Aktive Vaterschaft aus Mama-Sicht

Moderatoren: Toony, Momolina

Elena
Miss SuTiversum
Beiträge: 14171
Registriert: 05.08.2009, 17:08

Re: Aktive Vaterschaft aus Mama-Sicht

Beitrag von Elena »

Myeskathry hat geschrieben: 29.11.2020, 23:05 Wow, Willma, dann solltest du deinem Mann nicht erzählen, dass es tatsächlich immer mal wieder Väter gibt, die stillen. Ich habe mehrfach darüber gelesen und finde das Thema schwer faszinierend.
Mein erstes Kind habe ich lange mit Stillhütchen gestillt. Und aus sie dann einmal mit dem Papa alleine war und ich nicht durch Tragen beruzfigen wollte, hat er ein Stillhütchen auf seinen Finger gesetzt und ihr zum Nuckeln gegeben - sofort war Ruhe und sie schlief ein. :lol: Das ist jetzt nicht ganz die Art von Stillerfahrung, die Myeskathry meint, aber immerhin. :mrgreen:
Hier gehts zu meinen Bewertungen:
viewtopic.php?f=352&t=216642
Benutzeravatar
Linda89
Power-SuTler
Beiträge: 6794
Registriert: 10.02.2014, 21:42
Wohnort: Mühltal bei Darmstadt

Re: Aktive Vaterschaft aus Mama-Sicht

Beitrag von Linda89 »

Oh krass, Seehkuh, das hört sich total schrecklich an bei euch! Ich hoffe, ihr könnt daran arbeiten!

Ich bin extrem zufrieden mit unserer Situation. Ich hab mir das vor dem Kinder kriegen auch so vorgestellt, mein Mann hat das zwar abgenickt, aber insgeheim gedacht „Wenn die Kinder kommen und die Hormone durchschlagen, will sie eh nur zuhause sein.“ :lol:

Naja auf jeden Fall hat uns eh das Schicksal dazu gezwungen, dass mein Mann bei allen Kindern sehr viel Elternzeit genommen hat und ich im Prinzip immer mindestens ein bisschen gearbeitet hab. Das erste Mal hab ich beim dritten Kind Elternzeit genommen und da auch nur zwei Monate. Allerdings hatte ich bei allen Kindern 4 Monate Vollzeit voll bezahlten Mutterschutz (erstes Kind war Frühchen, die anderen hab ich mit Vertrag in der Schweiz geboren, wo ich 4 Monate Mutterschutz bekam). Allerdings gab es bei mir (Kind 2 bis 4) oder beim Kind (1) immer gesundheitliche Probleme, die die Anfangszeit oder Schwangerschaft sehr erschwert haben und mein Mann musste übernehmen. Aktuell ist er mal wieder zumindest im Hintergrund als 100 % notfalls verfügbar nötig, weil ich einen gebrochenen Arm habe. Mental Load im Sinne von Arztterminen und Kleiderbeschaffung und so teilen wir uns auf. Klar, da gibt es auch Reibereien, was jetzt nun nötig ist und so. Vor allem weil bei uns die Kleidung echt teuer ist, weil ich viel selbst nähe aus high tech Stoffen und bio Wolle, aber da haben wir uns mittlerweile eigentlich auch gut ausgewogen. Arzttermine, vor allem jetzt gerade mit der Kleinen (die hat eine krasse Fehlstellung im Fuß und alle naselang müssen wir damit irgendwohin, das SPZ hat schon gesagt „wir sehen uns jetzt die nächsten Jahre noch“) macht vor allem er. Dafür mache ich so Schul- und Kindergartenorganisation, obwohl eigentlich ihm die Schulsachen wichtiger sind als mir. Ich würde am liebsten alles Schulmäßige den Kindern überlassen und mache das teilweise auch - gegen seinen Willen und den der Schule (zum Beispiel sollen die Eltern JEDEN TAG die Hausaufgaben komplett korrigieren und abzeichen. Finde ich unsinnig, ich finde halt aber auch Hausaufgaben an sich unsinnig. Da frage ich meinen Sohn nur „Hast du Hausaufgaben gemacht?“ - „Ja“ - „Ist alles richtig oder soll ich drüber schauen?“ - „Ist alles richtig“ - „Okay, kannst es dir selbst abzeichnen“ 🙈. Und bis jetzt hab ich noch keinen Ärger bekommen 😅).

