Verhindert Stillen ein mögliches Alleine-Einschlafen?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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AprilMama
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Re: Verhindert Stillen ein mögliches Alleine-Einschlafen?

Beitrag von AprilMama »

Hm, die Motte schläft in meinem Arm ein und wenn sie tief schläft, lege ich sie in ihr Bett, das neben unserem steht. Sie findet also trotz anderer Situation wieder zurück in den Schlaf, trotz abwechselnder Schlafphasen. Ich glaube das ganze ist eben ein Reifungaprozess und dauert je nach Kind unterschiedlich lange. Als die Motte so drei Monate alt war, konnte sie noch in ihrem Bett einschlafen. Durchgeschlafen hat sie da aber nicht, obwohl es dann ja die gleiche Situation gewesen wäre.
Svenja mit der bezaubernden Motte (04/ 2014)
warmbäuchlein
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Re: Verhindert Stillen ein mögliches Alleine-Einschlafen?

Beitrag von warmbäuchlein »

Zum Thema "so wie sie einschlafen, schlafen sie weiter" Mein Sohn schläft jetzt seit kurzem ein, indem ihn der Papa einschlafbegleitet.
Dennoch will er nachts unbedingt an die Brust für seine Nuckelei :roll:
Mein Mann hat ihn da jetzt ein paar mal genommen, da mir schwangerschaftsbedingt zur Zeit oft schlecht ist und ich meinen Schlaf brauche. Allerdings gibt das endloses Geheule... :?

Ich muss aber gestehen, dass ich inzwischen zeitweise so weit bin, dass ich mir sage, dass er sicher keinen groben Schaden mehr bekommt. Und ich kann einfach nicht mehr. Er ist ja auch nicht alleine... und ja, ich bin oft wütend, weil er nie genug hat (ich docke ihn immer 2-3 mal an, aber irgendwann bin ich genervt und er muss eben mit Papa raus) :oops:

Aber wie gesagt, ich weiß auch nicht, wie man das verhindern soll? Wenn das Kind so veranlagt ist, dass es so ein starkes Nuckebedürfnis hat und so einen seichten Schlaf wie mein Sohn hat, ist es schon schwierig. Ich habe auch immer Rituale versucht und ihn abzudocken, aber es ging nie und irgendwann tut man alles, dass man einfach nur schlafen kann :roll:
DolphinFFM
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Re: Verhindert Stillen ein mögliches Alleine-Einschlafen?

Beitrag von DolphinFFM »

Dieses Thema treibt mich auch etwas um - wobei eher weil niemand außer mir (bzw. Meine Brust) das Kind zum Schlafen bringt. Allerdings muss ich sagen, weiß ich nicht wie ich diese "Gewöhnung" hätte verhindern sollen. Sie hat von Tag 1 an nur an der Brust geschlafen. Zwischendurch gab es Schlafphasen im Kinderwagen und in der Trage, aber im Bett nur mit Brust!
Letzlich glaube ich, dass sie das Nuckeln brauchte und noch braucht. Ich habe ihr das nicht angewöhnt, sondern lediglich den Weg gefunden.. Vielleicht muss ich mir vorwerfen nicht nach anderen Wegen der Beruhigung gesucht zu haben, aber eigentlich bin ich überzeugt, dass es keinen anderen Weg gab ohne die Maus schreien zu lassen. (Ach ja, wir haben ein Schlafritual seit sie 3 Monate alt ist. Das unterstützt das Einschlafstillen aber nur, ersetzen kann es das nicht)

Und was ich mich auch immer Frage - ein anderes Schlafritual als das Stillen - ist doch auch nur eine andere Form der Begleitung. Wirklich alleine im ursprünglichen Sinne ist das auch nicht. Und wenn ein Kind sich an die Brust beim Schlafen "gewöhnt", dann auch an Streicheln, Klopfen, Singen, was auch immer. Und wenn es von den anderen Schlafbegleitungsformen zum alleine einschlafe/durchschlafen kommt, dann doch auch vom Stillen? Oder?

