Rollenspiel extrem
- Mel82
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Re: Rollenspiel extrem
Ich denke auch letzteres. Ich mag auch keine Rollenspiele. Meine Kinder allerdings schon. Die Große macht das nach wie vor eben mit ihren Schleichtieren. Und die Kleine kann alles dafür gebrauchen. Da gibt es auch Mama-Stift und Kind-Stift und auch die Stäbchen aus dem Magnetspiel haben alle einen eigenen Charakter. Ich finde es immer total faszinierend, wenn sie plötzlich aus dem Nichts heraus wieder ein Rollenspiel beginnt. Mittlerweile braucht sie mich dabei auch nicht mehr oft, daher kann ich da gelassen mit umgehen
Aber als sie im Alter deines Kindes war, sah das auch noch anders aus.
Melanie mit großer Maus *06/2011, kleiner Maus *08/2014 & kleinem Mäuserich *11/2019 


Sommersternchen 07/2018 (11. SSW)
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EliseG
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Re: Rollenspiel extrem
Du bist die Mama, die für ganz viele Dinge verantwortlich ist. Aber ganz ehrlich: Du musst dir nicht Alternativen ausdenken. Du darfst deinem Kind ruhig zutrauen, dass es selbst etwas finden wird. Sie hat ein Trampolin, sie hat Duplo, Straßenkreiden, die Natur, den Spielplatz. Ihr wird mal fad sein, das ist auch ok so. Aber dann musst du nicht sofort einspringen und sie unterhalten. Ihr beide dürft ruhig manchmal verschiedene Dinge tun, das ist absolut ok.
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- Sabbermäuschen
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Re: Rollenspiel extrem
Das klingt nach einer sehr tollen und ausgeprägten Phantasie. Freu dich darüber
. Die Zeit wird kommen, da möchte sie mehr mit anderen Kindern spielen und dann profitiert sie davon 
- arwen82
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Re: Rollenspiel extrem
Tut mir sehr leid! Ich wollte dich auf keinen Fall verletzten, das sollte ein Witz sein, war aber leider etwas flapsig geschrieben.Klarrti hat geschrieben: 01.08.2019, 15:14 Das mit dem zweiten Kind ist leider nicht so einfach. Wir sind beide über 40 und es gab bei der Geburt Komplikation, die zwar nicht mit meinem Alter zusammenhing, aber ich schwebte in Lebensgefahr, also wird es wohl ein Einzelkind.
Danke für eure Antworten. Mir ist ja schon bewusst, dass die Kinder so ihre Welt verarbeiten, aber in dem Ausmass hab ich das halt noch nie erlebt. Aber ich hab mich vorher natürlich auch nie soviel mit einem Kind beschäftigt. Wahrscheinlich ist es auch einfach meine Vorstellung gewesen, das Kind sitzt und puzzelt mal ne halbe Stunde und ich mach den Haushalt. Oder malt ne halbe Stunde während ich koche. Oder springt ne halbe Stunde auf dem Trampolin während ich was im Garten mache. Sie braucht dabei halt immer ein Spielpartner und ich bin dann auch noch so schlecht darin, dass ich auch das Gefühl habe, ich werd dem eh nicht gerecht. Sie ist zum Glück schon so weit, dass sie mir Rollen zuteilt und mir sagt was ich tun soll.![]()
Ich kann mich nur noch so gut daran erinnern, dass es mit unserer Großen auch so lief (auch wenn sie bei anderen Sachen durchaus auch immer schon Spaß und Durchhaltevermögen hatte, Basteln, Malen, Kneten, so war ihr das Liebste doch immer das Rollenspiel) und ich dann halt ihr Spielpartner war und das auch manchmal Leid war: „du bist ... und sollst jetzt ... sagen“. Meine Kinder können auch aus alten Klopapier Rollen Männchen basteln und damit dann Rollenspiele machen, die sind da auch sehr erfinderisch. Und inzwischen spielen sie halt wirklich schön zusammen und ich muss kaum noch Rollenspiele spielen.
