Re: Baby 3 Wochen schläft nur und trinkt kaum noch
Verfasst: 10.09.2017, 09:15
Ich habe noch eine Bitte: könnte man den Titel bitte ändern in "Baby schläft nur und trinkt kaum"...Vielen lieben Dank.
Das Forum
https://www.stillen-und-tragen.de/forum/
https://www.stillen-und-tragen.de/forum/viewtopic.php?t=206688
Das ist so nicht richtig.a-n-e-l-a hat geschrieben: Ich habe gelesen, dass Babys durchschnittlich 1/6 ihres Körpergewichtes als Trinkmenge zu sich nehmen sollten.
Anhand der Dauer und Häufigkeit der Stillmahlzeiten kann man leider nicht feststellen, ob ein Baby genug Milch bekommt. Hier hilft dann bei Zweifeln nur eine Waage.Auch wenn ich weiß, dass es sich um einen Durchschnittswert handelt bin ich dennoch sehr verunsichert und in Sorge, dass er zu wenig bekommt. Ich versuche wahrzunehmen wann er Hunger hat, aber habe das Gefühl dass er keinen hat. Deshalb bemühe ich mich ihn beispielsweise beim Aufwachen anzulegen oder vor dem Einschlafen...mal klappt es dass er ein paar Schlucke nimmt, manchmal nicht. Heute hat er zum Beispiel um 3 Uhr nachts länger getrunken. Halb sechs habe ich ihn gestillt aber er hat leider alles wieder ausgespuckt (musste ihn umziehen da Body und Schlafi nass waren - normalerweise lege ich ihn leicht schräg oder trage ihn da er dazu neigt zu spucken). Dann hat er kurz um 8 Uhr getrunken und jetzt eben habe ich es wieder vergeblich versucht. Meine Hebi meinte, dass ich eine Waage ausleihen sollte. Eben diese habe ich jetzt und wiege ihn seit gestern morgens.
Wenn die Zunahme normal ist, darf dein Baby so viel und so lange schlafen, wie es mag. Ist die Zunahme zu gering, sollten es mindestens 10-12 Stillmahlzeiten in 24 h sein, d.h. tagsüber etwa alle 2 h und nachts alle 3 h stillen (eine längere Schlafpause von 4-5 h nachts ist in Ordnung).Mache ich mir selbst zu viel Druck, dass er trinken muss? Ich lese immer 8 bis 12 mal stillen. Seit seiner Geburt habe ich ihn nach Bedarf etwa 7-9 mal gestillt (auf mehr sind wir nicht gekommen). In den letzten Tagen versuche ich auf 7 mal zu kommen, allerdings sind etwa 4-5 Mahlzeiten nur kurz (im Gegensatz zu den besseren Tagen). Hier meine Frage: Sollte ich ihn schlafen lassen und warten bis er sich alleine meldet und nach Bedarf stillen?
Das klingt nach hoffnungslos überfressen oder Infekt.a-n-e-l-a hat geschrieben:
ich mache mir gerade Sorgen um mein Würmchen. Ich hatte ja geschrieben dass mein Sohn seit mehreren Tagen eher wenig trinkt, allerdings in den Wachphasen immer aktiv ist. Leider hat er in der Nacht gegen halb vier etwa eine halbe Stunde nach dem Stillen alles erbrochen. Es kam aus Mund und Nase gleichzeitig schwallartig alles wieder heraus und hörte nicht auf
![]()
Falls es ein Infekt ist, dann ist häufiges Anlegen das Beste. Selbst wenn immer wieder etwas Milch rauskommt, bleibt dann doch etwas im Bauch. Wichtig ist es, dass dein Baby nicht dehydriert. Solange er mindestens vier nasse Windeln am Tag hat, besteht da aber keine Gefahr.Wie soll ich mich verhalten? Sind immer ein paar Schlucke besser oder sollte ich ihn animieren mehr zu trinken, wenn er an der Brust ist? Wie lange ging es bei Euch falls es ein Magen-Darm-Infekt ist?
