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Re: Zu Kieferorthopädischen Behandlung zwingen? Wie?

Verfasst: 14.12.2015, 19:16
von klimaforscherin
Ich dachte immer, das Motzen wäre bei Kieferortopäden die Grundausstattung?
Meiner hat nur gemotzt. Jahre später hat ein neuer Zahnarzt ganz begeistert meine "1-A-Verzahnung" bewundert.

Würde es helfen, wenn deine Tochter die Folgen von mangelnder Mundhygiene bzw schiefe Zähne mal sieht?
Oder als Vergleich ein gut gepflegtes?

Re: Zu Kieferorthopädischen Behandlung zwingen? Wie?

Verfasst: 14.12.2015, 19:37
von Lösche Benutzer 1828
Die Kinder sind privat versichert. Da gibt es nix zurück ;)
Also, beide tragen sie ohne Murren. Zwar nicht so lange, wie sie sollten, aber sie tragen sie.
Tochter trug jetzt 1 Jahr eine lose. Ab Sommer nun eine feste. Wir haben das lange hinausgezögert. Weil sie eben erst nicht wollte. Und ich der KOin gesagt habe, dass wir uns als Familie den Stress nicht antun. Da hätte ich es lieber gelassen. Als die ZAin dann irgendwann meinte, es seie schon dringend nötig, war sie bereit.
Die feste macht wirklich viele Termine. Ständig ist was. Aber sie macht das alleine - die ganzen Termine. Ausser es sind lange Sitzungen oder was zu besprechen. Ich fahr da nicht immer mit, wenn mal wieder was ab ist.
Mit Zwang hätte ich das alles nicht gemacht. Ich muss mich auch verlassen können, dass sie selber ordentlich putzen. Tun sie auch, das wird ja regelmäßig kontrollieren. Tut man das nciht, hat man uU später lauter kariesbefallene Zähne.

Re: Zu Kieferorthopädischen Behandlung zwingen? Wie?

Verfasst: 14.12.2015, 21:30
von Morgaine47
Lese ich das richtig? Spange muss man mittlerweile selber zahlen? Bei mir hat das damals meines Wissens die KK gezahlt, ist aber schon über 25 Jahre her. Mir war nicht bewusst, dass das heute nicht mehr so ist. Vor allem bei anscheinend ja eher gravierenden Sachen wenn OP im Raum steht. Müsste man die OP auch selbst zahlen?

So krumm und schief wie die bleibenden Zähne bei der Großen kommen sollten wir wohl schon mal anfangen zu sparen.

Übrigens hat sie schon eine Spange da 2 Milchbackenzähne gezogen werden mussten als Platzhalter. Ich meine die hat komplett die KK übernommen, bin aber nicht mehr ganz sicher.

Kurz vom Handy

Re: Zu Kieferorthopädischen Behandlung zwingen? Wie?

Verfasst: 14.12.2015, 21:41
von sternenweib
ich hab mir das kind ganz am anfang geschnappt, ihm das system mit den 20%-vorstrecken erklärt und ihr gesagt, dass sie bei erfolgreichem abschluss die hälfte davon bekommt und es aber auch einfach komplett ihr verantwortungsbereich ist. hat super geklappt. den kfo hab ich eigentlich nur zur vorbesprechung und zur nachbesprechung gesehen und behandlung ist sehr erfolgreich abgeschlossen.
ach ja: ich bin davon überzeugt, dass diese 20-stunden-täglich eine übertriebene ansage sind, so nach dem motto "wenn man 20 sagt, trägt das kind sie mit höherer wahrscheinlichkeit zumindest 10. würde man 10 sagen, würde sie die nur jede zweite nacht tragen."

Re: Zu Kieferorthopädischen Behandlung zwingen? Wie?

Verfasst: 14.12.2015, 22:28
von Lösche Benutzer 1828
Mind 12 h wurde uns gesagt - und ob man das selber zahlen muss, keine Ahnung. Die Private meines Mannes deckt das.
Aber das sind 12.000 pro Kind :shock:

Re: Zu Kieferorthopädischen Behandlung zwingen? Wie?

Verfasst: 14.12.2015, 22:42
von Linda89
Myraya hat geschrieben:Ich hatte auch eine deutliche Fehlstellung (ausgeprägter Überbiss) und war konsequenter Zahnspangenverweigerer. Ich hab dann nach 2 Jahren Quälerei meiner Mutter eine feste bekommen und bin im Nachhinhein sehr dankbar dafür. War alles einfacher, keine Diskussionen mehr, Spange war halt einfach drin. Hab heute relativ schöne Zähne und bin sehr froh darum. Falls das eine Alternative für euch ist, würde ich das an eurer Stelle machen. Es entkrampft halt die ganze Situation.
Genau so war es bei mir auch.

Mobil mit Sohn 7/13 und Tochter 1/15

Re: Zu Kieferorthopädischen Behandlung zwingen? Wie?