Naja. Tatsächlich lässt mich jetzt nur grübeln, dass meine Kleine in der Kita schon am 2. Tag mit Mittagsschlaf dort eingeschlafen ist. Wo ich zu Hause immer so kämpfe und im Moment mittags nicht mal die Brust zuverlässig funktioniert... [emoji20] Wenn das dort "problemlos" (ok, mit Schuckeln im KiWa) geht, warum dann zu Hause nicht? Doch die böse Gewöhnung/Verwöhnung?
... mit den 3 Tigermädchen (02/2014 & 12/2016 & 01/2020)
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clatrastis
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Re: Verhindert Stillen ein mögliches Alleine-Einschlafen?

Beitrag von clatrastis »

Würmchen ist früher immer beim Stillen direkt an der Brust eingeschlafen, ich habe sie abgedockt. Später hat sich das geändert und sie hat sich selbst immer öfter abgedockt, zur Seite gerollt und ist dann erst eingeschlafen. Wenn sie jetzt nachts aufwacht, fordert (und bekommt) sie die Brust,sie schläft ja bei uns, da ist das einfach. Das Beistellbett hat sie abgeleht, seitdem sie mit etwa einem Jahr öfters in unserem Bett geschlafen hatte. Unser Bett ist groß genug, und so war es auch okay. Für Trösten bzw. Füttern nachts aufstehen, das hätte ich nicht gewollt, das finde ich viel zu anstrengend. Bei meinem Mann schläft Würmchen gar nicht ein, nur ab und zu mal im Buggy.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein kleines Kind ohne irgendetwas zur Beruhigung einschläft, erst recht nicht im eignenen Bett. Stillen ist für uns ein einfaches und sehr, sehr effektives Mittel zum Einschlafen. Es wird auch andere Methoden geben, aber ob sie so einfach sind wie Stillen bzw. Nuckeln? Ich kann mir vorstellen, dass es bei häufig aufwachenden und dauernuckelnden Kindern anstrengend ist und man das anders gestalten möchte/ muss. Dann kann man andere Rituale finden. Nur wird es sicher einige Zeit dauern, bis das Kind sich darauf eingestellt hat. Wenn mein Mann hartnäckig mit Würmchen ein Ritual üben würde, würde sicher das Einschlafen auch ohne mich gehen. Ich habe mit Würmchen den Mittagsschlaf ja auch über Wochen üben müssen, bis es regelmäßig geklappt hat. Würmchen wird aber ganz sicher irgendwann alleine schlafen - ohne Brust und ohne Mama. Aber ich hoffe, bis dahin dauert es noch etwas ;-).

Liebe Grüße, Clatrastis
mit Würmchen (5/2013)
SpicyChili

Re: Verhindert Stillen ein mögliches Alleine-Einschlafen?

Beitrag von SpicyChili »

Also bei uns funktioniert das Einschlafstillen problemlos. Sie wird nochmal ordentlich vollgetankt und dann schläft sie wie ein Stein. Es gibt zwar Abende, an denen das nicht reibungslos klappt, dann quält sie aber irgendein böser Pups.

Warum ein vollgestilltes Kind von vier Monaten durchschlafen soll, ist mir allerdings ein Rätsel. Grundsätzlich schläft meine Tochter durch und zwar von 19:00 Uhr bis 5:30h. Aber das klingt besser, als es ist. Ich bin irgendwann dazu übergegangen, sie zu wecken und trinken zu lassen. Erstens weil ich Schmerzen bekomme und auslaufe und zweitens schrecke ich trotzdem sehr oft in der Nacht hoch und starre sie an, weil ich Angst habe, dass sie nicht mehr atmet. Außerdem habe ich Sorge, dass die lange Stillpause die Milchproduktion beeinträchtigen könnte, also lasse ich sie lieber trinken.

