Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?

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pqr
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?

Beitrag von pqr »

Nana

Wenn Dir das "die Wahrheit sagen" bei Deinem Sohn in der Situation wichtig ist, würde ich das mit der Freundin unter 4 Augen besprechen, dass Du nicht willst, dass er in Schwindeleien einbezogen wird.
Dass sie in Eurer Anwesenheit ihrem Kind nur die Wahrheit sagt, würde ich persönlich aber nicht erwarten.
Da würde ich meinem Kind vorher mal erklären, dass diese Mama ihr Kind manchmal anschwindelt, ihr das aber nicht tut.
Viele Grüße
pqr

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Serafin
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?

Beitrag von Serafin »

Nana hat geschrieben: 03.07.2018, 08:46 Mit “andere Familie, andere Regeln“ fahren wir auch ganz gut.

Was ich aber garnicht zu erklären weiß...
Eine liebe Freundin hat ihrem 1,5 Jahre alten Sohn erklärt, dass unsere Schoko-Sauce leer sei und er deshalb nichts mehr haben kann. Mein Sohn hat wahrheitsgemäß erklärt “nein, da ist eh noch was drin!“. Sie hat meinem dann im Prinzip erklärt, er solle den kleinen anschwindeln, damit er zu betteln aufhört. Ich habe die sauce dann weggeräumt.
Sie verwendet ganz oft Schwindeleien, um sich den Alltag zu erleichtern. Das gibt es bei uns nicht (weihnachten und Ostern sind die einzigen Ausnahmen, an denen ich auch mein Kind anschwindele). Bei uns würde es einfach heißen “du hattest schon viel Sauce, den Rest heben wir auf.“ Was sie ihren Kindern vorgaukelt kann mir ja egal sein, aber wenn sie meinen Sohn zum Lügen anstiftet, werde ich das das nächste Mal ansprechen. Wie seht ihr das?
Ich finde das auch nicht in Ordnung. Sie kann mit ihrem Kind machen was sie will, aber mein Kind soll nicht lügen. Ich bin aber auch der Meinung, wenn ICH der Meinung bin, dass mein Kind genug Süßkram gegessen hat, dass ich dann auch seine Wut aushalten muss, weil ER eben meine Meinung NICHT teilt.
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pqr
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?

Beitrag von pqr »

sanilii hat geschrieben: 03.07.2018, 08:56 Oh das finde ich ziemlich blöd von ihr und würde das definitiv ansprechen. Da sollte man unter Freunden aber auch irgendwie einen Konsens finden, denke ich.

Ich finde es auch völlig okay, meinem Kind zu erklären, dass es überall andere Regeln gibt. Noch betrifft uns das ja nicht so, aber das war eben auch mein Gedanke, das so zu handhaben.

Ich hab auch mal eine Situation, bei der ich eher hilflos war: größeres Kind einer mir unbekannten Mutter sitzt am Boden, mag nicht gehen (Gebäude des Familiencafes ist). Wir kommen zur Tür rein, die Mutter sagt "Wenn du da so sitzen bleibst, lacht die Frau dich aus". Es war ein kurzer Moment, ich war ja gleich vorbei, aber meine Reaktion war ein eher spontanes "Nein". Einerseits mag ich mich ja nicht einmischen, andererseits aber irgendwie auch nicht so instrumentalisiert werden. Sehe ich das zu hart und sollte einfach versuchen, nichts dazu zu sagen?
Das hatte ich auch schon. Und bin dann ganz bei Dir.
Klar jede Familie hat ihre Regeln, aber weder ich noch meine Kinder sollen da instrumentalisiert werden.

Nochmal zum Anfangsthema

Jamelek

Bezüglich des Anmotzens wegen des Dazwischenredens hätte ich wahrscheinlich ähnlich reagiert. Und später meinem Kind einzeln nochmal erklärt, dass viele Leute das nicht mögen, wenn man dazwischenredet.
Dennoch mag ich es auch nicht, wenn andere mein Kind massregeln, wenn ich dabei bin, erst recht nicht, wenn wir andere Regeln haben. Aber da finde ich es okay, wie Du es gemacht hast. So kommt bei der anderen Mutter eben auch an, dass ihr es anders handhabt.
Viele Grüße
pqr

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Elena
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?

Beitrag von Elena »

Nana hat geschrieben: 03.07.2018, 08:46 Was sie ihren Kindern vorgaukelt kann mir ja egal sein, aber wenn sie meinen Sohn zum Lügen anstiftet, werde ich das das nächste Mal ansprechen. Wie seht ihr das?
Das sehe ich wie du, das würde ich so nicht mitmachen. Ich würde das in einem ruhigen Moment unter 4 Augen ansprechen und einen Kompromiss suchen, wie sanilii geschrieben hat: Dein Kind ist schon älter, du möchtest nicht, dass es zum Lügen angestiftet wird. Es ist aber auch verständlich, dass die andere Mutter ihrem Kind nicht unbegrenzt Schokosoße erlauben will. Sie könnte dir das dann z.B. signalisieren und du räumst die Soße weg.
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Elena
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?

