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Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?

Verfasst: 14.05.2016, 03:43
von mamandy
NACHTRAG: Denn wie man sieht bin ich immer noch wach, schreibe uhrzeitbedingte grutze und halte meinen fiebernden sohn die Hand, was Papa, der ihn ja nicht hochnehmen darf wenn er "meckert" gar nicht merken konnte. Sagt doch alles [WINKING FACE]

Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?

Verfasst: 14.05.2016, 10:36
von samoe
Danke für eure Antworten.

Wie gesagt, eigentlich störe ich mich ja schon lange nicht mehr am Schlaf meiner Kinder, hatte nur gerade ne schlechte Minute (Stunde/Woche...) und eigentlich erzähle ich genauso wie es ist. Das hat mir beim Großen manchmal "sprachlose" Gesichter beschert :D ...immer die Frage: "Und wie schläft er?", Ich (nicht übermüdet, selbtbewusst): "Schlecht."...puh, da wusste dann keiner was zu sagen, denn wahrscheinlich hat sich jeder schon auf das "Ja, super, er schläft schon durch." eingerichtet...

Ich weiß eben nicht, wie man ein Kind dazu bringt, im eigenen Bett einzuschlafen und dies beibehalten kann, wenn das Kind dann zahnt oder laufen lernt und immer wieder aufstehen würde :?: kann mich da gar nicht reinversetzen, weil der Kleine wie der Große dann in solchen starke körperliche Begrenzung brauchten, um überhaupt runterzukommen. Sehe es eben gerade am Kleinen wieder. Gestern abend, er schlief mal für 15 Minuten (nach 30 Minuten tragen und 25 Min. anschließendem stillen), aber war wahrscheinlich soooo aufgeregt, denn wieder bei uns, übte er fleißig laufen und schaffte bestimmt schon 10-15 Schritte. DA denke ich: Was machen denn hier die Nicht-AP-Eltern? Kind im Bett lassen? "Meckern" lassen? Versteh ich nicht und mir tun dann nur die Kinder leid...

LG, samoe

Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?

Verfasst: 14.05.2016, 14:07
von Feyaria
Witzigerweise habe ich mir gerade eine ähnliche Frage gestellt: der Kleine schläft bei der Tagesmutter alleine ein, er legt sich einfach hin und schläft. Nachdem er ein paar Monate dort war, wollte er hier dann auch nicht mehr auf dem Arm einschlafen, sondern ins Bett. Nach einer etwas rumpeligen Übergangsphase, wo er weder auf dem Arm noch im Bett schlafen konnte, ist er dann tatsächlich hier auch alleine eingeschlafen.
Tja und nun ist das seit etwa einer Woche wieder vorbei, er will auf dem Arm kuscheln und geschuckelt werden bis er schläft. Das ist für mich kein Problem, wenn es nicht zu lange dauert, aber ich frage mich auch, was machen jetzt Eltern die ihr Kind "einschlaftraniert" haben oder meinen, es müsse jetzt immer alleine einschlafen...

Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?

Verfasst: 14.05.2016, 15:31
von Jia
Bei uns gab es tatsächlich auch eine Phase, wo das Einschlafen im eigenen Bett problemlos funktioniert hat. Da hat Mini im Urlaub gesehen, dass der bewunderte grosse Cousin ein "grosses" Bett im eigenen Zimmer hat, und wollte das auch. Hat sie bekommen, fand sie etwa einen Monat lang super und ist dort problemlos eingeschlafen - bis zur ersten Erkältung. Seither schläft sie wieder vorwiegend bei uns bzw. will im eigenen Bett einschlafen (aber mit Händchenhalten, also Mama oder Papa an der Seite) und kommt dann im Laufe der Nacht zu uns rüber.

