Stillfreundliche Antidepressiva
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Lösche Benutzer 22277
Re: Stillfreundliche Antidepressiva
Vielleicht kommt auch ein Neuroleptikum in Frage, die helfen bei Gedankenkreisen und wirken mitunter auch antidepressiv. Quetiapin wäre so ein Kandidat, ist für Schwangerschaft und Stillzeit das Mittel der Wahl.
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spacerabbit
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Re: Stillfreundliche Antidepressiva
An sich ist ein Neuroleptikum bei heftigen Symptomen auch eine Idee, aber das sollte unbedingt eine Facharzt / eine Fachärztin für Psychiatrie entscheiden. Oft kann auch eine gute Psychotherapie schon gut helfen, und gerade beim Stillen müssen Medikamente einfach gut überlegt und abgestimmt sein.
Großer Bruder 29.06.2008
Kleine Schwester 10.02.2011
Kleinste Schwester 06.11.2014
Kleine Schwester 10.02.2011
Kleinste Schwester 06.11.2014
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Lösche Benutzer 22277
Re: Stillfreundliche Antidepressiva
Ja klar, das gehört in die Hände einer Fachärztin/eines Facharztes für Neurologie und Psychiatrie! Es sollte nur eine Anregung sein, dass es bei so einer Symptomatik auch ein NL statt eines klassischen ADs sein kann.
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hesa1985
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Re: Stillfreundliche Antidepressiva
Erst einmal TAUSEND Dank für eure Antworten und deine Infos, Mondenkind!
Wir waren gestern in Köln bei Dr. Biedermann und es wurde eine Blockade des Atlaswirbels festgestellt und gelöst.
Ich hoffe, dass uns das auch etwas bei den Nächten, zumindest bei IHRER Ruhe bringt.
Gestern abend war es erst ganz schlimm, eine klassische Erstverschlimmerung.
Hinzu kam, dass sie dann ja erstmal nicht in ihrer Nonomo schlafen durfte /darf, und das kam dann glaube ich noch obendrauf.
Sie hat sehr, sehr geweint, so kennen wir sie gar nicht.
Heute ist sie aber schnell neben mir eingeschlafen und hat auch ihre typischen Einschlafsignale, meine Nase fassen, tatschen kneifen (davon muss ich eh jetzt mal runter, das gruselt mich etwas) waren kaum da.
Heute war ich bei meiner KiÄ, (wir haben uns beide einen Ausschlag eingefangen
) die auch gynäkologisch ausgebildet ist und ja auch sehr pro Stillen ist.
Sie ist derzeit noch nicht dafür, dass ich ein Antidepressiva nehme. Auf einmal reagiert die Kleine doch darauf, wo sie eh so sensibel mit allem ist.
Ich bin mir gerade sehr unschlüssig. Beim Stillen war sie ganz auf meiner Seite, ich sei definitiv noch nicht so weit, dass ich mich so von ihr lösen und abstillen möchte, und dann macht man sich auf einmal wieder die nächste Baustelle auf. Schade, dass das meine Therapeutin nicht so sieht. Irgendwo ist immer ein Haken.
Eine psychosomatische Kur, mit meiner Tochter als Begleitperson, ist auch Thema, das fände ich jetzt generell nicht schlecht.
Meine Therapeutin wollte das schon seit dem Tod meines Vaters und paralleler diverser andere Stressfaktoren, aber ich habe zugunsten meines damaligen Arbeitgebers (obschon auch das eigentlich eine Ursache für meine Situation war), immer abgelehnt.
NUn habe ich eh eine andere Einstellung zum arbeiten bekommen und könnte mir vorstellen, dass mir das mal ganz gut tun wird.
Wir waren gestern in Köln bei Dr. Biedermann und es wurde eine Blockade des Atlaswirbels festgestellt und gelöst.
Ich hoffe, dass uns das auch etwas bei den Nächten, zumindest bei IHRER Ruhe bringt.
Gestern abend war es erst ganz schlimm, eine klassische Erstverschlimmerung.
Hinzu kam, dass sie dann ja erstmal nicht in ihrer Nonomo schlafen durfte /darf, und das kam dann glaube ich noch obendrauf.
