Wie erkläre ich das Konzept Fingerfood/BLW ?
Moderatoren: klecksauge, Mondenkind
-
Lila83
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 656
- Registriert: 04.12.2013, 10:58
Re: Wie erkläre ich das Konzept Fingerfood/BLW ?
Also konkrete Argumente laut Baby-Led-Weaning Das Grundlagenbuch:
- beim Füttern mit dem Löffel wird häufig überfüttert, da bei BLW das Kind nur so viel isst, wie es möchte, läuft es weniger Gefahr später übergewichtig zu werden; es bleibt dem Baby überlassen wie viel und wie schnell es isst
- das Kind trainiert die Augen-Hand-Koordination
- es hat Spaß beim Essen; der Essensbeginn kann noch jahrelang Einfluss darauf haben, wie Essen erlebt wird
- es ist einfach, man braucht kein Programm einzuhalten
- man muss nicht extra kochen
- das Kind kann an den Mahlzeiten teilnehmen, man wird selbst nicht vom Essen abgehalten
- Kauen will gelernt sein, der Würgreflex wandert im Laufe der Zeit nach hinten, bei einem sechs Monate alten Baby liegt der Auslösepunkt sehr viel weiter vorne im Mund. Wird ein Baby zu lange mit Brei gefüttert, kann es später Probleme mit fester Nahrung bekommen, weil der Würgreflex bereits weiter hinten liegt und die Nahrung bereits tief hinten im Mund ist, bevor sie den Reflex auslöst
Lg
- beim Füttern mit dem Löffel wird häufig überfüttert, da bei BLW das Kind nur so viel isst, wie es möchte, läuft es weniger Gefahr später übergewichtig zu werden; es bleibt dem Baby überlassen wie viel und wie schnell es isst
- das Kind trainiert die Augen-Hand-Koordination
- es hat Spaß beim Essen; der Essensbeginn kann noch jahrelang Einfluss darauf haben, wie Essen erlebt wird
- es ist einfach, man braucht kein Programm einzuhalten
- man muss nicht extra kochen
- das Kind kann an den Mahlzeiten teilnehmen, man wird selbst nicht vom Essen abgehalten
- Kauen will gelernt sein, der Würgreflex wandert im Laufe der Zeit nach hinten, bei einem sechs Monate alten Baby liegt der Auslösepunkt sehr viel weiter vorne im Mund. Wird ein Baby zu lange mit Brei gefüttert, kann es später Probleme mit fester Nahrung bekommen, weil der Würgreflex bereits weiter hinten liegt und die Nahrung bereits tief hinten im Mund ist, bevor sie den Reflex auslöst
Lg
-
Lösche Benutzer 7240
Re: Wie erkläre ich das Konzept Fingerfood/BLW ?
Gegen had-core anthroposophen mit rationalen Argumenten zu kommen ist aber auch schwierig ... man kann ja "wir machen das so" auch unpampig formulieren, aber halt ohne den Anspruch, dass sie es "verstehen" und annehmen und wirklich verinnerlichen sollen. Freundlich erklären, und dann kann jeder machen wie er will mit den eigenen Kindern.
-
EhMibima
Re: AW: Wie erkläre ich das Konzept Fingerfood/BLW ?
hier auch. zuerst wurd gemeckert daß das arme kind nicht satt wird und mit 1,25j dann gelobt wie toll sie mit dem löffel aß.FuFu hat geschrieben:Nach meiner Erfahrung bekommt man mit einem einjährigen eher Komplimente, weil sie schon so schön mitessen. Und auch ganz klassische Breikinder Essen meistens schon am Familientisch mit [emoji3]
-
Lösche Benutzer 13838
Re: Wie erkläre ich das Konzept Fingerfood/BLW ?
Mal ne Ot-Frage: was ist typisch anthroposophisches Beikostvorgehen?
- MaareMum
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4462
- Registriert: 24.01.2012, 22:10
- Wohnort: Deutschland
Re: AW: Wie erkläre ich das Konzept Fingerfood/BLW ?
Anki86 hat geschrieben:Mal ne Ot-Frage: was ist typisch anthroposophisches Beikostvorgehen?
Würde mich auch mal interessieren. Ich hätte jetzt gedacht, dass Brei genau nicht anthroposophisch ist.
________________
vom Handy aus
Gruß, MaareMum
mit dem Großkind (2011) an der Hand und dem Kleinkind (2014) im Tuch
mit dem Großkind (2011) an der Hand und dem Kleinkind (2014) im Tuch
-
mimi84
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2112
- Registriert: 06.08.2010, 09:13
Re: Wie erkläre ich das Konzept Fingerfood/BLW ?
Naja, es hat strenge Regeln
Ich habs so gelernt: Mit 6 Monaten Gemüsebrei (Karotte). Das einen Monat. Evtl. Getreide befügen nach 2 Wochen, wenn das Essen gut vertragen wird. Nicht zu viel Gemüse variieren, Kinder brauchen keine große Abwechslung, sondern Kontinuuität und Rhythmus.
