Re: Stillen vs. Verdauung, Zähne, Unmut?
Verfasst: 18.02.2015, 15:56
Oh, das liest sich so schön, dass ich grad Tränchen in den Augen hab
. Wie schön, eine glückliche Mutter (und Vater und Baby
) mehr. Alles Gute für Euch!
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Ja, das ist stillen nach Bedarf Deines Kindes. ABER: Es entspricht offensichtlich nicht Deinem Bedarf. Das Stillmuster entspricht dem, das man weltweit sieht. Und viele Frauen haben damit kein Problem. Es ist jedoch völlig legitim, dass Du das anders siehst. Und es ist völlig okay, wenn Du daran etwas änderst, auf eine Art, die die gute Versorgung Deiner Tochter dennoch gewährleistet.Winterwunschkind hat geschrieben:Bedeutet das Stillen nach Bedarf?
Ein Schnuller ist ein Brustersatz, Nuckeln für einen SÄUGling sehr wichtig. Musst Du deshalb gegen Dein Bedürfnis Dein Baby an der Brust nuckeln lassen? Nein.Sie nuckelt so gerne an mir, das kann ich verstehen meine Brust ist ja auch prima. Aber ich bin doch auch nicht nur ein Schnuller.
Gerade abendliches Clusterfeeding ist normal und auch wichtig. Dein Baby stillt nicht nur Hunger und Durst, sondern verarbeitet auch den Tag, sucht Geborgenheit und Nähe.Ich glaube wir machen da was falsch. Meine letzten Tage bestanden fast nur aus Stillen. Abends lag sie teilweise bis zu 2 Stunden an der Brust. Sie schläft, aber sie nuckt auch immer wieder. Wenn ich sie abdocke, dann wacht sie auf und möckert. Den Finger will sie nicht, keine Chance.
Das klingt schön.Das Schreien an der Brust hat tatsächlich fast ganz aufgehört, ich finde sie ist entspannter und es gibt häufig die Situation, dass sie mit der Brustwarze im Mund lächelt und zufrieden gurrt. Das ist schön, keine Frage! Aber ich bin doch echt müde.
Das spricht dafür, die Stillmahlzeiten effektiver zu gestalten und mit Brustkompression/Wechselstillen (s.o.) 20-30 min gut zu stillen. Ein auf diese Weise gut gefüllter Bauch ist eine gute Grundlage für längere Stillpausen. 8-12x stillen in 24h sind aber völlig normal und wichtig für eine gute Milchbildung und gutes Gedeihen.Mein Tag ist von Stillen geprägt gestern habe ich sie mit 45min-1h Pause an der Brust gehabt manchmal für 10min meistens aber eher für eine halbe Stunde plus. Nicht einmal eine Hunderunde (ca. 45min) schaffe ich ohne dass danach mein und ihr Pulli nass gelüllert sind. Dabei gehe ich bewusst nach der Stillphase..
Dieses Einschlafen kennen Millionen von Eltern rund um den Erdball. Wenn Du das Nuckeln nicht möchtest, musst Du gelegentlich damit leben müssen. Dein Baby will halt das Original.Gerade schläft sie ein, ich glaube zum Teil aus Resignation, oder vielleicht auch aufgrund meines beschwingenden Tänzelns.Gerade zufrieden bin ich damit nicht.
Dein Baby macht das, was seine Gene ihr diktieren. Wenn wir nicht im kalten, auf Bekleidung angewiesenen Europa leben, die Bedeckung der Brüste gesellschaftlich nicht erwartet und unser Alltag nicht durch die Uhr bestimmt würde, wäre es total einfach das Baby so oft stillen und nuckeln zu lassen wie es möchte. Dann würden uns Abstände und Häufigkeit gar nicht bewusst sein.Holt sie nun das nach, was sie die letzten Wochen nicht bekommen hat? Oder ist sie so geflasht vom Nuckeln an Mama, dass sie lieber nuckelt als sich richtig satt zu trinken? Sie schläft gerne an mir ein, fällt dann aber nicht ab, sondern nuckelt kontinuierlich weiter. Tipps wären prima, Motivation ist aber auch gerne genommen.