Kann natürlich sein, dass sie mit dem Einschlafstillen total verwöhnt wird. Aber was soll's? Die Zeit ist so kostbar, wo sie mich als Mama wirklich braucht. Da verzichte ich persönlich gerne auf Schlaf, nur um mit ihr zusammen zu sein. Und wenn es irgendwann für uns nicht mehr funktioniert, wird sich schon ein neuer Weg auftun. So naiv bin ich heute einfach mal.... :-D
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Re: Verhindert Stillen ein mögliches Alleine-Einschlafen?

Beitrag von maria28 »

quark hat geschrieben:Ich finde es vollkommen in ordnung, wenn 4 monatige babies noch länger nicht allein die schlafübergänge hinbekommen.

Bei meinen beiden großen hat sich das schlafen zwischen 2-3 jahren gefesstigt. Davor war es viel mama.
Meine Kinder sind ja schon 6 Monate alt und bekommen schon etwas Beikost ;-) Und sie sollen ja auch nachts gestillt werden - es wäre natürlich nur einfacher für mich, wenn ich sie nur stillen müsste, wenn sie wirklich Hunger haben und das restliche Beruhigen mein Mann machen könnte.

Sie schlafen übrigens NICHT direkt an der Brust ein. Beide Kinder werden nach dem Trinken wieder zurück in ihr Bettchen gelegt und schlafen dort dann ein, das ist denke ich schon mal ganz gut.
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Re: Verhindert Stillen ein mögliches Alleine-Einschlafen?

Beitrag von quark »

maria28 hat geschrieben:
quark hat geschrieben:Ich finde es vollkommen in ordnung, wenn 4 monatige babies noch länger nicht allein die schlafübergänge hinbekommen.

Bei meinen beiden großen hat sich das schlafen zwischen 2-3 jahren gefesstigt. Davor war es viel mama.
Meine Kinder sind ja schon 6 Monate alt und bekommen schon etwas Beikost ;-) Und sie sollen ja auch nachts gestillt werden - es wäre natürlich nur einfacher für mich, wenn ich sie nur stillen müsste, wenn sie wirklich Hunger haben und das restliche Beruhigen mein Mann machen könnte.

Sie schlafen übrigens NICHT direkt an der Brust ein. Beide Kinder werden nach dem Trinken wieder zurück in ihr Bettchen gelegt und schlafen dort dann ein, das ist denke ich schon mal ganz gut.
Deine sind ERST 6 monate. Sie sind säuglinge und dabei ist saugen ein ganz elementares bedürfnis. Warum gibt es sonst wohl einen schnuller als ersatz. Die schnullerentwöhnung liegt übrigens meist zwischen 3-6 jahren!!! Und zusätzlich darf beim entwôhnen meist der schnuller nur noch im bett genutzt werden und alle finden das normal.

Aber wenns die brust ist, dann kommt das große zweifeln. Wie gesagt, nach 2-3 JAHREN, haben meine kinder durchgeschlafen. Im rückblick fand ich die stillzeit kurz, mittendrin wars mir auch manchmal zuviel. Zur zeit kann ich das stillen geniesen, mit 1 jahr und 4 monate. Auch wenn ich abends fluche, wenn mein stillkind mich ruft :oops: , während der papa einfach weiter abend haben kann. Das gemeine dabei ist, wenn ich dabei einschlafe...
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Re: Verhindert Stillen ein mögliches Alleine-Einschlafen?

Beitrag von Marissa04 »

Bei uns wurde so 15/16 monate jede Nacht teils stündlich gestillt. Und selbstverständlich nur mit stillen abends eingeschlafen.
Und von einen Tag auf den anderen hat sie einfach geschlafen. Beim stillen eingeschlafen, abgedockt, umgedreht und geschlafen bis morgens.
Bzw. Wollte einfach nicht mehr Stillen, selbst wenn sie wach wurde. Da reichte und reicht kuscheln, Hand auflegen.

