Jetzt doch Gedeihstörung? -zufüttern?

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maria28
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Re: Jetzt doch Gedeihstörung? -zufüttern?

Beitrag von maria28 »

Ja- sehr vielen Dank!!! Hatte es schon gestern abend gelesen und konnte gut schlafen dadurch :-)
Ich glaube der aktuelle Messwert ist falsch, es war nämlich auch eine andere Waage beim KiA. Ich hab gleich nachgefragt, ob die unterschiedlich messen könnten. Antwort der Arzthelferin war aber, dass die keinen Unterschied hätten und regelmäßig geeicht würden und es eher wahrscheinlich sei, dass meine Milch nicht mehr reicht.
Naja. Soviel dazu.

Danke für die Infos zur Milch. Kartoffelbrei mit Milch angerührt essen mein Mann und ich ganz gern und dann hätten die Kinder bei uns mitessen können. Muss mal probieren, wie er mit Wasser und Sahne schmeckt.

Verdacht auf Eisenmangel besteht nicht, zumindest der Hb-Wert war in Ordnung (wurde wegen einer asymptomatischen Stoffwechselerkrankung bestimmt), nur die KiÄ hat uns routinemäßig auf die Notwendigkeit von Fleisch hingewiesen.

Vielen Dank nochmal!!!!
Lg
Maria
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jusl
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Re: Jetzt doch Gedeihstörung? -zufüttern?

Beitrag von jusl »

Ich glaube der aktuelle Messwert ist falsch, es war nämlich auch eine andere Waage beim KiA. Ich hab gleich nachgefragt, ob die unterschiedlich messen könnten. Antwort der Arzthelferin war aber, dass die keinen Unterschied hätten und regelmäßig geeicht würden
:lol: Das glaube ich durchaus - aber die Arzthelferin zählt hier nur eine einzige unter VIELEN möglichen Fehlerquellen auf.
Technische Probleme mit der Waage, wie etwa mit der Eichung, sind eine Sache, Standort- und Bedienunterschiede was anderes, dazu kommen noch Bewegungen des Kindes, unterschiedliche Füllstände von Magen, Darm und Blase...
Im Nachhinein lässt sich das eh nicht mehr feststellen.
Danke für die Infos zur Milch. Kartoffelbrei mit Milch angerührt essen mein Mann und ich ganz gern und dann hätten die Kinder bei uns mitessen können. Muss mal probieren, wie er mit Wasser und Sahne schmeckt.
Wie geschrieben: EINE kleine Portion Milch im Rahmen der Beikost ist ab Beikoststart OK. Mehr sollte es aber nicht sein.
Verdacht auf Eisenmangel besteht nicht
Prima.

Dann alles Gute weiterhin - wenn noch Fragen auftauchen, kannst Du Dich jederzeit gerne wieder melden.

LG
Julia
maria28
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Re: Jetzt doch Gedeihstörung? -zufüttern?

Beitrag von maria28 »