Die Gewichtswerte deuten schon darauf hin, dass im Moment etwas nicht in Ordnung ist. Wichtig ist deswegen im Moment häufiges Stillen, also 10-12 mal in 24 h. Dafür darfst du dein Baby auch sehr gerne wecken.22.07. 4170 g (Geburtsgewicht, Krankenhaus)
24.07. 3900 g (U2, Krankenhaus)
25.07. 3930 g (Hebamme)
29.07. 4030 g (Hebamme)
02.08. 4220 g (Hebamme)
04.08. 4270 g (Hebamme)
08.08. 4440 g (Hebamme)
11.08. 4520 g (Hebamme)
28.08. 5080 g Kinderazrt U3 (vorher gestillt)
06.09. 5290 g (ab jetzt eigene Waage), 7x gestillt, 3 Stuhl, 5 xPippi
07.09. 5300 g 8x gestillt, 2 Stuhl, 5x Pippi
08.09. 5300 g, 9x gestillt, 2 Stuhl, 6 Pippi
10.09. 5290 g (nachts gebrochen)
Ich meinte natürlich, ob ich ihn immer die linke unbeliebte Brust zuerst anbieten soll? Wenn ja soll ich sobald er nach ein paar Schlucken aufhört zu trinken an die rechte Brust wechseln oder ihn links weiternuckeln lassen? Sorry...a-n-e-l-a hat geschrieben:
Meine Frage ist, ob ich weiterhin immer zuerst die linke Brust anbieten soll? Soll ich wechseln sobald die Milch aufhört zu fließen oder ihn erstmal an der rechten Brust weiternuckeln lassen?
Das Verhalten kann sehr gut infektbedingt sein. Manchmal dauert es eine Weile, bis man nach einem Magen-Darm-Infekt wieder ganz auf der Höhe ist. Dies betrifft Babys genauso und dann trinken sie eine Weile weniger als normal. Die Zunahme lag mit 150 g in der letzten Woche nur knapp unterhalb der WHO-Empfehlung von durchschnittlich 170-330g die Woche in den ersten beiden Lebensmonaten. Mein Vorschlag wäre deswegen die Gewichtsentwicklung weiter zu beobachten und häufiger zu stillen. 10-12 Stillmahlzeiten pro Tag wären sinnvoll und wichtig wäre es auch, wenn du dein Baby nachts nach spätestens vier Stunden zum Stillen wecken würdest.a-n-e-l-a hat geschrieben:Vor 8 Tagen hatte mein Sohn gespuckt und in den darauffolgenden Tagen hatte die beiden größeren Geschwister auch Probleme mit dem Magen. Zuletzt ging es meiner Tochter am Samstag nicht gut (sie klagte über starke Bauchschmerzen, hat zum Glück aber nicht gespuckt). Von Dienstag bis Samstag (letzte Woche) hat er trotz des Trubels drumherum schön getrunken und ich habe die Tage sehr genossen. Seit 2 Tagen muss ich ihn nun wieder zum trinken animieren, denn er zeigt keinen Hunger oder schläft nach den ersten Schlucken gleich ein. Die Nacht zum Sonntag hat er 7 Stunden geschlafen und dann habe ich die Brust angeboten und er hat nur ein paar Schlucke genommen.
Stuhlveränderungen kommen bei Vollstillkindern häufiger vor und sind nicht bedenklich, außer der Stuhl stinkt ganz fürchterlich. Dann steckt meist ein Infekt dahinter. Ansonsten kann die Konstistens von flüssig bis fest schwanken und die Farbe von gelb über grün bis braun. Die Häufigkeit kann auch sehr stark variieren: Von 14 mal am Tag bis alle 14 Tage ist alles normal.Ich mache mir Sorgen, da er seit etwa 3-4 Tagen der Stuhl gelb - grünlich aussieht und recht flüssig ist. Was bedeutet das oder ist es normal?