Also klar war da Gewöhnung, und das Bedürfnis nach nähe und saugen. Beides wurde seit Anfang nur durch mich / bei mir befriedigt. Außer tagsüber, da hat der Papa auch mittels tragen ne Weile ohne stillen überbrücken können. Aber niemals nachts.

Und irgendwann war Kind wohl einfach soweit, dass sie den Übergang alleine geschafft hat. Ohne Training oder Maßnahmen.
Liebe grüße
Mit Juli Mädchen *13 und Mai Jungen *15
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Re: Verhindert Stillen ein mögliches Alleine-Einschlafen?

Beitrag von Scheckse »

maria28 hat geschrieben: Meine Kinder sind ja schon 6 Monate alt und bekommen schon etwas Beikost ;-) Und sie sollen ja auch nachts gestillt werden - es wäre natürlich nur einfacher für mich, wenn ich sie nur stillen müsste, wenn sie wirklich Hunger haben und das restliche Beruhigen mein Mann machen könnte.
Das ist auch Dein gutes Recht. Egal, was andere machen oder nicht machen. Kein Baby braucht ein umgewöhnen/angewöhnen/abgewöhnen, aber wenn die Mama das braucht zählt das genauso und muss genauso beachtet werden, wie das Bedürfnis des Babys. Und bei Zwillis noch viel mehr!

Wie oft trinken die Zwerge denn noch? Was ist davon trinken und was nuckeln? Und was meinst Du, ist für dich schaffbar?
maria28
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Re: Verhindert Stillen ein mögliches Alleine-Einschlafen?

Beitrag von maria28 »

Hm, wir waren heute beim KiA und die beiden nehmen nicht so gut zu, liegen jetzt au der 10. Perzentile, was vermutlich auch im Hinblick auf ihre Frühgeburtlichkeit und dafür dass ihre Mutter eher zierlich ist, normal ist - aber trotzdem denk ich jetzt wieder, dass sie doch jede Kalorie bekommen sollen, die sie kriegen können. (Werde von Jusl in einem anderen Thread dazu schon beraten). Aber um deine Frage noch zu beantworten, der Frosch kommt alle 2h und ca jedes zweite Mal trinkt er ordentlich. Die Maus wacht auch alle 2h auf (geweckt durch Bruder oder Blähungen), meist trinkt sie aber nur einmal pro Nacht richtig.

Also weg von mir aber zum Thema: Mein Mann hat weiter recherchiert und hat noch einiges herausgefunden. Zusammen,mit dem was die Kinderpsychologin vom SPZ uns gesagt hat, fass ich es mal so zusammen: In Studien, in denen Eltern befragt wurden, geben viele Eltern an, das Kind nur durchs Stillen nachts beruhigen zu können. Im Schnitt sind diese Kinder aber länger und öfter wach als Flaschenkinder.
(Wenn man sich die Vorteile des Stillens anguckt, überwiegen die aber, meiner Meinung nach)
Stillen, herumtragen, "großflächiger Körperkontakt" ist für das Kind Fremdregulation. Es wird von außen getröstet. Je nach Alter und Anlass fürs Weinen, kann es aber wichtig sein, die Selbstregulation des Kindes zu fördern. Dafür wird das Kind nicht allein gelassen- sondern z.b beim EInschlafen (wenn es also keinen "schlimmeren" Grund fürs Jammern gibt, als Müdigkeit) die Hand auf das Kind gelegt, beruhigend und leise zugeredet und abgewartet, ob es sich so beruhigt.
Letzteres hat uns die Psychologin empfohlen, natürlich nicht für den Fall, dass das Kind richtig schreit oder Hunger hat etc... mein Mann macht das mit dem Frosch bei seinen Tagschläfchen schon länger und es funktioniert zumindest zum Einschlafen ganz gut.
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