Hallihallo,
vielen Dank für Eure Hilfe!
IdieNubren hat geschrieben: 28.04.2018, 15:08
2.) der stressige Familienalltag
Es ist seit Anfang an sehr stressig. Der Kleine hat nie viel geschlafen und schon immer viel geschrien. In der ersten Nacht wegen dem Mekonium bis es endlich raus war, danach relativ sicher wegen Bauchschmerzen und irgendwann vermutlich auch wegen Hunger. Wir hatten schon einige Tage, wo er tagsüber irgendwann einfach einen Schreianfall bekommen hat und wir ihn stundenlang nicht beruhigen konnten, außer dann irgendwann mit einem Paracetamolzäpfchen. Er hat schon immer komische Geräusche beim Trinken gemacht, aber die Hebamme hat mehrmals geschaut, dass er richtig angelegt ist. Vielleicht holt er einfach im falschen Moment Luft.../? Und er hat auch schon oft viel wieder ausgestoßen. Vor allem, wenn man ihn wieder hinlegt (selbst wenn es eine halbe Stunde später ist). Gleich in der zweiten Woche war die Große krank, musste zu Hause bleiben und durfte weder mich noch den Kleinen berühren. Mein Freund hatte den ersten Monat Elternzeit und sich dann viel mit ihr beschäftigt, sodass ich da tagsüber schon alleine war. Danach musste er an seiner Doktorarbeit weitermachen, sodass ich auch die anderen Wochen tagsüber alleine war. Der Kleine war aber nie ein Freund von Kuscheln, bei mir auf dem Bauch liegen oder solchen Sachen. Die ersten Tage hat es noch geklappt, ihn mal auf den Balkon zu "stellen" beim Schlafen, aber das auch immer nur sehr kurz. Er war schon sehr zeitig viel wach und wollte auch Aufmerksamkeit. Abends hatten wir dann fast immer Schreianfälle. Wir haben es dann mit Bauchmassagen, Kümmelzäpfchen, Kümmelsud (aus der Flasche; mit dem Löffel hat er zu viel Luft geschluckt), großeren Stillabständen von 2 Stunden (hat die Hebamme empfohlen, damit die Milch nicht so gärt; deshalb auch der Schnuller), Bigaia, SabSimplex, irgendwann ein Ostheopath und dann Physiotherapie versucht. Die Übungen der Physiotherapeutin sind das einzige, was ein bisschen Linderung verschafft, aber das auch erst seit vielleicht drei Wochen. Die Kinderärztin hat ihn sich auch immer wieder angesehen und kennt ihn seit Geburt (hat auch die U1 und U2 gemacht). Er hat aber keine Blockaden, scheint "auf der Welt angekommen" zu sein (trotz der schnellen Geburt), keine vergrößerten Mandeln, Lippen- und Zungenbändchen sind auch ok. Ich bin Donnerstag nochmal da und kann bei ihr das Spucken ansprechen. Die Hebamme meinte es würde einfach an der Lage des Magens liegen.
Wir haben zwar Hilfe - die Omas holen einmal die Woche die Große von der Kita ab und einmal die Babysitterin-, aber es gab eben bisher noch nicht einen so richtig entspannten Abend. Insofern ist natürlich der Wunsch nach ein bisschen mehr "Normalität" bzw. Ruhe auch verständlich. Sicherlich ist auch das Bedürfnis nach Zeit für sich sehr unterschiedlich ... ich hätte es mir aber natürlich auch anders gewünscht, zumal ich ja quasi gar keine Zeit für mich habe, ihm aber das Wochenende davor und einen Abend die Woche komplett freigehalten habe...Naja.
bayleaf hat geschrieben: 28.04.2018, 15:44
Ich verstehe noch nicht so ganz, we es zur Saugverwirrung gekommen ist. Hast du ihm oft die Flasche mit abgepumpter Mumi gegeben? Hat er oft einen Schnuller? Wieviel PRE bekommt er im Moment? Stillt er im Halbschlaf? Beim Tragen?