Beitrag von Elena »

pqr hat geschrieben: 03.07.2018, 09:05Dennoch mag ich es auch nicht, wenn andere mein Kind massregeln, wenn ich dabei bin, erst recht nicht, wenn wir andere Regeln haben. Aber da finde ich es okay, wie Du es gemacht hast. So kommt bei der anderen Mutter eben auch an, dass ihr es anders handhabt.
Einerseits ist mir das auch unangenehm, andererseits finde ich es gut, wenn meine Kinder auch von anderen Leuten Feedback zu ihrem Verhalten bekommen. Letztendlich lernen sie dadurch ja auch, dass Mamas Grenzen nicht zwangsläufig die Grenzen der Nachbarin oder des Opas sind. Solange sich das "Maßregeln" im Rahmen hält (und das wäre in der beschriebenen Situation für mich der Fall), würde ich das also durchaus begrüßen. Körperliche Angriffe, demütigende Sprüche oder ein richtiges "zur-Schnecke-Machen" würde ich nicht akzeptieren. Ansonsten kann man ja auch nach der Situation mit dem Kind nochmal besprechen, dass diese Frau vielleicht einfach besonders empfindlich war oder heute schlecht gelaunt war.

Ich finde das Thema aber grundsätzlich schwierig. Zum Beispiel sind wir ab und zu mit meinem Schwager und meiner Schwägerin und Familie unterwegs, auch mal im Urlaub oder auf Ausflügen. Und die beiden sind relativ gelassen, was das Verhalten ihrer beiden Kinder angeht. Zum Beispiel hat das Mädchen mit ca. 7 Jahren in einem Restaurant sämtliche Etiketten von den Saft- und Limoflaschen gepult und die Schnipsel auf dem Tisch verstreut. Eine total sinnlose Sauerei, die erstens mich selbst beim gemütlichen Essen stört, und die zweitens später auch noch jemand wegmachen muss. Da habe ich dann irgendwann mal eingegriffen. Blöd, wenn die Eltern mit am Tisch sitzen. Zwei Jahre später (das Mädchen war also schon 9!) wollten wir zahlen, und das Mädchen ging zum Kellner, der am Nachbartisch gerade eine Bestellung aufnahm, zog ihn am Arm und schrie "Wir wollen bezahlen!" Ich bin bald im Boden versunken. Ihre Eltern fanden das "süß". In solchen Situationen mag ich zwar eigentlich nicht eingreifen, tue es dann aber doch, weil ich das Verhalten für andere untragbar finde und auch keine Lust habe, dass andere mich deswegen schräg angucken (weiß ja erstmal niemand, dass nicht ich die Mutter bin... :oops: ) und weil auch meine Kinder dabeisitzen. :?

Ich finde aber, man kann ein solches Eingreifen auch verträglich gestalten. Bei der Etikettengeschichte habe ich dem Mädchen irgendwann gesagt, dass jetzt genug Schnipsel auf dem Tisch sind und wir die jetzt mal wegräumen und danach was spielen. Wenn ich bei fremden Kindern wirklich mal eingreife, tue ich das meist "weicher" als ich es bei meinen eigenen machen würde.
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?

Beitrag von Elena »

sanilii hat geschrieben: 03.07.2018, 08:56Ich hab auch mal eine Situation, bei der ich eher hilflos war: größeres Kind einer mir unbekannten Mutter sitzt am Boden, mag nicht gehen (Gebäude des Familiencafes ist). Wir kommen zur Tür rein, die Mutter sagt "Wenn du da so sitzen bleibst, lacht die Frau dich aus". Es war ein kurzer Moment, ich war ja gleich vorbei, aber meine Reaktion war ein eher spontanes "Nein". Einerseits mag ich mich ja nicht einmischen, andererseits aber irgendwie auch nicht so instrumentalisiert werden. Sehe ich das zu hart und sollte einfach versuchen, nichts dazu zu sagen?
Oder du sagst freundlich "Nein, ich lache dich natürlich nicht aus, aber ich kann dann so schwer zur Tür reinkommen und stolpere vielleicht über dich"? Und wenn das Kind sich dann nicht bewegt und noch klein ist, nimmst du es kurz hoch und setzt es 50 cm weiter zur Seite? Ich finde, das entschärft die Situation und nimmt der Mutter das Gefühl, strafend reagieren zu müssen.
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Starla
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?

