Nana hat geschrieben:Naja, es ist ja nicht so, als hätte ich nicht schon einiges versucht. Ich sag nicht gleich "geht nicht"...
So hab ich's auch nicht verstanden, war mir nur aufgefallen und gerade schriftlich, wo man schon mal was verkürzt darstellt kann man schnell mal was falsch verstehen. Ich dachte, ich schreib mal, wie's bei mir ankommt, vielleicht hilft es ja weiter.
Nana hat geschrieben:Ich schaue auf die uhr, weil ich sonst wie gesagt eventuell viel zu früh ins Wohnzimmer gehe, weil ich denke, die Nacht ist vorbei. Und wenn ich aufstehe, wenn er nicht gerade tief und fest schläft, ist die Nacht auf jeden Fall vorbei...
Ich glaub nicht, dass der Punkt wichtig ist, deswegen will ich da eigentlich nicht weiter rumbohren. Aber bei mir ist die Nacht vorbei, wenn der Wecker klingt, vorher dreh ich mich nochmal um.
Nana hat geschrieben:Ich verweigere immer wieder mal das Stillen bzw versuche ich das, obwohl es eben meist in einer längeren wachphase bzw seeehr unruhigem schlaf endet. Auch deswegen schaue ich auf die Uhr, damit ich ungefähr einen Überblick habe, wie lange das letzte Stillen her ist. Denn wenn es doch mal 2 Stunden her ist, mag ich nicht verweigern. Nach 30 Minuten eventuell schon. Das ist eigentlich der wichtigere Grund fürs Uhr-schauen.
Vielleicht bringts mehr, das Verweigern "geplanter" zu machen?
Bisher hab ich verweigert, wenns eben eh nicht lange her war oder ich hab auch gestoppt, wenn mir das Nuckeln zu viel wurde. Allerdings nicht gebunden an bestimmte uhrzeiten, so wie gordon das vorschlägt. Vielleicht ist das zu verwirrend fürs Kind?
Vielleicht kann da ein Stillprofi was dazu sagen.
Auf mich wirkt die 2 Stunden Regel seltsam, weil meines Wissens ein ansonsten gesundes Kind mit 22 Monaten nach 2 Stunden nicht mehr "Hunger" hat als nach 30 Minuten. Wenn du seinen Appetit befriedigen willst kann der nach 30 Minuten auch schon da sein. Wenn es das Saugbedürfnis oder das Kuscheln ist ebenso, da ergibt die "Sperrfrist" keinen Sinn. Wenn du für dich die 2 Stunden ununterbrochenen Schlaf willst kannst du auch einen Wecker stellen und nur stillen wenn der piepst, das kommt dann auf's gleiche raus. (Wobei da ein Wecker mit Licht vielleicht besser wär: Grünes Licht für's Stillen!

Zum unplanbaren Verweigern kann hoffentlich auch eine Expertin was sagen. Es klingt so, als würdet ihr beide im Prinzip jedes Mal neu aushandeln, was jetzt gerade geht oder nicht geht. Stell ich mir zumindest so vor, wenn du sagst, du schaust bevor du reagierst auf die Uhr, dein Kind gibt dann ein Weilchen Ruhe, wenn du dich weigerst und kommt dann aber doch wieder an, worauf du wieder ... Das klingt wahnsinnig stressig, so als würde man jeden Tag neu aushandeln, wer den Müll runterbringt oder wann ins Bett gegangen wird. Und das mehrmals täglich bzw. nächtlich. Ich glaube, dass eine klare Regel hier für beide Seiten hilfreich wäre. Wenn die Regel beiden gerecht wird und bei extrem starken Bedürfnissen oder besonderen Umständen auch mal flexibel gehandhabt werden kann.
Eine Idee wär das schon genannte Stillen im Liegen, also so stillen, dass du _dabei_ trotzdem zu deinem Schlaf kommst. Nur alle 2 Stunden stillen wäre ein andere Variante, wo du zum Stillen zwar wach sein musst und wie bisher im Sitzen gestillt wird, aber du dazwischen deine 2 Stunden hast.
Nana hat geschrieben:Es stimmt aber natürlich: mir wäre es das Liebste, wenn ich garnichts ändern müsste und es würde von alleine einfach besser werden, wie mir ja so oft prophezeit wurde und wie es anscheinend bei manchen anderen ganz automatisch passiert.
Du hast die Frage nicht beantwortet, was dich jetzt gerade in diesem Fall daran hindert, deine Bedürfnisse berücksichtigt zu bekommen. Ist vielleicht zu privat für's Forum, aber ich meine, für dich solltest du die Frage beantworten.
Weil, mit Sicherheit gibt es Bereiche wie den Straßenverkehr in denen du Regeln, die das Kind nicht versteht und als willkürlich empfinden muss, ohne jeden Kompromiss durchsetzt. "Auf der Schnellstraße wird nicht gespielt, auch nicht "nur kurz" oder "nur Sonntags"." Wo du keine noch so grosse Erschöpfung durch die Arbeit dich hindern würde den Konflikt jetzt auszuhalten, auszutragen und zu lösen. Es gibt sicher auch genug weniger drastische Beispiele, wo du in der Vergangenheit Lösungen gefunden hast, die für dich und dein Kind funktionieren. Du kannst das eigentlich.