Hmm... sicherlich eine Mischung aus vielen Einflüssen. Ich muss zugeben, ich habe ihm sehr oft den Schnuller gegeben als er einmal richtig getrunken hat. Er hat sich bei seinen Bauchschmerzen manchmal nur so beruhigt. Rückwirkend betrachtet war er in letzter Zeit beim Stillen immer unruhiger geworden. Er hat immer gedrückt und gestrampelt. Allerdings hatte er auch Hunger, sodass er angefangen hat zu schreien, sobald ich ihn wieder von der Brust genommen habe und erstmal seine Bauchschmerzen mit Übungen lindern wollte. Und schreien lassen sollte ich ihn ja auch nicht, weil er damit nur noch mehr Luft schluckt. Dazu kommt noch, dass der Milcheinschuss relativ lange (zumindest für ihn) dauerte, sodass er da schon unruhig wurde. Am Anfang spritze die Milch nur so und er kam gar nicht mit dem Trinken hinterher. Jetzt ist es anstrengend und das ist er wahrscheinlich nicht gewöhnt und hört dann lieber auf, statt sich anzustrengen. Letzte Woche hatte ich ihm Mittwoch Abend, nachdem er nach dem Stillen alles wieder ausgespuckt hat (drei mal wirklich große Portionen) ein Flächschen mit abgepumpter Milch gegeben, die er hastig geleert hat. Danach ist er zufrieden eingeschlafen. Nachts ging es noch mit Stillen, Donnerstag morgen dann nur noch anschreien der Brust.
Ich frage mich auch, woran man 1.) hätte merken können, dass er wirklich nicht genug Milch zu sich nimmt (durch das viele Schreien und Wachsein dachten wir, dass die geringe Gewichtszunahme am großen Kalorienverbrauch liegt, nicht an wenig Milch) und wie man 2.) so einer Situation hätte vorbeugen können. An Ärzten, Mittelchen und Übungen haben wir ja eigentlich alles probiert. Vermutlich 1.) durch die geringe Gewichtszunahme und 2.) mehr kleiner Finger und weniger Schnuller, öfter anlegen, schon vor einem Monat die Milchbildung mit Pumpe anregen und ggfs. MuMi oder Pre mit BES zufüttern. Hätte man sich eine Waage besorgen und ihn öfter wiegen sollen? Rückwirkend klingt es fast fahrlässig, dass wir nicht anders gehandelt haben, aber immer zu dem Zeitpunkt schien ja alles logisch und einleuchtend. Und Schnuller eben, damit er nicht viel schreit und nicht noch mehr Bauchschmerzen bekommt. Unterwegs kann ich ihm ja schlecht immer den kleinen Finger in den Mund stecken (aus hygienischen Gründen), aber seinen Schlaf brauchte er eben auch. Ich habe vermutlich einfach nicht die richtige Balance zwischen allem gefunden.
bayleaf hat geschrieben: 28.04.2018, 15:44
Was möchtest du denn? Dein Kind ist noch jung und du hast schon mal problemlos vollgestillt von daher stehen die Chancen gut ABER eine Rückführung an die Brust ist Arbeit und fordert Ressourcen. Es lohnt sich jedoch!
Ja, sehr viele Ressourcen sogar. Meine Große Tochter müsste (noch mehr) zurückstecken, mein Freund sich (noch) mehr um die Große und den Haushalt kümmern (bei gleichzeitiger Vollzeitarbeit) und er müsste auch dahinterstehen. Wir wären die nächsten Tage an zu Hause gebunden (also Sonntag und der Feiertag am Dienstag). Ich wollte ihn ja auch nicht mit den Kindern und Flächschen losschicken. Den ganzen Tag allein bringt mir aber auch nichts; da komme ich überhaupt nicht zur Ruhe und nachts dann auch nicht, das geht auf Dauer nicht. Er hätte also mit der Großen immer in der Nähe bleiben müssen und ich brauchte auch mal Abstand vom Kleinen um überhaupt mal ein bisschen Ruhe zu bekommen. Auch dafür hätte er sich ja nicht groß von der Wohnung entfernen können - nur zu den nahegelegenen Spielplätzen und dann zum nächsten Stillen wieder nach Hause.
