Re: Hilfe... Baby mag Trage nicht? Falsche Trage? Trageberatung hat auch nicht geholfen
Verfasst: 15.08.2019, 12:50
Hallo und herzlich willkommen bei uns!
Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Du jetzt nach der Beratung ein bisschen enttäuscht bist und fast genauso ratlos wie zuvor auch.
Darf ich zu den Bedingungen noch etwas fragen? Die Trageberatung fand in einem Laden statt? Wie lange hattet Ihr Zeit?
Für mich klingt die Begründung für die Ruckeli ungewöhnlich, aber die Kollegin hat sich das sicher gut überlegt.
Bei einem Baby von 12 Wochen ist tatsächlich damit zu rechnen, dass es bald mehr sehen möchte, denn im vierten Monat erhöht sich das Sehvermögen ganz sprunghaft: Auf einmal können die Kleinen nämlich nicht nur scharf sehen, was im Nahbereich ist, sondern können auch in die ferne schauen. Und so kommt es , dass vorher zufriedene Traglinge sich anfangen von uns wegzustemmen um mehr sehen zu können. (Nebenbei bemerkt: Das ist dann in der Regel ein guter Punkt, um mit dem Rückentragen anzufangen.)
Die Kollegin hatte den großen Vorteil, dass sie Euch live gesehen hat. Ich kann daher nur ein bisschen spekulieren und ein paar Gedankenanstöße geben. (Einiges davon wurde von meinen Vorschreiberinnen schon aufgezählt.)
- Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Baby weint und sich streckt, wenn es in der Trage aufwacht: Ganz viele Babys müssen mal, wenn sie aufwachen und viele mögen das nicht in der Trage tun. Es lohnt sich also, darauf zu achten.
- Generell ist es ganz häufig so, dass Babys weinen, kurz bevor sie einschlafen (das hilft, Reize abzubauen) und wenn sie aufwachen - das hat nicht unbedingt etwas mit dem Tragen zu tun.
- Viele Babys weinen, wenn sie eingebunden werden bzw. in die Trage genommen werden. Das ist mtunter ein bisschen fummelig, zunächst ist es noch locker, dann wird festgezogen und das gezuppel regt viele Kinder auf. Besonders die, die auch an- und ausziehen nicht so toll finden. Da hilft nur: Ruhe bewahren, weiter machen, dem Baby erklären was passiert ( quasi in der Art: "jetzt schlüpfe ich noch in den Träger, dann ziehe ich hier fest, gleich haben wird es geschafft !") um es und auch sich selbt zu beruhigen. Bewegung hilft, also einbinden und dann loslaufen bzw. oder schon beim Einbinden leicht wiegen - das beruhigt die Kleinen.
- Tatsächlich kann es sein, dass die Trage unbequem ist: Druck auf den Rücken, zu wenig Halt, Beine zu stark gespreizt, ...
- Der Zeitpunkt kann ungünstig sein - zwei Tage ruhen lassen kann mitunter hilfreich sein. Vielleicht macht Dein Kind gerade einen Entwicklungssprung und ist unruhig. Oder es hat Hunger, Durst, Bauchweh, ...
- Manche Kinder finden Tragen in der Wohnung sooo langweilig, aber draußen ist alles super. Und den umgekehrten Fall gibt es auch.
- Kinder spiegeln uns - wenn wir aufgeregt sind oder nervös, färbt das auf die Kinder ab. Übt, wenn Ihr beide entspannt seid und Zeit habt, nicht, wenn Du wegen eines Termins schnell los musst.
Ich finde, das Geld für die Trageberatung ist nicht falsch investiert. Du hast mit Anleitung drei Tragen ausprobiert, hast gesehen, dass die Limas für Dich bequem ist und das die Ruckeli praktische Eigenschaften hat - das ist doch ein Ergebnis!
Die Manduca passt früher oder später auch ganz gut. Jetzt unbedingt mit abgebundenem Steg, später dann ohne.
Es wäre halt interessant auszuprobieren, ob Dein Baby glücklicher ist in einer Trage, bei der die Träger nicht am Rückenteil festgemacht werden wie zum Beispiel der klassischen Limas. Das entspricht mehr einer physiologischen Haltung und sollte bequemer sein.