Beitrag von Starla »

Siduri und Amber, tatsächlich möchte ich aber, dass mein Kind versteht, dass Erwachsene nicht automatisch die Wahrheit sagen. Und ja, wenn ich die Möglichkeit sehe, dass es eine logische Erklärung für ein Verbot gibt, dann erkläre ich das auch. Aber manche Sachen sind unsinnig und sind bloßes Nachplappern von Erziehungsmythen oder es ist einfach der Stil dieser Eltern ("Es ist so, weil ich es sage."). Das ist nicht unser Stil und ich muss auch den fremden Stil gegenüber meinem Kind nicht verteidigen. Ich möchte aber nachschieben, das es nicht so ist, dass ich zwangsläufig so laut mit meinem Kind spreche, dass die betreffende Mutter/Vater/Oma/Opa nicht ihr Gesicht wahren könte gegenüber dem eigenen Kind. Aber wenn das betreffende Elternteil laut in unsere Richtung spricht, dass das eigene Kind ja nicht krank werden möchte so wie mein Kind und deswegen jetzt bitte die Jacke anziehen soll, dann erkläre ich meinem Kind nicht unbedingt im Flüsterton, dass ich nicht glaube, dass es jetzt krank wird, weil es keine Jacke anzieht.

Ein typischer Dialog zwischen mir und meinem Kind wäre etwa so: "Mama, werde ich jetzt krank, wenn ich keine Mütze aufsetze?/Wird das andere Kind jetzt krank, wenn es keine Mütze aufsetze?/Kriegt man wirklich viereckige Augen, wenn man zu viel fernsieht?/Ist es wirklich gefährlich, wenn ich die Rutsche rauflaufe?" Dann antworte ich: "Nein, ich glaube das nicht, weil...[Erklärung]. Vielleicht hat die andere Mutter das gesagt, weil sie es stört/sie Angst hat/sie das glaubt etc.".

Wir fahren damit gut. In engen Grenzen müssen alle Eltern aushalten, dass man mit ihnen nicht übereinstimmt. Ein Klassiker ist z.B. beim Fastfoodessen ist auch "Iss deine Pommes, sonst darfst du kein Eis. Erst das Gesunde, dann das Ungesunde." :lol: Wenn das andere Kind dann mitbekommt, dass unser Kind beides durcheinander essen darf und ich beides für ungesund halte... nun ja...

Ich bin ehrlich gesagt ganz dankbar, dass mein eigenes Kind kritischer geworden ist und mir Sachen berichtet, die eine Erzieherin oder eine der Omas gesagt hat, z.B. vom Leitungswasser würde man Läuse im Bauch kriegen, und dann ergänzt, dass sie das aber nicht glaubt.

Elena, ich sehe dich gerade in der Vorschau und stimme dir da auch zu. Wenn mich etwas stört, dann sage ich das auch und das dürfen auch andere meinem Kind sagen. Der Ton macht die Musik. Man kann alles auch freundlich sagen. Und ich kenne das auch, dass mein Kind sich beschwert, dass es im Restaurant nicht rumlaufen darf und nicht irre laut sein, aber andere das dürfen. Ich hätte aber auch kein Problem damit, zu sagen, dass die anderen Eltern, das wohl nicht störend finden, ich aber schon. Ich habe aber lange als Kellnerin gearbeitet und kann meinem Kind ganz plausibel erklären, wie doof das ist, mit einem vollen Tablett von Kinder umgerannt zu werden. :wink:
Liebe Grüße von Starla mit dem Beanie-Mädchen (08/12) und dem Button-Mädchen (08/18)
08u11
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?

Beitrag von 08u11 »

