EliseG hat geschrieben:Ich kann dir nur von mir selbst erzählen: Meine Schwester war hier im Ort im Kindergarten, war eine ganz schlechte Erfahrung. Ich selbst war sehr zart, sehr schüchtern und wollte auch mit 5 nirgendwo hin. Naja, also blieb ich zu Hause. Meine Schwester kannte alle Kinder in ihrer Klasse vom Kindergarten. Sie hat nie dort Freunde gefunden, wurde gehänselt, war angeblich einfach von den falschen Eltern (naja kleiner Ort halt). Ich habe die selben Eltern, selbe Schule, zwar andere Kinder aber viele waren Geschwisterkinder von den Mitschülern meiner Schwester. Ich hatte vom ersten Schultag an keinerlei Probleme, ging sofort dort mit den Mädels (die mich nicht kannten, weil wir etwas abseits wohnen) mit, hatte keinen Stress mit den Lehrern, ging gerne in die Schule.
Was ich sagen will ist, dass das auch sehr auf das Kind darauf ankommt. Wenn du nicht davon abhängig bist, sie wohin zu geben, wenn sie selbst nicht absolut dazu drängt und zudem nur ein Platz frei wäre in einer Einrichtung, die euch nicht gefällt, warum sollte sie dann nicht länger daheim bleiben???? Ganz ehrlich, wenn ich mein Kind in Stoffwindeln wickel, heißt das nicht, dass es dann mit 30 Betriebswirt wird. Entscheide für dich selbst und dein Kind, für jetzt.
Mein Freund hat im Übrigen auch keine guten Kindergartenerfahrungen gemacht, ebenso seine Schwester und viele seiner Freunde. Er musste anfangs lernen, das nicht auf unsere Kinder umzumünzen. Der Kindergarten damals ist nicht der Kindergarten heute. Unser großer Sohn ging im Übrigen sogar zu der Erzieherin, die meiner Schwester das Leben schwer machte damals. Was soll ich sagen? Sie hatte sich stark verändert, war sehr zugewandt und gerade von unserem Kind sehr angetan

Sogar meine Schwester war begeistert.
Hierzulande meinte ich hier in Österreich.
ja, das stimmt, vor 30/35 jahren waren die kigas schon noch deutlich anders. aber es fällt trotzdem manchmal schwer, sich das vor augen zu halten.
nein, also drängen tut sie nicht, eher im gegenteil und wenn sie vom kiga spricht, dann immer auch davon, dass die mama mit muss. und sie versteht das auch nicht, und will das auch nicht, dass si da ohne ihre mama hin soll.
dass wir sie in einen anderen kiga geben würden, wäre wohl eher eine entscheidung unseres umfeldes. manchmal fällt es mir schwer, auf mein gefühl zu hören

. denn ich persönlich finde es ja nicht schlimm, wenn sie noch ein jahr länger zuhause ist. und da ich ja eh zuhause bin wegen dem kleinen bruder...
es hilft mir auf jeden fall zu lesen, dass ich nicht die einzige bin, die ihr kind später in den kiga gibt und dass man nicht pauschal sagen kann, ob es für das kind vorteile hat bzgl schule etc..... den anschein hat es für mich nämlich immer, wenn ich mit meinen bekannten /verwandten darüber spreche... da stoß ich auf wenig verständnis, um ehrlich zu sein.
oh, gerade kam mein mann von der arbeit nach hause (der ja schon sehr für den kiga ist).. und hat mitgelesen, und meinte: "och ja, dann bleibt die maus halt noch ein jahr daheim. die mag eh nicht da hin!"....

dann wäre die entscheidung also getroffen