Dann solltest du möglichst häufig auch die rechte Brust zuerst anbieten. Hieraus kann sich nämlich ein Teufelskreis entwickeln: Dein Baby hat wenig Kraft/Ausdauer um sich nach dem Angebot der rechten Brust noch für die linke zu melden und schläft ein, dadurch bekommt er nur wenig Energie und beim nächsten Mal wiederholt sich das Spiel. Biete also ruhig häufig zuerst die "bessere" Seite (rechts) an, damit dein Baby auf jeden Fall genug Milch bekommt. Wenn er zuerst die linke Seite trinkt und einschläft, wecke ihn auf und biete dann auf jeden Fall die rechte Seite an. Viele Mütter haben unterschiedlich "gute" Brüste, das ist nicht ungewöhnlich.
Momentan nimmt er die linke Brust nur sehr ungern, da die Milch nicht so fließt wie bei der rechten Brust. Wenn ich ihn links anlege dann nimmt er ein paar Schlucke so lange die Milch fließt und schläft dann ein. Ich lege ihn dann rechts an und wenn ich Glück habe dann fängt er an zu schlucken (da die Milch hier leichter fließt kommen dann mehr Schlucke zusammen). Ich versuche ihn immer an der linken zuerst anzulegen. Allerdings schläft er halt dann meisterns ein und ich bekomme ihn nicht mehr an die rechte Brust.
Wenn die Milch aufhört zu fließen, wechsel die Seiten. Dadurch regst du deine Milchbildung an und machst dein Baby wacher. Dabei kannst du auch während einer Stillmahlzeit mehrmals wechseln, d.h. gerne auch vier, fünf, sechs,... Brüste anbieten.Meine Frage ist, ob ich weiterhin immer zuerst die linke Brust anbieten soll? Soll ich wechseln sobald die Milch aufhört zu fließen oder ihn erstmal an der rechten Brust weiternuckeln lassen?
Lege ihn im Schnitt tagsüber alle zwei und nachts alle drei (spätestens) vier Stunden an, so dass du auf mindestens 10-12 Stillmahlzeiten in 24 Stunden kommst. Damit bekommt dein Baby deutlich mehr Milch, wird wacher und kann sich dann irgendwann, wenn die Zunahme sich normalisiert hat, von selber häufig genug melden. Im Moment scheint er einfach noch nicht die Kraft zu haben, seinen Bedarf einzufordern.Soll ich versuchen ihn alle 2 bis 3 Stunden anzulegen auch wenn er nur ein paar Schlucke nimmt oder warten bis er Hungerzeichen zeigt, also Stillen nach Bedarf (auch wenn mehrere Stunden vergehen)?
Dies kann einerseits daran liegen, dass dein Baby älter geworden ist und damit der Basisprolaktinspiegel gesunken ist. D.h. dein Körper produziert jetzt keine Milch mehr auf Vorrat wie kurz nach der Geburt, sondern angepasst an den Bedarf deines Babys. Durch die seltenen Stillmahlzeiten kann dieser jetzt zu weit gesunken sein, so dass dein Baby im Moment nicht so viel Milch bekommt, wie es gerne möchte. Damit du deine Milchbildung wieder erhöhst, solltest du häufig stillen und dabei immer dann die Seite wechseln, wenn dein Baby nur noch selten schluckt (Wechselstillen). Ein weiteres sehr gutes Mittel zur Ankurbelung der Milchbildung ist Brustkompression. Hier noch ein Video zur Brustkompression.Bis vor etwa einer Woche habe ich ihn abends zwischen 22 und 23 Uhr gestillt und immer sehr reichlich Milch gehabt. Zudem habe ich ihn einmal in der Nacht gegen 3 Uhr gestillt und er hat wunderbar getrunken und musste nur schlucken weil so viel Milch da war. Seit Mitter letzter Woche habe ich das Gefühl das die Milch abends weniger ist, denn sie fließt nachdem der MSR ausgelöst wurde nur kurz alleine und dann muss er sich anstrengen um ein paar Schlucke zu machen. Nachts dasselbe. Woran kann das liegen, dass sich das geändert hat? Nun sind diese beiden Mahlzeiten wo er schön ruhig und lange getrunken hat weggefallen.