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Re: Ernährung bei Insulinresistenz/metabolischem Syndrom
Verfasst: 13.04.2021, 19:06
von Lösche Benutzer 22277
Zitat aus dem Artikel, den ich ganz zu Anfang verlinkt habe:
Es ist nachgewiesen, dass eine Kohlenhydratzufuhr über dem Bedarf sowie eine schlechte Kohlenhydratqualität in Kombination mit Bewegungsmangel maßgeblich zur Insulinresistenz beitragen [Bar 2017].
Da steht also nicht, dass Kohlenhydrate pauschal böse sind, sondern dass es auf Menge und Qualität ankommt.
Re: Ernährung bei Insulinresistenz/metabolischem Syndrom
Verfasst: 13.04.2021, 19:12
von Lösche Benutzer 22277
Noch ein Zitat:
Pauschale Empfehlungen zur Kohlenhydrataufnahme sind daher weder möglich noch sinnvoll. Vielmehr ist die Kohlenhydratqualität von entscheidender Bedeutung, denn diese beeinflusst die Hunger- und Sättigungsregulation, den Leberstoffwechsel, das zentrale Belohnungssystem sowie die Darmflora und den Energiestoffwechsel [Moz 2016].
Die Kohlenhydratqualität berücksichtigt dabei mehrere Kriterien:
den Kohlenhydratgehalt eines Lebensmittels
den Ballaststoffgehalt eines Lebensmittels
und damit verbunden den glykämischen Index sowie die glykämische Last eines Lebensmittels bzw. einer Mahlzeit.
Re: Ernährung bei Insulinresistenz/metabolischem Syndrom
Verfasst: 14.04.2021, 16:33
von Johana
Ich lese hier gerne mal mit. Bei mir sind durch Zufall erhöhte Blutzucker Werte aufgefallen. Nächste Woche habe ich einen Termin beim Hausarzt (diabetologische Praxis durch Zufall).
Eigentlich spricht nichts für einen Diabetes oder Prädiabetes. Ich bin schlank, bewege mich viel, bin nicht familiär vorbelastet...
Ich hoffe dass das Messfehler des Gerätes sind;-)
Das Thema Ernährung und Diabetes interessiert mich aber auch unabhängig von mir und meinen Werten, da mein Freund Diabetes hat.
Danke also schonmal für alle Infos!
Re: Ernährung bei Insulinresistenz/metabolischem Syndrom
Verfasst: 14.04.2021, 19:32
von pqr
Sandküste hat geschrieben: 13.04.2021, 15:42
Danke!
Am Freitag habe ich noch mal Blutentnahme zur Bestimmung des hba1c Wertes.
Dann drück ich die Daumen.
Der Wert kann anzeigen, ob Diabetes vorliegt.
Prädiabetes kann er aber nicht erkennen.
Das geht eher über den Oraler Glukosetoleanztest (oGTT).
Re: Ernährung bei Insulinresistenz/metabolischem Syndrom
Verfasst: 14.04.2021, 19:49
von Linda81
Ich hab heute übrigens zufällig ejnen kompletten Tag nach Phase 1 hinter mir. Bedeutet: 50h KH maximal. Was soll ich sagen. Dezente Kopfschmerzen (kH-Entzug, Stress oder Infektion (der Große ist seit heute K1/Quarantäne, da rotiert das Köpfelein etwas), aber davon ab: kein Heißhunger. Gar nicht. Ganz entspannt.
Ich hab die Rezepte zu dieser Umstellung jetzt seit einigen Tagen in der Testung. KH-arm essen heißt bei mir, dass ich nicht pappsatt bin, daran muss ich mich noch gewöhnen. Aber ich bin satt und ich bleibe das auch bis zum nächsten Essen. Keine Heißhunger-Attacken, kein Naschen den ganzen Tag über. Total spannend.
Re: Ernährung bei Insulinresistenz/metabolischem Syndrom
Verfasst: 14.04.2021, 20:18
von Brombeere153
Ich lese Mal interessiert mit.
Übergewicht, Depression, Sportmuffel, miserabler Stoffwechsel, keine Schilddrüse mehr, HOMA Index stark erhöht (daher nehme ich Metformin),
Ich würde da gerne was gegen unternehmen, scheitere aber tatsächlich am Finden einer Ernährung mit der ich klarkomme. Gerade nach schlaflosen Nächten bin ich regelrechter Zuckerzombie, wenn ich gut schlafe (selten) klappt auch die Ernährung besser.
Re: Ernährung bei Insulinresistenz/metabolischem Syndrom
Verfasst: 15.04.2021, 06:43
von FuFu
pqr hat geschrieben: 14.04.2021, 19:32
Sandküste hat geschrieben: 13.04.2021, 15:42
Danke!
Am Freitag habe ich noch mal Blutentnahme zur Bestimmung des hba1c Wertes.
Dann drück ich die Daumen.
Der Wert kann anzeigen, ob Diabetes vorliegt.
Prädiabetes kann er aber nicht erkennen.
Das geht eher über den Oraler Glukosetoleanztest (oGTT).
Bei mir wurde über den hba1c Wert Prädiabetis diagnostiziert. Ich hatte es daher genau anders herum verstanden. Kannst du das nochmal genauer erklären?
Vielleicht sollte ich mich auch mal mit spezieller Ernährung beschäftigen. Also nicht theoretisch, sondern in der Praxis...

Re: Ernährung bei Insulinresistenz/metabolischem Syndrom
Verfasst: 15.04.2021, 06:47
von FuFu
Ach so, ich bin auch nicht übergewichtig bzw. am oberen Rand des Normalgewichts oder gerade so eben drüber, je nachdem, ob man Alterszuschläge berücksichtigt. Allerdings mache ich kaum Sport und die Alltagsbewegung fehlt momentan doch sehr.
Re: Ernährung bei Insulinresistenz/metabolischem Syndrom
Verfasst: 15.04.2021, 06:56
von Johana
Fufu, war das bei dir ein Zufallsbefund oder hattest/ hast du Symptome?
Re: Ernährung bei Insulinresistenz/metabolischem Syndrom
Verfasst: 15.04.2021, 09:37
von pqr
FuFu hat geschrieben: 15.04.2021, 06:43
pqr hat geschrieben: 14.04.2021, 19:32
Sandküste hat geschrieben: 13.04.2021, 15:42
Danke!
Am Freitag habe ich noch mal Blutentnahme zur Bestimmung des hba1c Wertes.
Dann drück ich die Daumen.
Der Wert kann anzeigen, ob Diabetes vorliegt.
Prädiabetes kann er aber nicht erkennen.
Das geht eher über den Oraler Glukosetoleanztest (oGTT).
Bei mir wurde über den hba1c Wert Prädiabetis diagnostiziert. Ich hatte es daher genau anders herum verstanden. Kannst du das nochmal genauer erklären?
Vielleicht sollte ich mich auch mal mit spezieller Ernährung beschäftigen. Also nicht theoretisch, sondern in der Praxis...
Grob und aus dem Gedächtnis rekonstruiert:
Der Hba1c ist ein Langzeitwert, der über mehrere Monate Hinweise gibt. Es wird im Prinzip gemessen, wieviel Blutkörperchen glykosiliert wurden. Das passiert, wenn über längere Zeit ein zu hoher Blutzuckerspiegel vorlag.
Bei Prädiabetes ist es meist so, dass der Körper noch einmal alles gibt, und Insulin hochfährt ( Hyperinsulinämie), das heißt er versucht die beginnende Insulinresistenz zu kompensieren, daher wird kaum glykosiliert.