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Re: Beikost wird nicht verdaut

Verfasst: 07.11.2014, 20:23
von Mamalinchen
Hallo,

Bei uns ist das auch so. Die Flocke (schon bald 10 Monate) wird nicht gern gefüttert, sondern isst nur, was sie selbst halten kann... Favorit ist Gurke. Da finde ich auch viele Stücke in der Windel. Das zeigt mir aber, dass sie auch wirklich was schluckt, eine Menge spuckt sie nämlich direkt wieder aus. Bei der U waren wir recht früh, weil der KiA in den Sommerferien keine Us macht. Da war Beikost noch kein so großes Thema. Beim Großen wollte die Ärztin, dass er mit 7 Monaten 500 g Brei täglich isst. Obwohl er Brei nicht so verweigert hat wie die Kleine, sind wir nie auf die Menge gekommen. Da wir noch mehr Differenzen hatten, hab ich mir beim 2. Kind einen neuen Arzt gesucht. Der Große hat dann irgendwie immer mehr gegessen... Ganz unproblematisch

Liebe Grüße
Lina

Re: Beikost wird nicht verdaut

Verfasst: 08.11.2014, 13:23
von Tigerchen
Gestern gab es das Gemüse etwas kleiner in Form von Bratlingen. Das hat sie auch nicht verdaut. Ich hab wieder die millimetergroßen Möhrenstückchen in der Windel gefunden. Und Erbsen von vorgestern waren gestern auch noch drin.

Ich überlege, vielleicht doch mal mit der KiÄ zu sprechen und ihr zu sagen, dass ich mein Kind mit Beikost gar nicht ernähren kann. So klein, zart und leicht sie ist, im Vergleich zu ihrer langen schweren Schwester ist sie ein Moppel, sodass ich da wenigstens was vorzuweisen hab. Aber sie macht sich ja Sorgen wegen Eisenmangel und sowas. Aber wenn das Essen sowieso nicht verdaut wird, kann da wohl auch kaum Eisen raus geholt werden. Vielleicht sollte ich ihr dann noch erzählen, dass mein Kind viel zu wenig schläft, fast den ganzen Tag munter ist und dazu auch noch die Nacht stundenweise zum Tag macht. Sieht nicht aus wie Eisenmangel, oder?

Oh Mann, wenn ich mir vorstelle, dass manche Eltern versuchen, so schnell wie möglich alle Flaschenmahlzeiten zu eliminieren... Wovon leben die Kinder denn dann noch? Und sowas wird ja auch mehr oder weniger propagiert.

Gibt es deswegen 1er- und 2er-Flaschennahrung, um den Mangel auszugleichen, der durch das Reduzieren von Flaschenmahlzeiten entsteht? Oder wieso reicht PRE irgendwann nicht mehr, Muttermilch aber schon?

Re: Beikost wird nicht verdaut

Verfasst: 08.11.2014, 14:48
von Novalia
Irgendwo hat eine der Mods (jusl? Mondenkind?) geschrieb, dass Babys, die abgestillt werden und die Mahlzeiten durch Brei ersetzt werden, häufig sehr viel essen. Also große Breiportionen zu sich nehmen, damit sie mit ihrer "schlechten Verwertung" trotzdem genügend Nährstoffe zu sich nehmen.

Irgendwann stellt sich dann die Verdauung (wie bei jedem Baby) um und auch diese Kinder essen "plötzlich" viel weniger - verwerten das Gegessene aber besser.
Da ging es irgendwie darum, dass viele Mütter sich irgendwann Sorgen machen, dass das Kind plötzlich so schlecht isst.

-> das hab ich jetzt aus dem Kopf zusammengefasst, wie ich es damals verstanden habe ;)

Auch MuMi "reicht" irgendwann nicht mehr, drum soll man dem beikostreifen Kind ja essen anbieten. Und es kann dann so viel essen, wie es davon zusätzlich braucht. Deine Kleine nimmt sich bestimmt auch Nährstoffe aus dem angebotenen Essen. Nur nicht so viele, dass alles restlos verdaut wird. Und in den Bratlingen waren bestimmt nicht nur Möhren, sondern auch Ei, Fett, Mehl oder sowas. Ich würd mich da nicht an ein paar Karottenstückchen aufhängen ;) :wink: :wink:

(Ich hab schon verstanden, dass du dir hier nicht panische Sorgen machst, sondern einen Austausch möchtest, bitte versteh mich nicht falsch. Und ich hab mir in Knupsens BLW-Zeit ganz ähnliche Gedanken gemacht :mrgreen: )

Re: Beikost wird nicht verdaut

Verfasst: 08.11.2014, 14:58
von Tigerchen
Nein, Sorgen mach ich mir jetzt nicht mehr. Die habt ihr mir hier ja schon genommen. ;)

Mein Baby isst meistens sehr wenig. Anfangs fand sie noch alles total toll, was man ihm in den Mund steckte, aber jetzt ist das Interesse nicht mehr so groß. Es kriegt fast zu jeder Mahlzeit ein bisschen was ab. Mal kriegt es den Hals nicht voll, aber meistens will es nach ein paar Happen schon nichts mehr. Also, es ernährt sich immer noch fast ausschließlich von Milch. Ich sehe da an meinem Kind auch keinen Grund zur Besorgnis.

