Es kommt auf den Aufsatz an...
ich erklär kurz mal die Unterschiede:
bei den kleinen Mühlen für den Hausgebrauch gibt's 2 hauptsächliche Systeme:
System Messerschmidt: das ist eine Walze die 2 Edelstahlaufsätzen die konisch und geriffelt sind das Korn zuführt. Da wird es dann zerkleinert. Das ergibt einen höheren griesigen Anteil im Mahlgut und eher flockige Kleie. Dafür kann aber mit diesem Aufsatz auch Mohn gequetscht und Kaffee gemahlen werden. Mühlen dieses Systems können problemlos zerlegt und gereinigt werden, Ölsaaten sind auch relativ gut mahlbar damit.
Mahlsteine: das ist das was man sich gebräuchlich unter Mühle vorstellt. 2 Scheiben aus Korund oder einem Naturstein (oder etwas anderem, da gibt's einige Varianten) zermahlen das Mahlgut. Das Ergebniss ist feiner als bei der Messerschmidt, weniger Griesanteil und die Kleie ist auch besser zerkleinert. Dafür kann mit diesem System normalerweise kein Mohn gemahlen oder Ölsaaten gemahlen werden (ok, da gibt's eine Ausnahme und die hab ich mir gekauft). Die Mahlsteine nützen sich mit der Zeit ab, bei guten Mühlen gibt's Nachkaufgarantien und bereits vor dem Kauf die Info wie lange der Mühlstein etwa hält.
Antrieb: es gibt die Möglichkeit so einen Mühlenaufsatz auf die Küchenmaschine aufzustecken. Hat den Vorteil, dass ein bereits vorhandenes Gerät benützt wird. Wenn aber viel gemahlen wird, dann kommt die Küchenmaschine schnell an ihre Grenzen. Der Motor ist nicht dafür ausgelegt.
Es gibt auch Handmühlen und hin und wieder auch elektrische Mühlen die auf Handbetrieb umgebaut werden können, oder auch ein Fahrrad Ritzel angebaut bekommen können und dann kann man mit einem Fahrrad antreiben.
Ich hab beide Mühlen, Messerschmidt und Mahlsteine. Jede hat ihre Stärken.
Der Messerschmidt Aufsatz hat mich damals etwa 100 Euro gekostet, die Steinmühle hat mich 300 gekostet. Die habe ich aber in einem Jahr wieder herinnen gehabt.
Mit folgender Rechnung: Wir brauchen in der Woche etwa 3,5kg Brot. Kostet am kg 4-5 Euro (ich darf ja nur Bio DinkelVK Brot vergleichen und nicht mit Disskonterbrot, das wäre ja Äpfel mit Zwiebeln vergleichen), macht also 14-17 Euro die Woche. Nehmen wir 15 Euro, das rechnet sich schöner. Das macht im Jahr mehr als 750 Euro. 100 kg Dinkel kosten mich 200 Euro wenn ich es kaufe, wenn es mein Mann anbaut kostet es mich nichts

. Dazu die Mühle und 50 Euro Stromkosten, denn ich backe nur einmal die Woche den Bedarf auf einmal. Macht 550 Euro im ersten Jahr. Dann ist die Mühle abgeschrieben und ich spare mir durch das selbst backen eine große Menge an Geld (die ich doch in Stoff anlegen könnte- nachdenk.....).
Damit hab ich die Mühle gekauft, das erste Jahr brav gebacken und jetzt spar ich richtig Geld damit. Und die Kinder mögen das selbstgebackene Brot richtig gerne.