Hexen fliegen bekanntlich nachts, oder doch ganztags

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Sabina
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Re: Hexen fliegen bekanntlich nachts, oder doch ganztags

Beitrag von Sabina »

Als sie vorhin, nach einer halben Stunde, wieder aufgewacht ist, hast du da mal versucht sie zu stillen?

Mein Grosser hat die ersten Wochen von 18 h - 2 h praktisch nur geschrien, später war dann um 23 h Ruhe. Der KiA hätte wohl auch eine Regilationsstörung diagnostiziert...als ich den ersten Tatort beinahe von Anfang an schauen konnte hab ich mich soooo gefreut. Das war wie Weihnachten! Leider hab ich damals noch an die Mär von der frischen auf die alte Milch geglaubt. Und dass die Verdauung zur Ruhe kommen müsse etc. Deshalb habe ich es gemacht wie die meisten hier im Thread: tragen und aushalten. Summen, singen, gut zureden, sich selbst ablenken und möglichst monotone, beruhigende Bewegungen. Auch mal mit Gehörschutz...und immer dann, wenn ICH mich endlich entspannen konnte, konnte auch mein Sohn loslassen und einschlafen. Unruhige Nächte hatten wir dennoch lange, lange Zeit.

Bei meiner Tochter war dann alles anders. Beim Folgekind ist man per se deutlich entspannter. Zudem war sie ruhiger, schlief allgemein mehr am Tag und genoss es dem Bruder zuzuschauen. Trotzdem war sie Abends viel und lange unruhig. Weglegen war nie möglich. Aber weil ich mittlerweile ja viel im SuT unterwegs war, kannte ich den Begriff Cluster-Feeding. So nuckelte Töchterchen am Abend (anfangs ab ca. 18-19 h, später dann ab 20 h) eine Stunde, döste 15 Minuten weg, meckerte, nuckelte, döste...bis sie nach einigen Stunden (!) komplett im Träumeland angekommen war...und ich konnte in dieser Zeit entspannt TV gucken mit Baby auf dem Stillkissen vor mir. Als die dösenden Momente länger, die unruhigen weniger wurden, habe ich mein Bsby trotzdem bei mir im Wohnzimmer in meinem Schoss behalten. Das war so schön und innig, dass ich das bestimmt bis zum ersten Geburtstag gemacht habe...


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jiu21
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Re: Hexen fliegen bekanntlich nachts, oder doch ganztags

Beitrag von jiu21 »

Sabina hat geschrieben:Als sie vorhin, nach einer halben Stunde, wieder aufgewacht ist, hast du da mal versucht sie zu stillen?
Das wollte ich dir auch vorschlagen. Mein Sohn war nämlich auch immer nach 20 min wieder wach und ich habe eine ganze Weile gebraucht um zu verstehen dass er den Übergang in eine neue Schlafphase nicht allein schafft und deshalb wieder wach wird. Ich hatte es mir dann auf dem Sofa gemütlich gemacht (alles in Reichweite stellen was du brauchst!), meinen Sohn im Arm gehalten und ihn dann einfach gestillt wenn er wach wurde. So hat er dann auch mal 2h geschlafen. Klar saß ich so viele Wochen irgendwie fest aber die Zeit ging dann doch sehr schnell vorbei. Gibt ja viele Serien die man anschauen kann :D

Stillen zum Einschlafen hat hier aber auch lange nicht funktioniert, ich stand lange Zeit tanzend in der Küche vor der Dunstabzugshaube... Einschlafen im KiWa hat mal funktioniert, dann wieder eine Zeitlang nicht. Will sagen, dass sich das (Ein-)schlafverhalten immer wieder ändert und das mit der Zeit auf jeden Fall zum Besseren! Und lass dich nicht verunsichern, falsch hast ihr du sicher nichts gemacht!
mit einem Sohn 08/2014
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Sakura
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Re: Hexen fliegen bekanntlich nachts, oder doch ganztags