Hach Julia - ich bin voll blöd, kann ich dich nochmal zutexten?
Ich habe heute die Stillberaterin angerufen (eigentlich nur, weil ich ihr ein Buch zurückgeben wollte!) und sie hat gefragt, wie es läuft. Naja, ich habe ihr recht unbekümmert von der Gewichtsstagnation erzählt und auch von der starken Vermutung, dass es ein Messfehler sei. Sie hat sich dann darüber geärgert, dass die KiA nicht mal einen Kontrolltermin ausgemacht hat und mir dringend geraten, die Kinder nochmal zu wiegen. Ich habe mich aber geweigert, eine Waage auszuleihen, mein Mann hat mich daran erinnert, dass wir am 3.3 im SPZ sind, wo wir die Kinder auch wiegen können (er hält es auch für eine ganz schlechte Idee, sich eine Waage auszuleihen)...
Jedenfalls fragte ich die Stillberaterin dann, was die Konsequenz wäre einer unzureichenden Gewichtszunahme und sie meinte: öfter anlegen. Das mache ich ja schon ca alle 2h (abends sind auch mal 3 oder 4 dazwischen, je nachdem wie die Kinder schlafen, wecken möchte ich sie nicht).
Jedenfalls habe ich dann konsequent den Rest des Tages auf das 2-Intervall acht gegeben, dazu noch Beikost. Und was war? Ich hatte das Gefühl, die Kinder trinken viel zu wenig. Die Maus hat wieder die BW ewig lang gezogen bis der MSR kam, abends hat sie den MSR einmal durch Brust-Anschreien ausgelöst, als es ihr wieder zu lange dauerte. Das hat mich dann wieder ziemlich fertig gemacht (Dazu war die letzte Nacht seehr schlafarm und der Tag heute auch durch schlechte Laune der Maus und Erkältung des Froschs geprägt), so dass ich am liebsten abstillen will, damit ich mit der Flasche wenigstens die Kontrolle darüber hab, wieviel sie trinken. Ein weiterer Punkt ist, dass meine Kinder eine sehr seltene Stoffwechselerkrankung haben, die zwar gut therapierbar ist und natürlich auch therapiert wird - aber deren Symptome sehr vielfältig sein können, eine Wachstumsretardierung fällt auch darunter. Wenn ich mit der Flasche füttern würde, könnte man eher differenzieren zwischen Retardierung durch Krankheit oder Retardierung durch zu wenig Milch.

Oh Gott, und eine Aussage der Stillberaterin hat mich auch getroffen: Ich sagte, dass die Kinder ja öfter nur 10-15 Löffel Brei essen und dann nicht mehr wollen. Wenn sie Hunger hätten, würden sie doch mehr essen...
Antwort: nein die Kinder regulieren bei dauerhafte geringem Angebot ihre Nahrungsaufnahme auch runter.

Ist das nicht gruselig?

Es tut mir leid, dich so vollzutexten - aber du hast mir schon so gut meine Ängste genommen.
Vielen Dank!!!
Liebe Grüße
Maria
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jusl
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Re: Jetzt doch Gedeihstörung? -zufüttern?

Beitrag von jusl »

Jedenfalls fragte ich die Stillberaterin dann, was die Konsequenz wäre einer unzureichenden Gewichtszunahme und sie meinte: öfter anlegen.
Diese Empfehlung ist korrekt für JUNGE Säuglinge, die ZU SELTEN angelegt werden. Dein Baby ist aber a) bereits im Beikostalter (also per Definition nicht mehr "jung") und wird b) in lehrbuchmäßiger Häufigkeit gestillt! Dies ist nicht verbesserungsfähig, entsprechend ergibt der Rat "öfter anlegen" hier keinen Sinn.
Ich habe mich aber geweigert, eine Waage auszuleihen, mein Mann hat mich daran erinnert, dass wir am 3.3 im SPZ sind, wo wir die Kinder auch wiegen können (er hält es auch für eine ganz schlechte Idee, sich eine Waage auszuleihen)...
Sehe ich in Eurem Fall genauso.

Jedenfalls habe ich dann konsequent den Rest des Tages auf das 2-Intervall acht gegeben, dazu noch Beikost. Und was war? Ich hatte das Gefühl, die Kinder trinken viel zu wenig. Die Maus hat wieder die BW ewig lang gezogen bis der MSR kam, abends hat sie den MSR einmal durch Brust-Anschreien ausgelöst, als es ihr wieder zu lange dauerte.
Da liegt die Lösung auf der Hand: Nicht mehr "konsequent auf irgendwas achtgeben".
Weißt Du, echte Stillprobleme zu lösen ist wirklich schwierig, das kann ich nach vielen Jahren Stillberatung wirklich so sagen. Aber geradezu unmöglich ist es, Stillprobleme zu lösen, die es gar nicht gibt!..
Hör also lieber auf, dies zu versuchen. ;-)

Das hat mich dann wieder ziemlich fertig gemacht[...], so dass ich am liebsten abstillen will, damit ich mit der Flasche wenigstens die Kontrolle darüber hab, wieviel sie trinken.
Wenn DAS das Ergebnis des Telefonats mit der Stillberaterin ist, dann war das kein gutes Telefonat...

