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Re: zu erwartende Gelbsucht und Stillen
Verfasst: 01.09.2016, 23:01
von Reisende
Sakura hat geschrieben:Eine Freundin hatte ein sehr zartes, müdes Neugeborenes, welches daher schlecht stillte und daher sehr gelb wurde (diesen Zusammenhang kenne ich eher, mehr Gelbsucht durch weniger Stillen), so dass es unter die Lichtlampe musste.
dem stimme ich zu. wenn ich die geburten im meinem bekanntenkreis vergleiche, so mussten 75% der kinder mit pre-zufütterung zur fototherapie, aber kein vollgestilltes. wir sind alle erstlingsmütter. bei mir kam der milcheinschuss erst am 3. tag, trotzdem war söhnchen kein bisschen gelb.
Soweit ich weiß, wird das überflüssige Bilirubin NICHT über den Urin ausgeschieden. Das Bilirubin wird meines Wissens nach über den Darm ausgeschieden. Stillen wirkt bekanntlich verdauungsfördernd.
doch wird es, konnte ich mit eigenen augen sehen. gut dass uns unsere hebamme vorgewarnt hatte, sonst wäre ich beim anblick des roten pipis in der windel sicher arg erschrocken.

Re: zu erwartende Gelbsucht und Stillen
Verfasst: 01.09.2016, 23:33
von Bumbine
Ich habe jetzt nich alle antworten gelesen, weil ich schnell ins Bett muss. Wollte dir aber kurz schreiben, dass ich mal gelesen habe, dass gerade das auspulsieren der Nabelschnur die Gefahr der Neugeborenengelbsucht nach der Geburt erhöhen kann. Kann dir leider keine Quelle geben und es ist mir, wie gesagt, nur wage so im Erinnerung geblieben. Vielleicht wäre das auch ein Ansatzpunkt?
Re: zu erwartende Gelbsucht und Stillen
Verfasst: 02.09.2016, 00:31
von Lola85
@Knotterhexe
Ich hab sowohl während beider SWS als auch nach den Geburten Anti-D Prophylaxe erhalten.
Mit fällt jetzt ehrlich gesagt auch kein Grund ein, es sein zu lassen... Ich würde es immer wieder so machen
Tapatalking
Re: zu erwartende Gelbsucht und Stillen
Verfasst: 02.09.2016, 00:54
von fritzchen69
Meine Kinder waren beide gelb, der Große musste zur Fototherapie, die Kleine nicht. Ich hatte von der Hebamme für die Kleine Globuli für die Leber, die ich einnehmen musste. Vielleicht wurde es deshalb bei ihr nicht so schlimm. Leider weiß ich den Namen der Globuli nicht mehr.
Voll gestillt habe ich übrigens beide. Und es gab keinen Tee oder Wasser zusätzlich.
Re: zu erwartende Gelbsucht und Stillen
Verfasst: 02.09.2016, 01:35
von palme56
Reisende hat geschrieben:Sakura hat geschrieben:
Soweit ich weiß, wird das überflüssige Bilirubin NICHT über den Urin ausgeschieden. Das Bilirubin wird meines Wissens nach über den Darm ausgeschieden. Stillen wirkt bekanntlich verdauungsfördernd.
doch wird es, konnte ich mit eigenen augen sehen. gut dass uns unsere hebamme vorgewarnt hatte, sonst wäre ich beim anblick des roten pipis in der windel sicher arg erschrocken.

Das wasserlösliche Bilirubin wird über die Galle und damit den Darm ausgeschieden, deshalb wird der Stuhl während einer Fototherapie dunkel bis schwarz und ähnelt dem Kindspech.
Roter Urin in den ersten Tagen nennt sich Ziegelmehlsediment und besteht aus Harnsäurekristallen, NICHT aus Bilirubin.
Re: zu erwartende Gelbsucht und Stillen
Verfasst: 02.09.2016, 04:32
von 7erendipity
Bumbine hat geschrieben:Ich habe jetzt nich alle antworten gelesen, weil ich schnell ins Bett muss. Wollte dir aber kurz schreiben, dass ich mal gelesen habe, dass gerade das auspulsieren der Nabelschnur die Gefahr der Neugeborenengelbsucht nach der Geburt erhöhen kann. Kann dir leider keine Quelle geben und es ist mir, wie gesagt, nur wage so im Erinnerung geblieben. Vielleicht wäre das auch ein Ansatzpunkt?
Der Neugeborenenikterus ist in gewissem Maße physiologisch (=normal) weil er zu den umstellungsprozessen des Körpers nach der Geburt gehört. Die roten Blutkörperchen (=Erythrozyten) leben nicht so lange bei Neugeborenen und daher fällt bei Ihnen im Verhältnis mehr Bildpunkt an. Da die Leber die Umwandlung in wasserlösliches (=konjugiertes) bilirubin nicht immer ausreichend schafft entsteht meistens ein harmloser Ikterus.
Rein gefühlsmäßig würde ich dir recht geben, habe jedoch nur Quellen gefunden die
keinen Zusammenhang sehen, hast du vielleicht doch eine Quelle?
@Lola85: Du hast vermutlich weder Friedrich Graf noch Martin Hirte gelesen

