Teresa hat geschrieben: 10.02.2021, 17:20
Meine eigene Medikation wurde nach der Entbindung angepasst und die SD-Werte einmal nach 4 Wochen kontrolliert. Da war alles i.O. Aber es ist wohl mal an der Zeit wieder drüber schauen zu lassen.
Ja, auf jeden Fall.
Heißt das, einer der nächsten Schritte wäre dann die Flasche komplett wegzulassen und die Menge komplett über das BEs zuzufüttern?
Genau. Die Zufütterung läuft dann ausschließlich über das BES (oder andere stillfreundliche Methoden wie z.B. bechern).
Wäre es sinnvoll auch das Stillhütchen gar nicht mehr anzubieten?
Das wäre optimal, ja.
Ob sie die gut erfasst kann ich nicht sagen. Meine Hebamme meinte mal ihre Technik sei "komisch", weil sie ja von Geburt an die Flasche gewohnt war
Von einer Saugverwirrung gehe ich auch aus. Deshalb ist es so wichtig Flasche, Schnuller und Stillhütchen loszuwerden.
Ich merke jedenfalls schon, dass sie (wenn auch nicht immer) zu schlucken scheint.
Super!
Manchmal ist sie aber eben ohne SH gar nicht an die Brust zu bekommen.
Das wird mit dem BES sicher einfacher.
Sie ist immer nur sehr kurz an der Brust. Da sie dort bestimmt nicht mehr als 5-10ml trinkt vernachlässige ich die Menge auch bei der Dokumentation.
Jedes Stillen zählt, auch kurzes. Wusstest du, dass deine Brust auf Signalstoffe im Speichel deines Babys reagiert?
Dabei biete ich meistens nur eine Brust an, manchmal auch beide.
Es ist wichtig, dass du ihr ab jetzt immer beide Seiten anbietest. Dafür klemmst du das BES ab, wenn du mit der anderen Seite stillst du kannst auch mehrfach hin und herwechseln. Denke bloß immer daran, die BES-Seite jedes Mal zu wechseln.
Meine Schwierigkeit ist es zu koordinieren zwischen Füttern, Pumpen und evtl Stillen und dann auch noch das Wach-Fenster zu nutzen, um mit ihr etwas anderes zu machen als nur zu füttern und zu wickeln. Deswegen pumpe ich häufig parallel während bzw. zwischen dem Füttern und dann ist die Brust leider nicht mehr so voll, dass es ihr leicht fallen würde.
Da fällt mit dem BES schonmal eine Sache weg. Das reduziert den Stress. Wenn es sich eingespielt hat, kannst du sehr wahrscheinlich auch damit parallel pumpen. Es spricht aber auch nichts dagegen, erst zu stillen und im Anschluss zu pumpen; dann am besten mit einem Doppelpumpset.
Wenn sich die Saugverwirrung legt und deine Maus korrekt stillt, ist das BES und das Pumpen schnell Geschichte.
An Brustkompression habe ich mich heute versucht, nachdem ich hier davon gelesen habe. Vielleicht deshalb hat sie heute auch vergleichsweise lang (5 Minuten) an der Brust getrunken.
Toll!
Der limitierende Faktor ist aber nicht die verfügbare Milch, sondern dass die nicht getrunken wird.
Das können wir sicher mit dem BES überwinden.
Deswegen würde ich solange das ja funktioniert auf Pre verzichten.
Auf jeden Fall.
Oft schläft sie einfach lieber als zu trinken und lässt sich nur sehr schwer wecken bzw. trinkt dann nur sehr kleine Mengen. Deswegen wecke ich sie kaum noch.
Das ist nicht gut. Manche Babys müssen geweckt werden. Dein Baby scheint dazu zu gehören. Für euch bedeutet das zunächst, dass du sie tagsüber alle 2h, nachts alle 3h zum Stillen animieren solltest (
Tipps für schläfrige Babys). So kommt Ihr auch automatisch auf mindestens 10x stillen in 24h. Bis das BES einsatzbereit ist, solltest du auch die Flasche in diesem Rhythmus geben (Tagesportion gleichmäßig aufteilen).
Diesen Rhythmus werdet ihr nicht für immer beibehalten, aber jetzt ist er wichtig, um deine Milchproduktion zu unterstützen und damit dein Baby das richtige Stillen üben kann. Langfristig heißt das Ziel natürlich 'Stillen nach Bedarf'.
Wie viel sollte sie denn trinken? Ich habe mich bisher an der Vorgabe 1/6 des Körpergewichts orientiert, was wir aber schon länger nicht mehr erreichen. Bis zu welchem korrigierten Alter oder welchem Gewicht ist denn dieser Richtwert sinnvoll?
Diese Empfehlung ist veraltet. Ob ein Baby genug trinkt sieht man nicht an den Millilitern (die kennt man beim Stillen nach Bedarf ja eh nicht), sondern an guten Ausscheidungen und gutem Gedeihen. Deshalb behinhaltet die
tägliche Dokumentation auch das Gewicht und die Windeln.
Wir haben eine Tuchwaage und die scheint korrekt zu sein.
Leider sind diese Waagen bei Gedeihfällen wie deiner Tochter nicht geeignet. Du brauchst eine Baby-Standwaage.
Mit der Anzahl der Mahlzeiten tu ich mich etwas schwer. Wir teilen die Mahlzeiten auf mehrere Flaschen auf, damit sie nicht wegen vollem Bauch spuckt. So liegen zwischen zwei Flaschen aber gut mal eine halbe Stunde. Das kann auch ab und zu mal über 3 Stunden so gehen. Sind dann alle Flaschen jeweils eigene Stillmahlzeiten?
Im Prinzip ja, wobei Babys an der Flasche i.d.R. mehr trinken, dafür längere Pausen machen. Das ist fürs Stillen eher kontraproduktiv (außer das Baby gedeiht gut, aber das ist bei seltenem Stillen eher selten der Fall).
Teazer hat geschrieben: 10.02.2021, 14:56
Parallel würden wir an der Stilltechnik arbeiten.
Was genau meinst du damit? Wie sähen denn die nächsten Schritte aus?
Ich wollte dich nicht gleich am ersten Tag mit allem bombardieren und manche Schritte werden sich auch erst ergeben, wenn du aufs BES umstellst. Die wichtigsten Schritte sind:
-mindestens 10x stillen in 24 h
- tags alle 2h, nachts alle 3h (dazu auch wecken)
- Stilleinheiten mit 20 min effektivem Stillen
-
Wechselstillen oder
Brustkompression
- keine künstlichen Sauger
- keine anderen Flüssigkeiten außer Muttermilch und ggf. PRE
Wichtig: Die Stillabstände werden von Stillbeginn zu Stillbeginn gerechnet.
Achja, was vielleicht noch wichtig ist: Evtl. fange ich in wenigen Wochen wieder an an zwei Tagen die Woche einen halben Tag zu arbeiten. Zwar von zuhause aus, dennoch könnte ich in der Zeit natürlich nicht permanent anlegen.
Hast du freie Zeiteinteilung oder hast du spontane Gespräche für die du jederzeit zur Verfügung strhen musst? Antwort auch gerne per PN, wenn dir das lieber ist.
Homeoffice lässt sich normalerweise gut mit Stillen verbinden. Da findet sich sicher eine Lösung.
