Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
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- Vivilotta
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Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Zuckerzitrone, zyklusabhängig war es bei mir auch. Da hatte ich teilweise sogar Schmerzen. Am Ende war's dann aber leider nur noch negativ.
Eine Stunde Einschlafstillen hätte mich glaub ich an den Rand des Wahnsinns gebracht [emoji6]
Meine Tochter ist eh meist innerhalb von 5-10 Minuten eingeschlafen, aber nichtmal die konnte ich ihr in Ruhe lassen, egal wie fest ich es mir vorgenommen hab [emoji17]
Ich fühle mich schon ein wenig besser, wenn ich lese, dass einige hier die gleichen Gedanken und Gefühle hatten. Ich hoffe, ich kann mich dann auch mit dem Stillende versöhnen, ich hab so lange darauf gewartet und bin nun irgendwie so seltsam doof traurig. Oder ist das die Hormonumstellung???
mit Fini 02/15
Eine Stunde Einschlafstillen hätte mich glaub ich an den Rand des Wahnsinns gebracht [emoji6]
Meine Tochter ist eh meist innerhalb von 5-10 Minuten eingeschlafen, aber nichtmal die konnte ich ihr in Ruhe lassen, egal wie fest ich es mir vorgenommen hab [emoji17]
Ich fühle mich schon ein wenig besser, wenn ich lese, dass einige hier die gleichen Gedanken und Gefühle hatten. Ich hoffe, ich kann mich dann auch mit dem Stillende versöhnen, ich hab so lange darauf gewartet und bin nun irgendwie so seltsam doof traurig. Oder ist das die Hormonumstellung???
mit Fini 02/15
mit Fini 02/15 und Paulini 05/19
- Laquiqui
- alter SuT-Hase
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Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Bei mir war es auch deutlich zyklusabhängig und fing an, als ich wieder einen normalen Zyklus hatte. Als hätte mir der Körper signalisiert, dass er jetzt wieder bereit für ein neues Baby ist und das aktuelle Kleinkind jetzt ohne meine Brust auskommen muss.
Ich habe mich sehr gequält mit diesem negativen Gefühl, besonders beim ersten Kind. Beim zweiten wusste ich, dass ich über dieses Unbehagen nicht drüber komme. Ich habe also zunächst nachts abgestillt (beim ersten habe ich mich damit sehr schwer getan, beim zweiten war ich da abrupter und klarer) und dann das stillen tagsüber immer weiter eingeschränkt. Ich hätte gern mit Freude weitergestillt, aber es ging einfach nicht.
Ganz ehrlich: Ich finde es entlastend, dass es nicht nur mir so ging. Sehr lang und besonders in diesem Forum kam ich mir mit diesen Gefühlen wie ein Alien vor.
Ich habe mich sehr gequält mit diesem negativen Gefühl, besonders beim ersten Kind. Beim zweiten wusste ich, dass ich über dieses Unbehagen nicht drüber komme. Ich habe also zunächst nachts abgestillt (beim ersten habe ich mich damit sehr schwer getan, beim zweiten war ich da abrupter und klarer) und dann das stillen tagsüber immer weiter eingeschränkt. Ich hätte gern mit Freude weitergestillt, aber es ging einfach nicht.
Ganz ehrlich: Ich finde es entlastend, dass es nicht nur mir so ging. Sehr lang und besonders in diesem Forum kam ich mir mit diesen Gefühlen wie ein Alien vor.
Liebe Grüße von Kirsten
"Es gibt mehrere Arten, etwas richtig zu machen" Mama Muh
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baum
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2379
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Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
15 jahre
Danke dafür
Aber komme mit 3kids auf 7jahre und ja ich hatte am ende auch einfach keine lust mehr....
Mein kleinster hätte gern noch weiter gestillt....aber ich mochte nicht mehr....
Danke dafür
Aber komme mit 3kids auf 7jahre und ja ich hatte am ende auch einfach keine lust mehr....
Mein kleinster hätte gern noch weiter gestillt....aber ich mochte nicht mehr....
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Traeumi
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 17.05.2015, 22:05
Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Ich wollte sooo oft abstillen, weil ich davon psychisch teilweise so belastet war. Auch schon unter einem Jahr, dass ich (innerlich) wütend wurde, wenn er mal nicht so und so viele Stunden bis zum nächsten Stillen durchhielt.
Und nun? Habe ich seit 2 Tagen nicht mehr gestillt und ich heule jeden Abend. Also der Titel mit dem "ambivalent" fasst es bei mir ziemlich genau. Es ist schon seltsam.
