Hallo,
Ich bin zwar auch kein Profi, aber Deine Geschichte gleicht meiner, denn auch meine Kleine war durch die Gelbsucht zu schwach / müde zum trinken.
Ich sollte im KH pumpen, vor'm Stillen wiegen, nach dem Stillen wiegen und fühlte mich einfach nur gruselig. Zumal ich mich auch so unter Druck setzte, dass das Abpumpen nur mässig Erfolg hatte.
Zu Hause räumte meine Hebamme dann erstmal alles weg und ausser Sichtweite, sowohl die Pumpe als auch die Babywaage und verordnete uns Ruhe, Kuscheln und Zuversicht. Und... es half! Ich vergass alle Ratschläge à la "eine Stillmahlzeit dauert x Minuten" und ließ meine Maus entscheiden ob und wie lange sie trinkt. Sie wusste eh viel besser was sie braucht und wieviel sie braucht. Manchmal legte ich sie 3 oder 4 Mal in 2 Stunden an und sie trank anfangs nur mininal , aber es steigerte sich stetig.
Unsere Hebamme begleitete uns, kontrollierte die Zunahme und machte Mut.
Heute ist meine Kleine ein 7-monatiger Wonneproppen und schläft noch immer am liebsten an meiner Brust (auch jetzt). Probier auch einfach verschiedene Positionen. Meine Maus lag anfangs gerne auf meinem Bauch - und nutzte das auch gern um zu stillen - einfach so, während des Schmusens.
Puuuh, so ein langer Text,dabei wollte ich nur ein wenig Mut zusprechen.
Alles Liebe euch beiden,
Nad
Ende bevor es angefangen hat?
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- Nad
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Re: Ende bevor es angefangen hat?
Nadine mit Still-&Tragemaus (12/2013)
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Re: Ende bevor es angefangen hat?
Herzlichen Glückwunsch zu deiner Tochter! Super, dass du dich gleich hier gemeldet hast, so hast du gut Chancen den Weg zum Vollstillen zu schaffen.moniqa hat geschrieben: Meine Tochter ist am 8.7.14 geboren per KS bei 37+6, sie wog 3180g 50 cm.. Ich möchte sie so gerne voll stillen.
Damit wir dich auf deinem Weg unterstützen können, bräuchten wir erstmal ein paar Informationen von dir. Beantworte doch bitte die Fragen aus dem Link Wie funktioniert Stillberatung hier im SuT? bei "Gebt uns genaue Informationen". Damit wir dich übers Internet gut beraten und mit dir den Weg zum Vollstillen beschreiten können, ist es nötig, dass du dir eine geeichte Babywaage aus der Apotheke besorgst und jeden Tag unter gleichen Bedingungen (z.B. morgens, nackig, nach dem Aufstehen) wiegst. Nähere Infos findest du in der Grundinfo zum Gedeihen und Wiegen.
Damit dein Baby das richtige Saugen aus der Brust möglichst schnell lernt, ist es ganz wichtig, stillfreundlich zuzufüttern. Dazu ist normalerweise bei größeren Zufüttermengen (wie in deinem Fall) das Brusternäherungsset (BES) sinnvoll. Dazu lies dir bitte mal den Link Erste Schritte mit dem BES durch. Wenn das für euch in Frage kommt (was ich sehr hoffe), dann besorg dir noch die Broschüre Eltern-Info zum Brusternäherungsset und ein BES (kannst du im Internet bestellen oder auch über die Apotheke).
Danach baust du das BES am besten dreimal zusammen und auseinander und probierst das anlegen mal ohne Baby und mit Wasser aus. Bevor du den ersten Versuch damit startest, ist es wichtig, dass du damit vertraut bist. Dein Baby soll nämlich beim ersten Mal trinken daraus ein Erfolgserlebnis (mehr Milch) haben. Der erste Eindruck zählt auch hier.
Da hat die Hebamme Recht gehabt, gerade bei Gelbsucht sind die Kinder sehr müde, brauchen aber dringend genügend Nahrung, damit sie das überschüssige Bilirubin über den Stuhl ausscheiden können. Ist die Verdauung zu langsam (da zu wenig Mumi/Pre getrunken), wird das Bilirubin wieder vom Körper aus dem Darm aufgenommen.Sie hatte Gelbsucht, wollte sich gar nicht andocken, die Hebammen im KH meinten, sie ist zu schwach/müde/faul. Sie meldet sich gar nicht, wir müssen sie wecken sowohl im KH als auch jetzt zu Hause und sie schläft fast den ganzen Tag, weint sehr wenig.. Im KH hat sie abgenommen i und konnte nicht zunehmen..
