ist es ohne stillen leichter?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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sonnenkäferlein
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von sonnenkäferlein »

ihr seid super.
so schnell so viele tolle, persönliche antworten.

es hilft einfach immer wieder, sich auszutauschen, sich bewusst zu werden. danke.
über ihr glück unglaublich dankbare mama mit zauberhaftem mädchen (01/15)
mamoto
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von mamoto »

Ah da liegt also mein "Fehler ". Ich hab auch nach Bedarf die Flasche gegeben, wie eben auch zuvor beim stillen. Und kam so trotz Beikost auf täglich 10-12 Flaschen zum spülen. Und nachts zu weniger Schlaf als beim stillen. Aber ich möchte es auch gar nicht anders machen ;-) war schlimm genug, dass ich nicht mehr stillen konnte.
bollo123
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von bollo123 »

Wie ist es eigentlich dann mit Überfüttern?! Eine Freundin hat nach 2 Monaten abgestillt und der Kleine kriegt ca. 8 Flaschen pro Tag und trinkt 1000 ml, manchmal mehr. Er trinkt auch zur Beruhigung, denke ich. Ist das dann ok so?!?
bollo123
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von bollo123 »

Noch zum ursprünglichen Thread: ich denke, dass es eine Kombination aus dem Charakter des Kindes und dem Angewöhnen von Beruhigungsmethoden ist. Es ist doch fast allen Stillkindern gemein, dass nachts fast nur die Brust zur Beruhigung hilft. Mein Kleiner war die ersten drei Monate das komplette Gegenteil der Großen, hat viel und gut geschlafen und war sehr ausgeglichen. Dann wurde er mobil und das Schlafen wurde immer schwieriger. Nun sind wir eigentlich genau da, wo wir auch mit der Großen waren. Beim Einschlafen hilft (wenn überhaupt) nur die Brust, kein Tragen, kein Schnuller, kein Schunkeln. Ich frage mich grad so manches Mal, ob man zu Anfang nicht besser brustunabhängige Beruhigungsmethoden hätte einführen sollen, und ob es damit nun entspannter wäre. Aber es ist stillend halt echt ne Überwindung das einschlafende Baby abzudecken, um es dann in den Schlaf zu tragen...:-/
Leja
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von Leja »

Ich kann nichts zu Flaschenkindern sagen nur zu meiner Situation mit stillkind. Als der Zwucki so um ein Jahr alt war (also wie deine kleine jetzt) hab ich mir ähnliche Fragen gestellt. Nachdem er so mit 4-6 Monaten nachts nur 1 mal gestillt hat und ich mich schon auf ein baldiges durchschlafen gefreut habe warn wir wieder bei 3-6 mal stillen. Und nicht nur Genuckel, er hat teilweise richtig viel getrunken. Ich glaube es waren mehrere Dinge die da zusammengefallen sind: Entwicklungsschub, Zahnen, später Beikostesser... Naja. Jedenfalls kam abstillen bei uns gar nicht in Frage da er sonst noch sehr wenig gegessen hat und die Folgemilch auch in "Notfällen" verweigert hat.

Es hat sich dann nach einer gefühlten Ewigkeit von selbst eingependelt. Momentan stillt er nachts 1-3 mal wacht aber häufiger auf und lässt sich manchmal auch nur durch Schnuller beruhigen (den wollte er in der schwierigen Phase gar nicht) oder ich leg ihn mir auf den Bauch (da liegt er jetzt gerade ; )

Kurz nach seinem 1. Geburtstag hat er eine doofe Grippe erwischt. Da war ich heilfroh das wir das stillen hatten. Stillen und tragen war das einzige das ihn beruhigt hat und er war recht schnell wieder fit nur mit stillen und ein paar globuli...