Vom Arbeiten her hab ich nie reduziert, also theoretisch immer „Vollzeit“ gearbeitet, was auch immer das bei der jeweiligen Stelle gehießen hat. Ich arbeite in der Wissenschaft und bei mir bedeutete das meistens in normalen Wochen etwa 30 Stunden, aber ein paar Mal pro Jahr für ne Werkwoche auf Dienstreise (wo man dann entsprechend mehr arbeitet, aber öfter hatte ich da auch mal Kinder dabei). Mein Mann hat ne zeitlang Teilzeit (30 Stunden, dann 35) gearbeitet, aber das bringt halt auch nichts außer weniger Geld. Wenn es kein Zeiterfassungssystem gibt, arbeitet man eh so viel wie man will und bei 30 oder 35 oder 40 Stunden hat man normalerweise die gleichen Aufgaben. Da er jetzt im Homeoffice arbeitet ohne Zeiterfassung, arbeitet er 40 Stunden, was aktuell wohl eher 30 oder 35 sind, in normalen Zeiten (ohne Krankheit von mir und ohne Corona) aber schon eher Richtung 40.

Wenn ich nicht gerade einen gebrochenen Arm habe, ist unsere Routine so: Wir machen morgens zusammen die Kinder fertig, ich fahre sie um 7:45 weg, mein Mann macht sich dann selbst fertig (morgens hat er die ganze Zeit die Kleine und kann sich nicht fertig machen, ich schon). Dann können wir beide gegen 8 Uhr anfangen zu arbeiten. Der Sohn geht ja alleine in die Schule, die kleine Tochter lässt sich immer sehr schnell bei der Tagesmutter abgeben und die mittlere Tochter fahre ich mit dem Fahrrad zu Freunden (und lasse das Fahrrad dort) und die bringen sie mit ihren Kindern zusammen in den Kindergarten.

Dann arbeiten wir beide und machen zusammen Mittagspause (gerne bestellen oder außerhalb vom Lockdown auswärts draußen essen) und an drei Nachmittagen hole ich die Kinder ab (14:45 aus dem Haus) und bespaße sie am Nachmittag und an zweien er. Das dann bis zum Abendessen um 18 Uhr, da hört dann der andere auf zu arbeiten und wir machen zusammen Abendessen, danach Kinder fertig machen und er legt die Kleine schlafen, ich die Großen.

Donnerstags hat unsere Tagesmutter zu, da hatten wir bisher eine Babysitterin. Aber die hat da jetzt Vorlesung und wir wollten es dann eigentlich so machen, dass er Donnerstag Vormittag macht bis zum Mittagsschlaf und ich danach und dafür darf er Samstag Vormittag nochmal arbeiten. Jetzt mit meinem gebrochenen Arm haben wir donnerstags Vormittags noch eine Freundin da, die sich auf Krankenkassenkosten um die Kleine kümmert. Wenn ich dann ab Januar wieder meinen Arm benutzen darf, schauen wir mal, wie wir da weiter machen. Dann bin ich ja auch immer mehr schwanger und will vielleicht gar nicht mehr so viel arbeiten und mache selbst die donnerstag Vormittage. Und ab Mitte Februar sind eh Semesterferien und die Babysitterin hat wieder Zeit. Vielleicht kann man auch die Physio auf Donnerstag Vormittag legen und wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe, mal sehen...

Achso weil ich Elena gerade lese: Obwohl ich im Prinzip immer nach wenigen Monaten angefangen habe, zu arbeiten, habe ich immer gestillt: Kind 1 bis 20 Monate, Kind 2 bis 16 Monate, Kind 3 bis 13 Monate. Also mal sehen, ob es bei Kind 4 noch ein Jahr wird :lol: Aufgehört zu stillen habe ich IMMER aus dem Grund, dass das Kind zu oft gestillt hat (wenn es mich gesehen hat quasi ohne Pause). Arbeiten war niemals der Grund, denn wenn ich nicht da war, war nicht stillen kein Problem. Kind 1 und 3 sind mit einem Jahr in die Krippe/Tagesmutter gekommen, Kind 2 schon mit 9 oder 10 Monaten zwei Tage pro Woche wenn ich in der Schweiz war.