Soweit erst einmal!
Vielleicht ist etwas dabei, mit dem du etwas anfangen kannst!
Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Du jetzt nach der Beratung ein bisschen enttäuscht bist und fast genauso ratlos wie zuvor auch.
Darf ich zu den Bedingungen noch etwas fragen? Die Trageberatung fand in einem Laden statt? Wie lange hattet Ihr Zeit?
Für mich klingt die Begründung für die Ruckeli ungewöhnlich, aber die Kollegin hat sich das sicher gut überlegt.
Bei einem Baby von 12 Wochen ist tatsächlich damit zu rechnen, dass es bald mehr sehen möchte, denn im vierten Monat erhöht sich das Sehvermögen ganz sprunghaft: Auf einmal können die Kleinen nämlich nicht nur scharf sehen, was im Nahbereich ist, sondern können auch in die ferne schauen. Und so kommt es , dass vorher zufriedene Traglinge sich anfangen von uns wegzustemmen um mehr sehen zu können. (Nebenbei bemerkt: Das ist dann in der Regel ein guter Punkt, um mit dem Rückentragen anzufangen.)
Die Kollegin hatte den großen Vorteil, dass sie Euch live gesehen hat. Ich kann daher nur ein bisschen spekulieren und ein paar Gedankenanstöße geben. (Einiges davon wurde von meinen Vorschreiberinnen schon aufgezählt.)
- Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Baby weint und sich streckt, wenn es in der Trage aufwacht: Ganz viele Babys müssen mal, wenn sie aufwachen und viele mögen das nicht in der Trage tun. Es lohnt sich also, darauf zu achten.
- Generell ist es ganz häufig so, dass Babys weinen, kurz bevor sie einschlafen (das hilft, Reize abzubauen) und wenn sie aufwachen - das hat nicht unbedingt etwas mit dem Tragen zu tun.
- Viele Babys weinen, wenn sie eingebunden werden bzw. in die Trage genommen werden. Das ist mtunter ein bisschen fummelig, zunächst ist es noch locker, dann wird festgezogen und das gezuppel regt viele Kinder auf. Besonders die, die auch an- und ausziehen nicht so toll finden. Da hilft nur: Ruhe bewahren, weiter machen, dem Baby erklären was passiert ( quasi in der Art: "jetzt schlüpfe ich noch in den Träger, dann ziehe ich hier fest, gleich haben wird es geschafft !") um es und auch sich selbt zu beruhigen. Bewegung hilft, also einbinden und dann loslaufen bzw. oder schon beim Einbinden leicht wiegen - das beruhigt die Kleinen.
- Tatsächlich kann es sein, dass die Trage unbequem ist: Druck auf den Rücken, zu wenig Halt, Beine zu stark gespreizt, ...
- Der Zeitpunkt kann ungünstig sein - zwei Tage ruhen lassen kann mitunter hilfreich sein. Vielleicht macht Dein Kind gerade einen Entwicklungssprung und ist unruhig. Oder es hat Hunger, Durst, Bauchweh, ...
- Manche Kinder finden Tragen in der Wohnung sooo langweilig, aber draußen ist alles super. Und den umgekehrten Fall gibt es auch.
- Kinder spiegeln uns - wenn wir aufgeregt sind oder nervös, färbt das auf die Kinder ab. Übt, wenn Ihr beide entspannt seid und Zeit habt, nicht, wenn Du wegen eines Termins schnell los musst.
Ich finde, das Geld für die Trageberatung ist nicht falsch investiert. Du hast mit Anleitung drei Tragen ausprobiert, hast gesehen, dass die Limas für Dich bequem ist und das die Ruckeli praktische Eigenschaften hat - das ist doch ein Ergebnis!
Die Manduca passt früher oder später auch ganz gut. Jetzt unbedingt mit abgebundenem Steg, später dann ohne.
Es wäre halt interessant auszuprobieren, ob Dein Baby glücklicher ist in einer Trage, bei der die Träger nicht am Rückenteil festgemacht werden wie zum Beispiel der klassischen Limas. Das entspricht mehr einer physiologischen Haltung und sollte bequemer sein.
Soweit erst einmal!
Vielleicht ist etwas dabei, mit dem du etwas anfangen kannst!