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Re: Arztgespräch zum Stillen
Verfasst: 24.01.2017, 10:55
von Lösche Benutzer 22277
Da die Einstellung des Arztes möglicherweise auf Uninformiertheit beruht, würde ich es schon versuchen, die Infos bereit zu stellen, in Hinblick darauf, dass es anderen Patientinnen nützen könnte.
Wenn alle immer nur lächeln und winken oder das Stillen gar nicht erst "zugeben", wie soll dann ein Umdenken stattfinden?
Klar, manchmal ist es besser, zu schweigen. Pick your battles und so. Aber es kann ja auch sein, dass der Arzt etwas mit sachlicher Info anfangen kann (die WHO ist ja schon eine sehr angesehene Institution).
Re: Arztgespräch zum Stillen
Verfasst: 24.01.2017, 10:59
von nifty
Nur kurz aus Sicht einer Ärztin: ICH würde mir einen anderen Frauenarzt suchen! Die WHO-Empfehlungen würde ich ihm zum Abschied da lassen. Ich finde es immer noch erschreckend, wie viele Kollegen sich nicht weiterbilden bzw. sich einfach auf "Meinungen" versteifen (denn nichts anderes ist das nicht mehr zeitgemäße Festhalten am zwanghaften "aber ab sechs Monaten ist Stillen doch unnötig". Eine Meinung, die jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrt). Gibt's leider in jeder Fachrichtung.
Re: Arztgespräch zum Stillen
Verfasst: 24.01.2017, 10:59
von Birdie
Ich bin sehr dafür zu informieren. Aber sie hat ihm doch schon von der WHO-Empfehlung erzählt. Warum sich in Diskussionen verzetteln?
Re: Arztgespräch zum Stillen
Verfasst: 24.01.2017, 11:06
von Jolina
Sie muss ja nicht diskutieren. Den Zettel kann sie ihm ja auch zum Abschied (ob für immer oder nur diesen Termin) geben ("weil wir doch neulich drüber gesprochen haben, wollte ich Ihnen das noch dalassen").
Re: Arztgespräch zum Stillen
Verfasst: 24.01.2017, 11:06
von MaMa
Ich musste mich kürzlich auch stirnrunzelnd anschauen lassen und mein Kleiner ist noch kein Jahr (Kinderarzt).
Ab 6 Monaten sind ja Schadstoffe in der Milch......
Wir sind gewechselt (hatte aber auch andere Gründe).
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Re: Arztgespräch zum Stillen
Verfasst: 24.01.2017, 11:13
von chennai
Ach, ich glaube, auch Ärzte können ihre Meinungen anpassen. Mein FA hat durchaus auch deutlich durchblicken lassen, dass er Langzeitstillen (über 12 Monate hinaus) für unsinnig und nur dem Bedürfnis der Mütter entsprechend hält. Immer mit dem Zusatz 'Sie machen natürlich, wie sie meinen, aber als Arzt find ich schon...' Da habe ich dann kurz andiskutiert, meine Meinung gesagt und gut war's. Witzig fand ich dann, als ich neulich nach einigen Jahren FA-Pause (schäm) mal wieder dort war, dass er mich fragte, ob ich noch stille

- Wer die Signatur nicht sieht, meine Jüngste ist 5,5. Zumindest ist ihm also im Kopf geblieben, dass es Langzeitstillen gibt

- Und da Stillen als Thema wegfiel, haben wir uns dann über das belgische und das deutsche Schulsystem unterhalten...
Re: Arztgespräch zum Stillen
Verfasst: 24.01.2017, 11:17
von Lösche Benutzer 22277
Es ist ja auch nicht so, dass alle Ärzte Betonköpfe sind. Meine Schwester ist Ärztin und lässt sich in der Tat in verschiedenen Punkten von mir (Nichtmedizinerin) "belehren". Ihr Studium ist ja schon über zehn Jahre her und sie ist Internistin, warum sollte sie dann in allen anderen Fachgebieten auf dem neusten Stand sein?
Re: Arztgespräch zum Stillen
Verfasst: 24.01.2017, 14:17
von LadyLü
Oh das wäre ja was für mich.
Es geht selbst meine gyn schlicht nichts an. Sie darf ihre Meinung dazu gern behalten.
Da würde von mir, je nach Tonfall meines Ggü auch durchaus einfach "danke. Ende der Diskussion" kommen.
Du bist nicht in der Situation dich rechtfertigen zu müssen. Eher dein Arzt, warum er so gar keine Ahnung hat, aber dennoch gern über dieses Thema plaudern möchte.
Stillend oder mit schlafendem Bauchmädchen (6/16) im Arm vom Handy aus
Re: Arztgespräch zum Stillen
Verfasst: 24.01.2017, 14:44
von jessy80
Bin voll bei ladylü
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Re: Arztgespräch zum Stillen
Verfasst: 24.01.2017, 16:31
von RocketWallaby
Dein Arzt ist ein Dienstleister. Die Zeit, die er mit dem Thema aufbringt musst du minutengenau bezahlen. Wiederhol am besten noch mal dein Anliegen und sag ihm, dass du ihn dafür bezahlst, dass er dein Problem löst und nicht, dass er lange widerlegte Thesen aus grauer Vorzeit nachplappert. Letzteres würde ich vielleicht eher für mich behalten.