Mein Vorschlag war, es wenigstens das Wochenende zu probieren, ob ich ihn immerhin wieder an die Brust "andocken" kann, ohne ihm vorher die Flasche in den Mund stecken zu müssen und dann mit BES zufüttern. Hatten auch gestern und werden heute Besuch und Unterstützung von den Omas haben. Das war ihm aber alles zu viel und er sieht auch den Sinn nicht dahinter, "auf Krampf" zum Stillen zurückzukehren - Flächschen, Pre und abpumpen was geht sind im Moment die deutlich entspanntere Variante. Und da ich nicht im Alleingang irgendwas entscheiden kann und damit alle anderen noch in Mitleidenschaft ziehen kann, haben wir uns nun auf Flasche, Pre und Abpumpen geeinigt. Es ist eben auch für mich zu anstrengend, alles mit dem Kleinen allein zu machen:
Er trinkt alle zwei Stunden und mit vorbereiten von Flasche und BES, immer wieder Wechsel Flasche -Brust, zwischendrin Bäuerchen dauert das gute 45min. danach abwaschen, ihn im besten Fall ablegen (was nach dem Trinken durch das Aufstoßen keine wirklich gute Idee ist - gestern hat er dabei einmal so viel gespuckt, dass er gar keine Luft mehr bekommen hat und trotz sofortigem Aufrichten recht blau angelaufen ist weil er unter Schock nicht weiter geatmet hat), abpumpen, Abgepumptes in den Kühlschrank, Abpumpzeug abwaschen. Das dauert nochmal gute 45 min - mindestens. Bleibt dann noch eine halbe Stunde, in der man ggfs. mal wickeln muss, ihm den Bauch massieren muss oder er eigentlich ja auch mal schlafen muss. Und ich komme so auch nicht zum Ausruhen. Da hätte ich schon heftige Unterstützung gebraucht und jemanden, der mir den Kleinen außerhalb der Stillzeiten und den ganzen Abwasch abnimmt. Aber selbst Abwasch und den Kleinen auf dem Arm ist schwierig - und dann ist da noch die Große, die auch Aufmerksamkeit möchte.
Den Kleinen ohne Flasche an die Brust andocken ging gestern gar nicht mehr. Nur ab und zu Austricksen mit erst Flasche, Flasche raus, Brust rein - aber ganz schnell, sonst schreit er sich gleich wieder in Rage. Immer hat das aber auch nicht geklappt. Habe das BES aber schon auf Allereinfachst "gestellt" - die größten Schläuche, sehr hoch gehängt, zweite Seite auf und manchmal sogar ein bisschen "reingepustet", damit er wirklich sofort Milch im Mund hat. Hat aber auch nichts geholfen.
Natürlich würde ich gern einfach wieder voll stillen. Ggfs auch hin und wieder mit BES und abpumpen. Aber die Kraft das durchzuziehen habe ich nicht. Oder seht ihr noch eine andere Lösung?
Er trinkt mittlerweile sehr viel aus der Flasche, was bei seinem Gewicht und den recht geringen getrunkenen Mengen die letzten beiden Tage (650ml und 635 ml; könnte jeweils auch ein bisschen mehr sein, falls aus der Brust doch was mit rauskam) sehr wünschenswert ist. Aber auch hier schluckt er viel Luft. Nicht, weil er nicht richtig andockt, sondern entweder "hampelt" er wegen aller möglichen Bauchbeschwerden (Luft, blubbern, pupsen ...) rum oder atmet irgendwie im falschen Rhythmus und schluckt dadurch viel Luft. Bisher (10:30 Uhr) hat er heute immerhin schon 370ml getrunken und zwei Windeln vollgemacht. Eine problemlos, eine doch mit einigen Beschwerden einhergehend.
bayleaf hat geschrieben: 28.04.2018, 15:44
Wieviel PRE bekommt er im Moment? Stillt er im Halbschlaf?
Er stillt auch nicht mehr im Halbschlaf. Die letzten beiden Tage habe ich 390ml und 445 ml abgepumpt, das hat er alles getrunken, insgesamt 650ml und 615ml, also 260ml und 170ml Pre (geben erstmal HA, damit diese blöden Bauchschmerzen und Verdauungsprobleme endlich aufhören; ich verzichte auch auf alles was bläht und Milchprodukte seit Dienstag).
Ich möchte ihm, so lange es geht, auch MuMi geben. Gibt es denn "Tricks" wie man dafür sorgen kann, dass die Milchbildung nicht zurückgeht wenn man nur abpumpt?
Heute früh habe ich nochmal versucht, ihn anzulegen. Da waren die Brüste richtig voll und der MSR auch schon da, aber es half nichts. Er hat die Brust nicht genommen. Habe dann immerhin 205ml abpumpen können und ihm gleich einen Teil davon gegeben. Sehr schade.