Ich denke das schlafverhaltrn ist so wie viele schon angedeutet haben eine sehr individuelle Sache. Ich würde dir nur empfehlen nichts vorschnell zu entscheiden sondern über mehrere Wochen zu beobachten und überlegen was für euch gut passt. Auch um nicht in einer eh schon schwierigen Phase abzustillen.
Zwuck (9/2014) und Schäfchen (11/2020)
-Ministernchen (9/2019)
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Vivilotta
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von Vivilotta »

Die gleichen Fragen habe ich mir auch oft gestellt.
Vor kurzem in der Krabbelgruppe hat eine Mama erzählt, dass ihr Sohn mit 8 Monaten angefangen hat, alle 2 Stunden aufzuwachen, dann hat sie ihn auf Flasche umgestellt und jetzt wacht er nur noch einmal auf. Schnuller hat er keinen. Solche Geschichten wundern mich immer wieder und man hört sie doch sehr häufig (daher kommt ja auch der weit verbreitete Irrglaube, Flasche würde satter machen als Stillen).
Ist es der Milchgeruch der Brust, der dazu führt, dass die Babys häufiger wach werden und dann bei Flasche weniger?

So manches Mal habe ich ehrlich gesagt das Stillen schon verflucht. Ich habe ja hier ein reines Brustkind, sie verweigert schon immer jeglichen Schnuller oder künstliche Sauger. Und hat noch nie besonders gut geschlafen. Ich hab dafür oft das Stillen "verantwortlich" gemacht. Als sie aber mal 1-2 Nächte von selbst nicht stillen wollte, aber trotzdem stündlich wach war, habe ich meine Meinung geändert zu: ich bin froh, dass ich so problemlos stillen kann und die ultimative Beruhigungsmöglichkeit für mein Kind hab. ;-)


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tania
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von tania »

und was waere, wenn es tatsaechlich so waere, dass mein kind nachts durchgeschlafen haette mit sagen wir mal acht monaten und alles, was er an zuwendung, mama, rueckversicherung, verarbeitung, naehe nachts bekommen hat, tagsueber haette bekommen muessen? was, wenn ich das gar nicht zu leisten imstande bin und er somit gar nicht mehr auf erfuellung dieser rueckversicherungsbeduerfnisse besteht?

ich habe bei meinem grossen sohn tagsueber beobachten koennen, wie er sich direkt nach dem stillen weit von mir entfernt hat. er hat alleine gespielt, war stunden beim papa, alles von sich heraus, begeistert. je laenger die letzte stillmahlzeit her war, desto naeher war er an mir dran. viel mama im bauch ermoeglichte also einen gewissen abstand zu mir.
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von melusine »

mein flaschenkind war so ein "mutiges" kind. meine stillkinder haben die ersten zwei jahre nichts ohne mich, an mir dran gemacht.
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tania
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von tania »

melusine hat geschrieben:mein flaschenkind war so ein "mutiges" kind. meine stillkinder haben die ersten zwei jahre nichts ohne mich, an mir dran gemacht.
das ist mMn charaktersache. ich hab zwei sehr unterschiedliche stillkinder. und das oben mit dem vollen bauch und mama und so ist ja eine reine (!) interpretation meinerseits. ich hab mir damit gerne das haeufige stillen schoengeredet ;-) mir ging es um einen anderen punkt: das haeufige stillen nachts ist sehr komplex, das ist nicht nur aufwachen, das hat - natuerlich - auswirkungen auf den tag (zum beispiel eine muede mutter ;-)). aber ich kann eben nicht einfach stillen durch durchschlafen ersetzen. da passiert ja viel mehr zwischen mutter und kind (im halbschlaf), was muetter von durchschlafenden kindern eben tagsueber leisten.
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mamoto
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von mamoto »

Das ist tatsächlich Charaktersache;-) mein kleiner dreijähriger ist in allem mutiger als sein fünf Jahre älterer Bruder ;-) der Große klebt heute noch an mir dran, im Urlaub zb oder wenn wir mal irgendwohin gehen wo er noch nicht war und der kleine reißt sich immer los. Beide klebten aber nachts die ersten zwei Jahre an mir dran, egal ob mit brust oder Flasche ernährt ;-)
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