Beitrag von Sakura »

Hi Forti,

meine Große war genauso. Tagsüber hat sie 30 min am Stück geschlafen, nie länger, wir konnten die Uhr danach stellen. Dann war sie kurz wach, und dann musste ich sie mühevoll wieder in den Schlaf tragen oder stillen. Nachts nur an mir und nur mit Stillen, Schnuller wurde verweigert. Dazu schreien, schreien, schreien. Einmal hat sie von morgens bis abends geningelt und geschrien, zwischendurch nur eine halbe Stunde geschlafen an dem ganzen Tag. Am nächsten Tag bin ich verzweifelt mit ihr zum KiA gefahren, und die sagte mir auch: Regulationsstörung. Und ich war allein mit ihr, mein Mann ging früh morgens und kam abends spät nach Hause, Großeltern weit weg, und alle um mich rum hatten Babys, die im Kinderwagen stundenlang gepennt haben. Ich habe oft morgens geweint, weil ich mich vor dem Tag gefürchtet habe.

Jetzt wird meine Große bald 5. Die gute Nachricht: ich muss sie nicht mehr in den Schlaf tragen oder stillen, sie schreit nicht mehr den ganzen Tag, und ist auch sonst ganz vernünftig :wink: . Sie ist ein sehr eigensinniger, starker Charakter, sehr wild, sehr körperlich. Aber gleichzeitig sehr sehr nähebedürftig und verschmust, emotional immer noch sehr abhängig von uns Eltern. Rückblickend hätte sie gar kein anderes Baby sein können.

Rückblickend denke ich mir, dass ich mit der Situation besser hätte umgehen können, wenn meine Erwartungen anders gewesen wären. Ich hatte vor dem ersten Kind dieses Bild im Kopf, dass ich in einem Cafe sitze, einen Latte Macchiato trinke, dabei ein Buch lese und mein Baby schläft friedlich im Kinderwagen. Diese Erwartung ist nicht eingetroffen, aber sowas von gar nicht. Andere konnten das, ich nicht. Wenn ich mich schneller von diesem Bild verabschiedet hätte, wäre es mir vermutlich besser gegangen. Es ist eben so, wie es ist, und man kann es nicht ändern.

Realistisch ist vermutlich folgendes: Du nimmst die Situation an, wie sie ist. Dein Kind ist ein 24-h-Baby, welches Dich für die nächsten Monate 24 Stunden am Tag brauchen wird. Allein Küche aufräumen und Buch lesen - kannst Du Dir vorstellen, dass das die nächsten Monate erst mal nicht möglich ist? Ich denke mir rückblickend, ich hätte meine Große viel eher auf den Rücken binden sollen (wenn Tuch nicht geht, es gibt auch gute Tragehilfen, das finde ich persönlich für den Rücken viel einfacher), und mit ihr auf dem Rücken eben die Wohnung aufräumen, statt frustriert mit Baby auf dem Arm zu denken, dass ich so zu nichts komme. Buch lesen: Du trägst sie in den Schlaf, setzt Dich dann hin, und liest die 20 Minuten, die sie schläft. Nachts: wie schläft sie denn da? Versuche, so oft wie möglich abends mit ihr zusammen schlafen zu gehen, damit Du möglichst viele Stunden Schlaf bekommst.

Ich/wir haben damals angefangen, im Rhythmus des Babys zu leben. Kind wird müde, ich binde sie ein, laufe mit ihr in die Stadt. Kind wird wach, ich sitze im Cafe, stille sie, trinke einen Cafe. Kind wird wieder müde, ich binde sie ein, laufe nach Hause. Usw. . Wenn ich ganz verwzeifelt war, habe ich mir immer und immer wieder visualisiert, wie sie mit 14 sein wird. Sie wird nicht ewig ein brüllendes Baby sein, das geht vorbei.