Zufüttern war in eurem Fall wahrscheinlich sinnvoll, aber leider wurde es - wie oft üblich - mit der Flasche gemacht. Jetzt hat deine Tochter eine Saugverwirrung und kann nicht mehr richtig aus der Brust trinken. Das Trinken an der Brust und aus der Flasche unterscheidet sich nämlich ganz stark. Viele Kinder kommen mit dem Wechseln von Flasche zu Brust nicht klar. Deswegen ist es wichtig, möglichst bald auf eine stillfreundliche Zufüttermethode umzusteigen. Hier bietet sich das BES an, da beim Trinken der Zufüttermilch an der Brust, das Kind gleichzeitig die Brust stimuliert und so die Milchbildung anregt, lernt, dass an der Brust Milch kommt und das richtige Saugen wieder erlernen kann.Sie bekam Flasche mit HA Pre und abgepumptes Muttermilch. Wir haben auch zwei Mal mit Hüttchen versucht. Schnuller bekam sie nie. Da mit abpumpen nicht immer klappt bzw nicht reicht, bekommt sie Flasche
Jetzt dockt sie sich an, nimm ein paar Züge und das wars. Nur drei Mal hat Sie laenger getrunken, sonnst nuckelt sie nur. Manchmal klappt sogar das nicht. Sie wird gleich wütend und rot.Die Hebamme meint wir müssen zufüttern, weil sie zunehmen muss. Heute, also nach 13 Tagen, hat sie ihr Geburtsgewicht wieder erreicht. Die Gelbsucht ist auch schon fast vorbei.
Was gleich ins Auge fällt, ist die Tatsache, dass du zu wenig stillst (was auf Grund der Saugverwirrung wohl auch nicht gut klappt). Normalerweise trinken Vollstillkinder 8-12 mal in 24 h, bei schlechter Zunahme sind 10-12 mal in 24 h sinnvoll.16.07. 2xgestillt, 80 ml MuMi (aus der Flasche), 435 ml HA PRE, 1xStuhl, 2xPipi
17.07. 3xgestillt, 220 Mumi (aus der Flasche), 185 ml HA PRE, 2x Stuhl, 4xPipi
18.07. 1xgestillt, 90 MuMi (aus der Flasche), 395 ml HA PRE, 2x Stuhl, 4xPpi
19.07. 2x gestillt, 125 MuMi (aus der Flasche), 320 ml HA PRE, 2x Stuhl, 3xPpi
20.07. 4x gestillt, 125 Mumi (aus der Flasche), 310 ml HA PRE, 4xStuhl, 6xPipi
21.07. 3xgestillt, 170 MuMi (aus der Flasche), 235 ml HA PRE, 2xStuhl, 5xPipi (bis 18:00 Uhr)
Trinkt sie vielleicht im Halbschlaf besser? Dann leg sie auf jeden Fall immer da an. Wenn das BES da ist, können wir von Flaschenfütterung auf Zufütterung an der Brust umsteigen.
Wieviel sie wirklich aus der Brust bei einer Mahlzeit getrunken hat, ist nicht so wichtig. Entscheidend ist die Tagestrinkmenge. Dazu solltest du aber auf keinen Fall vor und nach dem Stillen wiegen (sogenannte Stillproben, sondern einmal täglich mit einer Babywaage (siehe oben) wiegen. Anhang der Gewichtsentwicklung sehen wir dann, ob das Kind genug Nahrung zu sich nimmt. Wenn wir dann ein paar Tage gewogen und Zufüttermenge und Windelanzahl notiert haben (siehe lila Tabelle in Wie funktioniert Stillberatung hier im SuT? ziemlich weit unten), können wir eine Bestandsaufnahme machen und weitersehen.Ich möchte sehr mein Kind stillen weis aber nicht, ob dies klappen kann und wie ich es erreichen könnte? Woher soll ich wissen, dass das Stillen etwas gebracht hat, d.H.ob die kleine etwas (wieviel) getrunken hat?? Wie soll ich sie zum Trinken aus der Brust überzeugen?
Hilft dir das erstmal weiter?
Liebe Grüße
deidamaus
Liebe Grüße von deidamaus, ModTeam-Stillberatung
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