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Re: Verunsichert über Stilldauer
Verfasst: 27.02.2017, 09:49
von DeLaCroissant
Danke für eure ehrlichen Antworten.Auch der Artikel ist sehr interessant.
Der Gedanke, dass es vielleicht gar nicht so doof ist, bei Eintritt noch zu stillen, kam mir auch schonmal. ( wg. Krankheit/Stress)
Beides zusammen hätte ich auch nicht gemacht, deswegen frage ich ja schon so früh.
@conil: du hast schon recht. Hätte /wäre /wenn, darin bin ich leider gut. Vertrauen, dass es schon passen wird, muss ich noch üben...
Ich kenn hier niemanden, der länger als 1 1/2 Jahre gestillt hat. Vielleicht auch daher die Gedanken.
Hat sich die Stillfrequenz bei euch von alleine reduziert?
Ich stille nur noch auf Wunsch, hab aber noch keine große Veränderung festgestellt.
Lg
Re: Verunsichert über Stilldauer
Verfasst: 27.02.2017, 09:51
von Serafin
Hier hat sich die Stillfrequenz nicht reduziert. Wenn er in der Krippe ist stillt er halt nicht, wenn Wochenende ist schon. Nachmittags stillt er an Krippentagen vermehrt, aber für mich ist das auch eine kleine Pause. Und nachts ists eh so bescheiden, da bin ich froh, nur stillen zu müssen.
Re: Verunsichert über Stilldauer
Verfasst: 27.02.2017, 10:33
von Regenbogen82
Irgendwann hat es sich reduziert, das hat aber gedauert. Ich habe aber ab ca. Anderthalb Jahren nur noch zuhause bzw. unterwegs im stehenden Auto und nur noch selten in Gesellschaft gestillt, das habe ich mich leider anders nicht getraut. Irgendwann war es nur noch zum Einschlafen und wenn sie nachts aufgewacht ist, da war sie aber schon zwei.
Re: Verunsichert über Stilldauer
Verfasst: 27.02.2017, 10:46
von nido56
Richtig ist tatsaechlich, dass abstillen ohne Gegenwehr am einfachsten entweder in den ersten Monaten oder deutlich nach Ende des zweiten Lebensjahres stattfindet. In der Zeit dazwischen protestieren die meisten Kinder recht heftig. Das heisst aber nicht, dass fruehes Abstillen besser ist. Ich persoenlich finde, die vielen positiven Momente und die Vorteile, die uns das Stillen zwischen der Beikosteinfuehrung mit 6 Monaten und dem Abstillen mit 2 Jahren gebracht hat, wiegen die zwei oder drei schwierigen Tage des Abstillens 100fach auf.
Ich finde, Gedanken um das Abstillen solltest Du Dir dann machen, wenn Du aus welchen Gruenden auch immer nicht mehr weiter stillen moechtest.
Im ersten Krippenwinter war ich uebrigens auch mehr als heilfroh ueber noch stillen zu koennen. Bei einem dauerkranken Baby ist es naemlich eine grossen Erleichterung, wenn man wenigstens weiss, dass Naehrstoff- und Fluessigkeitszufuhr gesichert sind. Schlimm krank ist er zum Glueck nie gewesen, immer nur Husten, Schnupfen und Fieber und solchen Kram. Ich denke, dass das Stillen sicher auch etwas dazu beigetragen hat, dass alle Erkrankungen so glimpflich abgelaufen sind.
Re: Verunsichert über Stilldauer
Verfasst: 27.02.2017, 13:45
von Sibi
nido56 hat geschrieben:Richtig ist tatsaechlich, dass abstillen ohne Gegenwehr am einfachsten entweder in den ersten Monaten oder deutlich nach Ende des zweiten Lebensjahres stattfindet. In der Zeit dazwischen protestieren die meisten Kinder recht heftig. Das heisst aber nicht, dass fruehes Abstillen besser ist. Ich persoenlich finde, die vielen positiven Momente und die Vorteile, die uns das Stillen zwischen der Beikosteinfuehrung mit 6 Monaten und dem Abstillen mit 2 Jahren gebracht hat, wiegen die zwei oder drei schwierigen Tage des Abstillens 100fach auf.
Kann ich so bestätigen. Mit einem Jahr war jede Stillverweigerung eine Katastrophe. (Mein Mann war kurzfristig beeindruckt von Warnungen des KiA, dass Abstillen mit der Zeit immer schwieriger wird - Kind hat dann sehr deutlich gezeigt, dass es zu dem Zeitpunkt aber absolut nicht sinnvoll ist.)
Mit gut 2 Jahren hatten wir kurzen Protest und ein paar unruhige Nächte, insgesamt habe ich das Abstillen als komplett komplikationslos und stressfrei in Erinnerung.