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Klarrti
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Re: Rollenspiel extrem
Eine tolle Phantasie hat sie und zwar von ihrem Papa. Finde das ja auch toll, finde das halt nur eigenartig, dass sie von sich aus ja so gar nichts anderes spielen mag. Wahrscheinlich weil ich halt anders bin oder ich bin zu alt. Dann lass ich sie mal und schau wieviel ich davon mitmache. 
mit der Löwin 08/16 an der Hand.
- PaleFire
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Re: Rollenspiel extrem
Hier wohnen auch 2 passionierte Rollenspielerinnen und eine Rollenspielverweigerin (ich
). Es hat aber lange gedauert, bis sie akzeptiert haben, dass ich da so wirklich absolut gar keinen Bock drauf hab und das echt auch einfach nicht gut KANN. Mittlerweile sagen sie "Mama, Du kannst ja einfach zuschauen" 
Vielleicht gibt es die Möglichkeit, dass sie mal mit älteren Kindern spielt, wo Rollenspiele schon mehr Thema sind?
Vielleicht gibt es die Möglichkeit, dass sie mal mit älteren Kindern spielt, wo Rollenspiele schon mehr Thema sind?
mit großem 11/2012 und kleinem 02/2016 Mädchen
- PaleFire
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Re: Rollenspiel extrem
Und ja, hier wird das auch fast ausschließlich gespielt, von beiden. Basteln tun sie quasi nie, malen eher selten. Sandeln oder so ist auf dem Spielplatz auch total uninteressant, außer man kocht oder bäckt im Rollenspiel gerade. Heute sind sie wieder als einzige Kinder auf dem Spielplatz im Gebüsch verschwunden und haben sich eine Wohnung eingerichtet, um Mutter und Baby zu spielen.
alle anderen Kinder haben im Sand gebuddelt, gerutscht und geschaukelt.
Die Erzieherinnen im Kindergarten haben das übrigens immer ausdrücklich positiv bewertet, es zeuge von großer Phantasie und Kreativität! Aber die müssen natürlich auch nicht mitspielen
Die Erzieherinnen im Kindergarten haben das übrigens immer ausdrücklich positiv bewertet, es zeuge von großer Phantasie und Kreativität! Aber die müssen natürlich auch nicht mitspielen
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- rueckenwind
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Re: Rollenspiel extrem
Ich denke, dass es für uns als Eltern Aufgabe ist, eine möglichst anregende Umgebung zu schaffen, ein offenes Ohr und Empathie für unsere Kinder zu haben, aber nicht, sie immer umfassend zu"bespaßen" bzw ihnen eine Beschäftigung zu präsentieren.
Meine Kinder fanden meine Weigerung mit ihnen alle möglichen Rollenspiele zu spielen zwar oft doof und mich "total gemein". Allerdings haben sie selten wirklich lange gebraucht, dann eine andere Beschäftigung zu finden bzw. mich irgendwie für ihr Spiel zu "ersetzen", auch wenn keine anderen Personen anwesend waren.
Ich glaube zudem, dass ihnen das eigentlich sehr gut getan hat, beide können sich sehr lange Zeit allein beschäftigen, langweilen sich meist nur kurz, bleiben lange bei einer Beschäftigung und sind ziemlich kreativ.
Ich denke auch, dass es den Kindern nicht schadet, wenn ihre Eltern authentisch Dinge ablehnen und sich nicht im Bereich des Spiels verdrehen. Dann fällt es später sicherlich auch den Kindern leichter, nein zu sagen zu Dingen, auf die sie keine Lust haben, die ihnen nicht gefallen.
Das soll keineswegs ein Appell sein, mit seinen Kindern keine Rollenspiele zu spielen, eher danach zu schauen, was einem auch selbst gut tut
Ich freue mich immer sehr, wenn meine beiden jemanden finden, der mit ihnen die Dinge tut, für die ich keine Zeit/Lust habe - oftmals sind das dann auch andere Erwachsene oder (noch besser in meinen Augen) andere Kinder, die sich dann bei der zehnten Aufforderung, jetzt doch Mal dies und das zu tun, verweigern...