Bei uns ging es übrigens ziemlich schnell vorbei. Die Babyzeit war hart. Als sie 9 Monate war, fing sie plötzlich an, vormittags 2 Stunden am Stück zu schlafen, sie ist einfach nach den obligatorischen 30 min nicht aufgewacht. Wahnsinn. 2 Stunden für mich allein. Sie wurde dann ein "normales" Kleinkind, würde ich sagen. Immernoch massiv auf Mama und auf Stillen fixiert, aber nicht klammeriger als andere Kleinkinder. Die Eingewöhnung bei der Tagesmutti lief unproblematisch und ohne eine einzige Träne (wobei wir auch ein Goldstück von Tagesmutti haben).
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
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Vivilotta
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Re: Hexen fliegen bekanntlich nachts, oder doch ganztags

Beitrag von Vivilotta »

Fortresca ((()))
Ich kann es dir so nachfühlen. Meine Tochter hat auch lange Zeit nur 40 Minuten am Stück geschlafen und ist oft mit Gebrüll eingeschlafen und mit Gebrüll aufgewacht. Und ich lag mit ihr auf der Couch und dachte an die tausend Dinge, die im Haushalt dringend gemacht werden müssten.
Ich unterschreibe bei Sakura. Die nächsten Monate wird vieles nicht möglich sein, und am besten lebst du, wenn du dich ihrem Rhythmus anpasst.

Hilfreich bei uns war:
- eine für mich und für Baby geeignete Schlafposition finden. Und immer, wirklich immer, wenn das Baby Müdigkeit zeigt, diese Position einnehmen und nur in Ausnahmefällen abrücken. Bei uns war das so, dass sie auf mir lag (ich war quasi ihr Bett), so konnte ich sie gut schuckeln. Wenn Sie eingeschlafen war, konnte ich entweder selbst kurz mitschlafen oder im Internet surfen. So habe ich viele, viele Stunden/Tage/Wochen verbracht.
Ich hab irgendwann aufgehört, ständig zu versuchen, sie abzulegen. Ich hatte das Gefühl, sie braucht das Vertrauen, dass ich sie halte, auch während sie schläft.

Irgendwann fing sie an, beim stillen einzuschlafen. Ich muss aber immer noch bei ihr bleiben, sonst wacht sie ganz schnell wieder auf. Wenn sie weint beim aufwachen, dann ist sie noch müde gewesen und hat dann auch meist weitergeschlafen beim stillen.

Nachts geht bei uns auch nur auf meiner Matratze zu liegen. Wir haben mittlerweile auch 2,40 und es ist herrlich.

Vom alleine einschlafen und weiter einschlafen sind wir zwar gefühlt noch Jahre weit weg, aber wir haben unseren Weg gefunden.
Ich will aber auch nicht alles beschönigen, dieser Weg ist vor allem für mich extrem entbehrungsreich. Ich habe mich komplett ihrem Rhythmus angepasst, ohne Mittagsschlaf (der auch fürs stillen unterbrochen wird) und spätestens um 21 Uhr im Bett liegen, schaff ich die Tage nicht.


mit Fini 02/15
mit Fini 02/15 und Paulini 05/19
EhMiwL

Re: Hexen fliegen bekanntlich nachts, oder doch ganztags

Beitrag von EhMiwL »

