom Stillen ist Stress schlecht, zuwenig Schlaf ist auch schlecht und, halte dich fest, zuviel Schlaf ist noch schlechter.
Aber in deinem Alter und nach gut einem Jahr solltest du dir aber wirklich noch nicht die größten Sorgen machen müssen. Wenn du ganz schnell schwanger werden willst, dann ist Abstillen sicher ratsam. Wenn du dir und euch noch etwas Zeit lassen kannst, dann mach das!
Serafin
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Re: Langzeitstillen mit Kinderwunsch

Beitrag von Serafin »

Solina hat geschrieben: 18.05.2021, 08:53
Abgesehen vom Stillen ist Stress schlecht, zuwenig Schlaf ist auch schlecht
das wird sich durchs Abstillen leider nicht beeinflussen lassen.
Solina hat geschrieben: 18.05.2021, 08:53 und, halte dich fest, zuviel Schlaf ist noch schlechter.
das ist jetzt eher ein theoretischer Fall als Mutter :mrgreen:

Aber trotzdem interessant.
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Lösche Benutzer 27615

Re: Langzeitstillen mit Kinderwunsch

Beitrag von Lösche Benutzer 27615 »

Serafin hat geschrieben: 18.05.2021, 11:00
Solina hat geschrieben: 18.05.2021, 08:53
Abgesehen vom Stillen ist Stress schlecht, zuwenig Schlaf ist auch schlecht
das wird sich durchs Abstillen leider nicht beeinflussen lassen.
Solina hat geschrieben: 18.05.2021, 08:53 und, halte dich fest, zuviel Schlaf ist noch schlechter.
das ist jetzt eher ein theoretischer Fall als Mutter :mrgreen:

Aber trotzdem interessant.
Ich hatte, ab dem Zeitpunkt, als der Große 8 Monate alt war, schon so 6-7h, ab einem Jahr 7-8h Schlaf. Außer er war krank natürlich.
Stress kann man immer etwas reduzieren. Sollte man sowieso tun. Viel Arbeit ist ja nicht gleich Stress, wenn man es gerne macht. Und zwischen ungünstigen Schilddrüsenwerten und Stress scheint auch ein Zusammenhang zu bestehen. Wir müssen ja auch einsatzfähig bleiben. Abgesehen davon: wer will voll gestresst noch ein Kind?
Serafin
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Re: Langzeitstillen mit Kinderwunsch

Beitrag von Serafin »

Solina hat geschrieben: 18.05.2021, 11:55

Ich hatte, ab dem Zeitpunkt, als der Große 8 Monate alt war, schon so 6-7h, ab einem Jahr 7-8h Schlaf.
Das find ich jetzt auch net so viel. Ich hätt gern so 10.
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Re: Langzeitstillen mit Kinderwunsch

Beitrag von ShinyCheetah »

7 - 8h ist doch, was man theoretisch schlafen SOLLTE? Sicherlich weit davon entfernt, als zu viel Schlaf zu gelten.

Und hach, 7 - 8h... *seufz* Solina, freu dich an deinem gutschlafenden Kind, aber reib es uns bitte nicht unter die Nase ;)
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Re: Langzeitstillen mit Kinderwunsch

Beitrag von Lösche Benutzer 27615 »

@serafin
10h sind zuviel. So 8h sind gut!

@ShinyCheetah
Ich weiß ... der Kleine stillt aber jetzt nachts viel öfter . er ist auch viel dicker, haha. Mal schauen, wie sich das entwickelt. Der Große ist echt ein Superschläfer. :D
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