Meine Kinder fanden meine Weigerung mit ihnen alle möglichen Rollenspiele zu spielen zwar oft doof und mich "total gemein". Allerdings haben sie selten wirklich lange gebraucht, dann eine andere Beschäftigung zu finden bzw. mich irgendwie für ihr Spiel zu "ersetzen", auch wenn keine anderen Personen anwesend waren.
Ich glaube zudem, dass ihnen das eigentlich sehr gut getan hat, beide können sich sehr lange Zeit allein beschäftigen, langweilen sich meist nur kurz, bleiben lange bei einer Beschäftigung und sind ziemlich kreativ.
Ich denke auch, dass es den Kindern nicht schadet, wenn ihre Eltern authentisch Dinge ablehnen und sich nicht im Bereich des Spiels verdrehen. Dann fällt es später sicherlich auch den Kindern leichter, nein zu sagen zu Dingen, auf die sie keine Lust haben, die ihnen nicht gefallen.
Das soll keineswegs ein Appell sein, mit seinen Kindern keine Rollenspiele zu spielen, eher danach zu schauen, was einem auch selbst gut tut
Ich freue mich immer sehr, wenn meine beiden jemanden finden, der mit ihnen die Dinge tut, für die ich keine Zeit/Lust habe - oftmals sind das dann auch andere Erwachsene oder (noch besser in meinen Augen) andere Kinder, die sich dann bei der zehnten Aufforderung, jetzt doch Mal dies und das zu tun, verweigern...
T. mit Rumpeltochter (04.11), Purzelsohn (08.13) und Flitzeline (08.19)
- PaleFire
- alter SuT-Hase
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Re: Rollenspiel extrem
Das ist ein ganz toller Satz, den ich mir gerne immer wieder durchlesen werde - oft genug habe ich nämlich immer noch ein schlechtes Gewissen und fühle mich, als würde ich meine Kinder ablehnen, wenn ich nicht mitspiele.rueckenwind hat geschrieben: 01.08.2019, 20:28 Ich denke, dass es für uns als Eltern Aufgabe ist, eine möglichst anregende Umgebung zu schaffen, ein offenes Ohr und Empathie für unsere Kinder zu haben, aber nicht, sie immer umfassend zu"bespaßen" bzw ihnen eine Beschäftigung zu präsentieren.
mit großem 11/2012 und kleinem 02/2016 Mädchen
- RosaLia
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Re: Rollenspiel extrem
Seit ich beim Yakari-Spielen immer Fettauge sein will, haben die Kinder keine Lust mehr, mit mir zu spielen
Wahlweise war ich auch (liegende) Patientin, (schlafendes) Baby oder Papa auf der Arbeit (also weg), genauso langweilig
Mit etwas Fantasie habe ich es oft so hinbiegen können, dass ich eigentlich nichts machen musste.
Unsere spielen i.d.R. aber mit Figuren, v.a. Playmobil, ihre Geschichten. Sie spielen da auch eher nach und sind nicht Teil der Geschichte. Das machen sie auch am liebsten ohne uns, wenn man mal schauen kommt, hat man immer das Gefühl, man stört. Die Große erschafft da ganze Häuserlandschaften.
Wahlweise war ich auch (liegende) Patientin, (schlafendes) Baby oder Papa auf der Arbeit (also weg), genauso langweilig
Mit etwas Fantasie habe ich es oft so hinbiegen können, dass ich eigentlich nichts machen musste.
Unsere spielen i.d.R. aber mit Figuren, v.a. Playmobil, ihre Geschichten. Sie spielen da auch eher nach und sind nicht Teil der Geschichte. Das machen sie auch am liebsten ohne uns, wenn man mal schauen kommt, hat man immer das Gefühl, man stört. Die Große erschafft da ganze Häuserlandschaften.
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