In Corona Zeiten: auf jeden Fall gerne Müll produzieren für Beschäftigung!
Und auch außerhalb von Corona hat vor allem meine mittlere Tochter einen großen Bedarf an bastel Kram, der halt Einweg ist und Müll bedeutet. Ich versuche das als Investition in ihre Fähigkeiten zu sehen und lenke das in die richtigen Bahnen, wo es geht.
Beschäftigungsideen mit Einmalprodukten ja/nein/ok?
- Linda89
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- Registriert: 10.02.2014, 21:42
- Wohnort: Mühltal bei Darmstadt
Re: Beschäftigungsideen mit Einmalprodukten ja/nein/ok?
Sohn Juli 2013, Tochter Januar 2015, Tochter Juni 2019, Tochter März 2021
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MM85i
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- Registriert: 01.08.2019, 13:39
Re: Beschäftigungsideen mit Einmalprodukten ja/nein/ok?
Vielen Dank für eure Antworten und die vielen Sichtweisen.
Ich versuch mal ohne Zitieren auf alles einzugehen. (Am Handy bekomme ich es irgendwie immer nur mit einem hin)
Mit den Wasserperlen bin ich eigentlich jetzt auch ganz zufrieden. Sie haben wirklich viel damit gespielt. Ein Teil ist kaputt, den sortiere ich immer zwischendrin aus. Grundsätzlich kann man die wohl wiederverwerten. Aber da sie am Tag gefühlt 100 mal auf den Teppich fallen tu ich sie lieber weg.
Bastelkram haben wir auch immer da, auch Pfeiffenputzer, Wackelaugen etc. Knete auch. Aber das fühlt sich halt irgendwie anders an, als "aufmachen, matschen in den Müll".
Müll an mir selber einzusparen- da ist was dran. Und einfacher als mir jetzt Gedanken zu machen, ob die Kinder das jetzt einfach so verwerten dürfen oder nicht. Ich denke ich werde es so weiter laufen lassen. Nicht wirklich was zukaufen und nach anderen Ideen suchen, die einfach das vorhandene nutzen.
Ich versuch mal ohne Zitieren auf alles einzugehen. (Am Handy bekomme ich es irgendwie immer nur mit einem hin)
Mit den Wasserperlen bin ich eigentlich jetzt auch ganz zufrieden. Sie haben wirklich viel damit gespielt. Ein Teil ist kaputt, den sortiere ich immer zwischendrin aus. Grundsätzlich kann man die wohl wiederverwerten. Aber da sie am Tag gefühlt 100 mal auf den Teppich fallen tu ich sie lieber weg.
Bastelkram haben wir auch immer da, auch Pfeiffenputzer, Wackelaugen etc. Knete auch. Aber das fühlt sich halt irgendwie anders an, als "aufmachen, matschen in den Müll".
Müll an mir selber einzusparen- da ist was dran. Und einfacher als mir jetzt Gedanken zu machen, ob die Kinder das jetzt einfach so verwerten dürfen oder nicht. Ich denke ich werde es so weiter laufen lassen. Nicht wirklich was zukaufen und nach anderen Ideen suchen, die einfach das vorhandene nutzen.
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sandra86
- Profi-SuTler
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- Registriert: 19.05.2012, 00:20
Re: Beschäftigungsideen mit Einmalprodukten ja/nein/ok?
Wir haben jetzt öfter mal im örtlichen Restaurants bestellt, da mag ich gern unterstützen (und die Arbeitsentlastung gern annehmen!) . Da habe ich wegen der vielen Plastikverpackungen auch ein schlechtes Gewissen.
Allerdings haben die Kinder sich nun eine ganze Welt aus Kartons und Verpackungsmüll gebastelt - zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen!
Ansonsten kann ich auch Kleister aus Stärke empfehlen.
Allerdings haben die Kinder sich nun eine ganze Welt aus Kartons und Verpackungsmüll gebastelt - zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen!
Ansonsten kann ich auch Kleister aus Stärke empfehlen.
mit dem Großen 03/12, der Mittleren 11/13 und dem Mini 12/15
Don't waste your time or time will waste you
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- arwen82
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1244
- Registriert: 11.04.2011, 21:53
Re: Beschäftigungsideen mit Einmalprodukten ja/nein/ok?