Hausarbeit teilen wir auch ziemlich gleichmäßig auf und für das grobe und regelmäßige haben wir eh zweimal die Woche drei Stunden eine Putzfrau.
Sohn Juli 2013, Tochter Januar 2015, Tochter Juni 2019, Tochter März 2021
Elena
Miss SuTiversum
Beiträge: 14171
Registriert: 05.08.2009, 17:08

Re: Aktive Vaterschaft aus Mama-Sicht

Beitrag von Elena »

Linda89 hat geschrieben: 30.11.2020, 09:21Mein Mann hat ne zeitlang Teilzeit (30 Stunden, dann 35) gearbeitet, aber das bringt halt auch nichts außer weniger Geld. Wenn es kein Zeiterfassungssystem gibt, arbeitet man eh so viel wie man will und bei 30 oder 35 oder 40 Stunden hat man normalerweise die gleichen Aufgaben. Da er jetzt im Homeoffice arbeitet ohne Zeiterfassung, arbeitet er 40 Stunden, was aktuell wohl eher 30 oder 35 sind, in normalen Zeiten (ohne Krankheit von mir und ohne Corona) aber schon eher Richtung 40.
Das ist bei uns anders. Mein Mann hat auch keine Zeiterfassung und arbeitet vermutlich trotz 70% oft 40 Stunden, weil er sich oft abends nochmal 2 Stunden hinsetzt "weil es gerade so Spaß macht". :lol: Aber: Er hat dick und fett drei freie Nachmittage im Kalender stehen, wo ihm auch keiner Meetings hinsetzten kann und niemand mit seiner Ansprechbarkeit rechnet. Dadurch ist er an diesen Nachmittagen eingeplant, die Kinder zu einem Hobby zu bringen o.ä. oder eben einfach Ansprechpartner zu sein, wenn ich arbeite oder etwas anderes vorhabe. Das führt auch dazu, dass er diese Zeit, falls die Kinder ihn nicht brauchen, eher in Hausarbeit investiert als in etwas anderes. :mrgreen: Und wenn mal wirklich nichts anliegt, bespricht er mit mir, ob es okay ist, wenn er doch noch 1-2 Stunden arbeitet. Das klappt bei uns gut. Würde er offiziell Vollzeit arbeiten, würde er sich schon irgendwie verpflichtet fühlen, nachmittags ansprechbar zu sein.
Hier gehts zu meinen Bewertungen:
viewtopic.php?f=352&t=216642
Benutzeravatar
Linda89
Power-SuTler
Beiträge: 6794
Registriert: 10.02.2014, 21:42
Wohnort: Mühltal bei Darmstadt

Re: Aktive Vaterschaft aus Mama-Sicht

Beitrag von Linda89 »

