Hallo Polarfuchs,
jetzt komme ich endlich nochmal zum antworten.
Ja, das Krankenhaus kann einem da schon viel mitgeben. Ich habe auch gezweifelt, sowohl bei meiner Tochter als auch bei meinem Sohn. Bei meiner Tochter wurde auch gesagt, dass ich zufüttern muss, ich habe nicht genug Milch etc. Das hat sich eingebrannt. Der Gedanke, dass du dein eigenes Kind nicht ernähren kannst, ist einer der schlimmsten meinet Meinung nach. Selbst 4 Jahre später habe/hatte ich dasselbe Kopfkino, obwohl ich bei ihm zu viel Milch habe! Er wollte/will nicht richtig stillen, weil er einfach überschwemmt wird.
Also auch beim ihm das Kopfkino. Das bleibt irgendwie drin. Ich habe zum Glück eine tolle Stillberaterin, die mich immer wieder zurück holt.
Das Zauberwort heisst Vertrauen

Deine Kleine nimmt sich was sie braucht. Wenn sie nicht stillen möchte, möchte sie nicht. Punkt. So einfach

Und das ist nicht, weil sie dich ablehnt oder mit eurer Stillbeziehung etwas nicht stimmt, sondern vielleicht weil sie gerade keinen Hunger hat, abgelenkt ist oder etwas drückt etc. Vertraue ihr, sie sagt dir wenn sie Hunger hat. Mehr als einen Imbiss anbieten kannst du nicht.
Ich habe es bei meiner Tochter so gemacht. Immer wueder angeboten. Wenn sie nicht wollte, kam die Brust wieder weg, ao wie Mondenkind schon geschrieben hat.
Meinen Sohn lege ich im Halbschlaf an. Er stillt zum einschlafen und wenn er wach wird geb ich ihm die andere Seite. Wenn er Hu ger hat trinkt er. Wenn nicht dann nicht

Wenn ich unterwegs bin und er ist quengelig, biete ich ihm eine Seite an. Meist stillt er kurz und schaut sich dann lieber seine Umgebung an. Wenn wir unterwegs sind, stillt er weniger. Dafür stillt er dann Nachts mehr und öfter

Das Kopfkino wird noch länger irgendwie mitlaufen. Daher hilft oft annehmen, loslassen und vertrauen