Re: Verunsichert über Stilldauer
Verfasst: 27.02.2017, 13:46
von Sibi
DeLaCroissant hat geschrieben:
Ich kenn hier niemanden, der länger als 1 1/2 Jahre gestillt hat. Vielleicht auch daher die Gedanken.
Hat sich die Stillfrequenz bei euch von alleine reduziert?
Ich stille nur noch auf Wunsch, hab aber noch keine große Veränderung festgestellt.
Lg
Ich habe zum Schluss bereits VZ gearbeitet - daher hat sich die Reduzierung automatisch ergeben. Was ich deutlich gemerkt habe war, dass mit ca. 13/14 Monaten der Knoten in Sachen "Essen" platzte und Kind eben nicht mehr alle 2 h stillen wollte - auch wenn ich verfügbar war.
Re: Verunsichert über Stilldauer
Verfasst: 27.02.2017, 13:53
von Serafin
Sibi, hier ist das genau so. Kind ist jetzt gute 14 Monate und haut seit nem Monat echt rein. Stillt aber trotzdem wie verrückt. Würde ichs nicht besser wissen, würd ich denken, die Milch sei weg.
Re: Verunsichert über Stilldauer
Verfasst: 27.02.2017, 14:03
von Vivilotta
Ich habe Fini mit 17 Monaten abgestillt, weil ich nicht mehr stillen wollte. Sie hat bis zum Schluss mehr schlecht als recht gegessen und auch oft (Liebling) Essen ausfallen lassen, weil sie lieber stillen wollte. Mir war es dann einfach zuviel und ich habs mal ausprobiert, wie es laufen würde, indem ich gesagt habe, die Milch sei alle. Es hat ganz erstaunlich gut geklappt, das hätte ich nie erwartet. Natürlich war sie traurig und die ersten Tage musste ich sie im Bondolino draußen zum Schlafen bringen. Aber sie fing dann (logischerweise) endlich mit Essen an, und schlief dann sogar durch, was ich gar nicht erwartet hätte.
Ich würde an deiner Stelle einfach solange stillen, wie du dich gut damit fühlst. Wenn das nicht mehr der Fall ist, wird dein Kind dich bereits verstehen können und bei liebevoller Begleitung auch das Abstillen akzeptieren können.
mit Fini (02/2015)
Re: Verunsichert über Stilldauer
Verfasst: 27.02.2017, 17:07
von CurlyJay
Handle einfach nach deinem Gefühl. Es muss ja für dich und dein Kind passen. Alle anderen sind da doch sehr nebensächlich.
Meine Tochter hat sich selbst kurz nach ihrem 3. Geburtstag abgestillt, obwohl mir sehr viele prophezeit haben, wie furchtbar schwierig es doch werden würde
Es wurde gar nicht thematisiert...sie hat einfach nicht mehr gestillt und als sie nach ein paar Wochen mal nachgefragt hat, hab ich ihr gesagt, dass die Milch weg sei und das war okay für sie. Kein Anzeichen von Traurigkeit oder so.
Sie kam übrigens mit 1.5 Jahren in die Kita und das hat überhaupt kein Problem dargestellt. Sie hat morgens gestillt und wenn ich sie abgeholt habe, wurde auch erstmal Mama getankt (in der Kita), bis sie ca. 2 Jahre war. Danach hat sie eigentlich nur Zuhause gestillt, morgens und zum Einschlafen oder wenn sie gekränkelt hat (fand unser Kinderarzt z.B. ganz klasse, als sie MD hatte). Zum Ende hin hat sie dann nur noch zum Einschlafen gestillt.
Re: Verunsichert über Stilldauer
Verfasst: 27.02.2017, 17:40
von vivi
DeLaCroissant hat geschrieben:
Hat sich die Stillfrequenz bei euch von alleine reduziert?
Ich stille nur noch auf Wunsch, hab aber noch keine große Veränderung festgestellt.
Lg
Hallo , meine Kinder kamen beide mitten im zweiten LJ in die Fremdbetreuung . Das stillen war dabei sehr wichtig , um Mama zu tanken, wenn man wieder zu Hause war. Gerade im ersten Jahr Fremdbetreuung war ich heilfroh noch zu stillen, weil beide recht oft krank waren und dann Stillen einfach so heilsam / hilfreich für Kind und Mutter ist .
Das Stillen wurde mit der Zelt von alleine unwichtiger und seltener, allerdings erst mit ca. 2,5 Jahren. Dann ging auch schon mal 1-2 Nächte bei Oma schlafen und dann kam auch das Durchschlafen endlich.
Die Große hab ich endgültig mit 3,5 J. abgestillt. Die Kleine stillt noch (knapp 3 J.) . Sie stillt momentan nur abends , nachts (0-2 mal) und morgens. Wenn ich nicht arbeite und wir zusammen zu Hause sind auch zum Mittagsschlaf. Seit Weihnachten war sie 2 mal sehr krank und hat dann wieder öfter gestillt.