bluestar hat geschrieben: 08.11.2018, 14:48
pinselmaus hat geschrieben: 08.11.2018, 14:41
bluestar hat geschrieben: 08.11.2018, 07:20
Sag mal, ist das vielleicht auch entzündet? Hast Du einen anderen Arzt/ Ärztin der/ die mal draufschauen kann? Es meldet sich bestimmt auch hier noch jemand dann kannst Du vielleicht ein Foto schicken. Aber es gibt ja auch bakterielle Infektionen der Brustwarzen zusätzlich zu oder nach Soor bzw. in Verbindung mit solchen Verletzungen. Kannst Du denn nachvollziehen woher die Risse kommen?
Ich war grad bei der Frauenärztin. Sie hat gemeint, es könnte wieder ein Pilz sein und hat mir eine Creme verschrieben - Nystalocal. Die ist aber mit Cortison. Laut Packungsbeilage nicht in der Stillzeit und nicht für Säuglinge geeignet. Nun bin ich wieder ratlos.....
Das ist jetzt kein medizinischer Ratschlag, aber ich bin mir ziemlich sicher hier im Forum schon von Frauen gelesen zu haben die Nystalocal mit Mondenkinds Segen genommen haben in der Stillzeit. Ich hab’s bei Embryotox nicht gefunden, aber gib es mal über die Forensuche ein, ich bin gerade nur am Handy da krieg ich das nicht hin...
Oder ruf deine Frauenärztin nochmal an, die hat es doch verschrieben!
Hab bei Embrytox nach dem Wirkstoff Dexamethason gesucht.
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Dexamethason
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Dexamethason ist ein monofluoriertes Glucocorticoid mit ausgeprägten antiallergischen, antiphlogistischen und membranstabilisierenden Eigenschaften sowie Wirkungen auf den Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fett-Stoffwechsel. Es besitzt eine etwa 7,5-mal stärkere glucocorticoide Wirkung als Prednisolon und Prednison, im Vergleich zu Hydrocortison ist es 30-mal stärker wirksam, mineralocorticoide Wirkungen fehlen. Dexamethason kann lokal und systemisch, z.B. oral, intravenös oder intramuskulär angewandt werden. Es ist sehr gut plazentagängig.
Indikation (Anwendungsgebiet)
(Auswahl) Schwerer akuter Asthmaanfall, Induktion der Lungenreife bei drohender Frühgeburt zwischen der 24. und 34. SSW, interstitielle Aspirationspneumonie, Hautkrankheiten wie Erythrodermie, Pemphigus vulgaris, akute Ekzeme, Psoriasis. Zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie systemischer Lupus erythematodes, Systemvaskulitiden wie Panarteriitis nodosa, aktiver rheumatoider Arthritis mit schwerer progredienter Verlaufsform, juveniler idiopathischer Arthritis mit schwerer systemischer Verlaufsform (Still Syndrom) oder mit lokal nicht beeinflussbarer Iridozyklitis, rheumatischem Fieber mit Karditis. Zur Prophylaxe und Therapie von postoperativem und/oder Zytostatika-induziertem Erbrechen im Rahmen antiemetischer Schemata.
Produktnamen
Fortecortin®, Spersadex® und Generika
Erfahrungen in der Schwangerschaft
Erfahrungsumfang: HOCH (für Glucocorticoide als Gruppe)
1. Trimenon
Eine Metaanalyse aller bisher veröffentlichten Studien ergibt eine Assoziation zwischen Glucocorticoiden und Spaltbildungen (Gaumenspalten mit oder ohne Lippenbeteiligung) bei nicht erhöhter Gesamtfehlbildungsrate. In mehreren neuen Untersuchungen wurde kein erhöhtes Risiko für Spaltbildungen nach Steroidmedikation im ersten Trimenon gesehen. Insgesamt ist ein leicht erhöhtes Risiko für Gaumenspalten nicht auszuschließen, wenn während der sensiblen Phase zwischen Schwangerschaftswoche acht und elf behandelt wird. Obwohl sich keine sichere Dosis angeben lässt, ist das individuelle Risiko bei 10 mg bis 15 mg/Tag Prednisolon extrem gering, dies entspricht in etwa einer Dexamethasondosis von 1,5 bis 2,25 mg.
