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Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Verfasst: 19.10.2018, 19:43
von Lösche Benutzer 22277
Ich bin selbst von einer postpartalen Depression betroffen und möchte Dir Mut machen, schnell abklären zu lassen, ob es bei Dir in die Richtung geben könnte. Es gibt einige Antidepressiva, die mit dem Stillen gut vereinbar sind, z.B. Sertralin oder Citalopram. Bei mir wurde sogar die Muttermilch untersucht und es waren nur Spuren des Medikaments nachweisbar.
Ansonsten hört es sich für mich auch nach einem dysphorischen Milchspendereflex an, zusätzlich zu den sonstigen depressiven Verstimmungen.

Seit ich in Behandlung bin und medikamentös gut eingestellt bin, ist meine Lebensqualität erheblich (!!) besser.

Wenn Du Fragen hast, kannst Du sie mir gerne stellen ((()))

Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Verfasst: 19.10.2018, 19:46
von Lösche Benutzer 22277
PS, bei mir hat eine Eisenmangelanämie die Symptome der Depression verstärkt.

Ein Blutbild inkl Ferritin, Vitamin D und Schilddrüsenwerte halte ich für sehr sinnvoll.

Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Verfasst: 22.10.2018, 15:02
von Heli
Ich hab für Freitag einen Termin beim Arzt zum Blut nehmen. Aber sie meinte, dass Stillen und 2 Kinder einfach anstrengend sei und ich solle doch abstillen. :cry:

Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Verfasst: 22.10.2018, 15:25
von Lösche Benutzer 22277
Stillen gilt als positiv in Hinblick auf eine postpartale Depression, da die Hormone antidepressiv wirken.
Ich stille und nehme Citalopram, das lässt sich gut verbinden.
Ich glaube kaum, dass Dir das Abstillen langfristig hilft.

Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Verfasst: 22.10.2018, 16:41
von rueckenwind
Oh je, das tut mir leid.
Kannst du einen anderen Ansprechpartner finden?

Ich war hier als es ganz schlimm wurde in der Institutsambulanz der Psychiatrie, obwohl mein Kind schon etwas älter war, hat mir nie jemand nahegelegt abzustillen. Eher wurde ich in meinem Wunsch bestärkt, da ja auch ein verfrühten unfreiwilliges Abstillen ungünstige Effekte auf den Hormonhaushalt und die Stimmung haben kann.
Ich wünsche dir empathische Ärzte, die mit dir gemeinsam nach einer für dich passenden Lösung suchen!

Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Verfasst: 22.10.2018, 18:33
von Mallory
Ich bin gerade unterwegs, deswegen lass ich dir nur kurz einen Drücker da, wenn du magst (()) und möchte dir raten, nicht nur Eisen und Vitamin D, sondern auch B12 checken zu lassen.
(Vitamin D und B12 muss man leider selbst zahlen)

Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Verfasst: 22.10.2018, 19:02
von Lösche Benutzer 22277
Mallory hat geschrieben: 22.10.2018, 18:33 Ich bin gerade unterwegs, deswegen lass ich dir nur kurz einen Drücker da, wenn du magst (()) und möchte dir raten, nicht nur Eisen und Vitamin D, sondern auch B12 checken zu lassen.
(Vitamin D und B12 muss man leider selbst zahlen)
Vitamin D hat mein Hausarzt schon mal als Kassenleistung bestimmt, da Symptome eines Mangels vorlagen. Dann ist die medizinische Indikation gegeben.

Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Verfasst: 22.10.2018, 20:23
von Heli
Vielen Dank für eure Tips. Ich werde die Ärztin drauf ansprechen.

Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Verfasst: 24.10.2018, 14:26
von Theolino
Noch ein Tip: lass evtl. die Schilddruesenwerte mitbestimmen. Eine Schilddrüsenunterfunktion macht auch depressive Symptomatik (ausführliche eigene Erfahrung :? ). Lass Dir einen Drücker da.

Re: Erschöpfung und tiefe Traurigkeit durch Stillen???

Verfasst: 24.10.2018, 16:15
von Lösche Benutzer 2872
Ich würde auch die Schilddrüsenwerte kontrollieren lassen. Die können in Schwangerschaft und Stillzeit wohl gerne mal verrückt spielen und zumindest bei mir auch für Depressionen sorgen wenn ich nicht richtig eingestellt bin.