Re: Kita-Eingewöhnung und Stillen
Verfasst: 18.11.2015, 15:18
So, nun versuche ich mal, ein bisschen ausführlicher zu schreiben.
Wir sind in einer ähnlichen Situation:
Mein Sohn mit knapp 17 Monaten ist seit dieser Woche in der Eingewöhnung. Er stillt noch relativ viel, gerne und ausgiebig. Er isst auch alles mit vom Familientisch, aber nicht wahnsinnig viel.
Er kennt die Einrichtung, weil mein großer Sohn dort ist und wir haben seine Krippengruppe auch schon immer mal besucht. Trennungen fallen ihm nicht so schwer, er war auch immer mal bei Oma oder Papa länger alleine.
Schnuller haben wir auch nicht und auch kein Kuscheltier, was er braucht.
Ich stille während der Eingewöhnung auch im Gruppenraum und finde das für uns ganz unproblematisch. Es gehört für ihn dazu, wenn wir zusammen sind.
Er kommt relativ schnell ins Spiel und schaut kaum noch nach mir. Aber nach einiger Zeit (jetzt ca. 30 Minuten) kommt er zu mir und will "Mimi"
.
Wenn er genug Mama getankt hat, geht er wieder zu den anderen Kindern und zur Erzieherin und ich bin abgeschrieben.
Heute am dritten Tag haben wir auch die erste Trennung versucht, NACHDEM er in Ruhe gestillt hat und es war ganz unproblematisch. Er hat auch kaum reagiert als ich wieder gekommen bin, er hätte wohl eigentlich lieber weiter gespielt. Und das TROTZ oder besser WEGEN dem Stillen!
Heute beim ersten Trennungsversuch scheint mein Sohn gemerkt zu haben, was wir planen
und hat mehrmals an- und wieder abgedockt. Da kam auch von der Bezugserzieherin die Aussage: "Ja, das könnte das einzige Problem werden. Du bist die Versorgungsquelle!"
Ich denke also, dass eventuell viele Erzieherinnen, die vielleicht auch selbst nicht lange gestillt haben, stillen als problematisch ansehen. Es ist ja auch eine ganz besondere und intime Bindung zwischen Mutter und Kind.
Aber eine Erzieherin muss ja auch nicht eine solche Bindung aufbauen, sondern in einer anderen Form einen Zugang finden! (Kind ansprechen, mit ihm Spielen, auf ihn eingehen, zu Essen geben...)
Jemand anderes hat auch geschrieben, dass die anderen mit dem Kind ohne Brust zurecht kommen müssen und so ist es bei uns auch. Mein Sohn stillt wie schon geschrieben, sehr viel, aber mein Mann kann auch ohne Brust ganz hervorragend mit ihm umgehen!
Wie du das beschreibst klingt es, ist deiner Erzieherin das Stillen (eines "größeren" Kindes) ganz fremd, kann das sein?
Für meinen Sohn wäre es auch total unverständlich, warum er plötzlich nicht mehr stillen dürfte, wenn ich bei ihm bin, und ich würde die Situation damit total erschweren. Deshalb kann ich persönlich den Tipp nicht teilen, in der Kita nicht zu stillen.
Zu eurer Situation:
Ich finde, dass schon 20 Minuten alleine spielen bei deinem Paul eine Leistung sind! Das kann auch noch nicht jedes Kind in einer fremden Gruppe! Wird das gewertschätzt?
Und ihr macht die Eingewöhnung jetzt auch erst eine Woche?
In welchen Momenten findet denn die Trennung statt? Wie gehst du denn raus?
Wie geht denn die Bezugserzieherin auf ihn ein? Welche Beschäftigung gibt es für ihn, wenn du gehst?
Fühlst du dich grundsätzlich wohl dort?
Ich denke nicht, dass Stillen eine Eingewöhnung verhindert (zumindest wären wir ein Gegenbeispiel
).
Ich habe bei uns gemerkt, dass sobald ich Druck aufbaue, ihn als schneller von mir wegschicken will als er es braucht, dass er darauf ganz sensibel reagiert und mehr an mir hängt. Wenn ich ihm gestatte, so lange bei mir zu bleiben wie er es braucht und wenn ich dabei ganz entspannt bin, dann löst er sich ganz unproblematisch.