Und nun? Habe ich seit 2 Tagen nicht mehr gestillt und ich heule jeden Abend. Also der Titel mit dem "ambivalent" fasst es bei mir ziemlich genau. Es ist schon seltsam.
... mit (02/2015) & (12/2016) & (06/2022).
- Vivilotta
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1131
- Registriert: 29.11.2015, 10:54
Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Laquiqui, daran hab ich auch schon gedacht. Ich hatte trotz quasi voll gestilltem Kind nach 6 Monaten meine Periode wieder. Wenn ich da sofort wieder schwanger geworden wäre, was ja in der Steinzeit wohl irgendwann passiert wäre, dann hätte es ja vielleicht auch recht bald keine Milch mehr gegeben.
Ich bin auch sehr froh, um soviele ehrliche Meinungen hier. Ich hab auch schon gedacht, mit unserer Bindung stimmt was nicht. Ich fand das Stillen ja nie sonderlich schön, aber es war zumindest nicht negativ besetzt.
Baum: na, 7 Jahre ist ja auch ne ordentliche Zeit!
Traeumi: ich war und bin auch traurig. Erinnere mich oft an das letzte mal stillen. Es ist komisch, dass es vorbei ist, es wäre aber total komisch, sie wieder zu stillen. Ich war so übermannt von dem Nerv-Gefühl, dass ich diesen Schritt der Abnabelung gar nicht richtig bedacht hab.
Ich war ganz am Anfang, als sie noch ein Neugeborenes war, auch total genervt. Sie wollte ja von Woche 2 bis Woche 8 quasi permanent stillen. Das hat mein Maß auch total überschritten. Dann ging's aber super gut, sogar die Zeiten, in denen sie stündlich nachts kam, hab ich gut ertragen. Und dann kam relativ plötzlich die Aggression zurück, wie bei einem Schalter, der umgelegt worden ist.
mit Fini 02/15
Ich bin auch sehr froh, um soviele ehrliche Meinungen hier. Ich hab auch schon gedacht, mit unserer Bindung stimmt was nicht. Ich fand das Stillen ja nie sonderlich schön, aber es war zumindest nicht negativ besetzt.
Baum: na, 7 Jahre ist ja auch ne ordentliche Zeit!
Traeumi: ich war und bin auch traurig. Erinnere mich oft an das letzte mal stillen. Es ist komisch, dass es vorbei ist, es wäre aber total komisch, sie wieder zu stillen. Ich war so übermannt von dem Nerv-Gefühl, dass ich diesen Schritt der Abnabelung gar nicht richtig bedacht hab.
Ich war ganz am Anfang, als sie noch ein Neugeborenes war, auch total genervt. Sie wollte ja von Woche 2 bis Woche 8 quasi permanent stillen. Das hat mein Maß auch total überschritten. Dann ging's aber super gut, sogar die Zeiten, in denen sie stündlich nachts kam, hab ich gut ertragen. Und dann kam relativ plötzlich die Aggression zurück, wie bei einem Schalter, der umgelegt worden ist.
mit Fini 02/15
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Lösche Benutzer 2872
Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Ich hatte das bei meiner Großen während der erneuten Schwangerschaft und Tandemstillzeit. Ich habe das Stillen dann auf einmal täglich am Abend reduziert und ausschleichen lassen. Das schlechte Gewissen blieb, aber auch das Wissen, dass es einfach nicht gut gewesen wäre diese agressiven Gefühle zu ignorieren. Vielleicht ist es daher auch kein schlechtes Gewissen, sondern eher Trauer, weil die Situation war wie sie war. Ich hätte es gerne anders gehabt, aber das kann man halt einfach nicht beeinfluss. Dazu waren die negativen Gefühle einfach zu stark. Ich konnte das Kind kuscheln, aber sobald sie gestillt hat bin ich innerlich an die Decke gegangen. Ich tippe auf irgendwelche instinktiven Mechanismen die da eingesetzt habe, weil ich das in dieser Intensität sonst einfach nicht kenne.
- Mia90
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Ich bin z.zt. auch total ambivalent... er stillt zwar nur noch einmal (nachts), aber es tut so verdammt weh zur Zeit, dass ich am liebsten laut losschreien würde, wenn er andockt... er hatte, warum weiß ich nicht, mal zwei oder drei Nächte nicht gestillt... das erleichterte mich einerseits sehr, andererseits machte es mich total traurig.. und plötzlich wollte er es wieder. So sehr, dass er 2-3 Stunden gemeckert und geweint hat nachts... bis er stillen durfte, danach hat er selig geschlafen... das tat mir unglaublich leid. Und jetzt stillt er wieder und mir tut es irre weh
Ich weiß nicht, wies nun weitergeht... wenn er so weint, kann ich es ihm nicht verweigern... ich würde auch so gerne länger stillen, aber nicht, wenn es so weh tut...
