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Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Teazer
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Beitrag von Teazer »

m75012 hat geschrieben:Nach 6 Wochen bzw. der Etablierung einer guten Stillbeziehung gibt es meines Wissens keine faktischen Einwände gegen die Behauptungen in obiger Werbung.
Eine Saugverwirrung kann auch nach 6 Wochen problemlosen Stillen noch auftreten. Ich habe leider genügend Babys erlebt, bei denen die erste Flasche zum Überbrücken des Rückbildungskurses den Beginn von Stillproblemen markierte.
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m75012
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Beitrag von m75012 »

"markierte" ist das Zauberwort. Relevant wäre "verursachte". Und da nehme ich mal an, dass du weder wissenschaftliche Studien nennen kannst (würde mich aber freuen wenn doch, meine Suche war erfolglos) noch in der Praxis sicher sagen kannst, ob die Probleme nicht auch mit Tasse aufgetreten wären oder auch bei nicht-stillen in dem Zeitraum oder nicht einfach schon ein gutes Stück vorher angefangen haben, als die Mutter sich innerlich gesagt hat, sie will jetzt nicht mehr dauernd auf Verlangen zur Verfügung stehen sondern auch mal wieder was für sich machen. Oder ob's eben daran liegt, das das Kind nicht damit klar kommt, dass die Brust jetzt nicht mehr allzeit auf Verlangen zur Verfügung steht. Oder X andere Ursachen, das waren jetzt nur ein paar Beispiele in denen der Einsatz des Saugers den Beginn von Stillproblemen markieren würde, aber herzlich wenig mit der Ursache der Stillprobleme zu tun hätte.
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Teazer
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Re: Werbung

Beitrag von Teazer »

Studien gibt es da nicht. Wer sollte diese auch finanzieren und durchführen? Ethisch wäre es auch schwierig.

Aber nein: Der Zusammenhang war klar ersichtlich, da die Mütter nur für Ausnahmesituationen abgepumpte Milch füttern ließen, ansonsten aber weiter nach Bedarf ihre Babys voll stillten. Außerdem verschwanden die Stillschwierigkeiten durch Wechseln auf Becher/Löffel wieder und traten nicht mehr auf. Diese Erfahrung teile ich mit allen Kolleginnen mit denen ich mich darüber ausgetauscht habe.

Wunde Brustwarzen durch eine falsche Saugtechnik z.B. können können beim saugerfreien Füttern auch gar nicht entstehen, denn beim Bechern/Löffeln wird nicht gesaugt, sondern geschleckt.
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kapathej
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Re: Werbung

Beitrag von kapathej »

m75012 hat geschrieben:"markierte" ist das Zauberwort. Relevant wäre "verursachte". Und da nehme ich mal an, dass du weder wissenschaftliche Studien nennen kannst (würde mich aber freuen wenn doch, meine Suche war erfolglos) noch in der Praxis sicher sagen kannst, ob die Probleme nicht auch mit Tasse aufgetreten wären oder auch bei nicht-stillen in dem Zeitraum oder nicht einfach schon ein gutes Stück vorher angefangen haben, als die Mutter sich innerlich gesagt hat, sie will jetzt nicht mehr dauernd auf Verlangen zur Verfügung stehen sondern auch mal wieder was für sich machen. Oder ob's eben daran liegt, das das Kind nicht damit klar kommt, dass die Brust jetzt nicht mehr allzeit auf Verlangen zur Verfügung steht. Oder X andere Ursachen, das waren jetzt nur ein paar Beispiele in denen der Einsatz des Saugers den Beginn von Stillproblemen markieren würde, aber herzlich wenig mit der Ursache der Stillprobleme zu tun hätte.
Ich bin keine Expertin, habe hier aber schon so oft gelesen, wie Stillprobleme durch Weglassen künstlicher Sauger trotz Fütterung durch Dritte (z.B. Bechern) behoben wurden. Zufall?
P.S.: Hab jetzt nur kurz gesucht, aber grad keine Studie zu den 6 Wochen gefunden. Hast du einen Link?
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Teazer
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Beitrag von Teazer »

Die 6 Wochen sind ein Erfahrungswert, da selbst problemlose Stillbeziehungen so lange brauchen um "rund" zu laufen. Alleine schon die Anpassung der Milchproduktion kann so lange dauern.

Als Stillberaterin empfehle ich in erster Linie gar keine Sauger zu verwenden. Dazu habe ich einfach schon viel zu viele saugverwirrte Babys und körperlich verletzte bzw. unter Schmerzen leidende Mütter gesehen, die nach dem Weglassen des Saugers (Flasche/Schnuller) problemlos gestillt haben.
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Beitrag von ixcacienfuegos »

Wir haben von Anfang an auf Sauger verzichtet, hatten nie Stillprobleme und haben dafür jetzt ein Baby, das schon mit 5 Monaten ohne kleckern Wasser aus dem Becher trinken konnte. Und den Trinklernbecher nicht kapiert hat, den die Oma gekauft hat:D
LG, ixca mit Minikind (*10/14) und Maikäferchen (* 05/18)
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