Eingreifen bei anderen Kindern finde ich in der 'Ich'-Form völlig okay. Das heißt aber auch automatisch, dass nicht aus Prinzip in die Erziehung gepfuscht wird, sondern weil ich (oder die betreffende Person) vom Verhalten des Kindes zumindest subjektiv betroffen sind. Und das andere Menschen andere Empfindlichkeiten haben, gehört zum Leben dazu.
Vielen Menschen fällt aber diese 'Ich'-Form sehr schwer. Da versuche ich dann für meine Kinder zu übersetzen. Zum Beispiel: Meine Eltern hüten oft die Kinder, wenn sie Ferien haben und ich arbeiten muss. Das ist für sie (neben der Betreuung meiner Oma) sehr anstrengend. Da passiert es dann beim Abendessen, wenn die Kinder schon etwas überdreht sind, schon mal, dass sie von Oma oder Opa angeschnauzt werden. Dann sage ich eben: Guck mal, die Oma hat sich heute schon den ganzen Tag um Euch gekümmert und ist jetzt müde. Die braucht jetzt auch ein bisschen Ruhe. Bitte esst doch in Ruhe auf und dann geht raus/in's Spielzimmer, da könnt ihr wieder laut sein/rumkaspern/... .
Keinerlei Verständnis habe ich hingegen, wenn mir mein Schwiegervater in einem Gespräch mit den Kindern dazwischenquakt, weil er sich gerade langweilt oder weil es von seinen 'Prinzipien' abweicht - bei Themen, von denen er gar nicht betroffen ist.
In der Ausgangssituation ist es halt insofern schwierig, als da alle mehr oder weniger betroffen waren und die Mütter halt andere Methoden haben. Ich finde aber eigentlich, dass Jamalek das ganz gut gelöst hat. Eventuell könnte man da auch noch kurz für beide Seiten 'übersetzen': Also zum Kind: 'Guck mal, der ... ist es gerade sehr wichtig jetzt fertig zu reden. Warte doch mal kurz.' Oder umgekehrt: 'Entschuldige, der ... braucht nur ganz kurz meine Aufmerksamkeit, dann lässt er uns auch gleich wieder in Ruhe."
Nina mit A. (11/2008), J. (03/2011), Minimaus (28/01/15), Babyzwerg (15/02/2019) und Weihnachtsengel im Herzen (Januar 2018, 10. Woche)
Siduri
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?

Beitrag von Siduri »

Starka, ich verstehe, glaube ich, was du meinst. Ich sage meinem Kind ja auch, dass manche Sachen Quatsch sind (etwas diplomatischer halt ;-) ) Aber ich beschränke mich aber auf Situationen, in denen das nachweislich so ist. (Läuse im Bauch zB :lol: ). Zumindest versuche ich das.

Bei deinen Beispielen ist es für mich so, dass ich meinem Kind sagen kann, dass es ohne Mütze vermutlich nicht krank wird. Wenn die andere Mama das sagt, irrt sie sich. Aber ich kann nicht sagen, dass das andere Kind nicht krank wird. Das weiß ich nämlich einfach nicht. Diese Unterscheidung ist mir wichtig. Und das kann auch mein 4jähriger schon gut nachvollziehen. Zitat neulich erst:"Mama, die N. (Mutter eines Freundes) hat gesagt, wir kriegen keine Melone mehr, weil wir sonst Bauchweh bekommen. Ich hab gesagt, der B. vielleicht, aber ich nicht. Aber sie hat mir trotzdem keine mehr gegeben." Fand er sehr ungerecht. Ich habe das mit ihm besprochen (dass sie vll nicht wollte, dass er weiter isst, während B nichts mehr hat, dass sie sich das vielleicht nicht vorstellen konnte, weil sie es nur mit Bauchschmerzen kennt, dass sie vielleicht den Rest aufheben wollte und nicht wusste, wie sie das sonst sagen soll, weil Erwachsene auch nicht perfekt sind). Dann war's ok und er wird es beim nächsten Mal mit N besprechen :mrgreen:
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?

Beitrag von sanilii »

Elena hat geschrieben: 03.07.2018, 10:06
sanilii hat geschrieben: 03.07.2018, 08:56Ich hab auch mal eine Situation, bei der ich eher hilflos war: größeres Kind einer mir unbekannten Mutter sitzt am Boden, mag nicht gehen (Gebäude des Familiencafes ist). Wir kommen zur Tür rein, die Mutter sagt "Wenn du da so sitzen bleibst, lacht die Frau dich aus". Es war ein kurzer Moment, ich war ja gleich vorbei, aber meine Reaktion war ein eher spontanes "Nein". Einerseits mag ich mich ja nicht einmischen, andererseits aber irgendwie auch nicht so instrumentalisiert werden. Sehe ich das zu hart und sollte einfach versuchen, nichts dazu zu sagen?
Oder du sagst freundlich "Nein, ich lache dich natürlich nicht aus, aber ich kann dann so schwer zur Tür reinkommen und stolpere vielleicht über dich"? Und wenn das Kind sich dann nicht bewegt und noch klein ist, nimmst du es kurz hoch und setzt es 50 cm weiter zur Seite? Ich finde, das entschärft die Situation und nimmt der Mutter das Gefühl, strafend reagieren zu müssen.
Oh, ich hab die Situation wohl nicht klar genug geschildert. So wie du hätte ich wohl beim Im-Weg-sein des anderen Kindes auch reagiert.
Es saß allerdings an der Wand, weit weg von den beiden Türen, war null im Weg und wollte augenscheinlich lediglich nicht gehen, wozu die Mutter es aber aufforderte. Wir sind quasi nur vorbei gegangen und dann kam der Spruch.
Sonja mit Bärchen *4/17 und kleiner Hummel *9/20
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