Hallo Yolli
Leider bin ich keine Stillexpertin und stille meine Tochter auch nur teilweise, darum kann ich dir leider keinen wirklichen Ratschlag geben, sondern lediglich von meinen Erfahrungen berichten, wenn du daran interessiert bist.
Erst mal finde ich es wundervoll dass du im Geburtshaus entbunden hast! Das ist ein Traum der mir in Zukunft leider verwehrt bleiben wird, falls wir uns für ein weiteres Kind entscheiden sollten. Wie ich sehe ist aber auch das leider keine Garantie für eine funktionierende Stillbeziehung.
Ich weiß nicht in wiefern das zutreffend ist, aber wahrscheinlich spielt die seelische Komponente eine nicht zu unterschätzende Rolle. Vermutlich wird das ganze um so festgefahrener, je mehr schlechte Erfahrungen man gemacht hat.
Eine Medela Symphony hatte ich auch, habe alle zwei Stunden gepumpt da ich die Kleine ja nicht anlegen durfte. Als unsere Tochter schließlich zuhause war und ihre Brust-schrei-Phase überstanden hatte und endlich ran ging habe ich die Pumpe an den Nagel gehängt. Sah auch von Anfang an keinen wirklichen Sinn in diesem Gerät und die Milchmenge steigern kann man damit meiner Meinung nach nicht. Es gibt Frauen bei denen das funktioniert, ich gehörte aber definitiv nicht dazu. Ob ich nun wirklich zu wenig Milch habe oder hatte werde ich wahrscheinlich nie erfahren. Tatsache ist dass Cara eine extreme Saugschwäche hatte, bedingt durch ihre Größe und Unreife. Wahrscheinlich konnte auch sie die Brust nie richtig anregen und entleeren, sie ist immer nach fünf Minuten eingeschlafen und hat nur genuckelt.
Zur Pumpe bin ich definitiv nicht richtig angeleitet worden. Man drückte mir das Teil in die Hand mit der Bemerkung dass die Beschreibung dabei liegt. Manchmal haben die Schwestern auf der Wochenstation auch vergessen mir die sterilisierten Brusthütchen wieder zu bringen.
Die ganzen Hausmittelchen habe ich selbstverständlich auch eingeworfen bis zum geht nicht mehr, hatte mir sogar Syntocinon Nasenspray besorgt. Alles mit ernüchterndem Ergebnis. Pro Brust gab es nie mehr als 15-20ml.
Richtigen Milcheinschuss hatte ich auch nicht und den Milchspendereflex hat's wohl auch nie wirklich ausgelöst.
Zu deinen Fragen;
*Bei ihrer Entlassung wog unsere Tochter 1600g und bekam sechs Mahlzeiten am Tag, je 70ml. Angefangen wurde mit acht mal täglich 20ml, dies wurde dann fast tdavon waren etwa zwei Fläschchen Muttermilch, der Rest Frühchennahrung. Meiner Meinung nach war das aber viel zu viel, ihre Gewichts und Wachstumskurven schossen fast senkrecht nach oben und sie sah schon bald aus wie ein Michelinmännchen. Die KiÄ meinte irgendwann mal

Jetzt ist aber mal gut mit zunehmen. Das Krankenhaus sagte uns dass wir unbedingt den Rhytmus 7.00Uhr, 11.00Uhr, 15.00Uhr, 19.00Uhr, 23.00Uhr, 3.00Uhr beibehalten müssten, ich hab aber darauf gepfiffen und ließ meine Tochter trinken wenn sie hungig war. Das Maximum an Flaschennahrung war immer 60-90ml etwa vier mal am Tag, ansonsten durfte sie an die Brust wann sie wollte und wie lange sie wollte. Rhytmus hatten wir da gar keinen und sie behielt die Trinkmenge auch so bei. Erst jetzt, mit Einführung der Beikost schafft sie 120ml auf ein mal.
*Als sie nach Hause kam hatte sie genau ein mal am Tag Stuhlgang, da war sie korrigiert exakt so alt wie ein neugeborenes. Ganz am Anfang hatte sie jedoch häufiger Stuhlgang, etwa drei oder vier mal am Tag. Jetzt mit Beikost hat sie etwas mit Verstopfung zu kämpfen und sie hat wieder 2-3 kleinere Mengen am Tag. Nasse Windeln hat sie 6-9, aber wie gesagt ist sie an zu große Trinkmengen gewöhnt weil die Kinderklinik sie so gemästet hat.
*Cara war ein Mangelfrühchen, nicht extrem jung, dafür aber für das Schwangerschaftsalter sehr, sehr klein. Ich hatte einen Kaiserschnitt unter Vollnarkose und durfte sie das erste mal nach drei Tagen sehen und nach acht Tagen halten. Es gab keine Stillbeziehung und beim pumpen kam kaum was raus. Als wir dann zuhause das Anlegen probierten endete jeder Versuch mit einem Schreianfall und einem Nervenzusammenbruch. Sie schrie, stieß sich weg, fuchtelte mit ihren Ärmchen und biß in die Brustwarze. Irgendwann machte es klick bei ihr und das Anlegen klappte dann und klappt bis jetzt. BES von Medela hatten wir auch, mochte sie aber gar nicht.
*Wir haben Lansinoh Momma Sauger, die sind aus Silikon und werden unten recht breit, sodass Madamme ihr Schnäbelchen aufsperren muss wie an der Brust. Schnuller hatte sie auf der Neo, Zuhause haben wir nie einen, nur unterwegs, beim Kinderarzt oder wenn sie krank ist. Wenn deine Maus keinen Schnuller will dann lass es einfach.
*Einen Schiefkopf und Schlagseite hat Cara auch, sie streckt und überstreckt sich auch hin und wieder gerne. Wollte auch Krankengymnastik deswegen. KiÄ befand das jedoch für unnötig. Müssen da noch mal Druck machen. Ich vermutete auch dass das mit ihrer Verweigerung zu tun hat, da eine Mittelohrentzündung ausgeschlossen wurde. Man sagte jedoch dass Kaiserschnittkinder sowas generell nicht haben würden.
*nun, ich habe PCOS mit massiver Insulinresistenz, Übergewicht und SD-Unterfunktion. Nur stillen andere Frauen mit dieser Problematik ja auch voll, weshalb mich das wirklich sehr enttäuscht nicht genug Milch für meine Süße zu haben. Jetzt beim Stillen nehme ich nur Euthyrox 75 und zu Beginn der Kinderwunschbehandlung Metformin, bis zur 18.SSW. Das würde ich aber auf keinen Fall mehr machen.
Gelbsucht hatte unsere Maus auch, musste sogar Phototherapie machen. Doch da sie eh im Inkubator lag und ich sie nicht rausnehmen durfte wird das bei uns wohl eher keine Rolle gespielt haben.
Natürlich bist du auf einem guten Weg und machst alles was man machen kann. Leider ist auch das keine Garantie dass es mit dem Vollstillen klappt. Ich kann verstehen dass du traurig bist, bin ich auch
