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Re: Film auf arte über die Brust

Verfasst: 12.06.2016, 07:57
von PaleFire
Also ich fand ihn auch sehr pro Stillen. Es wurde ja absolut deutlich gemacht, dass Stillen gegenüber der Flaschennahrung ganz eindeutige Vorteile hat. Ich fand auch die Aufnahmen von den stillenden Minibabys total süß. [emoji7]

Der Satz mit den 6 Jahren war ungünstig formuliert, ja, aber die Kernaussage war ja trotzdem, dass zu früh abgestillt wird. Was fandet Ihr denn sonst noch un-sutig? [emoji15]

Re: Film auf arte über die Brust

Verfasst: 12.06.2016, 07:57
von PaleFire
channa hat geschrieben:Spannend - da muss ich mir mir mal ein Abo setzten, obwohl ich keine Ahnung habe, wann ich das in nächster Zeit schauen soll.... Wie lange bleiben die Beiträge in der arte Mediathek? Und wie lange ist der Film?
7 Tage und er dauert ne knappe Stunde

Re: Film auf arte über die Brust

Verfasst: 12.06.2016, 08:47
von Salo81
PaleFire hat geschrieben:Also ich fand ihn auch sehr pro Stillen. Es wurde ja absolut deutlich gemacht, dass Stillen gegenüber der Flaschennahrung ganz eindeutige Vorteile hat. Ich fand auch die Aufnahmen von den stillenden Minibabys total süß. [emoji7]

Der Satz mit den 6 Jahren war ungünstig formuliert, ja, aber die Kernaussage war ja trotzdem, dass zu früh abgestillt wird. Was fandet Ihr denn sonst noch un-sutig? [emoji15]
Hier unterschreib ich.
Mir ist der Satz in Erinnerung: If you want a healthy baby - breastfeed!

LG
Salo

Re: Film auf arte über die Brust

Verfasst: 12.06.2016, 09:48
von romina
Danke für den Tipp ich werde es mal mit aus der Mediathek runter laden und dann in Ruhe anschauen wenn Zeit ist.

Re: Film auf arte über die Brust

Verfasst: 12.06.2016, 12:16
von SandraKoeln
Wir haben uns den Film gestern abend auch angesehen. Ich fand ihn nicht so toll.
Einerseits fehlte mir einfach ein roter Faden. Der Film sprang so von Thema zu Thema, von Experte zu Experte, blieb aber immer total an der Oberfläche. Vieles kam durch die Vereinfachung auch etwas "falsch" rüber. Zb die Geschichte mit den Schadstoffen. Sind jetzt in Muttermilch mehr Schadstoffe als in anderen Lebensmitteln? Sollte man die Stillzeit deshalb begrenzen?
Dann wurde mir. einerseits zuviel "Stilldruck" aufgebaut ("If you want a healthy baby, breastfeed!") und gleichzeitig so eine Aura von "stillen ist schwierig und mit dem modernen Leben nicht vereinbar", "lange Stillzeiten sind heute nicht mehr machbar" und "Muttermilch ist belastet". Das ist so eine schwierige Gemengelage, die ich auch in der Medizin oft erlebe. Einerseits wird Müttern, die nicht stillen möchten ein schlechtes Gewissen gemacht. Andererseits wird das Stillen als schwierige Aufopferung dargestellt, und bei Problemen schnell als Sündenbock benutzt.
Meinem Mann ist direkt aufgefallen, dass wie so oft von den "Vorteilen" des Stillens geredet wurde. Nicht von den Nachteilen der Ersatznahrung. Scheinbar nur ein unwichtiger Unterschied. Aber in der Wahrnehmung ist es etwas völlig anderes ob ich etwas "Gutes" unterlasse oder etwas "Schlechtes" tue.
Mein Mann meinte auch, die Sicht des Filmes sei eine sehr männliche, obwohl er ja von einer Frau ist.
Insgesamt also interessant, aber hätte man besser machen können.

Re: Film auf arte über die Brust

Verfasst: 12.06.2016, 12:44
von saiidi
SandraKoeln hat geschrieben:Wir haben uns den Film gestern abend auch angesehen. Ich fand ihn nicht so toll.
Einerseits fehlte mir einfach ein roter Faden. Der Film sprang so von Thema zu Thema, von Experte zu Experte, blieb aber immer total an der Oberfläche. Vieles kam durch die Vereinfachung auch etwas "falsch" rüber. Zb die Geschichte mit den Schadstoffen. Sind jetzt in Muttermilch mehr Schadstoffe als in anderen Lebensmitteln? Sollte man die Stillzeit deshalb begrenzen?
Dann wurde mir. einerseits zuviel "Stilldruck" aufgebaut ("If you want a healthy baby, breastfeed!") und gleichzeitig so eine Aura von "stillen ist schwierig und mit dem modernen Leben nicht vereinbar", "lange Stillzeiten sind heute nicht mehr machbar" und "Muttermilch ist belastet". Das ist so eine schwierige Gemengelage, die ich auch in der Medizin oft erlebe. Einerseits wird Müttern, die nicht stillen möchten ein schlechtes Gewissen gemacht. Andererseits wird das Stillen als schwierige Aufopferung dargestellt, und bei Problemen schnell als Sündenbock benutzt.
Meinem Mann ist direkt aufgefallen, dass wie so oft von den "Vorteilen" des Stillens geredet wurde. Nicht von den Nachteilen der Ersatznahrung. Scheinbar nur ein unwichtiger Unterschied. Aber in der Wahrnehmung ist es etwas völlig anderes ob ich etwas "Gutes" unterlasse oder etwas "Schlechtes" tue.
Mein Mann meinte auch, die Sicht des Filmes sei eine sehr männliche, obwohl er ja von einer Frau ist.
Insgesamt also interessant, aber hätte man besser machen können.
Genau so empfand ich es auch. Du hast das perfekt ausgedrückt. :D

Re: Film auf arte über die Brust

Verfasst: 12.06.2016, 14:34
von Skima
SandraKoeln hat geschrieben:Einerseits wird Müttern, die nicht stillen möchten ein schlechtes Gewissen gemacht.
Oder ,aus welchen Gründen auch immer, nicht voll stillen können.