Dass viele beim Thema Schlafen nicht ganz so ehrlich Auskunft geben oder die Kinder entsprechend trainieren, ist sehr wahrscheinlich. Dazu passt auch, dass bspw. Remo Largo in "Babyjahre" eine Studie zitiert, die zeigt, dass fast 40% der Kinder zwischen 3 und 6 öfters mal im Elternbett schlafen. Dass die Kurve zwischen 2 und 4 steil nach oben geht, hat meiner Ansicht nach nicht viel damit zu tun, dass erst dann bei den Kindern das Bedürfnis nach elterlicher Nähe aufkommt, sondern dass sie erst dann die Möglichkeit dazu haben, weil sie nicht mehr im Baby-Gitterbett schlafen...

Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?

Verfasst: 14.05.2016, 20:04
von Kornblumen
LuxaRosenburg hat geschrieben:Ich hab gelernt, erstmal sehr gelassen nachzufragen - und dann kippt das Bild fast immer. Bei den ganz Kleinen kenne ich ausschließlich Flaschenkinder, die so ruhig schlafen, die haben allesamt einen Schnuller (meistens tag und nacht...), und bei soooo vielen erfährt man dann halt doch, dass es da "Trainingsphasen" gab...

Ich glaube einfach, dass Nähe und Unterstützung beim Schlafen, beim Beruhigen und bei anderen Dingen ein Grundbedürfnis von Kindern sind, und dass die bei vielen Alleinschlaf-Kindern übergangen wurden / werden. So lernen die Kinder gezwungenermaßen alternative Strategien. Im Ergebnis klingt das dann erstmal toll, aber für mich wäre es der falsche Weg.

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Fragst du dann einfach nach, ob es Schnuller gibt? Oder ob sie geübt haben?

Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?

Verfasst: 14.05.2016, 21:05
von samoe
Dass auch sehr viel gelogen wird, das kann ich mir schon denken. Aber ich hatte auch mal so eine Aussage: "Ja, die Blablabla schläft ihre 16 Stunden (die Erzählerin neigt zur Übertreibung) durch, wird nur ein- zweimal kurz gestillt"...aha, tja, wenn das die Auslegung von durchschlafen ist, dann haben meine Kinder nahezu von Geburt an durchgeschlafen...

Ach, mich nervt auch, dass zu jedem "Mutti-Treff" unter den gleichaltrigen Kindern jedesmal das Schlafthema umhergeht, ich halte mich da sowieso meist raus. Noch dazu, weil das JKKSL-Buch vor einer ganzen Weile als "Ja, das ist richtig gut" angepriesen wurde...

Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?

Verfasst: 16.05.2016, 10:32
von LuxaRosenburg
@Kornblumen nee, schon ein bisschen subtiler ;-)
Mein Standardsatz bei "Mein Kind hat ja mit zwei Wochen schon x Stunden durchgeschlafen" ist immer "Boah, echt?? Da würden mir ja die Möpse explodieren wenn sie so lang nicht stillt" - Ach so ja nee wir haben Flasche gegeben.
Daraus entwickelt sich dann ein Gespräch über das Familienbett (stört mich nicht sehr, muss sie ja nur andocken, nicht aufstehen,...) und in wenigen Minuten kommt der Rest der Situation dazu. Ich glaube was da reinspielt, ist eben doch bei vielen der Stolz, sich "durchgesetzt" zu haben...

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Re: AW: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kinder

Verfasst: 30.05.2016, 08:33
von Skoxi
Ich antworte auf diese Fragen immer, dass mein Kleiner gefühlt durchschläft. Und dann folgt eine Erklärung wie bequem stillen im liegen ist.

Auch wenn er bis zu 5 mal, und teilweise stündlich kommt, für mich ist das durchschlafen im gesellschaftlichen Sinn.

Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?

Verfasst: 02.06.2016, 18:13
von Cecily
Ich glaube, dass es sehr auf die Kinder ankommt und auf die Situation(en), in der sie sich befinden.

Bei uns wurde nicht zum Einschlafen gestillt (konnte ich nicht), mein Sohn schläft seit Anfang an meistens (es gibt immer Ausnahmen und das ist total okay) im eigenen Bett im eigenen Zimmer, das erste Jahr zusammen mit seinem Papa, jetzt alleine.

Er schläft oft durch, oft ruft er ein, zwei Mal pro Nacht nach uns, und ist mit ein bißchen kuschelkuschel wieder eingeschlafen.