2.-3. Trimenon / Perinatal
In Abhängigkeit von Therapiedauer, Dosis und Indikation kann es bei Behandlung mit Glucocorticoiden zur intrauterinen Wachstumsretardierung (IUGR), zur Frühgeburt sowie zur vorübergehenden Hypoglykämie, Hypotonie und Elektrolytstörungen beim Neugeborenen kommen. IUGR und geringes Geburtsgewicht können in einigen Fällen jedoch auch Folge der zugrunde liegenden mütterlichen Erkrankung sein. Eine Dexamethason-Therapie zur fetalen Lungenreife-Induktion führt zur Steigerung der Überlebensrate der Frühgeborenen. Hirnblutungen treten bei den Kindern seltener auf. Eine Neugeborenensepsis tritt entgegen einzelner Mitteilungen nach fetaler Lungenreife-Induktion nicht gehäuft auf. Vergleiche zwischen Betamethason und Dexamethason zur fetalen Lungenreifeinduktion führten zu dem Ergebnis, dass Betamethason eine größere Wirksamkeit bezüglich der Lungenreifeinduktion hat als Dexamethason und die neurophysiologische Entwicklung des Feten weniger beeinträchtigt. Außerdem scheint ein geringeres Risiko für eine zystische periventrikuläre Leukomalazie bei extrem Frühgeborenen zu bestehen. Zur Zeit wird ein einmaliger antenataler Betamethason-Zyklus (d.h. 2x 12 mg i.m. im Abstand von 24h) von den Fachgesellschaften empfohlen, weil darunter seltener Wachstumsretardierungen bei den Neugeborenen gesehen wurden. Aufgrund von neueren Studienergebnissen wird dieses Vorgehen jedoch wieder kontrovers diskutiert.
Empfehlungen zur Schwangerschaft
Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie:
Bei entsprechender Indikationsstellung darf eine systemische oder lokale Behandlung mit Dexamethason auch während der Schwangerschaft durchgeführt werden. Wenn es therapeutisch möglich ist, sollte die Erhaltungsdosis zwischen Woche acht und elf möglichst 2,25 mg/Tag nicht überschreiten. Notfallbehandlungen und die Therapie einer akuten Krankheitsexazerbation unterliegen keinen Dosisbeschränkungen. Wenn bei drohender Frühgeburt zwischen der 24. und der 34. Schwangerschaftswoche eine Lungenreife-Induktion mit Dexamethason durchgeführt werden soll, wird hierfür ein einmaliger Zyklus (4 x 6 mg Dexamethason alle 12 h i.m.) empfohlen. Eine routinemäßige Wiederholung wird nicht empfohlen.
Konsequenzen nach Anwendung in der Schwangerschaft:
Bei einer selten erforderlichen höher dosierten Behandlung über viele Wochen sollte das fetale Wachstum sonographisch kontrolliert werden. Dauert die Therapie bis zur Geburt, muss eine Nebenniereninsuffizienz des Neugeborenen bedacht und ggf. behandelt werden.
Besser erprobte Alternativen:
Betamethason zur Lungenreife-Induktion.
Für eine systemische Therapie während der Schwangerschaft sind Prednison und Prednisolon Mittel der Wahl.
Stillzeit
Pharmakokinetik
HWZ: 3-5 h; Proteinbindung: >77% (dosisabhängig), bei sehr hohen Dosen geringer; molare Masse: 392; orale Bioverfügbarkeit: 78%.
Klinik
Es gibt keine dokumentierten Erfahrungen zur Anwendung von Dexamethason in der Stillzeit, allerdings auch keine Berichte über Symptome beim gestillten Säugling.
Empfehlung
Corticoide der Wahl für eine systemische Behandlung in der Stillzeit sind Prednisolon, Prednison und Methylprednisolon. Wirkungsgleiche Mengen von Dexamethason sind wahrscheinlich auch verträglich. Lokale Corticoidanwendungen werden als unbedenklich angesehen
Also könnte ich es nehmen. Soll es 3x täglich dünn auftragen. Vor dem Stillen wieder abwaschen.
Denke schon das ich es nehme.