Elena hat geschrieben: 30.11.2020, 09:30
Linda89 hat geschrieben: 30.11.2020, 09:21Mein Mann hat ne zeitlang Teilzeit (30 Stunden, dann 35) gearbeitet, aber das bringt halt auch nichts außer weniger Geld. Wenn es kein Zeiterfassungssystem gibt, arbeitet man eh so viel wie man will und bei 30 oder 35 oder 40 Stunden hat man normalerweise die gleichen Aufgaben. Da er jetzt im Homeoffice arbeitet ohne Zeiterfassung, arbeitet er 40 Stunden, was aktuell wohl eher 30 oder 35 sind, in normalen Zeiten (ohne Krankheit von mir und ohne Corona) aber schon eher Richtung 40.
Das ist bei uns anders. Mein Mann hat auch keine Zeiterfassung und arbeitet vermutlich trotz 70% oft 40 Stunden, weil er sich oft abends nochmal 2 Stunden hinsetzt "weil es gerade so Spaß macht". :lol: Aber: Er hat dick und fett drei freie Nachmittage im Kalender stehen, wo ihm auch keiner Meetings hinsetzten kann und niemand mit seiner Ansprechbarkeit rechnet. Dadurch ist er an diesen Nachmittagen eingeplant, die Kinder zu einem Hobby zu bringen o.ä. oder eben einfach Ansprechpartner zu sein, wenn ich arbeite oder etwas anderes vorhabe. Das führt auch dazu, dass er diese Zeit, falls die Kinder ihn nicht brauchen, eher in Hausarbeit investiert als in etwas anderes. :mrgreen: Und wenn mal wirklich nichts anliegt, bespricht er mit mir, ob es okay ist, wenn er doch noch 1-2 Stunden arbeitet. Das klappt bei uns gut. Würde er offiziell Vollzeit arbeiten, würde er sich schon irgendwie verpflichtet fühlen, nachmittags ansprechbar zu sein.
Aber genau das meine ich ja. Vielleicht hab ich mich schlecht ausgedrückt. Wenn man ohne Zeiterfassung 70 % oder 100 % arbeitet, hat man als Mann sehr wahrscheinlich die gleichen Aufgaben. Vor allem, wenn man mit Vollzeit eingestiegen ist und danach reduziert hat. Dann kriegt man weniger Geld und hat die gleichen Aufgaben, die man entweder in weniger Zeit quetschen muss oder dann halt doch mehr arbeitet. Deswegen haben wir beide uns dafür entschieden, Vollzeit zu arbeiten. Bei mir würde es überhaupt gar keinen Unterschied machen in den Anforderungen, die an mich gestellt werden, ich würde einfach nur weniger Geld kriegen.
Sohn Juli 2013, Tochter Januar 2015, Tochter Juni 2019, Tochter März 2021
Elena
Miss SuTiversum
Beiträge: 14171
Registriert: 05.08.2009, 17:08

Re: Aktive Vaterschaft aus Mama-Sicht

Beitrag von Elena »

Linda89 hat geschrieben: 30.11.2020, 10:08
Elena hat geschrieben: 30.11.2020, 09:30
Linda89 hat geschrieben: 30.11.2020, 09:21Mein Mann hat ne zeitlang Teilzeit (30 Stunden, dann 35) gearbeitet, aber das bringt halt auch nichts außer weniger Geld. Wenn es kein Zeiterfassungssystem gibt, arbeitet man eh so viel wie man will und bei 30 oder 35 oder 40 Stunden hat man normalerweise die gleichen Aufgaben. Da er jetzt im Homeoffice arbeitet ohne Zeiterfassung, arbeitet er 40 Stunden, was aktuell wohl eher 30 oder 35 sind, in normalen Zeiten (ohne Krankheit von mir und ohne Corona) aber schon eher Richtung 40.
Das ist bei uns anders. Mein Mann hat auch keine Zeiterfassung und arbeitet vermutlich trotz 70% oft 40 Stunden, weil er sich oft abends nochmal 2 Stunden hinsetzt "weil es gerade so Spaß macht". :lol: Aber: Er hat dick und fett drei freie Nachmittage im Kalender stehen, wo ihm auch keiner Meetings hinsetzten kann und niemand mit seiner Ansprechbarkeit rechnet. Dadurch ist er an diesen Nachmittagen eingeplant, die Kinder zu einem Hobby zu bringen o.ä. oder eben einfach Ansprechpartner zu sein, wenn ich arbeite oder etwas anderes vorhabe. Das führt auch dazu, dass er diese Zeit, falls die Kinder ihn nicht brauchen, eher in Hausarbeit investiert als in etwas anderes. :mrgreen: Und wenn mal wirklich nichts anliegt, bespricht er mit mir, ob es okay ist, wenn er doch noch 1-2 Stunden arbeitet. Das klappt bei uns gut. Würde er offiziell Vollzeit arbeiten, würde er sich schon irgendwie verpflichtet fühlen, nachmittags ansprechbar zu sein.
Aber genau das meine ich ja. Vielleicht hab ich mich schlecht ausgedrückt. Wenn man ohne Zeiterfassung 70 % oder 100 % arbeitet, hat man als Mann sehr wahrscheinlich die gleichen Aufgaben. Vor allem, wenn man mit Vollzeit eingestiegen ist und danach reduziert hat. Dann kriegt man weniger Geld und hat die gleichen Aufgaben, die man entweder in weniger Zeit quetschen muss oder dann halt doch mehr arbeitet. Deswegen haben wir beide uns dafür entschieden, Vollzeit zu arbeiten. Bei mir würde es überhaupt gar keinen Unterschied machen in den Anforderungen, die an mich gestellt werden, ich würde einfach nur weniger Geld kriegen.
Ich glaube, bei meinem Mann ist es eher so wie bei dir. Im Grunde definiert er seine Aufgaben selbst bzw. mit seinem Team zusammen. Er arbeitet allerdings auch nicht in einem traditionallen, hierarchischen Unternehmen, sondern hat extrem viel Eigenverantwortung. Er bekommt also nicht von oben die gleichen Aufgaben zugewiesen wie mit 100%, sondern er definiert sich seine eigenen Ziele. Wenn er offiziell 100% arbeiten würde, würde er sich verpflichtet fühlen, jeden Nachmittag am Rechner zu sitzen. So geht er nachmittags mit den Kindern zum Sport oder zum Arzt oder putzt das Haus oder geht joggen. Und setzt sich aber oft abends nochmal hin, wenn er gerade eine gute Idee hatte oder ihn irgendwas nicht loslässt. Das ist dann besonders schöne Arbeitszeit für ihn, weil er sich da auch mal Dingen widmen kann, die besonders Spaß machen und sonst zu kurz kommen.