Hallo du,

ich kann deine Gefühle so gut nachvollziehen. Mein Sohn hatte auch Regulationsstörungen und hat das erste halbe Jahr quasi durchgebrüllt. Ich denke bei uns war es so, dass wir uns gegenseitig immer wieder angetriggert haben, was uns in so einen blöden Kreislauf gebracht hat. Mein Sohn wurde zu früh geboren und war die ersten Wochen in der Kinderklinik. ich hatte auch eine Wochenbettdepression, was das ganze nicht gerade besser gemacht hat.
Mir hat definitiv Reden ganz viel gebracht. Ich hatte eine Familienhebamme, die mich einmal die Woche besucht hat und nach uns geschaut hat. Es war für mich ganz wichtig, zu begreifen, dass nicht ICH Schuld daran bin, dass das Kind soviel schreien muss. Irgendwann beginnt man so zu verzweifeln, an sich und an seinen Fähigkeiten als Mutter, wenn alle Versuche, die man unternimmt mit Gebrüll anfangen und im Gebrüll enden....das war das schlimmste für mich: Nichts tun zu können, damit es besser wird oder aufhört. In meinem Kopf ist die Mutter immer die einzig verantwortliche für das wohlergehen des Kindes gewesen. Die Mutter nimmt das Kind in den Arm und schwupps es beruhigt sich.....tja, bei mir war es nicht so...Hinzukommt, dass im Hinterstübchen auch Aggressionen aufs Kind entstehen, die man sich so gar nicht eingestehen will. Aber ja, das Schreien macht auch aggressiv.....

Geholfen hat uns dann:
Die Zeit und die damit verbundene Reife des Babys und die Einsicht nicht Schuld an der Situation zu sein.
Wir haben erstmal sämtliche Reize von aussen abgeschaltet: also, kein Radio im Hintergrund, keine Einkäufe mehr mit Kind usw. das hat hier schon sehr viel beruhigt!
Tragen,tragen und tragen bis zum Umfallen....
Ganz viel Gespräche mit einer lieben Person, der du vertraust.

Ich wünsch dir alles Gute und glaub mir, wenn diese Phase vorbei ist, hast du einen kleinen Sonnenschein zu Hause!
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Fortresca
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Re: Hexen fliegen bekanntlich nachts, oder doch ganztags

Beitrag von Fortresca »

Nein, als sie gestern Abend aufgewacht ist, hab ich nicht gestillt. Bis ich sie aus dem Tuch rausgehabt hätte usw, wäre sie schon wieder so wach gewesen, dass der PowerNap+Imbiss wieder genug gewesen wäre, um bis 1Uhr nachts Party zu schieben. Einschlaftillen klappt ca 1x/Woche. Sonst ist sie zu guckig.
Als wir dann ins Bett sind, ist sie zwar beim Aus-dem-Tuch-Wickeln auch kurz aufgewacht, aber hat dann doch mit Brustnuckeln und ner Flasche (ich füttere zu) weitergeschlafen. Die Nacht war mit 4x aufwachen dann ok.

Hexi clustert kaum mehr. Das hat sie mit ca 2 Monaten abgelegt. Klar, genuckelt wird noch, aber ie ist grundsätzlich keine große Kuschlerin. An Mama oder Papa liegen ist eigentlich nur gut, um zu stillen, Unterarmstüz zu üben oder "die Brust hochzukrabbeln".

Schnuller wird hier übrigens auch verweigert. Sie hat ihn ganze 2x gnommen, als sie bei meinem Freund im TT eingeschlafen ist.

Bis in 5 oder 14 Jahren hab ich leider keine Zeit. Ich muss ab September mind. Teilzeit wieder arbeiten. Der Kitaplatz ist schon zugesagt.

Zum Glück trau ich mich so langsam an den ER, aber der wird von der Hexi bisher max ne halbe Stunde toleriert. Aber immerhin.

Klar, so ein Baby ändert alles, aber... am Anfang ging doch längeres Schlafen auch bei Licht und Geräuschen *seufz*

Dieses Eingekeilt-Schlafen finde ich halt null erholsam :/ da kann ich auch weiterlaufen/schockeln.

Für nachts fand ich jetzt ein Stilllicht hilfrich. Nicht mehr die doch recht helle Nachttischlampe. Da schläft sie besser weiter, hab ich den Eindruck.

Heute gehen wir wieder schwimmen. Beim letzten Mal war sie sowohl dort als auch danach total happy und ko, sodass sie gut schlafen konnte.