sonst würden dir wohl Gründe einfallen
*duck und weg

*
Re: zu erwartende Gelbsucht und Stillen
Verfasst: 02.09.2016, 07:19
von Mamalinchen
Knotterhexe hat geschrieben:@Mamlinchen
Warum waren deine Antikoerper erhöht? Wurde das in der Schwangerschaft schon erkannt/therapiert?
Gibt es beim Stillen also irgendwas besonders zu beachten, um die Gelbsucht möglichst gering zu halten (bzw. den Abbau des biliburin zu fördern)?
Ich habe am Montag ein Gespräch zur Geburtsplanung und würde die Belegschaft dementsprechend vorbereiten!
LG und schon einmal DANKE

Die irregulären Antikörper werden routinemäßig während der Schwangerschaft getestet, gibt auch ein Feld dazu im MuPa. Einmal zu Beginn und dann später noch einmal. Bei mir wurde es gleich zu Beginn der 2. Schwangerschaft gefunden. Ursache ist ähnlich wie beim Rhesus-Faktor ein Unterschied in den Blutgruppen zwischen Mutter und Vater. Machen kann man nicht viel. Es wurde immer wieder der Titer bestimmt und der Blutfluss beim Baby. Wenn nötig müsste man über die Nabelschnur Blut transfundieren, oder ggf das Kind früher holen... War glücklicherweise nicht nötig.
Zu deiner Frage bin ich nachwievor der Meinung, dass frühes und viel Stillen Abbau bzw. Ausscheidung von Billirubin födert. Billirubin an sich ist ja fettlöslich und wird daher mt dem Mekonium ausgeschieden. Durch die Phototherapie wird es in eine wasserlösliche Form umgewandelt, die dann mit dem Urin ausgeschieden wird. Dann hilft wahrscheinlich auch Trinken von anderen Flüssigkeiten. Vielleicht kommen die widersprüchlichen Infos so zu Stande.
Re: zu erwartende Gelbsucht und Stillen
Verfasst: 02.09.2016, 11:20
von Lola85
7erendipity hat geschrieben:
@Lola85: Du hast vermutlich weder Friedrich Graf noch Martin Hirte gelesen

sonst würden dir wohl Gründe einfallen
*duck und weg

*
Doch. Zum Teil schon. Aber ich Fan die Herren beidesamt so dermaßen inkompetent. Nein, das ist das falsche Wort. Verlogen (mal eben Studienergebnisse falsch rausschreiben....), dass ich sie einfach nicht ernst nehmen konnte. Und meine kostbare Zeit auch eher nicht damit vergeude solchen Stuss zu Ende zu lesen
Tapatalking
Re: zu erwartende Gelbsucht und Stillen
Verfasst: 02.09.2016, 14:10
von Knotterhexe
@ Bumbine
Mh, daran hatte ich auch schon gedacht (und vielleicht eine Lotus Geburt als Alternative gefunden?!). Hast du da wirklich keine Quellen mehr? Wenn könnte ich da noch fragen?
An den Rest, danke für eure zahlreichen Antworten. Ich werde die Hebammen im KH am Montag "einweisen" und hoffe dass ich nicht (wie bei Kind Nr. 1) mir zu sehr Stress machen und Stillprobleme bekomme
@samoe Ja Kind Nr. 1 wurde 16 Monate gestillt, zwei Monate später war ich wieder schwanger. Hat ein geringer Altersabstand eine positive Auswirkung aufs Stillen? Ist das deine eigene Erfahrung oder physiologisch begründet? Ich hoffe, dass es stimmt
LG Knotterhexe
Re: zu erwartende Gelbsucht und Stillen
Verfasst: 02.09.2016, 14:37
von Knotterhexe
Da fällt mir noch ein...
Ich dachte immer dass zwischen Blutaustausch und Antikörperbildung einige Wochen liegen. Sollte der Antikoerpertest kurz vor der Geburt negativ ausfallen, es aber zum Blutaustausch während der Geburt kommt, MUESSTE DAS JA IN DEM MOMENT KEINE AUSWIRKUNGEN AUF DIE PLAZENTA HABEN?!
Kompliziert...
