Sorry für Tipfehler... Handy
Hallo CiJay,
ich kann Deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Mir ging es ähnlich vor der Geburt meiner zweiten Tochter.
Die Stillbeziehung mit meiner ersten Tochter dauerte 5 Wochen. Und diese waren gekennzeichnet von Unsicherheit, Tränen, Kampf und Druck. Wir haben es gemeinsam nicht hinbekommen. Es war alles andere als schön oder entspannt. Sie nahm die Brust nicht wirklich. Ich war unsicher, weil sie wenig zunahm und konnte weder ihr noch mir vertrauen. Am Ende habe ich abgepumpt und ihr die Flasche gegeben. Das Pumpen war mir so verhaßt. Ich kam zu nix mehr, füttern, pumpen, spülen... Nach weiteren 2 Monaten gab ich auf und sie bekam Pre.
Dann war ich wieder schwanger. Und ich wollte dieses Mal wieder stillen. Allerdings nicht um jeden Preis. Dieses Mal habe ich mich vorbereitet, viel zum Thema Stillstart gelesen (hier im Forum und auch ein Buch, weiß nicht ob ich es nennen darf) mit meiner Hebamme im Vorfeld gesprochen. Habe auch mit ihr gesprochen, was beim ersten Mal schief lief, was meine Ängste und Sorgen waren.
Ich war auch wieder in einem stillfreundlichem KH. Nur diesmal hat mich die Geburt und die Stunden danach micht so überrumpelt, weil ich ungefähr wußte was auf mich zukommt, Hormonchaos, Schmerzen,...
Dann war meine zweite Tochter da (unkomplizierte Geburt). Ich habe sie einfach in den Arm genommen, mir auf den Bauch gelegt und war überglücklich. Habe sie gehalten und siehe da mit tapsigen Bewegungen wollte sie zur Brust. Genial! Kolostrum hatte ich diesmal im KH austreichen können und mit einer Spritze aufgefangen. Das wußte ich damals beispielsweise nicht, ebenfalls Brustkompession war mir fremd.
Und diesmal trank die Kleine. Sie kam mit der wieder vielen Milch klar und ich wurde nicht nervös als es wieder nur so rausspritze.
Jetzt stille ich seit 4 1/2 Monaten problemlos und ausschließlich. Sie weigert sich strikt aus was anderem als meiner Brust zu trinken.
Mir hat im Vorfeld wirklich geholfen mich ohne Druck mit dem Thema Stillen zu befassen. Ich will es probieren. Und wenn nicht, weiß ich wo ich Flaschen und co herbekomme. Außer meiner Handpumpe, viel Quark und Kohl hatte ich nix daheim.
Lass es auf Dich zukommen. Vergiss nicht Du hast jetzt mehr Erfahrung, gehst mit Situationen anders um und Du wirst auch ein anderes Baby haben Den Spruch habe ich im Vorfeld so gehaßt. Stimmt aber

Jedes Kind hat seine eigene Art. Freu dich drauf dies kennenzuleren und vertraue euch beiden dann.
Rede auch mit Deinem Partner offen was Du Dir vorstellst und benötigst als Unterstützung.
Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute.
arula