Zum Reden hab ich leider nicht viele. Bin die erste im Freundeskreis, die ein Kind bekommen hat. Nur im weiteren Kreis hab ich jemand, mit em ich auch mal ehrlich sein kann. Dann halt meine Mutter. Aber... das ist eben meine Mutter und keine Freundin. Ein "du warst auch so" ist doch was anderes als ein "ja, mein(e) xy ist auch so". Die SHG ist nur monatlich. Für den RüBiKurs muss ich in di nächtst größere Stadt.
viele Grüße
von Forti mit der kleinen Nebelhexe (10/15) & dem Elfenöhrchen (12/19)

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Sakura
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Re: Hexen fliegen bekanntlich nachts, oder doch ganztags

Beitrag von Sakura »

Fortresca hat geschrieben:Bis in 5 oder 14 Jahren hab ich leider keine Zeit. Ich muss ab September mind. Teilzeit wieder arbeiten. .
Denke nicht an September. Denke daran, wie Du HEUTE schön oder wenigstens erträglich gestalten kannst. Bis September wird Dein Kind mehr als doppelt so alt sein wie jetzt. Sie wird sich massiv weiter entwickelt haben. Vermutlich wird sie schon krabbeln, oder wenigstens robben, und viele Babys sind schlagartig viel zufriedener, wenn sie sich selbst fortbewegen können. Sie wird vermutlich schon ordentliche Portionen essen, und nicht mehr von Dir als alleinige Nahrungsquelle abhängig sein. Und sie wird älter sein. Die Zeit ist auf Deiner Seite.

Schau Dir an, wie es Dir HEUTE geht, und wie Du HEUTE packst. September kommt erst im September, und bis dahin sieht die Welt anders aus.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

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Re: Hexen fliegen bekanntlich nachts, oder doch ganztags

Beitrag von PinkLady123 »

Hallo Forti,

Ich hab jetzt nur den Ausgangspost gelesen, weil L. eben auch aufgewacht ist, möchte aber gern ein paar Worte hier lassen. Gleich vorweg: Tipps habe ich nicht, außer die Situation so anzunehmen, auch wenn es schwierig ist und versuchen, sie so angenehm wie möglich zu gestalten. Deine Hexe und meine kleine sind gleich alt - und bei uns ist es genauso. Tagschlaf seit 2 Wochen maximal 30 Minuten am Stück, ein einziges mal hat es geklappt, sie beim aufwachen direkt zu stillen, sodass sie weiter geschlafen hat. Nonomo ist doof, Auto auch und KiWa sowieso. Sie schläft mir im Tuch oder meinen Arm mit stillen oder fingernuckeln ein. Ablegen geht nicht. Abends, wenn sie dann richtig in Tiefschlaf ist, kann ich sie dicht (!) neben mich legen oder auf meinen bauch. Und ja, es ist so anstrengend. (()) mein großer war genauso, daher ist mir die Situation nicht neu; allerdings ärgert es mich oft, dass ich für den großen so wenige Kapazitäten habe. Du sieht, du bist nicht allein. Mir hilft, dass mein Mann die kleine am Wochenende mal nimmt zum einschlafen (bei ihm gibt es dann leider mehr Geschrei, da er sie dabei aber liebevoll begleitet, halten wir das dann mal aus), er muss sie sich auf den bauch legen und ihr den Finger zum nuckeln geben. Und ich versuche mich auch daran zu erfreuen, wie kuschelig es doch ist, wenn sie auf meinem Arm oder bauch oder an mir schläft, insbesondere abends, wenn nichts mehr zu tun ist. Die kleine bleibt auch bei mir im Wohnzimmer auf dem Sofa, bis wir zu Bett gehen, so muss ich nicht jeden Abend im dunklen Schlafzimmer liegen. Und: es wird besser und geht vorbei. Bei den einen früher, bei den anderen später. Mein großer konnte mit 7 Monaten von einen Tag auf den nächsten nach dem Einschlafstillen allein im familienbett vorschlafen. Ich wünsche dir starke Nerven und Durchhaltevermögen! (())
Liebe Grüße PinkLady
mit dem Großen 07/13 und der Kleinen 10/15
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Gebt den Kindern Liebe, Liebe und noch mehr Liebe, dann kommen die guten Manieren von ganz allein.
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Fortresca
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Re: Hexen fliegen bekanntlich nachts, oder doch ganztags