Bitte lass dich da nicht verunsichern und analysiere auch mal die sonstigen Rahmenbedingungen bei der Eingewöhnung!
Wir sind in einer ähnlichen Situation:
Mein Sohn mit knapp 17 Monaten ist seit dieser Woche in der Eingewöhnung. Er stillt noch relativ viel, gerne und ausgiebig. Er isst auch alles mit vom Familientisch, aber nicht wahnsinnig viel.
Er kennt die Einrichtung, weil mein großer Sohn dort ist und wir haben seine Krippengruppe auch schon immer mal besucht. Trennungen fallen ihm nicht so schwer, er war auch immer mal bei Oma oder Papa länger alleine.
Schnuller haben wir auch nicht und auch kein Kuscheltier, was er braucht.
Ich stille während der Eingewöhnung auch im Gruppenraum und finde das für uns ganz unproblematisch. Es gehört für ihn dazu, wenn wir zusammen sind.
Er kommt relativ schnell ins Spiel und schaut kaum noch nach mir. Aber nach einiger Zeit (jetzt ca. 30 Minuten) kommt er zu mir und will "Mimi"
Wenn er genug Mama getankt hat, geht er wieder zu den anderen Kindern und zur Erzieherin und ich bin abgeschrieben.
Heute am dritten Tag haben wir auch die erste Trennung versucht, NACHDEM er in Ruhe gestillt hat und es war ganz unproblematisch. Er hat auch kaum reagiert als ich wieder gekommen bin, er hätte wohl eigentlich lieber weiter gespielt. Und das TROTZ oder besser WEGEN dem Stillen!
Heute beim ersten Trennungsversuch scheint mein Sohn gemerkt zu haben, was wir planen
Ich denke also, dass eventuell viele Erzieherinnen, die vielleicht auch selbst nicht lange gestillt haben, stillen als problematisch ansehen. Es ist ja auch eine ganz besondere und intime Bindung zwischen Mutter und Kind.
Aber eine Erzieherin muss ja auch nicht eine solche Bindung aufbauen, sondern in einer anderen Form einen Zugang finden! (Kind ansprechen, mit ihm Spielen, auf ihn eingehen, zu Essen geben...)
Jemand anderes hat auch geschrieben, dass die anderen mit dem Kind ohne Brust zurecht kommen müssen und so ist es bei uns auch. Mein Sohn stillt wie schon geschrieben, sehr viel, aber mein Mann kann auch ohne Brust ganz hervorragend mit ihm umgehen!
Wie du das beschreibst klingt es, ist deiner Erzieherin das Stillen (eines "größeren" Kindes) ganz fremd, kann das sein?
Für meinen Sohn wäre es auch total unverständlich, warum er plötzlich nicht mehr stillen dürfte, wenn ich bei ihm bin, und ich würde die Situation damit total erschweren. Deshalb kann ich persönlich den Tipp nicht teilen, in der Kita nicht zu stillen.
Zu eurer Situation:
Ich finde, dass schon 20 Minuten alleine spielen bei deinem Paul eine Leistung sind! Das kann auch noch nicht jedes Kind in einer fremden Gruppe! Wird das gewertschätzt?
Und ihr macht die Eingewöhnung jetzt auch erst eine Woche?
In welchen Momenten findet denn die Trennung statt? Wie gehst du denn raus?
Wie geht denn die Bezugserzieherin auf ihn ein? Welche Beschäftigung gibt es für ihn, wenn du gehst?
Fühlst du dich grundsätzlich wohl dort?
Ich denke nicht, dass Stillen eine Eingewöhnung verhindert (zumindest wären wir ein Gegenbeispiel
Ich habe bei uns gemerkt, dass sobald ich Druck aufbaue, ihn als schneller von mir wegschicken will als er es braucht, dass er darauf ganz sensibel reagiert und mehr an mir hängt. Wenn ich ihm gestatte, so lange bei mir zu bleiben wie er es braucht und wenn ich dabei ganz entspannt bin, dann löst er sich ganz unproblematisch.
Bitte lass dich da nicht verunsichern und analysiere auch mal die sonstigen Rahmenbedingungen bei der Eingewöhnung!