Ich hab meinen Sohn in einem dreiwöchigen Urlaub kurz vorm 3. Geburtstag erst auf nur noch zum Einschlafen stillen "überredet" und eine Woche nach Rückkehr aus dem Urlaub war ich zufällig abends nicht rechtzeitig zum Einschlafen da und er hat nicht mehr gefragt und schläft seither mit lesen, erzählen oder einfach so ein. Hätte ich vorher nicht gedacht bzw gehofft, dass es so einfach werden könnte. Mit Arbritsstress vorher war gar nicht dran zu denken, unter der Woche tatsächlich Nachtruhe zu riskieren.
Ganz entscheidend war, im Urlaub zum einen Zeit und Ruhe für ihn zu haben und zum anderen hat es erst geklappt, als ich ihm total ehrlich gesagt habe, dass mit Stillen kein Ei in meinem Bauch wächst und ich so kein Geschwisterchen kriegen kann. Alle lahmen Ausreden vorher konnte ich wohl nicht überzeugend genug vorbringen, denn erst mit dieser Ansage, hinter der ich dann auch voll stand, war es für ihn kein Problem mehr. Wachte in der 1. Nacht auf und ich flüsterte, dass es doch wegen dem Ei nicht ginge. Er drehte sich rum und schlief weiter, ich war fast geschockt.
Vielleicht war er auch einfach so weit.
Ich hatte Bedenken, (dass er das im KiGa verbreitet...

), dass er dadurch eine schlechte Assoziation mit einem Geschwister haben könnte, aber bei uns war das in zu weiter Ferne, zu wenig konkret. Daher würde ich Deinen eigenen Wunsch (Abstillen wegen bevorstehender Geburt) so formulieren, dass es stimmt und Du authentisch dahinter stehen kannst, aber nicht von Deiner Tochter mit der Ankunft des Baby im Sinne von "stillen wegnehmen" interpretiert werden kann. Vielleicht bietest Du Deiner Tochter an, mit ihr etwas zu finden, was nur Ihr beide habt, denn das Baby wird ja auch stillen. Damit sie weiter etwas exklusiv hat. Und abends vorbereiten, dass Du nachts nicht wirst stillen können, weil...und daran erinnern, Trinken anbieten, Banane ging hier auch gut.
Keiner kann Dir sagen, ob das bei Euch klappt, weil Deine Tochter vielleicht noch nicht so weit ist oder gerade wegen der bevorstehenden Geburt ihres Geschwisters besonders auf ihre Bedürfnisse achtet und Stillen noch unverzichtbar ist. Aber vielleicht ist es einen Versuch wert, das Stillen mit etwas anderem exklusiven zu ersetzen.
Auf jeden Fall: viel Erfolg beim stimmigen Abstillen für Euch beide!
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