Nur mal ganz kurz zu den Wasserperlen:
So lange die nicht kaputt sind (also Stückchen fehlen, oder Matsch sind) kann man die super trocknen und dann bis zum nächsten mal aufbewahren. Die kann man also viele Male verwenden! Einfach auf ein Backblech oder ähnliches und z.B. auf dem Schrank an der Luft trocknen (oder immer mal in die Abwärme vom Backofen, wenn was drin war).
So lange die nicht kaputt sind (also Stückchen fehlen, oder Matsch sind) kann man die super trocknen und dann bis zum nächsten mal aufbewahren. Die kann man also viele Male verwenden! Einfach auf ein Backblech oder ähnliches und z.B. auf dem Schrank an der Luft trocknen (oder immer mal in die Abwärme vom Backofen, wenn was drin war).
Unser 3-Mäderlhaus: 04/2011; 04/2014; 07/2017
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Schlumpfine32
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2512
- Registriert: 30.03.2021, 09:37
Re: Beschäftigungsideen mit Einmalprodukten ja/nein/ok?
Guten Morgen,
vorab - ich habe noch gar keine Kinder. Ich kann mir gut vorstellen, dass gerade in der Pandemie jede Beschäftigung, die die Kinder vom TV weg lockt und sie für einige Zeit ruhig sich beschäftigen lässt, Gold wert ist. Wir leben einfach in einer Ausnahmesituation die für alle anstrengend ist und ich halte es für völlig ok, sich da Dinge zu vereinfachen. Ob das nun die Bestellung bei Lieferando ist oder ein bestimmtes Spielzeug - Hauptsache man kommt harmonisch und ohne Burnout durch die Pandemie.
Ich störe mich trotzdem an zwei Dingen.
1. Die Idee das man Dinge kaufen muss, um Kreativität zu fördern. Sicherlich wird sich keine Kreativität einstellen, wenn das Kind in einer weißen Box aufwächst. Aber Kreativität besteht ja gerade darin, Dinge neu zu nutzen, anders zu verwenden, sich etwas einfallen zu lassen, was nicht schon "vordefiniert" ist.
Ich halte mich für sehr kreativ und bin sehr reduziert aufgewachsen. Natürlich hatte ich auch Buntstifte und Tusche, die meisten Werke die ich gebastelt habe bestehen aber aus den unterschiedlichsten Restmaterialien. Vieles aus der Natur, vieles aus dem Mülleimer zuhause.
Und die Fähigkeit aus wenig Dingen etwas zu machen und auch sofort Upcycling Ideen zu haben, habe ich noch immer.
Natürlich habe ich mich auch einfach riesig gefreut, wenn ich mal Glitzer bekommen habe oder Tonpapier. Aber meine Kreativität gefördert hat genau die Beschränktheit an Dingen.
2. Man gewöhnt seine Kinder an Einmalprodukte und die ständige Verfügbarkeit von etwas neuem. Ich würde das nicht grundsätzlich verteufeln, wir leben in einer modernen Welt mit hohen Anforderungen und da ist es sicherlich ok, Produkte die hilfreich und nützlich sind auch zu erwerben.
Ich versuche mit meinem Lebenspartner jedoch auch Richtung Zero Waste zu leben und merke wie groß die Unterschiede in unserem Kaufverhalten sind. Ich persönlich habe fast nie das Bedürfnis irgendein "Spielzeug" zu kaufen. Ich kaufe im wesentlichen Lebensmittel und Haushaltsartikel und auch da gibt es kaum Impulskäufe.
Bei meinem Partner sieht das anders aus, der liebt es zB auch im Baumarkt nochmal irgendwas mitzunehmen. Ihm fällt es total schwer seinen Konsum zu reduzieren und er empfindet vieles als Verzicht. Ich wiederum habe gar nicht das Bedürfnis danach.
Trotz meiner Kritik würde ich eben schauen, wie der Nutzen ist. Wenn man selber dringend ein bisschen beschäftigte Kinder braucht, dann muss das ja nicht immer super pädagogisch sinnvoll sein.
