Ich habe kürzlich hier etwas ähnliches eingeführt. Kurz zur Vorgeschichte: Bei uns gibt es IMMER gemecker beim Essen, was daran liegt, das hier ein Fleischesser wohnt, drei Vegetarier, meine Tochter zusätzlich allergisch gegen Milch und Eier ist.
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Vorher habe ich einmal in der Woche eingekauft und vor dem Einkauf wurden die Gerichte festgelegt, d.h. jeder durfte 1-2 Wünsche äußern. Das führte allerdings dazu, dass die großen Kinder das oft genutzt haben, um sich gegenseitig eins auszuwischen, so nach dem Motto, ich wünsche nicht, was ich gerne essen möchte, sondern was mein Bruder am allerwenigsten mag
Außerdem hatte keiner Lust, sich was zu überlegen, wenn ich am Essensplan saß, waren sie immer anderweitig beschäftigt.
Unsere aktuelle Lösung, die im Moment für uns super klappt und nur halb so kompliziert ist, wie sie sich anhört

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jeder hat seine Lieblinggerichte auf eine Karteikarte geschrieben, dass sind so ca. 20 Kärtchen. Vor dem Wocheneinkauf zieht einer daraus blind sieben Karten, die in der Folgewoche gekocht werden.
Bei der nachfolgenden Ziehung kommen diese nicht mehr dazu, so dass sieben völlig andere gezogen werden.usw.
EIn Gericht wird getauscht, wenn die Mehrheit es nicht mehr essen will, zu jedem Fleischgericht muss eine vegetarische Alternative vorhanden sein.
Das Resteproblem taucht bei uns nicht auf, weil ich immer am Abend warm koche, die Reste kann entweder mein Mann mit zur Arbeit nehmen, oder eines der Kinder bekommt sie Mittags nach der Schule aufgewärmt (je nach dem, wessen Lieblingsessen es gerade ist

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Bei uns hat es seit Wochen für meckerfreie Essen gesorgt,zusätzlich spart es Zeit und Geld. (was aber eher an der vorgeplanten WOche liegt, da viele kleine Besorgungen entfallen)
Ach,so die Reihenfolge der sieben Wochenessen lasse ich flexibel, damit ich eben an stressigen Tagen die Nudeln mit Sauce machen kann und wenn mehr Zeit ist, die Grünkernfrikadellen, außerdem bleibt so wenigstens etwas Spontanität erhalten (zumindest für mich

)
Was neue Rezepte angeht, sind meine Kinder ohnehin nicht so wahnsinnig offen, aber wenn wir etwas neues entdecken, wird das einmal gekocht und dann entscheiden wir, ob es Eingang in die Lostrommel findet.