Sie hat sehr, sehr geweint, so kennen wir sie gar nicht.
Heute ist sie aber schnell neben mir eingeschlafen und hat auch ihre typischen Einschlafsignale, meine Nase fassen, tatschen kneifen (davon muss ich eh jetzt mal runter, das gruselt mich etwas) waren kaum da.
Heute war ich bei meiner KiÄ, (wir haben uns beide einen Ausschlag eingefangen
Sie ist derzeit noch nicht dafür, dass ich ein Antidepressiva nehme. Auf einmal reagiert die Kleine doch darauf, wo sie eh so sensibel mit allem ist.
Ich bin mir gerade sehr unschlüssig. Beim Stillen war sie ganz auf meiner Seite, ich sei definitiv noch nicht so weit, dass ich mich so von ihr lösen und abstillen möchte, und dann macht man sich auf einmal wieder die nächste Baustelle auf. Schade, dass das meine Therapeutin nicht so sieht. Irgendwo ist immer ein Haken.
Eine psychosomatische Kur, mit meiner Tochter als Begleitperson, ist auch Thema, das fände ich jetzt generell nicht schlecht.
Meine Therapeutin wollte das schon seit dem Tod meines Vaters und paralleler diverser andere Stressfaktoren, aber ich habe zugunsten meines damaligen Arbeitgebers (obschon auch das eigentlich eine Ursache für meine Situation war), immer abgelehnt.
NUn habe ich eh eine andere Einstellung zum arbeiten bekommen und könnte mir vorstellen, dass mir das mal ganz gut tun wird.
Einsteiger-Erstlings-Mama von Motti (16.03.16)
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RocketWallaby
- gehört zum Inventar
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Re: Stillfreundliche Antidepressiva
Nur eine Verständnisfrage: Was hat denn die Kinderärztin mit deiner Medikation zu tun? Ist sie Expertin für Medikamente in der Stillzeit?
Sie weiß nicht, welches Medikament zur Debatte steht, hat nicht mit Embryotox telefoniert, aber eine feste Meinung?
Ich denke nicht, dass sie darüber zu bestimmen hat.
Sie weiß nicht, welches Medikament zur Debatte steht, hat nicht mit Embryotox telefoniert, aber eine feste Meinung?
Ich denke nicht, dass sie darüber zu bestimmen hat.
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Liebe Grüße,
RocketWallaby mit WallabyKind 01/2016
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spacerabbit
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Re: Stillfreundliche Antidepressiva
Vielleicht kannst Du Dir auch eine Behandlung in einer Mutter - Kind - Klinik überlegen, dort ist das Team nochmal etwas mehr spezialisiert und ausgebildeter, was psychische Erkrankungen betrifft, als in einer Rehaklinik. Und verlass Dich vielleicht bei der Überlegung, ein Medikament zu nehmen, auf den Rat eines Facharztes / Fachärztin für Psychiatrie. Die Überlegung ist, ob Deine Tochter vielleicht mehr auf Deine momentane Stresssituation und Stimmungslage reagiert, als durch die - wenn überhaupt - minimale Aufnahme durch den eventuellen Übertritt des Antidepressivums in die Muttermilch. Was Dir gut tut und Dir Ausgleich bringt, tut auch Deiner Tochter gut. Sie merkt -auch durch ihre Spiegelneurone- sehr früh und feinfühlig, was in Dir drin los ist.
Großer Bruder 29.06.2008
Kleine Schwester 10.02.2011
Kleinste Schwester 06.11.2014
Kleine Schwester 10.02.2011
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Lösche Benutzer 22277
Re: Stillfreundliche Antidepressiva
Also ich würde mich da dringend an einen Facharzt oder eine Fachärztin für Psychiatrie wenden, nicht an die KiÄ. Man geht ja auch nicht mit einem Beinbruch zum Frauenarzt oder mit Gallensteinen zum HNO.
Für mich ist es ganz klar Prio A, dass es mir gut geht, daher nehme ich mein Medikament in der Stillzeit weiter. Meine Tochter braucht eine stabile und fitte Mama, das geht nun mal nur mit Medikament.
