Seite 2 von 3

Re: VW-Sitz... eine Gewissensfrage

Verfasst: 10.06.2016, 08:09
von Kirschquark
Die Hosenträgergurte sind wahrscheinlich einfacher zu öffnen weil die Schnalle gut erreichbar ist. H.s Freundin, 3,5J, 16 kg, kann den Dreipunktgurt jedenfalls nicht öffnen weil die Arme noch zu kurz sind.

Re: VW-Sitz... eine Gewissensfrage

Verfasst: 10.06.2016, 08:18
von Starla
Wir sind gerade vom Rebparder auf Vorwärts mit 3-Punkt-Gurt gewechselt. Mit 16,5 kg und fast 4 Jahren. Meines Wissens ist 5-Punkt vorwärts gerade gefährlicher als 3-Punkt-Gurt, weil der 5-Punkt-Gurt ja nicht nachgibt und der Kopf nach vorne geschleudert wird. Mit 3-Punkt-Gurt muss das Kind aber gerade sitzen bleiben und darf sich nicht aus dem Gurt rauswühlen bzw. beim Schlafen rausrutschen.

Achja, die 15 Kilo müssen sicher erreicht sein, weil sonst die Rückhaltemechanik nicht auslöst beim 3-Punkt-Gurt. Wir haben da einfach nen Bremstest gemacht. ;-)

vom Handy aus mit Vertippern

Re: VW-Sitz... eine Gewissensfrage

Verfasst: 10.06.2016, 08:19
von Missy
Ich finde, das hat nix mit Rabeneltern oder nicht zu tun. Man muss dabei ein gutes Gefühl haben, dann ist es ok. Andere machen sich wahnsinnig viele Gedanken wegen Sonnencreme.
Wenn die TE jetzt jedes mal ein schlechtes Gefühl hat, wenn das Kind mit dem Opa Auto fährt, dann ist da Handlungsbedarf, weil das kann es ja auch nicht sein.

Ich würde deshalb nochmal das Gespräch suchen und eventuell einen weiteren Sitz "zur Übergangszeit" kaufen, der Opa kann seinen Sitz dann in einem Jahr nutzen. Vielleicht einen Maxi Cosi Priori, der ist nicht zu teuer, hat einen guten Wiederverkaufswert und kann bis 18kg genutzt werden? Und er ist genauso easy einzubauen wie der von ihm gekaufte Sitz.

Re: VW-Sitz... eine Gewissensfrage

Verfasst: 10.06.2016, 08:26
von Starla
Unsere Tochter kann sich nicht selbst abschnallen. Ich würde jedenfalls keinesfalls vorwärts mit 5-Punkt fahren lassen, weil ich mich ja vorher extra wegen der hohen Gefährlichkeit des 5-Punkt Gurtes für den Reboarder geholt habe.

Wie wäre ein Sitz mit Fangkörper? Z.B. kiddyfix? Dann kann sich keiner ausschnallen.

vom Handy aus mit Vertippern

Re: VW-Sitz... eine Gewissensfrage

Verfasst: 10.06.2016, 09:45
von Brianna
Mein Kind hasst alles, was es einengt. Aus dem Dreipunktgurt windet er sich problemlos. Das haben wir im stehenden Auto getestet. Beim Fünfpunktgurt vom Reboarder schafft er es nicht. Deshalb bekommt er mit jetzt 37 Monaten wohl nochmal eine größeren Reboarder, wenn die kleine wohl eher bald aus der Babyschale auszieht. Wir könnten sonst wohl nicht entspannt fahren.

Re: VW-Sitz... eine Gewissensfrage

Verfasst: 10.06.2016, 12:53
von Mamalinchen
Um welche Strecke und welche Fahrtdauer geht es denn ab September? Und wie fährt der Opa?
Ich bin hier die einzige im KiGa mit Reboarder für die Kleine... Auch knapp 2 Jährige fahren hier schon vorwärts mit normalen Gurt.
Bei kurzer Strecke innerorts hätte ich kein schlechtes Gewissen mit dem 3-Punkt Gurt. Reboarder ist mir vor allem auf der Autobahn mit schlafendem Kind wichtig. Unser Großer ist mit gut 3 Jahren und knapp 16 kg gewechselt, als die Flocke nicht mehr in die Babyschale passte. Zwei Reboarder wollte mein Mann wegen dem Platzbedarf nicht. Anfangs mit Fangkörper, irgendwann dann ohne. Viele Freunde im KiGa haben den gleichen Sitz und kaum einer nutze den Fangkörper. Daa war es schwer, ihn zu überreden. Für längere Strecken konnte ich ihm den immer noch gut als Tisch zum spielen und lesen verkaufen :-)

Wenn der Opa sowieso keinen anderen Sitz nehmen würde, musst du dich ja irgendwie damit abfinden. Wie einig seid ihr euch denn sonst in Erziehungsfragen? Gäbe es eine andere Betreuungsmöglichkeit, so dass ihr nicht auf ihn angewiesen seid?