Mit 7 Monaten Getreide-Milch-Brei abends, mit 8 Monaten Obstbrei nachmittags.
Mkt 9 Monaten die Morgenmahlzeit ersetzten mit ebenfalls Getreide-Milch-Brei, damit ist abgestillt.
Die Mahlzeiten sind auf genaue Uhrzeiten festgelegt, so wie voher schon der 4-Stunden-Stillrhythmus.
So macht es meine Nachbarin
Ich würde sagen, Schwiegermutter hat das so nicht gemacht und eigentlich macht das auch keiner wirklich. Steiner hat dazu auch nichts gesagt, der hat sich mit Wichtigerem beschäftigt 
Aber es werden komische Dinge interpretiert und extremisiert machmal...
Aber wichtig ist eben die gesamte Ernährungslehre, das führt jetzt hier aber zu weit (leider, da gibts dicke Bücher drüber). Wie eben welche Dinge auf den Menschen wirken (der ja nicht nur aus dem physischen Körper besteht). Da bin ich mit der Kleinen nicht mehr so hinterher, das wird der Kritikpunkt sein (evtl).
Ich habs so gelernt: Mit 6 Monaten Gemüsebrei (Karotte). Das einen Monat. Evtl. Getreide befügen nach 2 Wochen, wenn das Essen gut vertragen wird. Nicht zu viel Gemüse variieren, Kinder brauchen keine große Abwechslung, sondern Kontinuuität und Rhythmus.
Mit 7 Monaten Getreide-Milch-Brei abends, mit 8 Monaten Obstbrei nachmittags.
Mkt 9 Monaten die Morgenmahlzeit ersetzten mit ebenfalls Getreide-Milch-Brei, damit ist abgestillt.
Die Mahlzeiten sind auf genaue Uhrzeiten festgelegt, so wie voher schon der 4-Stunden-Stillrhythmus.
So macht es meine Nachbarin
Aber es werden komische Dinge interpretiert und extremisiert machmal...
Aber wichtig ist eben die gesamte Ernährungslehre, das führt jetzt hier aber zu weit (leider, da gibts dicke Bücher drüber). Wie eben welche Dinge auf den Menschen wirken (der ja nicht nur aus dem physischen Körper besteht). Da bin ich mit der Kleinen nicht mehr so hinterher, das wird der Kritikpunkt sein (evtl).
-
mimi84
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2112
- Registriert: 06.08.2010, 09:13
Re: Wie erkläre ich das Konzept Fingerfood/BLW ?
Petra Kühne "Babyernährung" ist das entprechende Buch zum Brei (aber da ist auch ab einem Jahr Festes...Mh, ok
).
-
warmbäuchlein
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1134
- Registriert: 31.03.2014, 21:20
Re: Wie erkläre ich das Konzept Fingerfood/BLW ?
Ich mache eine Art "klassische Beikost" und mit 14 Monaten habe ich eigentlich vor, dass das Kind per Besteck (modifizierte - salzarm etc) Erwachsenenkost mit isst. Etwas landet jetzt mit dem Löffel sogar manchmal schon im Kind - aber mal schauen, ob mein Kleiner das in den nächsten 4 Monaten noch packt
Stückiges isst der 10-monatige Breiköstler auch schon lange selbst. Püriert wird hier nur mehr Apfelmus (liebt er total) - bekommt aber auch öfters Apfelschnitze.
Also, ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine Diskussion gibt. Ich fände in dem Alter Brei (außer Grießbrei, den Erwachsne ja auch mal essen
) schon viel seltsamer.
Also, ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine Diskussion gibt. Ich fände in dem Alter Brei (außer Grießbrei, den Erwachsne ja auch mal essen
-
EhMibima
Re: Wie erkläre ich das Konzept Fingerfood/BLW ?
mimi84, ist antroposophische Beikosteinführung mit Bruker "verwandt"? Ich kenne einige Waldorffans die sehr nach Bruker essen..
-
Kaktusblume
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1428
- Registriert: 19.01.2014, 08:44
Re: Wie erkläre ich das Konzept Fingerfood/BLW ?
Ganz ehrlich? Wenn mir jemand erzählen würde mein Kind,vorallem wenn es über ein Jahr alt ist, sollte nicht mit uns am Tisch sitzen und selbstständig essen, könnte ich nicht für voll nehmen. Ich kann doch meinem Kind nicht sagen, es darf nur Brei essen, obwohl es "richtiges" Essen möchte. Es hat die motorischen Fähigkeiten dazu. Warum sollte ich es davon abhalten. Ich sag doch auch nicht "Nee Kind, du bist noch kein Jahr, also darfst du auch nicht laufen. Setz dich bitte wieder."
Aber vielleicht kommt alles anders und sie sagt nichts dazu und freut sich sogar, wie toll das Essen klappt.
Aber vielleicht kommt alles anders und sie sagt nichts dazu und freut sich sogar, wie toll das Essen klappt.
Liebe Grüße von Kaktusblume
mit Schulkind und Kleinkind
mit Schulkind und Kleinkind
