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Re: Ablenken

Verfasst: 17.02.2016, 19:11
von Mamorea
Ich finde auch, dieses "ist doch nichts passiert " was man ständig hört wenn ein Kind sich wehgetan hat, ganz furchtbar. Es ist wohl was passiert und deshalb weint das Kind.

Und außerdem möchte ich noch sagen, dass Ablenkung auch für Erwachsene eine sinnvolle Art ist, mit körperlichen Schmerzen umzugehen. Zum Beispiel beim Zahnarzt oder unter der Geburt hilft es, die Gedanken möglichst weit wegschweifen zu lassen. Ich hatte mal eine Krankheit, wo ich die Schmerzen als unerträglich empfand sobald ich allein in meinem Zimmer war. Wenn jemand bei mir war und wir was unternommen haben, waren die Schmerzen komplett weg.

mit Schneckchen 09/14

Re: Ablenken

Verfasst: 17.02.2016, 19:56
von FuFu
Ich hatte bei dem Ablenken, was ich von Gefühl her komisch finde, nicht an körperliche Schmerzen gedacht.

Bei körperlichen Schmerzen hilft es ungemein. Ich mache dann aber meistens etwas, was damit zu tun hat z.b. pusten oder ein Kühlkissen. Klein-Fufu ist da aber selten abzulenken bzw. sie beruhigt sich eh schnell wieder.

Merkwürdig finde ich dieses penetrante ablenken, wenn ein Kind was möchte und es nicht bekommen soll. Wobei natürlich auch da sehr auf die Abstufung ankommt. Aber bei manchen ist dieses ablenken so penetrant, also nach dem Motto bloß nicht weinen, schnell hektisch was anderes finden. DAS empfinde ich als unnatürlich und abwertend. Ist aber eher mein Gefühl und ich finde es spannend, dass das hier (im Form) zum Teil offensichtlich geteilt wird.

☆ mobil mit Klein-FuFu *12/12 ☆

Re: Ablenken

Verfasst: 17.02.2016, 20:21
von KinderKinder
Unlängst habe ich einen Artikel dazu gelesen, was es mit Kindern macht, wenn sie immer abgelenkt werden. Dann brauchen sie auch im späteren Leben immer Ersatzbefriedigungen. Leider finde ich den gerade nicht, ich suche aber gerne weiter.

Re: Ablenken

Verfasst: 17.02.2016, 20:23
von KinderKinder

Re: Ablenken

Verfasst: 10.04.2016, 09:29
von solcita
Genau, ich habe in der Zeitschrift "Mit Kindern wachsen " auch gelesen, man solle die Kinder ihre Gefühle ausleben lassen. Kinder haben ein gutes Gespür und "fangen" sich schnell selbst wieder. Sie brauchen niemanden , der sie durch Ablenkung aus der Trauer herausholt.
Bei meiner Tochter spüre ich das. Sie weint in einem Moment bitterlich, ich halte und tröste sie und von einem Moment auf den anderen ist sie ruhig und geht wieder spielen.
Man soll den Schmerz bzw das Gefühl weder auf - noch abwerten.
So vermeidet man auch, dass was viele Erwachsene tun : dass man im Schmerz ausharrt... sich bemitleiden lässt....

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