Re: VW-Sitz... eine Gewissensfrage

Verfasst: 10.06.2016, 13:06
von Giraeffchen
Mamalinchen hat geschrieben:Wie einig seid ihr euch denn sonst in Erziehungsfragen? Gäbe es eine andere Betreuungsmöglichkeit, so dass ihr nicht auf ihn angewiesen seid?
Das waren meine Gedanken auch. :?
Wenn er sich da so selbstverständlich über deine Wünsche hinwegsetzt klingt das so, als ob es generell keine leichte Situation ist. Und (unterschwelliges) Konfliktpotential leicht zu Problemen führen könnte.

Wegen des Abschnallens: Meiner kann das, seit er 2 ist. Und zwar sowohl das eigene Gurtsystem im Reboarder, als auch dann, wenn er die Bewegungsfreihheit hat, die Gurtschnalle, die den Sitz hält.
Schlussendlich ist das Kind aus dem Reboarder hinten nach vorne umgezogen- vorwärts. Hätte ich so nicht geplant, ist aber, wenn wir alleine unterwegs sind, die einzige Chance um überhaupt mitzubekommen, dass es mal wieder *klick* gemacht hat.
(Es ist jetzt soweit, dass ich sagen kann *schnellaufholzklopfen* dass die Phase überwunden scheint. Eine Testung zum erneuten Reboard fahren steht in Kürze dann an.)

Re: VW-Sitz... eine Gewissensfrage

Verfasst: 10.06.2016, 13:44
von Lothlorine
Zur angesprochenen Problematik des 5 Punkt Gurtes vorwärts: Genau das waren meine Gedanken, die aber von den Experten relativiert wurden. Das hängt stark von der Größe und dem Gewicht des Kindes ab. Ab einer gewissen Größe ist das Kind und seine Muskulatur wesentlich stabiler, so dass die 3 Punkt Problematik durch den 5 Punkt vorwärts aufgewogen wird.

Re: VW-Sitz... eine Gewissensfrage

Verfasst: 10.06.2016, 14:07
von Lotti
Lothlorine hat geschrieben:Zur angesprochenen Problematik des 5 Punkt Gurtes vorwärts: Genau das waren meine Gedanken, die aber von den Experten relativiert wurden. Das hängt stark von der Größe und dem Gewicht des Kindes ab. Ab einer gewissen Größe ist das Kind und seine Muskulatur wesentlich stabiler, so dass die 3 Punkt Problematik durch den 5 Punkt vorwärts aufgewogen wird.
Kannst du das noch mal erklären, ich stehe auf dem Schlauch. Wenn ein Kind 104 cm und 16,nochwas Kilo hat - was ist dann laut den Experten besser, 5 Punkt oder Fahrzeuggurt und warum?

Re: VW-Sitz... eine Gewissensfrage

Verfasst: 10.06.2016, 14:46
von Missy
Also Britax hat dazu mal folgendes gesagt, das klingt jetzt auch logisch:
Der 5-Punkt-Gurt bietet aus folgenden Gründen eine bessere Rückhaltewirkung:

Das Kind wird über eine Fläche (= Gurtband) im Sitz gehalten. Die wirkenden Kräfte im Falle eines Unfalls definieren sich über Unfallschwere und Masse des Kindes, sind also identisch, egal ob 3- oder 5-Punkt-Gurt. Diese identischen Kräfte werden aber dann entweder über die reduzierte Fläche eines 3-Punkt-Gurtes oder die eben größere Wirkfläche eines 5-Punkt-Gurtes aufgenommen. Bedeutet im Umkehrschluss, die gleiche Kraft wird über eine größere Fläche absorbiert und somit die Belastung auf das Kind flächiger verteilt. Dies folgt derselben Logik, wie ein verbessertes Rückhalteschutz für Kleinkinder durch ein rückwärts gerichtetes System, welches eben den ganzen Rücken als Krafteinleitungsfläche nutzt.

Ein 5-Punkt-Gurt bietet einen 360° Schutz, was Unfallgeschehen im realen Leben reflektiert. Im Falle eines Fahrzeugüberschlages ist das Kind über eine Vielzahl an Gurtverankerungspunkten im Sitz fixiert und birgt keine Risiken durch ‚Gurtfenster‘ schlüpfen zu können, da die Extremitäten als auch der gesamte Körper des Kindes in jeweils voneinander unabhängigen Gurtschleifen gesichert sind.

Der 5-Punkt-Gurt vermeidet ein extremes Vorverlagern des Becken was zu hohen Verletzungen im Bauchbereich führen kann.