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Re: Vom Fläschchen zur Brust - wie soll das klappen?

Verfasst: 28.01.2019, 13:41
von Stillvogel
Vielen Dank für deine Antwort und den Dreipunkteplan!

Die Flasche einfach weglassen macht mir derzeit Angst. Er trinkt einfach nicht länger als 30 Minuten am BES, da er dann anfängt zu brüllen und sich von der Brust wegzudrücken. Die stillfreundlichen Alternativen müssen ja erstmal klappen, bis dahin würde ich weiter das Fläschchen verwenden.

Unser Kleiner tut mir so leid. Er kann am allerwenigsten dafür.

Re: Vom Fläschchen zur Brust - wie soll das klappen?

Verfasst: 28.01.2019, 13:44
von pqr
Stillvogel

30 min sind doch schon ziemlich lange.

Re: Vom Fläschchen zur Brust - wie soll das klappen?

Verfasst: 28.01.2019, 14:03
von Stillvogel
Das ist gut zu hören. Dann müssen wir mit den Tipps aus Punkt 1 die Effektivität erhöhen, da er in den 30 minuten nur 50ml schafft, aber etwa 120ml bräuchte.

Re: Vom Fläschchen zur Brust - wie soll das klappen?

Verfasst: 28.01.2019, 14:13
von Serafin
Wieso glaubst du, dass dein Kind 120 ml braucht? Ein Stillbaby trinkt so 10 bis 12 Mal in 24 h (oder noch öfter...). In der Linksammlung Stillwissen stehen folgende Mengen, die ein kleines Baby so trinkt:

jünger als ein Monat 673 +/- 192
1 bis 2 Monate 756 +/- 170
2 bis 3 Monate 782 +/- 172
3 bis 4 Monate 810 +/- 142
4 bis 5 Monate 805 +/- 117
5 bis 6 Monate 896 +/- 122

Euer Baby ist ja noch minimini, also unter ein Monat. Somit bei ca 673 ml. Macht bei 10 Mahlzeiten ca 67 ml und wenns öfter trinkt nur noch 56 ml (bei 12 Mal z.B.). Somit sind 50 ml völlig normal. Und 120 ml eher total unrealistisch.

Re: Vom Fläschchen zur Brust - wie soll das klappen?

Verfasst: 28.01.2019, 14:55
von Leominor
Und dazu kommt ja noch das, was er aus der Brust trinkt. Das ist definitiv nicht wenig, sondern absolut normal! 120ml hat meine mit 6 Monaten nicht auf einmal getrunken, wenn ich arbeiten war!

Re: Vom Fläschchen zur Brust - wie soll das klappen?

Verfasst: 28.01.2019, 15:24
von SchwarzwaldMama
Ich glaube dass es einem am Anfang total schwer fallen kann, nicht jede Unmutsäußerung als Hunger zu interpretieren.
Ich hätte zb am Anfang echt gerne ne Skala an meinen Brüsten gehabt um zumindest grob nen Überblick zu haben. So musste ich meinem Baby vertrauen 🙈
Ich denke 120ml sind echt viel, wahrscheinlich sogar zuviel.
Man kann da in nen Teufelskreis kommen, zuviel kann Bauchschmerzen erzeugen und viele Babys versuchen dann die Bauchschmerzen "weg zu trinken"...
Also vielleicht erst mal andere Dinge zur Beruhigung versuchen und dann zufüttern wenn es tatsächlich Hunger ist?
Aber ich bin da echt kein Fachmann...
Wir sind zwar auch mit nem Flaschenkind aus dem Krankenhaus nach Hause, aber ich war stur und hatte am heimkommenstag milcheinschuss...
Sie hat daheim noch einmal Flasche bekommen und dann haben wir nur noch gestillt (mit Unterstützung der Hebamme)
Aber ich hatte anfangs schwer Bedenken ob ihr das reicht und war immer glücklich dass sie so gut zugenommen hat.
Mittlerweile dürfte sie bald 10 kg wiegen 😁

Vertrau dir, vertrau deinem Baby und vertrau Mondenkind!
Das wird!

Re: Vom Fläschchen zur Brust - wie soll das klappen?

Verfasst: 28.01.2019, 16:56
von Stillvogel
Serafin und Leominor, er hat schon mit wenigen Tagen sehr viel auf einmal getrunken, die Schwestern konnten es kaum glauben. An Lebenstag 3 bspw zwischen 20 und 60ml pro Mahlzeit, an Tag 4 zwischen 20 und 80. Vielleicht ist das also individuell? Er trinkt ja auch nicht 10x am Tag, sondern weniger und kommt so auf die 600-700ml, nur eben bei weniger Mahlzeiten.

Schwarzwaldmama, er kriegt aus der Brust leider nichts raus. Ich habe das asymmetrische Anlegen mal probiert, aber mit Stillhütchen ist das irgendwie schwer.

Im Internet lese ich auch immer wieder, dass der Knoten plötzlich geplatzt ist, als die Babys dann schwerer waren, bspw 5kg. Unserer hat erst 3400g, zwischenzeitlich sogar nur 2750 (3 Tage nach der Geburt).

Jetzt gerade ist er nach 40ml BES eingeschlafen. Schauen wir mal, ob das so bleibt.

Zwecks Hungerzeichen falsch interpretieren: Hände zum Mund, suchende Bewegungen und schmatzen ... Ist das nicht eindeutig? Wenn es dann mit dem Essen nicht schnell genug geht, geht das Geschrei los.

Re: Vom Fläschchen zur Brust - wie soll das klappen?

Verfasst: 28.01.2019, 17:25
von Mondenkind
Ich melde mich später ausführlich (muss jetzt Essen machen), möchte aber schon mal diesen Link da lassen: Trinkt ein sattes Baby noch aus der Flasche?

Derartige Portionen sind sicher zu groß für ein so junges Kind.

Re: Vom Fläschchen zur Brust - wie soll das klappen?

Verfasst: 28.01.2019, 17:58
von schlangengurke
Liebe Stillvogel,
Ich sehe deinen Thread gerade und will mich nicht einmischen, aber ich möchte dir gerne einen Drücker dalassen, besonders da mich das irgendwie an unseren Stillbeginn erinnert. Wir hatten "nur" die langen Stillmahlzeiten (stillen und wickeln zwischendrin 1,5 h, ohne Abpumpen) und die Saugverwirrung. Aber irgendwann hat es beim Kind 'klick' gemacht, und von da an wurde es so viel einfacher. Ich wünsche dir das auch!

Re: Vom Fläschchen zur Brust - wie soll das klappen?

Verfasst: 28.01.2019, 20:45
von Stillvogel
Vielen Dank, Schlangengurke. :-) Wie alt und schwer war dein Kind, als es Klick gemacht hat? Und wie hast du bis dahin zugefüttert?

Nach eurem Rat haben wir mal probiert, ihn nach 80ml zu beruhigen anstatt nachzulesen. Scheint geklappt zu haben! Dann bin ich nun aber irritiert bzgl dessen, dass er bspw nach dem Finger schnappt oder nach der Decke, wenn sie sich in Mundnähe befindet. Ich dachte, das seien Hungeranzeichen.