Ich habe auch schon vorgeschlagen, dass er doch mal überlegen soll, ob er nicht 100% macht, wenn er ohnehin mehr arbeitet als die 70%. Aber dann hat er mir erklärt, das er dann automatisch auch mehr von der doofen Arbeit machen muss (und dafür weniger besonders schöne Luxus-Arbeit machen könnte) und zeitlich einfach nicht mehr so flexibel ist. Und vermutlich würde er dann auch mehr als 40 Stunden arbeiten... da wir nicht mehr Geld brauchen, würde das also für uns keinen Sinn ergeben.
Hier gehts zu meinen Bewertungen:
viewtopic.php?f=352&t=216642
Inkling
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 918
Registriert: 02.03.2011, 00:50

Re: Aktive Vaterschaft aus Mama-Sicht

Beitrag von Inkling »

Linnunrata hat geschrieben: Ab welchem Alter des Kindes habt ihr wie viel und welche Verantwortung an den Papa abgegeben? Wer hat dabei das Tempo bestimmt? Haben eure Partner vielleicht die Arbeitszeit reduziert?
Ab gar keinem- es ist überhaupt nicht meine alleinige Verantwortung, deshalb habe ich auch nichts irgendwann abgegeben. 😉

Bin LZS, das war aber unproblematisch mit Arbeit nach Mutterschutz zu vereinbaren.

Bei uns ist alles flexibel, wir haben schon so ziemlich alle Modelle durch. Bis auf beide VZ, einer davon in anderer Stadt, und ich VZ zu Hause würde ich alles für die Zukunft tun Erwägung ziehen.
nido56
Dipl.-SuT
Beiträge: 4489
Registriert: 07.02.2013, 15:11

Re: Aktive Vaterschaft aus Mama-Sicht

Beitrag von nido56 »

Inkling hat geschrieben: 30.11.2020, 11:01
Linnunrata hat geschrieben: Ab welchem Alter des Kindes habt ihr wie viel und welche Verantwortung an den Papa abgegeben? Wer hat dabei das Tempo bestimmt? Haben eure Partner vielleicht die Arbeitszeit reduziert?
Ab gar keinem- es ist überhaupt nicht meine alleinige Verantwortung, deshalb habe ich auch nichts irgendwann abgegeben. 😉

Bin LZS, das war aber unproblematisch mit Arbeit nach Mutterschutz zu vereinbaren.