Ein weiterer Punkt ist, dass meine Kinder eine sehr seltene Stoffwechselerkrankung haben, die zwar gut therapierbar ist und natürlich auch therapiert wird - aber deren Symptome sehr vielfältig sein können, eine Wachstumsretardierung fällt auch darunter. Wenn ich mit der Flasche füttern würde, könnte man eher differenzieren zwischen Retardierung durch Krankheit oder Retardierung durch zu wenig Milch.
Ja, das verstehe ich, besondere medizinische Umstände müssen natürlich immer berücksichtigt werden. Dein Kind HAT aber keine Wachstumsretardierung - jedenfalls wäre diese nicht aus den von Dir hier geposteten Daten ersichtlich.
Und wie gesagt: Ihr seid für diese Art der Problematik - also Gedeihstörungen im Kontext medizinischer Besonderheiten vs. Milchmangel- einfach zu spät dran :lol: - Dein Kind isst bereits, und es wird nach Bedarf gestillt (und hat damit ganz hervorragend(!) zugenommen). Damit steht bereits fest, dass es bestmöglich versorgt ist.
Jede Art der Ernährungsänderung - insb. vorzeitiges Abstillen - würde damit eine Ernährungsverschlechterung bedeuten.

Das sinnvolle Überprüfen guten Gedeihens im Rahmen medizinischer Vorsorge bzgl. der Stoffwechelstörung ist davon völlig unabhängig.
Oh Gott, und eine Aussage der Stillberaterin hat mich auch getroffen: Ich sagte, dass die Kinder ja öfter nur 10-15 Löffel Brei essen und dann nicht mehr wollen. Wenn sie Hunger hätten, würden sie doch mehr essen...
Antwort: nein die Kinder regulieren bei dauerhafte geringem Angebot ihre Nahrungsaufnahme auch runter.

Ist das nicht gruselig?
:lol: Ja, das ist gruselig. Vor allem die Beratung. :oops: :lol:
*seufz* - also Deine Stillberaterin hat Recht: Es GIBT sogenannten Hungerstoffwechsel; diese kann bei Säuglingen, Kindern und Erwachsenen auftreten und entsteht dadurch, dass ein hungernder Körper seinen Energiebedarf von selbst herunterregelt, so dass er dann auch mit eigentlich zu wenig Nahrung "zufrieden" ist.
Was diese Tatsache allerdings mit EUCH zu tun hat, ist vollständig unverständlich, denn bei einem Kind, das drei Monate lang (!) 250(!) g/Woche zunimmt, ist ein solcher Hungerstoffwechsel zu exakt 100% ausgeschlossen. Dein Kind HAT bereits Zugang zu Beikost und isst - wenn es also mehr essen mag, kann es das tun, fertig.
Bitte streich diesen Quatsch von wegen Hungerstoffwechsel also ganz flott wieder aus Deinem Bewusstsein, bitte. ;-)

Hilft Dir das noch mal weiter?

LG
Julia
maria28
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Re: Jetzt doch Gedeihstörung? -zufüttern?

Beitrag von maria28 »

Ja vielen Dank - vor allem der letzte Absatz. Sind vermutlich die Hormone und der Schlafmangel, dass man sich so ängstigt, aber du hast natürlich recht.
Töchterchen hat heute 32 Löffel Reisbrei mit Kartoffel gegessen, Söhnchen mag seit grade der erste Zahn durchbricht, nicht mehr so viel. Dafür trinkt er aber wirklich ordentlich. Und als wir sie heute nackig haben strampeln lassen, hatten sie auch ordentlich Bäuchlein.
Es wird schon werden.
Danke nochmal
Lg Maria
Frosch und Maus - seit 08/14 ganz fest in unseren Herzen
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Re: Jetzt doch Gedeihstörung? -zufüttern?

Beitrag von jusl »

Gern geschehen.
Töchterchen hat heute 32 Löffel Reisbrei mit Kartoffel gegessen,
... und unbedingt mit Zählen aufhören. ;-)

LG
Julia
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