Da haben wir ja etwas losgetreten...
stachelbeeren83 hat geschrieben: 27.07.2018, 14:51
Hey, danke für die vielen Antworten. Also irgendwie bin ich jetzt am ehesten für Sling....aber ein paar Zweifel bleiben. 1) Sling finde ich unter der (Trage-) Jacke schwierig und da es ein Oktoberbaby werden soll ist das dann wohl eher nur eine Variante für drin. 2) Ich werde spätestens nach zwei Wochen selbst viel tragen müssen, da mein Mann arbeitet und da ist sicher der Beckenboden noch recht schlapp und ich bin auch anfällig für Rückenschmerzen im Lendenbereich. Da ist Sling vermutlich nicht so optimal.
Du hast nicht Unrecht, was Deine Vorbehalten dem
Sling gegenüber betrifft. Dadurch, dass das Gewicht auf einer Schulter lastet, ist er für die meisten Trageeltern eher etwas für kürzere Tragezeiten. Gerade im Hinblick auf beckenboden und Rückenprobleme würde ich ihn eher als Ergänzung für den Alltag sehen. Sehr praktisch durch das schnelle Ein- und Auspacken (Übung vorausgesetzt), aber nicht für längere Wege.
Wenn du gern seitlich tragen möchtest, könnte das Hüftkänguru auch gut für Dich sein. Da ist die Gewichtsverteilung noch besser.
stachelbeeren83 hat geschrieben: 27.07.2018, 14:51
Nun überleg ich, evtl. doch ein zweites Tragetuch zu nehmen oder halt eine Tragehilfe. Tuch find ich an sich ok, ist ja dann auch Winter und schön kuschelig. Allerdings würde ich sehr gern auch das Baby auf dem Rücken tragen (eben wegen Beckenboden, Rückenbeschwerden). Im Tuch hab ich das bei Kind 1 nie hinbekommen, daher wäre mir dafür eigentlich eine Tragehilfe lieber. Aber: darf hilft Neugeborenes denn überhaupt schon in der TH auf den Rücken? Stöbern im Forum lässt mich diesbzgl. eher skeptisch zurück...allerdings: wenn ich jemanden hätte, der mir beim Aufsetzen hinten hilft ist es vielleicht ok? Und falls ja: welche TH wäre für das Rückentragen eines Minis am geeignetsten?
Noch einmal zum
Tuch: Du hast eine ganz gute Einschätzung, warum die Wickelkreuztrage vielleicht nicht so optimal für dich war. Tatsächlich gehört die Kopfkante tiefer, als man es im Allgemeinen sieht - nämlich mind. eine Handbreit unter die Achsel. Dadurch minimiert sich das Milchstau-Risiko schon einmal.
Im Vergleich zur Wickelkreuztrage hast du beim Känguru eine bessere Gewichtsverteilung und eine bessere Unterstützung für Dich, was Deine Aufrichtung betrifft. Das würde ich Dir daher gern ans Herz legen.
Der Rucksack ist dem Känguru sehr ähnlich und lässt sich mit Neugeborenem sicher binden, weil das Tuch den Kopf stützt und das Baby gut im Beutel gehalten wird. Daher würde es sich in Deinem Fall lohnen, das zu üben.
Man kann Neugeborene auch in der
Tragehilfe auf den Rücken bringen, aber dabei muss der Kopf jederzeit gut gestützt sein, was nicht so ohne ist. Daher empfehlen wir es ab sicherer Kopfkontrolle. Aber: Das Leben bewegt sich nicht immer auf der Ideallinie, da muss man vor allem schauen, was du in Deiner Situation im Alltag mit Neugeborenem und Kleinkind brauchst. Da kann möglicherweise eine Tragehilfe das Richtige für Euch sein.
Tatsächlich gibt es welche, die du auch mit Neugeborenem verwenden kannst. Wichtig ist die Steganpassung und eine gute Stützung des Babys, weil es sich selbst nicht halten kann.
- Wenn es eine Schnallentrage/Fullbuckle sein soll, dann bitte darauf achten, dass die Schulterträger am Hüftgurt befestigt werden können, damit der Rücken gerundet sein kann in der Tragehilfe (z.B. Kokadi Flip, Buzzidil babysize).
- Wenn es ein Mei Tai sein soll, Träger und Hüftgurt zum Binden, kommt z.B. der MySol in Frage.
- Wenn du lieber eine Schnalle am Hüftgurt hast, ist ein Halfbuckle das Richtige für Dich: z.B. MySol mit Schnallenhüftgurt oder Frl. Hübsch).
- Wenn es näher am Tuch sein darf, mit einer angenehmen Gewichtsverteilung durch auffächerbare Träger, dann gefällt Dir vielleicht eine WrapCon wie Fidelly FlyTai, Didyklick, Limas oder WrapMySol.
Ich habe jetzt nur einige Modelle pro Tragehilfentyp genannt zur Orientierung, der Markt bietet viel, viel mehr, das können wir uns aber bei Gelegenheit genauer anschauen.