Bei uns ist alles flexibel, wir haben schon so ziemlich alle Modelle durch. Bis auf beide VZ, einer davon in anderer Stadt, und ich VZ zu Hause würde ich alles für die Zukunft tun Erwägung ziehen.
So sehe ich das auch. Anfangs war der Pirat halt stillbedingt mehr Zeit bei mir, aber das war eigentlich nur das erste halbe Jahr. Kommt natürlich auf das Kind an, ab, aber mit 7 Monaten hat der Pirat bereits genug gegessen, um tagsüber ohne Stillen auszukommen. Von da an haben wir uns dann immer so organisiert, wie es arbeitstechnisch am besten gepasst hat.

Was den Mental Load angeht, so ist das bei uns auch ziemlich ausgeglichen, denke ich. Mal hat der eine mehr auf dem Plan, mal der andere.

Ideal ist under Modell auch nicht unbedingt. Wir sind beide oft ziemlich beansprucht, und haben null Paarzeit. Aber ausgeglichen ist es.
nido mit dem Piraten (01/2012)
AnnaKatharina
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 8267
Registriert: 17.05.2012, 21:26

Re: Aktive Vaterschaft aus Mama-Sicht

Beitrag von AnnaKatharina »

Bin ich die einzige, die den Begriff "aktive Vaterschaft" sehr eigenartig findet?
Gibt es auch eine aktive Mutterschaft? Oder ist Mutter-sein selbstverstänlich aktiv, weswegen das nicht dazu gesagt werden muss?
Mit K1 (2010) und K2 (2015)
AnnaKatharina
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 8267
Registriert: 17.05.2012, 21:26

Re: Aktive Vaterschaft aus Mama-Sicht

Beitrag von AnnaKatharina »

Linnunrata hat geschrieben: 29.11.2020, 09:46 Ab welchem Alter des Kindes habt ihr wie viel und welche Verantwortung an den Papa abgegeben? Wer hat dabei das Tempo bestimmt? Haben eure Partner vielleicht die Arbeitszeit reduziert?
Ähhh. Mein Mann hat von Anfang an GENAU SO VIEL Verantwortung für die Kinder gehabt wie ich. Sind ja auch genau so seine Kinder wie meine.
"Abgeben" würde je implizieren, dass die Mutter von Anfang per Geburt alleine die Verantwortung hat und die dann stückchenweise "delegiert/abgibt"
Das ist für mich eine sehr eigenartige Einstellung zur Vaterschaft (und Mutterschaft).

Mein Mann hat bei beiden Kindern Elternzeit genommen (mehr als nur die popeligen 2 Partnermonate) und bei beiden haben wir unser jeweilige Arbeitspensum so angepasst wie es situativ für die Familie gerade am Besten war.

Ich habe beide Kinder mehrere Jahre gestillt. Bei K1 habe ich nach 6 Monaten wieder gearbeitet. Bei K2 später.
Bei beiden war das Stillen absolut kein Hinderungsgrund für Arbeiten oder ausserfamiliäre Betreuung. Und erst recht nichts, was Zeit mit ihrem Vater eingeschränkt hätte.
Mit K1 (2010) und K2 (2015)
Elena
Miss SuTiversum
Beiträge: 14171
Registriert: 05.08.2009, 17:08

Re: Aktive Vaterschaft aus Mama-Sicht

Beitrag von Elena »

AnnaKatharina hat geschrieben: 30.11.2020, 14:37 Bin ich die einzige, die den Begriff "aktive Vaterschaft" sehr eigenartig findet?
Gibt es auch eine aktive Mutterschaft? Oder ist Mutter-sein selbstverstänlich aktiv, weswegen das nicht dazu gesagt werden muss?
Naja, in meinem Umfeld erlebe ich deutlich mehr passive Väter als passive Mütter. :wink:

Und ehrlich gesagt - so rein biologisch erfordert eine Vaterschaft nur einen relativ kurzen Moment der Aktivität, während eine Mutterschaft zumindest mit monatelange Schwangerschaft und einer Geburt verbunden ist. :lol:
Hier gehts zu meinen Bewertungen:
viewtopic.php?f=352&t=216642
Antworten

Zurück zu „Unsere Kinder“