Oh je, das klingt sehr stressig. Das mit dem Elternzeit-Verlängern fiel mir auch ein, und, genau, Stillpausen! Ich kenne mich da leider nicht so gut aus, da ich vor allem home office arbeite und es da immer sehr flexibel handhabe mit dem Stillen, aber vielleicht meldet sich hier noch jemand mit mehr Ahnung?! Arbeitsrechtlerinnen hier?
Das mit der "inneren Maximalzeit", wie lang ich wegbleiben darf, war bei uns auch immer schon so. Mit der Zeit wird es besser. Nur das tröstet Dich wahrscheinlich gerade wenig.
Was bei uns geholfen hat (mein Sohn hatte auch diverse extreme Klammer-Phasen):
- ihm frühzeitig erklären, wie genau der Tag aussieht und wann ich wieder komme und mich dann wirklich daran halten
- viel Zeit mit Kind und mit der Betreuungsperson verbringen, OHNE dass man geht. Manche Leute behaupten dann gerne, dass das Kind sich dran gewöhnt, dass man immer da ist und es dadurch noch schwieriger wird, das halte ich aber für totalen Quatsch - zumindest ist bei uns das Gegenteil der Fall. Wir haben jeden Babysitter so eingeführt, dass ich erstmal mitgegangen/dabei geblieben bin, mich locker unterhalten habe, versucht, gemeinsame Nenner zu finden, so dass ich mich wohl fühle und der Kleine gemerkt hat, oha, der oder die gehört jetzt echt dazu, Mami lacht und unterhält sich und ist fröhlich.
Dein Kind kennt Deinen Vater ja eh, aber vielleicht hilft es, nochmal ganz bewusst etwas mit ihm (und nur ihm, ohne Oma) zu unternehmen, was auch
Dir Spaß macht, so dass im Idealfall alle drei eine gute Zeit haben, was weiß ich, spazieren gehen, kochen, beim Gärtnern helfen, was auch immer Dein Papa gerne macht und Du auch. Sodass die Kleine und Dein Papa nicht nur die gerade ja etwas belastete Trennungszeit erleben. Vielleicht gewinnt Dein Vater dadurch ja auch an Selbstbewusstsein, was das Trösten vielleicht etwas einfacher macht? Nur so eine kleine Idee für die Zwischenzeit, bis Ihr eine Lösung gefunden habt.
Mann, das ist aber auch ein Sch... Durch die finanzielle Komponente ist da wirklich so ein Druck drauf. Bevor Du kündigst, würde ich mich auf jeden Fall beraten lassen bzgl Elternzeit, Stillzeiten etc.
Wenn Dein Arbeitgeber Dich so dringend und schnell und mit so vielen Stunden haben wollte, hast Du vielleicht auch eine bessere Verhandlungsposition als Dir bewusst ist? Ich hoffe auf jeden Fall, dass Ihr bald eine Lösung habt.
Abstillen würde ich deswegen auf gar keinen Fall! Das ist so ein bescheuerter Irrglaube, dass die Kinder kein Problem mehr mit Trennungen haben, wenn sie bei ihrer Mutter keine Milch mehr trinken. Sicher gebundene Kinder vermissen eben deutlich merkbar ihre Bezugspersonen, mit oder ohne Muttermilch. Jetzt noch unter Stress abstillen würde doch eher alles nur noch schlimmer machen. Was soll sich denn noch alles ändern für die Kleine? Lass Dich da nicht unter Druck setzen.
Seelentattoo hat geschrieben:
Ich bin auch wieder arbeiten gegangen, als der Zwerg 12 Monate alt war, von 08.00- 16.00 und es hat lange gedauert, bis er sich eingewöhnt hatte. Er hat bis dahin nur gestillt, Beikost hat ihn so gar nicht interessiert, die Erzieherinnen der Krippe haben mir da auch immer einreden wollen, dass das abstillen sein muss.
Ich habe mich da aber nicht beirren lassen. Wenn ich ihn abgeholt habe, musste noch in der Kita gestillt werden.
Gerade so in dem Alter 12-18 Monate war ihm das stillen sooo wichtig.
Das war bei uns ganz genauso. Sowohl das Drängen der Erzieherinnen als auch sofortiges Trinken noch in der Kita auf dem unbequemen Sofa auf dem Gang.