Re: Beikost wird nicht verdaut

Verfasst: 08.11.2014, 14:59
von Tigerchen
Übrigens lässt sie sich gerne das Essen in den Mund stecken.

Re: Beikost wird nicht verdaut

Verfasst: 08.11.2014, 22:59
von deidamaus
Novalis hat Recht mit ihrer Zusammenfassung.

Die Stücke in der Windel sind ganz normal. Der Darm ist noch nicht reif genug, dass stückige Essen besser zu verwerten. Deswegen füttert "man" ja auch Brei, weil er leichter verdaulich ist (wenn "man" Mahlzeiten ersetzen will). Die Stücke oder Maiskörner oder Erbsen sind vollkommen normal und harmlos.

Liebe Grüße
Deidamaus

Re: Beikost wird nicht verdaut

Verfasst: 09.11.2014, 15:18
von warmbäuchlein
Für mich persönlich ist Brei jetzt echt nicht so schlimm, wie hier immer getan wird.

Mein Empfinden ist, dass es natürlicher ist mit Brei zu starten, weil als Naturvolk würde man wohl vorkauen. Das finde ich jetzt aber - dank meiner Erziehung und gesellschaftlicher Normen - eklig 8)

Für mich war es dann so ein fließender ganz logischer Übergang (etwa mit 8 Monaten begonnen haben wir mit den ersten Löffelchen mit 6 Monaten) zur stückigen Kost. So mit dem ersten Zähnchen und so. Anfangs ganz weich und dann bald einfach mitessen bei uns.
Also, wenn ich mir Sorgen machen würde, warum nicht Brei? Ich finde manches einfach so dogmatisch gedacht.
Das soll einfach jede Mama für sich entscheiden, wie sie es mag. Und idealerweise auch vom Kind abhängig machen. Meiner hat Pastinakenbrei und Apfelmus geliebt und mag jetzt noch sehr gerne Milchbrei.
Viel wichtiger als irgendwelche "Ernährungsideen" finde ich immer, dass man darauf eingeht, wieviel das Kind essen will. Egal in welcher Form es dann gefüttert wird.
Und daher, ich habe meinem Sohn nie etwas reingezwungen oder so. Nur, was er selbst essen wollte - Trotz Breikost. :wink:
Hier wird Breikost meinem Gefühl aber oft gleichgesetzt mit: "Dem Kind etwas reinstopfen".

Und mein Sohn war auch immer ein Fliegengewicht. Ihn hat die Beikost schnell schwerer werden lassen. Er hat sich sehr schnell auf die "kalorienreichere Beikost" wie Käse, Eier, Frischkäse der Doppelrahmstufe, Fleisch etc gestürzt und das Gemüse eher mal links liegen lassen 8)
Für mich ist auch immer egal, wie viel er isst. So lange er immer 1-2 Bissen probiert, mache ich mir keinen Kopf.

Stücke in der Windel sind aber völlig ok. Einfach weiter wie bisher. Egal ob stückig oder Brei

Re: Beikost wird nicht verdaut

Verfasst: 09.11.2014, 16:29
von deidamaus
Mein Beitrag war auch nicht in Richtung "bloss kein Brei" gedacht, sondern eher als Erklärung, weswegen man Brei geben sollte, wenn man Mahlzeiten ersetzen will.

Re: AW: Beikost wird nicht verdaut

Verfasst: 09.11.2014, 16:49
von smin
Meine Kleine ist 15 Monate alt und ich kann immer noch (meistens) erkennen, was sie gegessen hat. Wegen des Eisens brauchst du dir erstmal keine Gedanken machen. Der Eisengehalt in der Milch nimmt meines Wissens nach nur sehr langsam ab und ist nach 7 Monaten bestimmt noch ausreichend!

Re: Beikost wird nicht verdaut

Verfasst: 09.11.2014, 16:55
von beccarei
Hier ist mit 2,5 langsam nichts mehr zu erkennen.
Im Sommer konnten wir noch Paprika deutlich erschnüffeln. :-)