Meine Eltern sind als ich 7 war in eine Kleinstadt gezogen, von Baden-Baden ein mal über den Berg, tiefer in den Schwarzwald. Ich war schleunigst wieder weg, als ich mit 17 die Schule fertig hatte.
Ich mag den Dialekt überhaupt nicht, hab auch nach 10 Jahren einiges nicht verstanden. In die Gemeinschaft kommt man nicht rein, meine Mutter hatte so nach 15 Jahren die ersten echten Freundschaften. Im Zweifelsfall ist jeder mit jedem über x Ecken verwand und man selbst immer nur zugezogen (und hat damit zumindest nicht die Erbkrankheiten) Jeder Stadtteil hat 1-3 Namen, die sich durchziehen.
Ich wurde für meine Sprache (komme aus der nähe von Bremen) ziemlich gemobbt, auch von Lehrern.
In Baden-Baden ist Kulturell einiges geboten, für mich dominiert aber meist noch reich, gold und russisch, die schere zwischen arm und Reich ist sehr groß, in der Mitte gibt es wenig. Kann ich gut verstehen, dass das jetzt aufgefüllt werden soll.
In Karlsruhe fühle ich mich deutlich wohler, da ist es offener. Dazu sehr grün und man kann viele Baustellen anschauen

Würde ich als meine Lieblingsgroßstadt in Deutschland bezeichnen. Und Karlsruherisch ist deutlich angenehmer und weniger verbreitet als Badisch.
Bei Kitas kenne ich mich nicht aus in BAD selber, Gymnasien gibt es mehrere. Waren von der Ausrichtung her nicht so mein Fall, entweder man liebt oder hasst sie. Grundsätzlich schlecht sind sie nicht, kommt aber einfach auf den Typ an. Ich bin lieber eine Stunde nach Karlsruhe gefahren zum Gymnasium.
Jetzt ziehen wir in eine kleine, unterfränkische Gemeinde, da fühle ich mich schon nach einigen Monaten sehr wohl, es ist offen, Tolerant und mir rollen sich bei dem Dialekt auch nicht ständig die Fußnägel hoch.