Solidarische Grüße
A. mit Zwergnase J. (03/15)
und Weihnachtsüberraschung im Bauch ♡
via Tapatalk
Ich weiß nicht, wies nun weitergeht... wenn er so weint, kann ich es ihm nicht verweigern... ich würde auch so gerne länger stillen, aber nicht, wenn es so weh tut...
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A. mit J. (*03/2015)
Und Mini J. (*01/2017)
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- Vivilotta
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Heggs: ich denke auch, dass die Kinder schon spüren, dass das Stillen der Mutter unangenehm ist. Man sendet da ja auch widersprüchliche Signale dann. Das war für mich mit ein Grund, wirklich komplett abzustillen.
Mia, du Arme. Aber klar nach 2-3 Stunden weinen und meckern würde ich auch stillen. Hat er vielleicht Hunger? Würde er was anderes annehmen? Ich trau es mich ja kaum schreiben [emoji16]... Aber hier haben Yoghurt Quetschis sehr sehr gut geholfen. Sie konnte die fast wie beim Stillen aussaugen und war erstmal wieder ein paar Stunden zufrieden. Ist natürlich keine Dauerlösung [emoji6]
mit Fini 02/15
Mia, du Arme. Aber klar nach 2-3 Stunden weinen und meckern würde ich auch stillen. Hat er vielleicht Hunger? Würde er was anderes annehmen? Ich trau es mich ja kaum schreiben [emoji16]... Aber hier haben Yoghurt Quetschis sehr sehr gut geholfen. Sie konnte die fast wie beim Stillen aussaugen und war erstmal wieder ein paar Stunden zufrieden. Ist natürlich keine Dauerlösung [emoji6]
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- Vivilotta
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Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Habt ihr ungefähr eine Ahnung, wie lang sich 1,5 jährige ans Stillen erinnern können? Heute hat sie wieder ganz deutlich gezeigt, dass sie stillen will [emoji22]. Das tut mir immer sooo leid. Sie weint dann aber nicht, wenn ich sage, dass es nicht geht. Komischerweise scheint sie es beim Einschlafen gar nicht so sehr zu vermissen.
Ich hoffe, ich finde bald meinen inneren Frieden damit, dass ich meinen Abstillwunsch über ihr Bedürfnis gestellt hab ...
mit Fini 02/15
Ich hoffe, ich finde bald meinen inneren Frieden damit, dass ich meinen Abstillwunsch über ihr Bedürfnis gestellt hab ...
mit Fini 02/15
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- Mia90
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Quetschies hab ich in der Tat noch nicht versucht [emoji28] bisher nur Wasser bzw (Kuh)Milch... die Wasserflasche nimmt er sich mittlerweile selbet vom Nachttisch, aber erst früh, nachts ist das doof... [emoji57]Vivilotta hat geschrieben:Heggs: ich denke auch, dass die Kinder schon spüren, dass das Stillen der Mutter unangenehm ist. Man sendet da ja auch widersprüchliche Signale dann. Das war für mich mit ein Grund, wirklich komplett abzustillen.
Mia, du Arme. Aber klar nach 2-3 Stunden weinen und meckern würde ich auch stillen. Hat er vielleicht Hunger? Würde er was anderes annehmen? Ich trau es mich ja kaum schreiben [emoji16]... Aber hier haben Yoghurt Quetschis sehr sehr gut geholfen. Sie konnte die fast wie beim Stillen aussaugen und war erstmal wieder ein paar Stunden zufrieden. Ist natürlich keine Dauerlösung [emoji6]
mit Fini 02/15
Kann mir gut vorstellen, dass das besonders schwierig ist, wenn sie dann nachfragen... wie lang sie sich erinnern, weiß ich nicht. Aber an sich brauchst du für das Wahren deiner Grenzen kein schlechtes Gewissen zu haben. Du hast ihr ja lange nach Bedarf das Stillen ermöglicht, aber wenn es einer von euch dabei nicht mehr gut geht, dann sollte man etwas ändern... und das ist okay. Da sie es auch gut akzeptiert, ist es für sie anscheinend auch okay. Ein "wäre schön, aber ist auch kein Weltuntergang, wenn nicht", weißt du was ich meine?
Kann aber verstehen, dass das "abschließen" dauert ((()))
A. mit Zwergnase J. (03/15)
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Liebe Grüße
A. mit J. (*03/2015)
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