Verfasst: 14.12.2015, 22:57
von Schnels
Ich hab mich als junger teeny auch gewehrt und kaum getragen, Ärger vom KFO hat nichts genützt, irgendwann die Behandlung abgebrochen. Als echte Jugendliche bis Ende 20 unter meinen schiefen Zähnen gelitten und dann eine Behandlung gestartet, die in den Alter aber schon ein bisschen aufwendiger war (mir echter OP und Unterkiefervorverlagerung)was man in jüngeren Jahren mit reiner KFO-Behandlung oder kleiner OP hinbekommen hätte. Ich "werf"meinen Eltern eigentlich nichts "vor", ausser dieses Thema, ich finde, da hätten sie sich kümmern müssen, entweder mit mir gemeinsam eine Lösung zu finden oder zur not irgendwo "zwingen". Von mir aus mit dem KFO reden, dass der sagt, es muss eine Feste Spange sein.
Ich bin mir sicher, dass betriebene Zahnhygiene bei fester Spange nicht durch Umgang mit loser Spange hervorsagbar ist. Denn die lose kann man halt einfach weglassen, aber wenn die feste erst einmal drin ist sieht es eklig aus wenn man die Zähne nicht putzt und dann putzt man doch.
Vorschlag: wie wäre es, die Freundinnen mit ins Boot zu holen? Dass man mit denen redet, dass die mal mit der Tochter reden sollen, dass sie doch später keine schiefen Zähne haben will und die Freundinnen ein bisschen mit aufpassen sollen? Auf die würde sie vielleicht eher hören als auf Ermahnungen der Mutter? Oder wenn das abwegig ist damit "drohen", dass man die Freundinnen und vielleicht sogar Lehrer darauf ansetzt, dass die aufpassen sollen, ob Tochter ihre Spange trägt? So eine Drohung dürfte doch wohl peinlich-gruselig genug klingen, dass man dann doch lieber selber drauf achtet?

Re: Zu Kieferorthopädischen Behandlung zwingen? Wie?

Verfasst: 14.12.2015, 23:17
von davisalo
Huhu, da bei uns das Thema demnächst anstehen wird, lese ich hier gerade mal mit ...

Aber mir geht so durch den Kopf, dass für mich die feste Spange einfach nur Horror war. Die lose war akzeptabel - vor allem, als zunächst meine Klassenlehrerin (!) mir verbot, sie im Unterricht oder in der Kirche zu tragen, und schließlich meine Mutter (!!) mir ebenfalls verbot, die anzuziehen, wenn ich unterwegs bin! Ich sollte sie dann nur noch nachts anziehen. Das hat mich sogar motiviert, sie tagsüber noch einige Stunden anzuziehen, weil ich das blöde Teil ja möglichst schnell loswerden wollte. Dennoch - wie gesagt, weil es so niemand sah, war es akzeptabel, während ich die feste Spange nur gehasst habe!

Vielleicht haben da ja die Aussagen zweier Vertrauenspersonen dazu beigetragen? Ich dachte gerade, dass der KO Dir ja diese Chance lässt: Nimm Deine Tochter mit ins Boot, zwinge sie nicht, sie anzuziehen, sondern verbiete ihr, sie zu oft anzuziehen :D , also sie mit in Schule oder Sport oder so zu nehmen ... Verhindert, dass sie nochmals einfach so irgendwo verschwindet - und 20 Stunden sind ja, wie mehrfach gesagt wurde, WIRKLICH viel! Sie kann sie ja immer noch oft genug tragen: bei den Hausaufgaben und die ganze Nacht hindurch ...
Du agierst dann aber nicht mehr GEGEN sie, sondern bist ihre Verbündete!

Freundinnen bitte nicht auf diese Weise "missbrauchen". Ich glaube, das zieht weder bei den Freundinnen noch bei Deiner Tochter gut!

Re: Zu Kieferorthopädischen Behandlung zwingen? Wie?

Verfasst: 14.12.2015, 23:22
von Stefania
lala hat geschrieben: Ja, sie muss die Spange hauptsächlich tagsüber tragen, ohne den Muskeltonus beim Wach- und Aufrechtsein wirkt sie nicht richtig.

das verstehe ich jetzt echt nicht..? Ist es keine lose Zahnspange? Was hat den der Tonus damit zu tun?

Unsere KFO hat ausdrücklich gesagt, daß die Zahnspange nicht mit in die Schule soll (weil sie da schnell verloren geht).

Re: Zu Kieferorthopädischen Behandlung zwingen? Wie?

Verfasst: 14.12.2015, 23:30
von luna24
Ich wünschte, mich hätte niemand zur Zahnspange gezwungen - die Folge ist bei mir nämlich eine stark ausgeprägte CMD, mit der ich heute noch kämpfe. Das das von der Zahnspange kommt kann ich natürlich nicht nachweisen, aber die Probleme haben wie aus dem nichts mit der festen Spange begonnen, wobei den Zusammenhang damals halt niemand gesehen hat. Wurde alles auf Pubertät und Psyche etc. geschoben...