Für mich ist es ganz klar Prio A, dass es mir gut geht, daher nehme ich mein Medikament in der Stillzeit weiter. Meine Tochter braucht eine stabile und fitte Mama, das geht nun mal nur mit Medikament.
- Astria
- hat viel zu erzählen
- Beiträge: 213
- Registriert: 01.02.2014, 17:00
Re: Stillfreundliche Antidepressiva
Psychiater kennen sich in der Regel nicht mit Nebenwirkungen auf das stillende Kind aus, so dass die Frage bei der KiÄ doch ganz gut war. Täte das nur nicht als alleinigen Rat nehmen.
Ich habe in der Stillzeit aufgr einer postpartalen Depression ein AD genommen, mir ging es wirklich sehr schlecht. Ich hatte mich damals in einer psychiatrischen Ambulanz einstellen lassen, weil das verschriebene von meiner Hausärztin von Embryotox und telefonischer Medikamentenberatung meiner Krankenkasse als ungeeignet bewertet wurde.
Ich habe dazu aber auch eine Verhaltenstherapie gemacht und war auch auf Kur. Achtung: für sowas wie auch für Reha mit Kind muß dein Kind fremdbetreuung gewohnt sein, du hast sonst keine ruhige Minute. Aber es hat mir geholfen, zumal ich zu dem Zeitpunkt (die Kleine war 1,5 Jahre) auch schon wieder gearbeitet habe und einfach unglaublich erschöpft war.
Generell zog sich die massive Erschöpfung durch die ersten zwei Jahre. Ich habe im Rahmen der Verhaltenstherapie gelernt damit umzugehen, denn massive Erschöpfung kann auch depressiv machen.
Ich habe in der Stillzeit aufgr einer postpartalen Depression ein AD genommen, mir ging es wirklich sehr schlecht. Ich hatte mich damals in einer psychiatrischen Ambulanz einstellen lassen, weil das verschriebene von meiner Hausärztin von Embryotox und telefonischer Medikamentenberatung meiner Krankenkasse als ungeeignet bewertet wurde.
Ich habe dazu aber auch eine Verhaltenstherapie gemacht und war auch auf Kur. Achtung: für sowas wie auch für Reha mit Kind muß dein Kind fremdbetreuung gewohnt sein, du hast sonst keine ruhige Minute. Aber es hat mir geholfen, zumal ich zu dem Zeitpunkt (die Kleine war 1,5 Jahre) auch schon wieder gearbeitet habe und einfach unglaublich erschöpft war.
Generell zog sich die massive Erschöpfung durch die ersten zwei Jahre. Ich habe im Rahmen der Verhaltenstherapie gelernt damit umzugehen, denn massive Erschöpfung kann auch depressiv machen.
Mädchen 05/2013
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Lösche Benutzer 22277
Re: Stillfreundliche Antidepressiva
Astria, ich habe mit gleich drei PsychiaterInnen die Erfahrung gemacht, dass Know How über Schwangerschaft und Stillzeit unter Psychopharmaka vorhanden war. Alle drei hatten mehrere Frauen und Kinder über Jahre begleitet, hatten Kontakt mit Embryotox. Daher würde ich nicht vorschnell davon ausgehen, dass PsychiaterInnen ungeeignete Ansprechpartner sind.
- Astria
- hat viel zu erzählen
- Beiträge: 213
- Registriert: 01.02.2014, 17:00
Re: RE: Re: Stillfreundliche Antidepressiva
OkayRaya hat geschrieben:Astria, ich habe mit gleich drei PsychiaterInnen die Erfahrung gemacht, dass Know How über Schwangerschaft und Stillzeit unter Psychopharmaka vorhanden war. Alle drei hatten mehrere Frauen und Kinder über Jahre begleitet, hatten Kontakt mit Embryotox. Daher würde ich nicht vorschnell davon ausgehen, dass PsychiaterInnen ungeeignete Ansprechpartner sind.
Ich relativiere in "nicht alle kennen sich damit aus".
Mädchen 05/2013