Beim Thema Schleim, Texturen und Farben würde ich auch mal in die eigene Küche gucken. Das ist zwar Lebensmittelverschwendung aber man kann das kompostieren und wirft das Geld nicht den Spieleherstellern in den Rachen. Außerdem lernen die Kinder noch etwas über Lebensmittel und deren Verhalten. Was tut Mehl mit Wasser? was passiert bei Leinsamen?
Dann gibt es bei mir in der Straße Spielzeugtausch Runden. Das ist während Corona entstanden und da wird einfach untereinander im großen Stil das Spielzeug durchgetauscht. So entsteht dann auch weniger Müll.
vorab - ich habe noch gar keine Kinder. Ich kann mir gut vorstellen, dass gerade in der Pandemie jede Beschäftigung, die die Kinder vom TV weg lockt und sie für einige Zeit ruhig sich beschäftigen lässt, Gold wert ist. Wir leben einfach in einer Ausnahmesituation die für alle anstrengend ist und ich halte es für völlig ok, sich da Dinge zu vereinfachen. Ob das nun die Bestellung bei Lieferando ist oder ein bestimmtes Spielzeug - Hauptsache man kommt harmonisch und ohne Burnout durch die Pandemie.
Ich störe mich trotzdem an zwei Dingen.
1. Die Idee das man Dinge kaufen muss, um Kreativität zu fördern. Sicherlich wird sich keine Kreativität einstellen, wenn das Kind in einer weißen Box aufwächst. Aber Kreativität besteht ja gerade darin, Dinge neu zu nutzen, anders zu verwenden, sich etwas einfallen zu lassen, was nicht schon "vordefiniert" ist.
Ich halte mich für sehr kreativ und bin sehr reduziert aufgewachsen. Natürlich hatte ich auch Buntstifte und Tusche, die meisten Werke die ich gebastelt habe bestehen aber aus den unterschiedlichsten Restmaterialien. Vieles aus der Natur, vieles aus dem Mülleimer zuhause.
Und die Fähigkeit aus wenig Dingen etwas zu machen und auch sofort Upcycling Ideen zu haben, habe ich noch immer.
Natürlich habe ich mich auch einfach riesig gefreut, wenn ich mal Glitzer bekommen habe oder Tonpapier. Aber meine Kreativität gefördert hat genau die Beschränktheit an Dingen.
2. Man gewöhnt seine Kinder an Einmalprodukte und die ständige Verfügbarkeit von etwas neuem. Ich würde das nicht grundsätzlich verteufeln, wir leben in einer modernen Welt mit hohen Anforderungen und da ist es sicherlich ok, Produkte die hilfreich und nützlich sind auch zu erwerben.
Ich versuche mit meinem Lebenspartner jedoch auch Richtung Zero Waste zu leben und merke wie groß die Unterschiede in unserem Kaufverhalten sind. Ich persönlich habe fast nie das Bedürfnis irgendein "Spielzeug" zu kaufen. Ich kaufe im wesentlichen Lebensmittel und Haushaltsartikel und auch da gibt es kaum Impulskäufe.
Bei meinem Partner sieht das anders aus, der liebt es zB auch im Baumarkt nochmal irgendwas mitzunehmen. Ihm fällt es total schwer seinen Konsum zu reduzieren und er empfindet vieles als Verzicht. Ich wiederum habe gar nicht das Bedürfnis danach.
Trotz meiner Kritik würde ich eben schauen, wie der Nutzen ist. Wenn man selber dringend ein bisschen beschäftigte Kinder braucht, dann muss das ja nicht immer super pädagogisch sinnvoll sein.
Beim Thema Schleim, Texturen und Farben würde ich auch mal in die eigene Küche gucken. Das ist zwar Lebensmittelverschwendung aber man kann das kompostieren und wirft das Geld nicht den Spieleherstellern in den Rachen. Außerdem lernen die Kinder noch etwas über Lebensmittel und deren Verhalten. Was tut Mehl mit Wasser? was passiert bei Leinsamen?
Dann gibt es bei mir in der Straße Spielzeugtausch Runden. Das ist während Corona entstanden und da wird einfach untereinander im großen Stil das Spielzeug durchgetauscht. So entsteht dann auch weniger Müll.
Mit Mutzelmade 10/22