Beitrag von Fortresca »

Wer hat sich denn das ausgedacht, dass Babys ausgerechnet zu der Zeit, wenn man auch auf die Idee kommt, nebenbei mal wieder Paar und nicht nur Eltern zu sein, so anstrengend sind?
Oder auch: Wie haben es die Eltern von Freundinnen geschafft, dass diese nur 11Monate auseinander sind? ;)

Scherz beiseite.
Gestern war soweit gut.
Wir waren nicht schwimmen, war uns zu voll. Dafür spazieren, trotz Mistwetter.
Abends wars Einschlafen nochmal ein ziemlicher Kampf.

Der Hinweis mit dem 24hBaby war interessant. Hab mir mal the fussy baby bestellt. Die deutsche Version ist ja grad unverschämt teuer.

Das Lullababy lässt Hexi zwar nicht einfach so schlafen, aber mal nur mit einem Finger anschubsen zu müssen, statt nur zu tragen, ist schon nett für den Rücken. Allein das ist prima, dass sie darin ohne Geschrei einschläft.

Auto findet sie inzwischen erträglich, schreit nicht mehr so viel darin, aber an Schlaf ist immer noch nur selten zu denken. Aber so trau ich mich, kurze Strecken auch mal vorn zu sitzen.


Also... abwarten und Tee trinken. Na, das hilft wenigstens in der atuellen Erältungszeit ;)
viele Grüße
von Forti mit der kleinen Nebelhexe (10/15) & dem Elfenöhrchen (12/19)

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Re: Hexen fliegen bekanntlich nachts, oder doch ganztags

Beitrag von Fortresca »

Nachdem es sich kontinuierlich gebessert hatte, ist es erst tagsüber wieder "schlimemr geworden" und un und auch schon die zweite Nacht:

Tags schläft sie ausschließlich im TT. Das geht ja noch. Außerdem kann mans erklären: Seit gestern dreht sie sich. Ich hab die Hoffnung, dass sich das jetzt wieder langsam bessert und sie sich vielelicht doch mal ablegen lässt, zumndest wieder ins Lullababy... Aber wenigstens schläft sie tags ohne größeren Kampf ein, dann von mir aus auch nur im TT und nur auf dem Ball, auch wenn mein Rücken sich so langsam beschwert. (Beim eR bekomm ich die Kopfkante nicht fest und dann schläft si logischerweise nicht gut, ohne richtg Halt. Also TT immer vorn...)

Nachts waren wir bei ca von 21-8h mit 3-8 Unterbrechungen. Prima. Wir haben die Nachtwindel zwischen 19 und 20h angezogen, in den Schlaf getragen und nach ner halben Stunde etwa bin ich mit ihr ins Bett und konnte noch ne halbe Stunde später noch mal ein wenig raus.

Tja. Nun aber wacht sie alle 30-60 Min untröstlich auf, trinkt wie ein Loch und hätte dann einmal Party gerne, bitte, danke, gern geschehen. Ins Bett im Sinn von Nachtschlaf? Frühestens um Mitternacht. Aufstehen? Um 8, aber spätstens.

Schläft sie tags zu viel? Da kommen gern noch 6 Stunden zusammen. Auf der anderen Seite denk ich mir da aber auch immer, wenn sie nach 20-30 Minuten aufwacht, dass sie doch noch nicht ausgeschlafen sein kann.

Aktuell trägt sie mein Freund im abgedunkelten Schlafzimmer hin und her und ich werde bald mit einem schlechten Gefühl ins Bett gehen: auf der einen Seite genervt und auf der anderen ein schlechtes Gewissen deswegen.
viele Grüße
von Forti mit der kleinen Nebelhexe (10/15) & dem Elfenöhrchen (12/19)

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