Aber: Hier wurde ja die Frage nach dem Einschlafen gestellt. Da ist bei uns gar kein Unterschied erkennbar. Wir brauchen ca. 1,5 Stunden vom Insbettgehen bis zum Eingeschlafensein. Allerdings lesen wir auch immer lange vor, erzählen uns was vom Tag und hören Musik. Wenn das allerdings über die "geplante" und schöne 45 Min. - 1 Stunde hinausgeht und vom Abend nix mehr übrig ist, werde ich auch gereizt. Da kann ich allerdings auch nichts gegen machen. Mein Sohn steht dann einfach auf, wenn ich gehe. Anschreien und Drohen gibt`s bei mir nicht, also haben wir dann teilweise schon 1 Stunde so ein Rein-/Rausspiel.

Solche Phasen kommen und gehen. Bei uns ist das so ganz extrem seit der Schnuller weg ist (seit 1/2 Jahr). Da schläft er nachmittags 2 Stunden uns ist abends fit.

Re: (Ein-)Schlaf"probleme" immer bei AP-betreuten Kindern?

Verfasst: 02.06.2016, 20:07
von Scheckse
Sicher haben AP-betreute Kinder nicht alle Schlafprobleme.
Zumindest, wenn man als Problem einen Zustand definiert, mit dem nicht (mehr) alle Beteiligten klar kommen.
Definiert man "im Elternbett schlafen" als Schlafproblem, dann ist der Anteil der "gestörten" AP-Kinder sicher höher. Weil alleine im Dunklen schlafen so artfremd ist, dass es nur für wenige Babys/Kleinkinder ok ist, ein weiterer kleiner Teil sich ohne rigide MIttel überreden lässt, aber die Mehrheit der Kinder das nur mittels nicht-AP-konformer Wege akzeptiert (bzw. der AP-Weg derart aufwändig ist, dass es sich die wenigsten Eltern antun).

An sich lernen AP-Kinder am Vorbild (Nachts schlafen alle, seh ich ja, wenn ich aufwache) und das ist bekanntlich sehr effektives Lernen.
Viele Schlafprobleme, die wirklich ernsthaft beschwerlich sind für Eltern und Kinder kommen vermutlicih eher aus einem sehr einseitig interpretierten AP-Begriff. Beziehungsorientiert impliziert eben auch, dass die Bedürfnisse von ALLEN Berücksichtigung finden. 100% (oder zumindest 99%) Kindorientiert ist in der Babyzeit angemessen, hat für ein älteres Kind aber nicht mehr viel mit beziehungsorientiert zu tun. In Beziehung kann ich nur mit einem Gegenüber gehen, der seine Interessen artikuliert (nicht gewaltsam durchsetzt) und bereit ist sich auf faire Weise auseinander zusetzen.
Einem Neugeborenen können Eltern nicht begreiflich machen, dass sie nach 2 Stunden Einschlafbegleitung jetzt bitte Duschen gehen wollen und noch ne Stunde auf dem Sofa sitzen. Einem 2 oder 3 Jährigegen dagegen schon und das auch auf sehr beziehungsorientierte Weise, die das Kind auch mittragen kann.
Ich denke, dass die (unbewusste) Überzeugung, AP bedeutet seinem Kind nichts zu zu muten, was es nicht selbst anbietet, Ursprung vieler Schlafprobleme ist. Es ist aber genauso wenig ein beziehungsorientiertes Zusammenleben, wenn die eine Seite dauerhaft über jede persönliche Grenze geht, wie wenn die Grenzen/Bedürfnisse des schwächeren Parts einfach ignoriert werden.

Für Eltern unerträgliche Schlafsituationen lassen sich in jedem Lebensalter AP-mäßig so weit anpassen, dass alle wieder gut damit Leben können. Deshalb geh ich davon aus, dass AP-Kinder eher weniger als mehr Schlafprobleme haben als andere (die werden halt leider oft nicht wahrgenommen. Existent sind sie ja aber trotzdem...)